Beiträge von Maylin85

    Ich finde total untragbar, dass es für den Umgang mit Coronafällen in der Schule kein einheitliches Vorgehen gibt. Dass in manchen Kreisen komplette Ignoranz die Devise ist, während in anderen Mitschüler und Lehrer in Vollquarantäne inkl. Tests gehen und es dazwischen noch zig Abstufungen gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und nein, auch nicht mit Kapazitäten bei Gesundheitsämtern.

    Meinem Eindruck nach geht man anders nur noch dort vor, wo man erst sehr vereinzelte Fälle hat und hofft,die Ausbreitung in der Schule tatsächlich noch stoppen zu können. Überall sonst hat die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs Priorität und dafür darf man halt weder viel testen noch quarantänisieren.

    Ich schaue ehrlich gesagt auch nicht mehr so genau hin, owohl mich die unter den Nasen hängenden Masken wahnsinnig nerven. Es passiert aber sowieso nichts an Konsequenzen. Es gibt Schüler, die ich seit den Sommerferien quasi täglich gegen die Maskenpflicht verstoßen sehe, an denen man sich den Mund fusselig geredet hat und die das null interessiert, weil auch das 700. "ooops, vergessen" bei uns noch ohne ernsthafte Folgen bleibt.


    Leider sind es ja nicht nur Schüler. Auch Kollegen tragen den MNS auf absurd ineffektive Arrt und Weise und zeigen sich auch nach Ansprache nicht nachhaltig lernfähig.


    Ich sag nix mehr.

    Bei uns lief es am Dienstag so, dass ein Schüler aus dem laufenden Unterricht geholt wurde, nachdem das Positivergebnis vorlag. Der Rest der Klasse wurde weder über den Positivfall informiert noch gab es weitere Maßnahmen. Begründung: aufgrund der Maskenpflicht und des Hygienekonzepts sei das Ansteckungsrisiko als gering einzustufen.


    Also aus meiner ganz subjektiven Erfahrung ist das Vorgehen bei llindarose nicht ungewöhnlich. Unsere Schulleitung hat ganz klar gesagt, dass ausschließlich das Gesundheitsamt die Entscheidungen darüber trifft, Schüler nach Hause zu schicken.

    Ich habe zum ersten Mal keinerlei Verständnis für die Maßnahmen. Es werden pauschal Bereiche begrenzt, die kaum nachweisliche Beteiligung am Infektionsgeschehen haben, teilweise nach unverständlichen Kriterien (Kosmetikstudios zu, Frisöre auf usw.), und nachweisliche Vielspreaderevents wie Versammlungen irgendwelcher Religionsgruppen dürfen weiterhin stattfinden. Komplette Branchen werden dicht gemacht, damit Kinderbetreuung nicht ausfällt (das scheint ja nach wie vor das Hauptargument zu sein). Reisebeschränkungen hätte man vielleicht mal VOR den ganzen Ferien auferlegen sollen, jetzt kann man sich sowas doch getrost klemmen. Ich bin wirklich ein Befürworter sinnvoller Maßnahmen, aber das hier ist ausgemachter Blödsinn. Ich hoffe im Sinne der Betroffenen, dass die Gerichte einige der Regelungen zeitnah wieder kippen werden.

    Hier ist das auch so. Schülerin, die Montag noch im Unterricht saß, wurde Dienstag als positiv getestet rausgeholt. Für mich ist ohnehin unverständlich, dass die Kinder bis zum Ergebnis nicht bitteschön zu Hause bleiben, sondern weiter in die Schule gehen. Noch unverständlicher ist, dass dieses Mal KEINER der Sitznachbarn in Quarantäne geht, weil hey, wir tragen ja Masken, also nicht notwendig irgendwas zu unternehmen.


    Das immer "großzügigere" Verfahren der Gesundheitsämter bei gleichzeitig anstehenden Verschärfungen außerhalb des Schulcosmos ist einfach nur absurd. Ob dahinter die Strategie steht "Schulen schnell durchinfiziefen lassen und die Weitertragungsmöglichkeiten aus den Schülerfamilien heraus bestmöglich begrenzen?"

    Anders ist das für mich alles fast nicht mehr erklärbar.

    Eine meiner Schülerinnen, die ich gestern im Unterricht hatte, hat heute ihr positives Ergebnis bekommen. Bruder war schon letzten Freitag positiv getestet, sie selbst sollte auf Symptome achten und bis zu ihrem eigenen Ergebnis weiter zur Schule gehen.


    Ohne Worte.

    Nachtrag: ich finde es als Frau übrigens unter aller Würde, dass man vor einem Abbruch zu einer "Schwangerschaftskonfliktberatung" gehen und sich "beraten" lassen (de facto: rechtfertigen) muss. Die dort durchzusprechenden Themen hat ein mündiger Bürger im Normalfall bereits selbst durchdacht und sich alle Informationen beschafft; es gibt keinen Grund für Leute ohne Beratungsbedarf, das alles nochmal zwangsweise mit fremden Leuten durchzukauen. Empfinde ich persönlich als ziemliche Nötigung.

    Die Gesetzesänderung in Polen ist imho eine gute Entscheidung.


    Dass ausgerechnet diejenigen, die hier so vehement auf Gleichberechtigung beharren, es kritisieren, dass man ungeborene Kinder nicht mehr töten darf, wenn sie eine Behinderung haben, entbehrt nicht einer traurigen Ironie.

    Es sind keine Kinder, es ist Zellmaterial. Um zu Leben zu werden, braucht dieses Zellhäuflein meinen Körper und meine Unterstützung. Es muss jeder Frau selbst gestattet sein zu entscheiden, ob sie sich dafür zur Verfügung stellen will oder nicht. Das Zellmaterial ist kein Gemeingut, sondern gehört der Frau und deren Verfügungsgewalt zumindest bis zu einem gewissen Entwicklungsstadium - und das völlig zu Recht.

    Sehr emphatische Sichtweise. Redest du mit Eltern auch so?

    Wieso hast du ein Betreuungsproblem, wenn du deinen Stundenplan mit geteilten Klassen unterrichtest? Gehen die Hunde normalerweise in die Hundeschule...?

    Zu 1: Ich bin eigentlich sogar ausgesprochen freundlich und diplomatisch - aber wenns mal angebracht ist, dann schon, ja. Zwischen den Zeilen.


    Zu 2: Tagesstätte. Und wenn die mal zu hat (was bevorzugt außerhalb der Ferien der Fall ist, weil die Leute da halt billiger urlauben können), muss ich mich halt um Alternativen kümmern und die auch bezahlen. Meine Verantwortung. Trifft auf Kinder meiner Auffassung nach halt auch zu (ja, dazu kann man anderer Ansicht sein und das nehme ich zur Kenntnis).

    Und was schlägst du vor? Ich wäre nämlich auch davon betroffen, wenn das rollierende System wieder eingeführt würde, dass auch meine Kinderverwahrfunktion dann leider wegfallen würde, wenn ich weiterhin jede Wochen meinen Stundenplan unterrichte und meine Kinder (möglicherweise sogar versetzt) jede 2. Woche daheim wären...


    Hast du Kinder?

    Nein. Mir ist das ehrlich gesagt auch total egal, wie die Leute das lösen. Ich muss das Betreuungsproblem meiner Hunde auch selbst lösen, interessiert auch keine Sau. Und wer jetzt schreit, dass das nicht vergleichbar ist -> doch, ist es insofern, als dass die auch nicht alleine bleiben und ich mir was überlegen muss. Konkret heißt das: jemanden finden und bezahlen. Momentan sitzen tausende Studenten ohne Jobs und ohne Präsenzuni zu Hause rum und suchen Möglichkeiten, mal ein paar Euros zu verdienen. Ich bin sicher, wenn man auf die Suche geht, findet man auch eine verantwortungsbewusste Person, die zu Hause die Kinder beaufsichtigt :)

    Erster Schultag nach den Herbstferien: aus meinen insgesamt 4 Lerngruppen, die ich im Unterrich hatte, fehlten quarantänebedingt 26 Schüler. Fängt ja schon gut an. Je nach Entwicklung der Quarantänezahlen mutiert die parallele Distanzbeschulung noch zum ganz eigenen, zweiten Arbeitspensum.

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