Beiträge von Maylin85

    Wenn man SuS wählen lässt / Vorschläge machen lässt, ist es halt so.
    Die Kollegin hat es im Schuljahr 2009/2010 gelesen. Irgendwie habe ich Zweifel, dass ganze Englisch-Fachschaften das Buch da auf dem Schirm hatten.
    Wenn Jugendbücher mit dem Ziel der Leseförderung gelesen werden, dann soll man sich an die Interessen der SuS orientieren und nicht an die zufällig im Regal stehenden deutschen Bücher.

    "zarte Seelen": ICH hätte das Buch nicht mit der Klasse gelesen. Ich habe weder das Buch gelesen, noch die Serie geschaut, ist für mich zuviel. Aber passte wohl damals in der Klasse (ICH möchte aber nicht mehr das Risiko nehmen, dass es eben nicht passt, aber keine*r was sagt. Ich habe im Päda-Unterricht Napola geguckt und das würde ich jetzt nicht mehr in der Form machen (sondern den Unterricht so aufbauen, dass der Film nicht mehr "notwendig" ist.

    Es war ja nicht nur das, sondern auch Holes, Hunger Games, etc. pp. Hat man einen Kurs bekommen, in dem Schüler aus 3-4 Sek I Klassen zusammengemixt waren, war das teilweise schon sehr ätzend. Wir haben die Deutschkollegen als Fachschaft damals irgendwann offiziell aufgefordert, das für bestimmte Lektüren bitte zu unterlassen, klappte aber nur so semi.

    Ich habe es übrigens auch nur zweimal gelesen (2013 und 2015) und dann nicht mehr, weil ab da plötzlich nur noch Kurse mit psychisch angekacksten Schülern nachkamen und man ja bloooß nichts antriggern wollte. Mittlerweile frage ich allerdings, ob die Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten nicht irgendwie auch Überhand genommen hat und übertrieben ist.

    Eine Kollegin von mir hat oft um Vorschläge von SuS gebeten und hat zum Beispiel noch laaaange vor der Serie "Tote Mädchen lügen nicht" gelesen, man kann auch SuS selbst suchen lassen.

    ...und wir haben uns in der Englischfachschaft immer sehr gefreut, wenn die Deutschleute uns die Lektüren verbrannt und nichts von deutschen Autoren gefunden haben 🙄

    Inwiefern gerade dieses Buch aber ggf. weniger triggernd für zarte Seelen ist, als Das Parfum, sehe ich nicht ganz.

    Ich bin der eine Mensch, der den Werther damals richtig richtig gut fand 😊 Neulich bin ich allerdings mal über das Hörbuch gestolpert und dachte, das sei vielleicht auffrischend mal ganz nett für eine lange Bahnfahrt -> gruselig. Trifft heute leider überhaupt nicht mehr meinen Nerv. Schon interessant, wie sich Wahrnehmung verändern kann. Elektra und Antigone habe ich als Schüler auch gerne lesen, würde ich heute auch nicht mehr unbedingt aus dem Regal ziehen. Dafür fand ich Berlin Alexanderplatz ätzend, was ich vor ein paar Jahren dann doch nochmal recht gerne gelesen habe. Schachnovelle und Physiker gefielen mir nicht so, dafür das Fräulein von Scuderi.

    Ich finde, es muss auch gar nicht alles, was gelesen wird, "gemocht" werden. Der Wert der ganzen Schullektüren lag für mich u.a. auch ganz schnöde in der Bandbreite der Literatur, die ich mir alleine in der örtlichen Stadtbücherei so vermutlich nicht erschlossen hätte. Abstriche finde ich schade.

    Deswegen ist es gar nicht verkehrt, dass dies im Deutschunterricht mehr Raum bekommt - gerade auch wenn man an online Kommunikation bspw. in den Sozialen Medien denkt.

    Dafür haben wir ja mittlerweile einen eigenen Schwerpunkt in Englisch. Ich finde die Redundanzen mit Deutsch da irgendwie überflüssig und fände sinniger, wenigstens das Sprachfach, in dem die Sprache die geringste Hürde darstellen sollte, würde seinen literarischen Schwerpunkt behalten.

    ggf auch mit internen Kommentaren wie „oberflächliches Gerede“ oder dgl oder Rechtschreibfehlern, die in der Eile entstanden.

    Ganz ernsthaft, dass sowas nicht zum Herausgeben gedacht ist, muss dir aber doch auch auffallen 😬

    Wenn dir das Übertragen zu viel Arbeit ist, gib die Bögen halt nur gekreuzt raus und begründe nur mündlich auf Nachfrage anhand der Notizen. Ich mach das, weil dafür einfach ein riesenfettes, leeres Feld in voller Seitenbreite auf dem Bogen ist und es mich stört, das leer zu lassen. Besser wäre, das Feld würde nicht existieren^^

    Keine Prüfungsmitschriften rausgeben und die Schüler bekommen nur einen Bewertungsbogen mit dem Ergebnis, auf das man sich geeinigt hat. Alles andere führt verständlicherweise zu Unmut und Diskussionen.

    Ich hab das mit verschiedenen Kollegen in verschiedenen Varianten durchgespielt und für mich funktioniert am besten: beide haben die Bögen, beide kreuzen, hinterher kurzer Abgleich und ggf. auf dem Bogen, der rausgegeben wird, nochmal "umkreuzen", daher mit radierbarem Stift schreiben. Prallel protokollieren beide auf Schmierzetteln und ich als Fachlehrer picke mir in der Nachbereitung ggf. aus beiden Schmierzetteln prägnante Punkte raus, die ich zur Nachvollziehbarkeit des Zustandekommens der Note auf den Schülerbogen übertrage. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Beim Inhalt hilft es, zumindest in Teil A die antizipierten Antworten bereits auf den Bogen zu drucken und überwiegend nur abzuhaken.


    Wenn jemand mein Geschmiere rausgibt, wäre ich übrigens auch angepisst. Mir würde auch nicht einfallen, dass jemand auf solche Ideen kommt, von daher hätte ich dazu im Vorfeld auch nichts angesprochen. Macht man aber einfach nicht, das ist ein wirklich blöder Faupax.

    Ich fürchte ja, wenn die Republikaner auch die nächsten Wahlen gewinnen, wird man irgendwann auf Trump als ein noch vergleichsweise kleineres Übel zurückblicken. Meinem Gefühl nach ist Trump eine Art Eisbrecher, den man den Weg für die potentiell ernsthaft demokratiegefärdenden Kräfte freiwalzen lässt. Braucht man ihn nicht mehr, wird man ihn schon entsorgt bekommen...

    Die langweilige Standardfriedhofsbepflanzung muss man vielleicht alle 2 Tage gießen, man könnte aber ja auch mal anfangen, lebendige Friedhöfe mit Magerbeeten und trockenresistenten, insektenfreundlichen Stauden zu gestalten 😊 Gut angelegt, trägt sich das weitestgehend selbst.

    Grabbepflanzung wäre ein Business, worüber ich tatsächlich mal nachgedacht habe und was ich gerne machen würde... scheint mir leider nicht auskömmlich zu sein. Allerdings, wenn sich das jemand in meinem Umfeld wünschen würde und ich selbst keine Zeit hätte, würde ich dafür halt zahlen. An Pflanzen soll es nun wirklich nicht scheitern, wenn es jemandem wichtig ist.

    Ich finde schade, dass es keine Vorschule im Kindergarten mehr gibt. Ich erinner mich, dass ich das als Kind total gerne gemacht habe. Wir hatten Arbeitshefte, wo man schonmal gelernt hat mit Materialien zu arbeiten (Sachen verbinden, ausmalen, etc., wenn ich mich richtig erinnere) und es wurde schonmal geübt eine Weile konzentriert zu sitzen, zuzuhören usw. Gerade, wenn es an solchen Dingen heute hapert, wäre das doch wichtig und ließe sich sicherlich auch mit Sprachförderung verbinden.

    Eine meiner Freundinnen leitet eine KiTa und findet wenig vorstellbar, Kindergartenkinder ohne bekannte Bezugspersonen für die ABC-Klassen zu irgendwelchen Schulen fahren und dort in fremder Umgebung erfolgreich unterrichten zu lassen. Schon gar nicht am Nachmittag, wenn die Kinder tendenziell eh mehr durch sind, als am Morgen. Fand ich auch mal eine spannende Perspektive.

    Ich würde absolut niemals

    - eine Schule mit Unterrichtsschluss vor 14 Uhr

    - mit "humanen" Extraterminen

    - mit super Kollegen und Schulleitung

    - eine "höhere" Schulform für eine "niedrigere" mit potentielle schwierigerer Klientel

    aufgeben.


    Viel zu viel Verschlechterungspotential 😊

    Mir ist unklar, warum meine Aussage, dass ich meinen Hinterbliebenen die Wahl lasse, zu der Schlussfolgerung führen kann, ich wolle mich nicht mit dem Tod beschäftigen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall.

    Ich habe mich schon erheblich mit meiner Sterblichkeit auseinandergesetzt, also z. B. eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament notariell erstellt. Auch wissen meine Kinder, wo sie alle Unterlagen finden können, welche Anträge wo zu stellen sind, auf welchen Konten welches Geld zu finden ist usw. Das sind Dinge, die ansonsten wirklich unnötig Zeit und Nerven kosten.

    Vielleicht war ich gemeint. Das sind zum Beispiel auch alles Dinge, die meine Mama nicht hat.. keine Patientenverfügung, keine Aussage zum Thema Organspende, keine Vollmacht, immerhin in Testament gibts wohl irgendwo (aber da war ihr Mann auch die treibende Kraft).

    Das ist in unserem Fall schon ein sehr intensives sich-nicht-auseinandersetzen-wollen.


    Wenn es für deine Hinterbleibenden so okay ist, ist das ja völlig in Ordnung :) Ich bringe aber seit Jahren mehrfach zum Ausdruck, dass ich das überhaupt nicht okay finde und werde in dem Punkt komplett ignoriert - mühsam.

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