Wenn man SuS wählen lässt / Vorschläge machen lässt, ist es halt so.
Die Kollegin hat es im Schuljahr 2009/2010 gelesen. Irgendwie habe ich Zweifel, dass ganze Englisch-Fachschaften das Buch da auf dem Schirm hatten.
Wenn Jugendbücher mit dem Ziel der Leseförderung gelesen werden, dann soll man sich an die Interessen der SuS orientieren und nicht an die zufällig im Regal stehenden deutschen Bücher.
"zarte Seelen": ICH hätte das Buch nicht mit der Klasse gelesen. Ich habe weder das Buch gelesen, noch die Serie geschaut, ist für mich zuviel. Aber passte wohl damals in der Klasse (ICH möchte aber nicht mehr das Risiko nehmen, dass es eben nicht passt, aber keine*r was sagt. Ich habe im Päda-Unterricht Napola geguckt und das würde ich jetzt nicht mehr in der Form machen (sondern den Unterricht so aufbauen, dass der Film nicht mehr "notwendig" ist.
Es war ja nicht nur das, sondern auch Holes, Hunger Games, etc. pp. Hat man einen Kurs bekommen, in dem Schüler aus 3-4 Sek I Klassen zusammengemixt waren, war das teilweise schon sehr ätzend. Wir haben die Deutschkollegen als Fachschaft damals irgendwann offiziell aufgefordert, das für bestimmte Lektüren bitte zu unterlassen, klappte aber nur so semi.
Ich habe es übrigens auch nur zweimal gelesen (2013 und 2015) und dann nicht mehr, weil ab da plötzlich nur noch Kurse mit psychisch angekacksten Schülern nachkamen und man ja bloooß nichts antriggern wollte. Mittlerweile frage ich allerdings, ob die Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten nicht irgendwie auch Überhand genommen hat und übertrieben ist.