Beiträge von Maylin85

    Wieso sollte man Elternvertretern was schenken? Auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen.

    Umgekehrt, mal so, mal so. Ich persönlich finde Geschenke unangenehm und habe immer schon proaktiv beim Elternabend gesagt, dass ich nichts möchte. Wenn sie unbedingt Geld ausgeben wollen, sollen sie sammeln und es dem Förderverein spenden. Generell finde ich angenehmer, wenn einfach jeder seinen Job ohne aufgeblasenen Wertschätzungs-Eiertanz am Jahresende macht. Ein aufrichtiges gegenseitiges Dankeschön zum Abschluss der Zusammenarbeit reicht doch völlig. Und wenn es keinen Anlass dagür gibt, dann eben nicht, auch okay.

    Ich würde mich ganz schnell davon frei machen, so etwas persönlich zu nehmen. Selbst wenn die Eltern mit dir unzufrieden gewesen sein sollten -> lass sie doch. Du arbeitest so, wie du es für richtig und angemessen hältst, und gut ists.

    30 Minuten. Dafür haben wir keine 5 -Minuten-Pausen.

    Zumindest den Stundenabschluss organisiere ich persönlich aber auch meist so, dass beim Klingeln bereits eingepackt und der Raum sofort verlassbar ist, so dass mir keine Pausenzeit verloren geht. Auf ewiges Warten und Rumräumen hätte ich in meiner Pause keine Lust.

    Bei uns gibt es inzwischen die offizielle Dienstanweisung, 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn loszulaufen, um pünktlich im Raum zu sein. Kann man übertrieben finden, aber wenn Zuspätkommen zum Habitus wird, kann ichs auch irgendwo verstehen. Wir verlangen Pünktlichkeit von Schülern, also sollte man das ja auch selbst irgendwie hinkriegen,

    Ich habe durchaus auch gutes Material weggeschmissen, weil es mich zu viel Stauraum kostet. Diverse Stationenlernen mit Versuchsmaterialien, Anschauungsmaterial von Pfundmünzen bis hin zu Gesteinen oder Kohle, laminierten Kram wie Vokabeldominos, Lernspiele, etc., Hängeregister und Boxen für Lerntheken - alles schöne Sachen, die gut im Unterricht funktioniert haben, aber ich bin einfach nicht mehr bereit, privaten Wohnraum zur Lagerung zur Verfügung zu stellen. Und damit ist alles, was nicht Buch/Arbeitsheft ist oder sich digitalisieren ließ, vor 2-3 Jahren mal in die Tonne gewandert. Ich werde auch keinen Fundus mehr aufbauen, sofern es dabei bleibt, dass keine Lagernöglichkeiten in der Schule bestehen.

    Hilft dabei, den Überblick im Arbeitszimmer zu behalten 😊

    Ich räume nicht auf. Bücher und Arbeitshefte werden in den Schrank gestellt, alles andere kommt auf einen großen Stapel. Wenn sich nach 2 oder 3 Jahren 2 oder 3 Stapel angesammelt haben, schmeiße ich die alten geschlossen und ungesehen weg, denn scheinbar habe ich ja nichts daraus gebraucht.

    Die einzige mühsame Tätigkeit ist, vor dem Stapeln noch alle wichtigen Unterlagen rauszufischen, aber auch das dauert keine Stunde.

    Die BKs profitieren dann davon, dass sie keine "Kleinen" haben, denn für die gilt laut Erlass "Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden.", wobei "Absprache" so viel bedeutet wie "frühzeitige Information, um Betreuung organisieren zu können", also i.d.R. am Vortag. Theoretisch eröffnet das wohl die Möglichkeit, nur diese beiden Jahrgänge dazuhalten und den Rest nach Hause zu schicken, das habe ich aber noch nicht erlebt.

    Hier sind für diese Woche noch ein Wandertag und ein Sportfest geplant, ich bin gespannt ob/wie die SL damit umgehen wird.

    Man wundert sich ja, wieso auch in diesen Jahrgängen zu unserer Schulzeit noch kurzfristige Ausfälle möglich waren und sowas heute alles nicht mehr geht.

    Tut mir leid für euch.

    In meinen Ohren klingt "Berufung" immer ein bissi affig. Im Idealfall macht man seinen Job gut und gerne, vielleicht auch mit Leidenschaft. Die ganzen "Berufenen" neigen aber häufig zu einem ungesunden Maß an emotionalem Investment, nehmen das alles viel zu wichtig und fallen nicht selten irgendwann komplett aus.


    Bei mir ist der Rahmen, in dem der Job für mich funktioniert, leider sehr eng. Erwachsenenbildung war toll - ich habe gerade erst Schüler meiner letzten Abschlussjahrgänge getroffen und so viele tolle, herzliche, wohltuende Sachen zu hören bekommen - wir hatten einfach eine richtig gute Zeit 🥹 Auch die Oberstufen am Gymnasium liefen ausnahmslos richtig gut. In beiden Settings habe ich den Job aufrichtig gerne gemacht und, wie ich glaube, auch gut. Sek I und meine jetzigen Schüler kosten mich allerdings schon erheblich Nerven und Spaß macht das Ganze irgendwie auch nicht. Aber es bezahlt eben die Brötchen. Es ist sehr ärgerlich, dass es im allgemeinbildenden System keine reinen Oberstufenschulen gibt.

    Warum Blödsinn? Es sind eben seine Erfahrungen. Ich wäre an einer GS auch dauerhaft baden gegangen.

    Weil es der gleiche Blödsinn ist, den viele meiner BK-Kollegen von sich geben ohne überhaupt mal einen Tag an einem Gymnasium gearbeitet zu haben. Da arbeiten überwiegend ganz "normal" (Lehrer-normal halt^^) tickende Menschen und wieso man diesen abspricht, "das echte Arbeitsleben" zu kennen, ist für mich auch nicht nachvollziehbar. Auch am Gymnasium sind Kollegen, die erst Berufsausbildungen abgeschlossen und/oder was anderes gemacht haben, keine Superrarität. Und eine andere Schulrealität ist nicht automatisch ein "Elfenbeinturm", sondern einfach eine andere Schulrealität mit anderen Rahmenbedingungen, Prioritäten und Zielfokussierungen.


    Dass man nicht mit jeder Schulform und jeder Altersstufe kompatibel ist, ist davon unbenommen und sehe ich auch so.

    Für Verlängerungen der Krankschreibung reicht hier ein Anruf, dann wird das Attest entsprechend fertig gemacht und kann abgeholt werden.

    Ich glaube allerdings eh nicht, dass die Regelung so kommen wird.

    In der Sek. II am Gym wäre ich nicht glücklich. Lauter Kollegen in ihrem Elfenbeinturm, die nie etwas anderes als Schule gesehen haben. Vielleicht haben sie mal ein Praktikum oder Ferienjob in einem echten Unternehmen gemacht, aber haben nie das echte Arbeitsleben kennengelernt. Halten die Schule und das Abi für das wichtigste im Leben. Würde mich echt ankotzen.

    Selten so einen Blödsinn gelesen.

    Das kann tatsächlich passieren und ein Problem sein. Ich rätsel manchmal, ob Schüler, die bei uns mit Fachabitur gegangen sind, an meinem jetzigen BK überhaupt den mittleren Schulabschluss bekommen hätten. Einige wahrscheinlich nicht.

    Vielleicht ist der Unterschied aber weniger privat vs. staatlich als Schulen, die auf Schülerzahlen achten müssen/wollen vs. Schulen, an denen das weniger eine Rolle spielt. Mein altes staatl. Gymnasium hat auch alles durchgezogen und verschenkt, da erlebe ich das BK aktuell als erheblich strenger, konsequenter und realistischer in der Notengebung.

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