Es reicht, wenn jedes Kind einen einzigen Sport macht. In der Regel geht das mit mindestens 1 Training unter der Woche und einem Wettkampf am Wochenende einher. In Großstädten erledigen Kinder zwischen 7 und 11 das auch nicht alleine zu Fuß oder mit dem Bus, bei Auswärtsterminen sowieso nicht. Dass eine 16jährige abends nicht alleine mit der Bahn durch die Gegend gurken soll, verstehe ich in diesen Zeiten durchaus auch. Also in der Sache alles korrekt und nachvollziehbar. Und trotzdem hast du da als Partner keinen Bock drauf.
Anfang 20 war ich 5 Jahre mit einem alleinerziehenden Vater zusammen, das war dagegen überhaupt kein Problem. Retrospektiv allerdings vermutlich auch nur deswegen, weil das Kind ordentlich zurückstecken musste. Damals ist mir das nicht aufgefallen, aber wenn ich so zurückdenke... wir waren alleine im Urlaub, superoft auf Wochenendtrips und Kind bei Oma, sehr oft im Restaurant und Kind hat bei Oma gegessen, in den ganzen 5 Jahren nur ein einziges Mal beim Fußballspiel am Wochenende (fand ich sehr ätzend und hab meinen Partner das damals auch wissen lassen, danach hat er nie wieder gefragt), haben ausgeschlafen und Kind hat alleine gefrühstückt und sich dann alleine beschäftigt usw. Aus heutiger Sicht finde ich manches daran etwas fragwürdig, aber so funktionierte es.
Fakt ist, keine Frau stellt sich hinter Kindern an. Wenn also Väter sich nicht kümmern, ist das für neue Beziehungen sicherlich erstmal positiver, als wenn sie sich zu viel kümmern.
Sicherheitshalber: das heißt nicht, dass ich das gutheiße. Wer Kinder hat, sollte sich selbstverständlich auch angemessen kümmern und seine Kinder priorisieren. Mir geht es ausschließlich um den angesprochenen Aspekt, was nachfolgende Partnerinnen wohl denken, und das ist ganz einfach: je weniger Kinder ins Leben pfuschen, desto besser.