Sicherlich. Ich kenne außer der o. g. keine weitere Privatschule bzw. habe nie eine weitere betreten und kenne auch niemanden, der/die an einer als Lehrkraft gearbeitet hat oder Schüler*in an einer war
.
Es gibt sehr, sehr unterschiedliche Privatschulen. Da geht's im Grundsatz lediglich um verschiedene Träger, sonst haben sie nicht viel gemein. Das "Elite-Internat" ist nur eine von vielen Möglichkeiten und hier zahlen Eltern hohe Beiträge, vor allem über das Internat, damit Reiten und Kantonesisch möglich wird.
Es gibt anerkannte und genehmigte Ersatzschulen. An anerkannten Schulen dürfen Kinder ihre Schulpflicht erfüllen, genehmigte können auch Schulabschlüsse nehmen. Diese müssen sich ein paar Jahre selbst tragen, bevor der Staat Geld zuschießt. Kirchen können sich sowas leisten. An kleineren Initiativen stemmen das linke Normalverdiener-Familien über Kredite. Die Lehrkräfte müssen mindestens 80% von dem verdienen, was der Staat Angestellten zahlt. Das ist ein reines Minusgeschäft für alle Beteiligten.
Und für sozial schwache SuS müssen auch Plätze freigehalten werden, man darf in Deutschland keine Schule gründen, in der man nur Zahnarztkinder aufnimmt.
Andere Bildungsträger erwarten viel von den Lehrkräften, Anwesenheitspflicht außerhalb des Urlaubs, besonderer persönlicher Einsatz, weil die Familien ja viel Geld bezahlen usw. Außerdem ist die Schulleitung nicht immer Lehrkraft oder es gibt noch eine Geschäftsführung mit windigem BWL-Hintergrund, die versucht, mit der Schule Geld zu verdienen...
Man sollte also sehr genau in den Vertrag gucken und sich mit Leuten unterhalten, die dort arbeiten/gearbeitet haben.
Ich kenne allerdings nur private Grund-, Oberschulen und Gymnasien/Gesamtschulen, wie es für BBS ist, weiß ich nicht.