Beiträge von Quittengelee

    ...Ich möchte aber auf jeden Fall zukünftig nach Hessen, da dort auch meine Wurzeln liegen...

    Das ist ja niedlich, sowas aus Rheinland-Pfalz zu lesen8)

    Ich würde wohl das kurze Ref in RLP nehmen und erst mal dort bleiben. Den Lebensmittelpunkt kann man verlagern.

    An deiner Stelle würde ich es in Hessen machen, es ist nicht gerade fair, sich von einem Bundesland komplett ausbilden zu lassen, wenn man eh schon weiß, dass man wegziehen will.

    Außerdem bist du dann mit allen landesspezifischen Themen wie Schulrecht und ungeschriebenen Gesetzen vertraut und müsstest dir das in Hessen noch mal neu aneignen. Machbar ist das natürlich.

    Das kann ich Dir nicht beantworten, weil es auf mich nicht zutrifft. Das musst Du dann schon die Leute fragen, die das genau so tun. Ja, die Schule folgt einer Ideologie - so wie jede andere Schule auch. Aber eben nicht so, wie Du insinuierst.

    Was insinuiere ich denn, ein bischöfliches Gymnasium folgt einer katholischen Ideologie, was ist daran verwerflich, nur weil ich es schreibe? :sterne:

    Ich will nicht provozieren, ich hab nur manchmal den Eindruck, als ob Christen das Christentum nicht erkennen.

    edit: Interessant übrigens, wieso ist das provokant? Konvertieren war vielleicht übertrieben, aber katholisch getauft sein, ist doch vorrangiges Aufnahmekriterium oder habe ich das missverstanden?

    ...

    Wenn also die einzige Schule in der Stadt mit gutem Profil und Angebot von mir verlangt, zu bestätigen, dass ich für Gerechtigkeit und Toleranz einstehe, es meinem Kind und seiner Entwicklung förderlich ist, dann würde ich es machen (oder wäre eben noch nicht hierher gezogen…)

    Zitat random bischöfliches Gymnasium in NRW:

    Als katholische Schule strebt die Bischöfliche Marienschule im Rahmen ihrer Erziehungs- und Bildungsaufgaben auch eine Einführung in die christliche bzw. katholische Glaubens- und Lebenspraxis an. Das bedeutet keineswegs, dass die Schule die Schüler:innen auf bestimmte religiöse Einstellungen verpflichtend festlegen wollte. Die Schule will innerhalb ihrer religiösen Erziehungs- und Bildungsarbeit vielmehr die Schüler:innen zu eigenen und bewusst verantworteten religiösen Entscheidungen motivieren und befähigen.

    Die Schule erwartet allerdings von ihren Schüler:innen die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit religiösen Fragen und auch zur Auseinandersetzung mit der Lehre und Praxis der katholischen Kirche. Aus diesem Grunde sind der konfessionelle katholische und evangelische Religionsunterricht für die Schüler:innen an der Bischöflichen Marienschule verpflichtend.

    Ich weiß natürlich nicht, wie es wäre, wenn es die einzige Schule ohne Gewaltexzesse im Sprengel wäre, aber mich schreckt sowas ab.

    in der Regel: absolut nichts Besonderes.
    Ich wüsste nicht, wo das bischöfliche Gymnasium sich von uns unterscheidet, außer in der Schülerschaft.
    Sie fahren alle selben Profile (Musik, Mint, bili) und Siegel (oder weniger) wie wir (gegen Rassismus, für Vielfalt, Humanitäre Schule...).
    Dieselben christlichen Werte, die ständig hochgehalten werden und eigentlich Menschenverstand sind: keinen umbringen / beleidigen, Toleranz, Solidarität, gute Erziehung, Respekt, usw..

    Hättest du genauso wenig Bedenken bei einer muslimischen Schule?

    Ich formuliere es mal um: Unsere Schule und das Miteinander beruht auf Werten wie Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Glauben. Jedes Kind muss am Islamunterricht teilnehmen. Die Lehrkräfte sollten nicht an die große Glocke hängen, wenn sie homosexuell sind oder sie bekommen erst gar keine Stelle, weil das Sünde ist. Der interkulturelle und interreligiöse Austausch ist erwünscht, aber alles wird auf Grundlage des muslimischen Glaubens hinterfragt. Die Kinder müssen zum Islam konvertieren, wenn sie bei uns aufgenommen werden wollen. Wir sind aber total offen für andere Religionen. Ansonsten ist alles wie in anderen Schulen, dieselben Leistungskurse und Profile.

    Wie willst du Ideologie außen vorlassen, wenn du deine Kinder in einer Kirche anmeldest, um einen Platz dort zu bekommen? Dass dich dass alles nicht interessiert und du kritisch bist, hat ja nichts damit zu tun, dass eine bischöfliche Schule einer Ideologie folgt.

    Jetzt lassen wir mal Ideologie und Emotionen außen vor.

    ...

    Die Voraussetzung für den Zugang zu bischöflichen Gymnasien sind die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche, sowie gute Noten.

    Ich bin froh, dass wir als Lehrer aufs Klo gehen dürfen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen. Wie ich bereits mal schrieb, handhabe ich das generell auch mit den Schülern so. Wer leise zur Toilette kann, darf das ohne zu fragen.

    Leider hat sich in unsrer Mittelstufe (bei uns 5/6) ein neues Spiel entwickelt: Jeder geht so oft aufs Klo, wie er nur kann, bleibt dort extra lange und trifft sich im Bereich davor oder im Waschbeckenraum mit Schülern andrer Klassen.

    Klogang verbieten dürfen wir nicht. Schlüssel für die Toiletten gibt es bereits, jede Klasse (es sind 3) hat einen, jeder Schüler trägt seine Toilettenzeiten in eine Liste ein.

    Trotzdem wird verschmutzt, gevaped, heimlich gefilmt, sonstwas.

    Hat hierfür jemand eine Lösung?

    Nein, außer Zeiten aufzuschreiben. Und aufs Klo gehen darf man erst, wenn die Person davor zurückkommt. Während der Stunde aufs Klo gehen nur in Ausnahmefällen, wenn es zum Regelfall wird, ärztliches Attest einfordern...

    Sobald man Fehlverhalten ahnden will, muss man Freiheitsrechte einschränken.

    Edit: wenn ihr schon Listen habt, müsste es ja halbwegs kontrollierbar bleiben. Wenn mal ein paar Tage lang jemand nach jeder Stunde nachschaut, Listen abgleicht oder Leute mit Vape ertappt, macht man ein bisschen Tamtam mit Elterneinbestellen und dann wird es wieder ruhiger.

    Ich glaube aber kaum, dass man das Problem generell los wird.

    Wie Bolzbold sagt (und ich bin wirklich kein Fan von konfessionellen Schulen ... gewesen).
    Ehrlich: die meisten sind mittlerweile nur ganz normale Schulen ohne die Möglichkeit, Ethik zu wählen. Das war's. Vielleicht ein Gottesdienst mehr im Jahr.

    Indoktrination ist ein großes Wort. Aber Religion belegen zu müssen und dass Gottesdienste stattfinden, gibt selbstverständlich eine Richtung vor.

    Umso unchristlicher freilich, wenn Leute die Schulen nicht mal wegen des Profils wählen, sondern aufgrund ihrer sozialen Selektionsfunkion.

    Aber jeder hat seine Gründe, eine Schule zu wählen, ich verstehe das schon. Ehrlich sollte man aber (zu sich) sein.

    Wir reden hier nicht von einem Kloster sondern von einer bischöflichen Ersatzschule. Da ist die Teilnahme am Religionsunterricht Teil des Schulvertrags. Ansonsten werden die Kinder mitnichten indoktriniert.

    Soso. Und die Kirche finanziert diese Schulen und bevorzugt getaufte Katholiken ganz ohne eigene Erziehungsvorstellung, is klar.

    ...

    Der zentrale Unterschied zu einer staatlichen Schule ist die höhere ethnische Homogenität (klingt pervers, aber trifft eben den Kern), sowie in Teilen eben auch die soziale Homogenität in Bezug auf Bildungsaffinität der Elternhäuser.

    Klingt nicht nur pervers, ist es auch.

    ...

    Meine Freundin (Sonderpädagogin) hat ihren Sohn bewusst auf eine integrierte Großstadt-Gesamtschule gesteckt, weil soziale Gerechtigkeit und große Verfechterin einer Schule für alle usw. Sagen wir mal so, der arme Junge steckt da jetzt leider fest und Kind 2 wird am konfessionellen Gymnasium angemeldet. Realität heilt...

    Ich muss dir leider Recht geben, weil ich eine ähnliche Erfahrung gemacht habe. Mein Kind kam mit blauen Flecken heim und Bastelscherenverletzung, außerdem sollte es ein Jahr lang la le lu lesen, obwohl es bereits Bücher las beim Schuleintritt. Wir haben es schließlich auf eine andere Schule versetzen lassen.

    Das Problem ist allerdings nicht die Migration, sondern das Angrenzen der Schule an zwei Stadtviertel, von denen eins sozialer Brennpunkt ist. Ein befreundeter Jason (7) saß heulend bei uns auf dem Boden und weigerte sich, mit meinem Kind etwas zu spielen, weil er nicht an die Playstation durfte, sein Vater musste ihn irgendwan abholen, weil nichts mehr möglich war.

    Beim eigenen Kind haben wohl die meisten keine Lust, es darauf ankommen zu lassen, das muss ich zugeben.

    Konfessionelle Schulen gibt es hier allerdings kaum, diesem Einfluss wollte ich meine Kinder ebenso wenig aussetzen :flieh:

    Was zur Vollständigkeit gehört und was ich zuvor in Bezug auf Verwaltungspersonal an anderer Stelle schrieb: Der Arbeitgeber (m/w/d) hat die Möglichkeit, in den Vertrag zu schreiben, dass darüber hinausgehend zumutbare Aufgaben bei Bedarf zugewiesen werden müssen.

    Das Entfernen von menschlichen Hinterlassenschaften ist einer Reinigungskraft unter der Voraussetzung, dass die nötigen Hilfsmittel durch den Arbeitgeber (m/w/d) zur Verfügung gestellt werden, zuzumuten.

    Dir auch.

    Wenn man googelt, wird übrigens das Lehrerforum von 2014 zitiert, was meint:

    Es steht im Vertrag von Reinigungskräften, was sie tun müssen, alles andere sind Sondervereinbarungen, die extra vergütet werden.

    Hausmeister sind für Notfälle ansprechbar, was auch das Unterbinden von Ausbreitung von Keimen oder Ausrutschen beinhaltet.

    TorfUndTeer
    4. Mai 2014 16:27

    Die politische Führung hop oder top wird es immer Kinder mit Behinderungen geben. Mit "Beratung/Elterngespräche", "Diagnostisches Vorgehen", "Schulentwicklung" macht man nichts falsch, nicht mal in einem Bundesland, in dem einem eine Naziregierung droht.

    Also, ganz ehrlich, ich habe noch nie von jemandem die Info erhalten und auch nicht die Info gegeben, dass Kolleg*innen ggf. nicht bereit zur Team-/Zusammenarbeit sind! Ich finde es reichlich unangebracht, wenn jemand sich derart über die Arbeitsweise von KuK gegenüber einer an der Schule neuen Lehrkraft äußert, muss ich sagen.

    Guter Einwand. Selbst wenn es wertfrei gemeint ist, sorgt es doch für irgend eine Art der Voreingenommenheit. Miteinander zu reden ist immer besser als übereinander.

    ...Ich habe ganz bewusst ein gesamtes Grundstudium in Hörgeschädigtenpädagogik "in die Tonne gekloppt" und mich für den Schwerpunkt Erziehungshilfe entschieden. Rückblickend eine der schlauesten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

    Darf ich fragen, wieso? Ich frage mich nämlich manchmal, ob das EH-Studium mir so viel gebracht hat oder gerade in diesem Bereich nicht andere, eher praktische Skills zählen :S

    Ich gehe davon aus, dass 7-Jährige sowas in den allerseltensten Fällen zur Provokation machen und schon gar nicht damit prahlen. Ich finde solche Rachefantasien und Gruppendruck auch äußerst befremdlich, selbst im Kontext der Bundeswehr.

    Schrieb hier nicht mal jemand, dass ein Kind aus der Ukraine keine WCs kannte, das Plumpsklo gesucht und nicht gefunden hat und deswegen in die Ecke kackte? Keine Ahnung, ob die Geschichte stimmt, aber gerade Klogänge sind doch bei Kindern extrem schambehaftet und dass Missgeschicke welcher Art auch immer nicht zugegeben werden allzu verständlich. Vielleicht hat auch ein wohlmeinendes Elternteil gesagt, dass öffentliche WCs ganz furchtbar sind und es sich bloß nicht auf eines setzen soll.

    Erstklässler sind doch echt noch kleine Kinder.

    Gemeinsames Saubermachen muss man vielleicht nicht unbedingt als Kollektivstrafe verstehen. Da Fäkalien kontaminiert sein können, würde ich aber schon allein aus gesundheitlichen Erwägungen heraus wissen wollen, ob die Lehrerin ausreichend nachgedacht hat oder im Affekt und aus Frust heraus gehandelt hat, das würde mir schon Sorgen machen als Mutter. Wer weiß, was ihr das nächste Mal den Kragen zum Platzen bringt und wozu sie die Kinder dann zwingt.

    Ich sehe Inklusion unter den derzeitigen Bedingungen ähnlich skeptisch wie deine Betreuerin, jedoch würde ich daraus nicht schließen, das Fach nicht zu wählen. Du kommst mit größter Wahrscheinlichkeit mit Inklusion in Kontakt und alles, was du aus dem Studium mitnehmen kannst, bringt dich weiter, oder?

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