Beiträge von Quittengelee

    Verstehe ich es richtig, dass du einen Bachelor in irgendwas hast und beim Master im 1. Semester bist also weit entfernt von einem Abschluss?

    ... ob man mit einem FüBa Bachelor Theologie + Religionswissenschaft (gymnasiales Lehramt aber außerschulische Vertiefungskurse in Theologie) und nem Master in Soziologie,

    ... und mache jetzt im Master Soziologie und komme im April ins 2. Semester.

    Dafür finde ich deine Aussage, dass du Religion, Philosophie und "alles was mit Ethik zu tun hat" problemlos unterrichten könntest doch recht selbstbewusst.


    In aller Regel braucht man für den Quereinstieg ins Lehramt einen Uniabschluss (Master) und zwei ableitbare Fächer. Für Religionsunterricht mögen andere Regelungen gelten, aber dann sicher ohne A13. Es ergibt Sinn, für jedes Bundesland gesondert zu gucken, was gesucht ist und welche Voraussetzungen jeweils gelten. Im Zweifel wird übrigens eher für die Sekundarstufe gesucht und Inhalte an die Schüler*innen anzupassen würde dein täglich Brot sein, das gälte für jede Schulart und jede Klassenstufe.

    iPads muss niemand kaufen und meHR Mails verschicken frisst kein Brot. Bei Beamern darf man halt nicht das billigste kaufen, dann müssen die auch nicht oft getauscht werden. In den 6 Jahren an der Schule habe ich noch keine wechsel erlebt.

    Mails fressen Strom und iPads liegen inzwischen teilweise noch unausgepackt in Kellern rum. Ich weiß nicht, wie Schulen nachhaltiger sein könnten, vielleicht auf Skireisen und Auslandsflüge verzichten. Nachhaltigkeit ist nun mal bewusster Umgang mit Ressourcen und Papier durch digitale Endgeräte zu ersetzen ist nicht per se nachhaltig.

    Religionsunterricht - wie ich ihn praktiziert habe, nachdem die Schulleitung mir das zugetraut und in den Plan geschrieben hatte, ist imho im Kern Ethikunterricht und Kulturgeschichte.

    Das kann in deinem Unterricht so gewesen sein, Reli-Lehrkräfte müssen sich aber an den Lehrplan halten. Aus diversen Lehrplänen wurde bereits in anderen Threads zitiert und ganz so einfach wie du es für deinen Unterricht geregelt hast ist es halt nicht. Es ist kein Ethikunterricht.

    Bist du sicher, dass deine Verfassung viel mit dem Ref als solchem zu tun hat? Oder können gesundheitliche Ursachen eine Rolle spielen? Ich würde auf jeden Fall erst Beratung aufsuchen, bevor ich so weitreichende Schritte unternehme.

    Wenn die Quintessenz aus 2000 Jahren Christentum "habt euch lieb" ist und Leute nach 4 Jahren Studium "ihren Glauben verlieren", was immer da verloren geht, frag ich mich, wieder mal, was konfessioneller Religionsunterricht eigentlich leisten soll und kann. Aber eine Antwort darauf existiert wahrscheinlich gar nicht, er ist halt in der Verfassung verankert, weswegen wir ihn nicht loswerden.

    Ein Gedanke noch: vielleicht hilft Offenheit? "Liebe Leute, die Stimmung im Kurs ist nicht gut. Das stört mich. Ich habe xy studiert und muss aber dieses Jahr z unterrichten. Das ist nicht ideal, ich kann mir das aber nicht aussuchen, wir müssen das Beste daraus machen. Hier ist das Curriculum, da soll es hingehen. Wir haben 13 Wochen bis zum Jahresende, in jeder Stunde beschäftigen wir uns daher mit Bla bzw. Blub. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie mehr bringen als Augenrollen... nämlich..." Fokus wieder aufs Thema, weg von deiner unausgesprochenen aber wahrscheinlich sowieso spürbaren Unsicherheit.

    Am liebsten wäre Ihnen wenn ich eine PPT machen und als "Expertin" informieren würde. Ganz abgesehen davon, dass ich ja keine Expertin bin, wäre dies viel zu aufwendig und auch nicht zielführend für die SuS.

    Das klingt aber eigentlich sinnvoll. Wenn die Leute keine Lust auf Gruppenarbeit und co. haben, gibt's halt einen Vortrag. In Fortbildungen will ich in aller Regel auch nur was Neues hören und keine Methoden ausprobieren.

    Es könnte dir auch dabei helfen, dich zu strukturieren und gezielter zu arbeiten, dich nicht zu verzetteln. Alles, was du dir selbst anliest, packst du in die Präsentation hinein. Das Gliedern hilft beim Sortieren im Kopf.


    Und im Zweifel gibt's im Unterricht genau die Texte, die du dir vorher selbst durchliest, als Unterrichtsmaterial. Die Fragen, die du dir dabei selbst gestellt hast, stellen sich wahrscheinlich auch deine Schüler. Lass sie etwas erarbeiten und den anderen vortragen. Leg Edding, Flipchart und bunte Zettel hin und zu zweit oder alleine Vorträge vorbereiten.


    Gibt's irgendwelche Filme zum Thema oder fertiges Material, das du kaufen kannst? Jemanden, den du einladen und aus der Praxis erzählen lassen könntest? Um was geht's denn ungefähr, vielleicht kann auch jemand konkret helfen, hier sind ja einige in der BBS.


    Edit: könnte es dir helfen, gleich zu Beginn Prüfungsfragen/ eine Klausur zu konzipieren? Dass du nicht aus dem Blick verlierst, wo du eigentlich hin willst.

    Sachsen:
    "Als Unfallkasse Sachsen unterstützen wie die Verantwortlichen, indem wir die Schulungskosten für Ersthelferinnen und Ersthelfer nach § 26 DGUV Vorschrift 1 tragen sowie darüber hinaus die Qualifizierung aller Lehrkräfte in Erster Hilfe übernehmen. Sollten Schulen einen höheren Schulungsbedarf haben, so sind diese Kosten über das schuleigene Fortbildungsbudget zu tragen."


    Also spezielle Ersthelfer*innen alle 2 Jahre, und zusätzlich alle Lehrkräfte aller 4 Jahre.

    Nein, das ist das Nutzen von unnötigen Ressourcen. Das ist alles nur nicht nachhaltig. Selbst wenn man den Prozess optimiert.


    Die Alternative bringt wenig Nutzen? 🤣🤣 Alles klar.

    Was Gymshark vermutlich meint: wenn Papier gespart wird, werden mehr Mails rumgeschickt, Beamer laufen, iPads müssen regelmäßig neu angeschafft werden. Papiersparen bedeutet heutzutage ja nicht, auf Schiefertafeln auszuweichen.

    ...

    Mit dem Thread wollte ich eigentlich nur in Erfahrung bringen, ob die Lehrpersonen in Deutschland flächendeckend gerne als Beamte arbeiten und diesen gewissen Verlust an Freiheit gerne in Kauf nehmen (weil die Vorteile überwiegen) oder ob sich vielleicht ein paar Lehrpersonen anders entscheiden würden, wenn sie z.B. das System der Schweiz besser kennen würden.

    Vielleicht überschätzt du auch das Beamtentum. Es gibt akuten Lehrkräftemangel, Leute studieren dann halt was anderes, wenn ihnen der Beruf nicht attraktiv erscheint. Lehramt zu studieren, um in die Schweiz zu ziehen, erscheint mir einigermaßen absurd.


    Und Grundschullehrkräfte, die schon in Lohn und Brot stehen und Familie haben werden auch nicht in die Schweiz ziehen, weil sie sich da vielleicht eine Schule aussuchen können. Das dürfte auch etwas verkürzt dargestellt sein, glaube kaum, dass Lehrpersonen in der Schweiz hin und her wechseln und überall mit Kusshand genommen werden.


    Also danke für die Einblicke und Vergleiche, aber ich vermute, Grundschullehramt ist kein Fachgebiet, in dem man international gesucht ist und sich deswegen weltweit an Topschulen bewirbt.

    Das mehr! mehr! noch mehr Bumbum-Geschrei einer Strack-Zimmermann oder verschiedener CDU-Politiker - die noch mehr Eskalation fordern, finde ich dagegen nicht daneben. Sondern dumm. Wer flächendeckende Bombardements mit Taurus auf russischem (Nachschub-)Gebiet fordert, will die Büchse der Pandora öffnen.
    Actio erzeugt Reactio. Und schafft Legitimation für die russische Seite, die Bombardierungen der Städte zu forcieren.

    Du verwechselst ganz offenbar die Akteure. Du vertauschst Aggressor und Überfallenen. Eskalation bedeutet, jeden Tag seinen Nachbarn zu bombardieren, nicht, diesem bei der Verteidigung zu helfen. Russland braucht keine Legitimation, Städte zu bombardieren, es tut dies bereits. Die Ukraine ist ein europäischer Staat und kein Teil Russlands, die Sowjetunion existiert nicht mehr. Offenbar muss man das nicht nur den Russen erklären.

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