Beiträge von Quittengelee

    Stellst du dich extra so dumm?

    Wahrscheinlich nicht.

    Hey, ich hab noch nie ne Reha gemacht, aber ich kriege richtig Lust, eine zu beantragen und den Termin dann auf die Wochen vor den Winterferien zu legen. Dann komme ich um die Zeugnisschreiberei drumrum und buche gleich im Anschluss einen Ski-Urlaub. Nur weil ich's kann. Also Skifahren nicht, aber Après-Ski geht ja auch so. Herrlich.

    Hausarztpraxen bevorzugen bei uns keine Privatversicherten. Aber man bekommt bei Fachärzten schneller einen Termin (MRT u.ä.) und zum Teil überhaupt einen Termin (Orthopädie), obwohl eigentlich ja keine Neupatient*innen mehr angenommen werden.

    Man kann als PKV-Versicherter Privatpraxen aufsuchen, bei denen man in aller Regel nur 5 min im Wartezimmer sitzt. Die besseren Ärzt*innen sind das natürlich nicht automatisch.

    Großer Vorteil: Termine bei Psychotherapeut*innen, die keine Kassenzulassung haben.

    Großer Nachteil: Die Abrechnerei. Wenn man ernsthaft krank ist, ist das ein Arsch voll Arbeit und nervig, weil man Geld vorstrecken muss und weil man immer erst hinterher sieht, was alles nicht übernommen wird. Dann muss man kontrollieren, ob alles seine Richtigkeit hat und irgendwas nachweisen und nachreichen, damit man gnädigerweise doch noch sein Geld wiederkriegt. Oder auch nicht.

    Und Rehas beantragen ist wohl auch kompliziert.

    Ich würde vielleicht die pauschale Beihilfe auch vorziehen. Kenne allerdings niemanden, der so versichert ist und welche Nachteile das wiederum hat.

    Wie gesagt aus Sicht des Dienstherrn.

    Wie gesagt. Dir ist es aber trotzdem sehr wichtig, seitenweise die Sicht des Dienstherrn zu erklären und zu rechtfertigen.

    Ich halte deine Erklärung übrigens für eine Milchmädchenrechnung. Eine Reha ist kein Urlaub, es gibt also keinen nachvollziehbaren Grund, die Ferienzeit anders zu gewichten als für einen gesunden Arbeitnehmer bzw. Beamten. Oder gibst du in den Schulferien Mathekurse, wenn du 2 Wochen vor den Ferien erkrankst?

    ...Warum kostet das Untersuchen von Fäkalien und anderen Körperflüssigkeiten von Privatpatienten das zwei- bis dreifache oder mehr? Das treibt doch auch alles die Kosten der Versicherungen hoch.

    Das ergibt wieder keinen Sinn. Die Privaten rechnen mehr ab als die Gesetzlichen, damit finanzieren sich Labore und Praxen am Ende. Was bei gesetzlich Versicherten abgerechnet werden darf, würde die Kosten über reine Vorsorge hinaus schlicht und ergreifend nicht decken. Ärzte behandeln gratis, wenn die Kosten für gesetzlich Versicherte zum Quartalsende aufgebraucht sind und die Darmspiegelung Krankheiten zutage bringt, die behandelt werden müssen.

    Dein Mann profitiert am Ende davon, dass du die teuren Endoskopiegeräte in der Praxis mitfinanzierst.

    Dass das System auf tönernen Füßen ruhen mag, ungerecht ist und was man alles kritisieren kann und sollte, ist alles keine Rechtfertigung für die Finanzierung von Globuli.

    Im übrigen auch wenn es sie geschenkt gäbe. Ich will auch keine Wahrsagerglaskugel im Arztzimmer stehen sehen, das hat was mit Vertrauen in die Professionalität zu tun. Ich weiß ja dann nicht mehr, zu was dieser Arzt alles bereit ist, wenn er keine Unterschiede zischen Aberglaube und Wissenschaft macht. Hat er die Globuli diet stehen, weil er selbst dran glaubt? Oder ausschließlich, weil er sich den Placeboeffekt zunutze machen will, wenn er dir 5 Kügelchen in die Hand zählt?


    ...
    Die Evidenz zeigt die Wirkweise von Placebos.

    Das Problem bei Placebo ist, dass es unmöglich sein dürfte, sie zu verschreiben. "Ich gebe Ihnen nun ein Placebo gegen ihre Migräne" ist unmöglich, weil es dann kein Placebo mehr wäre. Globuli denen zu verschreiben, die dafür empfänglich sind, mag manches Mal einen Placeboeffekt haben, ist aber ethisch und finanziell fragwürdig, weil Menschen verarscht werden. Vielleicht wollen sie verarscht werden, aber das allein rechtfertigt m.E. nicht, dass andere dafür aufkommen sollen, auch wenn sich im Einzelfall eine Beschwerde bessern mag.

    Dass es den Placeboeffekt gibt ist also durchaus interessant und könnte -evidenzbasiert freilich- weiter erforscht werden. Allein zu sagen "manche glauben halt an etwas" ist mir zu wenig.

    Palim , ich verstehe deine Argumentation nicht. Endometriose ist nicht ausreichend erforscht, korrekt.

    Und deswegen soll nicht mehr geforscht werden, sondern irgendwas bezahlt werden, von dem Betroffene hoffen, dass es helfen könnte oder was ist deine Schlussfolgerung?

    Komisch, alle, die ich kenne, die eine Mutter-Kind.+-Kur gemacht haben, waren nicht getrennt. Und auch bei einer Trennung kann das Kind doch beim Vater bleiben? Was spricht dagegen?

    Wenn ich mich so sehr erholen muss, dass ich von zuhause weg muss, dann wäre es besser, wenn ich mich allein auf mich konzentrieren kann und nicht noch nachmittags und am Wochenende voll eins oder mehrere Kinder versorgen muss.

    Dann muss man vielleicht eine Reha machen oder im SPA einchecken? Bei Mutter-Kind-Kuren geht es v.a. um die gesunde Interaktion miteinander, um den familiären Kontext und die spezielle Belastung.

    • Lesen / Leseförderung / LRS
    • Lernzeiten und selbstständiges Lernen


    • Jemanden von der Sprachheilschule bzw. Fachberater einladen
    • Bei einer freien Schule, etwa Montessori hospitieren
    • Im Kollegium rumfragen, wer was kann und dann wortwörtlich schulintern fortbilden

    Bei den Fortbildungen, die ich besucht habe, waren meist die von Lehrkräften am besten, die sich auf irgendwas spezialisiert hatten und wussten, wie man es im Kontext Schule umsetzen kann.

    Eine externe Person einladen, die mir was über "Belastungen im Schulalltag und Lehrergesundheit" erzählt? Nope.

    Ich kenne mich überhaupt nicht aus mit Mutter-Kind-Kuren. Ich wundere mich nur immer, wie viele junge Mütter diese mit ihren Kindern in Anspruch nehmen (die fehlen dann in der Schule und wir müssen für mehrere Wochen das Material bereitstellen).

    Im Gegenzug kann ich mich nicht erinnern, dass je eine einzige Kollegin auf Mutter-Kind-Kur war und habe mich schon öfter gefragt, warum das so ist. Wie ist es bei euch, welche Erfahrungen habt ihr im Kollegium?

    Die Mütter, die dorthin fahren, sind in aller Regel belasteter als deine verbeamteten Kolleginnen mit intakten Familien.

    Diese Kuren sind gesetzlich verankert und bringen nachweislich längerfristig Effekte.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/mutter-…c1-a92c25d805ea

    Daher habe ich früher manchmal scherzhaft gesagt: Ich brauche eine Mutter-ohne-Kind-Kur....

    Haha, wie witzig. Es geht bei diesen Maßnahmen aber nicht um Urlaub.

    Ist die Mutter-Kind-Kur nicht eher für die Kinder, die nicht ohne Begleitung eine Kur absolvieren können?

    Wie erholt sich eine Mutter, wenn sie voll für ihre Kinder verantwortlich ist? Was macht der Vater in dieser Zeit zuhause?

    Nein, das wäre eine Reha fürs Kind.

    Bei der Mutter-Kind-Kur haben die Kinder Schule oder Betreuung.

    Auserdem können Kinder auch eine eigene Behandlung bekommen, wenn sie eine eigene Diagnose haben, Adipositas etwa oder Depression.

    Und was hat das mit dem Vater zu tun? Es gibt auch Vater-Kind-Kuren, wahrscheinlich leben die meisten Mütter dort aber sowieso getrennt.

    Das klingt ein bisschen so, als würde nach etwas Auszeit gesucht werden und weniger nach einer entsprechenden Indikation. Wenn eine solche Kur tatsächlich indiziert ist, dann sollte sie wohl auch angegangen werden, um eine sich möglicherweise abzeichnende schwerwiegendere Erkrankung noch zu verhindern/abzumildern. Sollte es hingegen keine Indikation geben, dann stellt sich die Frage eigentlich gar nicht erst.

    Genau das wollte ich auch schreiben.

    ... Das Problem ist nur, dass einige hier auf die Ungerechtigkeit hingewiesen haben, dass diejenigen, die den Antrag auf geheime Wahl stützen, dann den Unmut der Schulleitung auf sich ziehen, während die anderen, die den neuen Vorsitz wählen, verdeckt bleiben.

    Hilfe! Bitte lass dir das noch mal auf der Zunge zergehen. Was sind das für Einstellungen, wie willst du da jemanden überzeugen?

    Das Vorgehen, umherzulaufen, Wahlkampf zu betreiben und Mehrheiten zu eruieren für diesen Posten finde ich auch leicht überambitioniert oder Energieverschwendung an der falschen Stelle.

    Ich behaupte, das liegt am Forum. Es vermittelt den Eindruck, dass das alles so leicht sei, es gibt Verordnungen und alle halten sich dran und dann ist alles geklärt. Nach meiner persönlichen Statistik ist das bei drei von 100 Kollegen hier der Fall. Du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach nicht überzeugen und deinen Kampf nicht gewinnen, sondern vielmehr als anstrengender Paragraphenreiter wahrgenommen, der alle erziehen will.

    Ich störe mich schon länger an „nur evidenzbasiert hilft“, um so mehr, wenn dann nur das bezahlt werden soll.

    Ja, es ist gut, dass es erforscht und Therapien angepasst werden, dass man Wirksamkeit belegt oder widerlegt, aber man muss auch anderes im Blick behalten, andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen. Heute stellt man fest, dass Frauen bei Krankheiten und Medikamenten anders reagieren - war aber bisher nicht erforscht.

    Es gibt Menschen, die auf Grundlage ihrer Gene Enzyme nicht oder anders ausbilden, auf Schmerzen anders reagieren, auf Alkohol/ Koffein anders reagieren, Inhaltsstoffe schmecken … und entsprechend anders auf Medikamente reagieren.

    Es gibt Off-Label-Anwendungen und Ärzte, die diese ausprobieren, um Patient:innen zu helfen (z.B. bei Fatigue), bis sie etwas finden, das hilft.

    Evidenzbasiert ist dann nur so gut oder weitreichend, wie die Forschung es zulässt, ermöglicht, wie es finanziert wird oder wie weit man bisher gekommen ist.

    Die Aussage ist nicht "nur evidenzbasiert hilft", sondern "nur evidenzbasiert ist evidenzbasiert und sollte daher zugelassen und durch Krankenkassen finanziert werden."

    Off-Label-Use ist in aller Regel kein Bauchgefühl eines Arztes, die Medikamente haben meist schon Studien durchlaufen, nur die Zulassung müsste beantragt werden, was teuer ist und ggf. unrentabel etwa in der Palliativmedizin oder bei Generika mit abgelaufenem Patentschutz.

    Dass Menschen, denen es sehr schlecht geht, alles probieren ist verständlich und es wäre wunderbar, wenn ein rumprobierender Arzt den richtigen Geistesblitz hat und daraufhin weitergehende Forschung angeleiert und finanziert wird. Das ist ja dann Evidenz.

    Wenn dieser Arzt aber falsch liegt, wäre es gefährlich und sollte doch eher eine Straftat sein, dieser Medizin einen Namen zu geben, sich eine Wirkweise auszudenken, etwa energetische Schwingung draufzuschreiben und jedem Verzweifelten mit ME/CFS zu verkaufen.

    Und zum Thema Frauenmedizin: Auch hier sind Fehler passiert, u.a. dass Medikamente aus verschiedenen Gründen nur an Männern getestet wurden. Das ist ein Problem, das erkannt wurde und nun hoffentlich behoben wird. Aber auch das kein Argument gegen evidenzbasiertes Arbeiten, im Gegenteil, das Forschungsdesign muss angepasst und verbessert werden, nicht woanders dafür Abstriche erfolgen.

    Beispiel: Wenn man feststellt, dass Frauen eine andere Dosierung von Betablockern brauchen als Männer, rechtfertigt das kein Empfehlen von Arsenicum C12, weil Arsenvergiftungen ähnliche Symptome hervorrufen wie Herzinsuffizienz und jemand mal glaubte, dass man Arsen ganz oft verdünnen muss, um Menschen mit Atemnot und Schwächeanfällen zu helfen.

    Irgendwelche inhaltlichen Einwände gegen die wichtigen Kernaussagen meiner zwei Beiträge?

    Wichtig bezweifle ich. Du sagst, Rechtsradikale in der AfD sind Einzelfälle in Ostsachsen, ich erklärte ausführlich, dass das falsch ist.

    Viele dieser Menschen würden, wortwörtlich, nicht einen Tag an den meisten Orten in Palästina über!leben.

    Aha. Und das ist jetzt keine Empfindungsebene? Du hältst Moslems grundsätzlich für gefährlich "diese Menschen" wie Homosexuelle stärker durch sie gefährdet als durch deutsche Arschlöcher.

    Zurück zu den Stolpersteinen.

    Es ist völlig in Ordnung, wenn jemand an die Homöopathie glauben möchte, ist mir völlig egal.

    Aber, es ist nicht in Ordnung, das als normale Alternative zu Naturheilverfahren oder der konventionellen Schulmedizin auch nur in Erwägung zu ziehen. Es sind und bleiben nur pure Zuckerkügelchen ohne irgendeinen Wert, ausser dubiose Firmen reich zu machen.

    Das Problem ist, dass Menschen noch so häufig abwertend "Zuckerkügelchen" sagen können und andere werden trotzdem Geld dafür ausgeben. Sieht man ja hier, überzeugen geht irgendwie anders.

    M.E. werden Placebo und Nocebo Effekte noch zu wenig genutzt. Medizin ist keine exakte Wissenschaft und es gilt vermutlich wirklich: Wirkung = Arznei + Erwartung (sry für die Verwendung mathematischer Zeichen).

    Eigentlich ist es doch nur wichtig, dass etwas wirkt. Auch mein Onkologe zitierte mal den Spruch „Wer heilt, hat Recht.“ Ich selbst halte auch homöopathische Mittel für Unsinn, denke aber, dass der Placebo Effekt in vielen Fällen sehr, sehr mächtig ist.
    Die Frage, welche Dinge von der Allgemeinheit bezahlt werden sollten, ist da der Knackpunkt. Soweit ich weiß, sind besonders die Gespräche zwischen Arzt oder Ärztin und Patient:in hilfreich, werden aber zu wenig honoriert.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/placebo…91-b36f082d8015


    https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/pressem…r-einnahme.html

    Ethisch m.E. äußerst schwierig: was, wenn Ärzt*innen begännen, frei verkäufliche Placebo in klassischen Schachteln von "ratiopharm" zu verschreiben und ein schwer erkrankter Patient bliebe auf diese Weise unbehandelt? Warum ist es ausgerechnet bei Homöopathie okay, den unerforschten Placeboeffekt irgendwie aus dem Bauch heraus zu nutzen? Ich halte da nicht nur die Finanzierung für ein Problem.

    Im verlinkten Artikel wird ja erwähnt, dass auch Pflegekräfte in Kliniken sich den Placeboeffekt zu nutze machen. Dazu fällt mir ein, wie Kolleginnen auf Klassenfahrten "Heimwehpillen" gegeben haben: finde ich psychologisch gesehen falsch. M.E. besteht die Gefahr, Kinder auf diese Weise dazu zu erziehen, emotionale Bedürfnisse und Probleme mit Medikamenten bzw. Drogen zu lösen.

    solltest du da nicht mehr hingehen.

    Ich frage mich generell, was Leute bei Heilpraktikern wollen und warum dieser "Berufsstand" immer noch nicht abgeschafft ist.

    Na, ja, die Schwurbler-Lobby ist halt zu groß. Hat man in der Corona-Zeit leider deutlich gemerkt. Und sieht man auch hier im Thread wieder.

    Sagt ausgerechnet der gläubigste aller Gläubigen? Warum ist der "Berufsstand" der Prediger nicht abgeschafft, warum gehen Leute da überhaupt noch hin zu dieser Schwurblertruppe etc.pp.?

    Menschen wollen sich halt an was festhalten, insbesondere, wenn es ihnen schlecht geht.

Werbung