Wie viele (unfreundliche) Mails bekommt ihr eigentlich im Schnitt?
Ich hab ja verhältnismäßig wenige SuS und einige Eltern haben keine Mailadressen, ich kenne das Problem glücklicherweise tatsächlich nicht.
Wie viele (unfreundliche) Mails bekommt ihr eigentlich im Schnitt?
Ich hab ja verhältnismäßig wenige SuS und einige Eltern haben keine Mailadressen, ich kenne das Problem glücklicherweise tatsächlich nicht.
Wieso ist das ein anderes Thema? Es geht doch gerade um Erwartungen und was man als höflich empfindet.
Auf eine "Schöne-Ferien-Mail" erwarte ich keine Antwort und hätte wirklich nicht gedacht, dass eine Kollegin darauf wartet. Das müsste dann schon eine persönliche Nachricht an mich sein.
Alles andere sind Info-Mails wie im Rest des Jahres auch, da will auch keiner "ah ja gut, dann gebe ich morgen 3€ mit" lesen.
Ich finde, es ist wie Sudoku,
aber bei uns ist es ja auch nicht so groß.
Was machst du eigentlich noch alles?
Du bist echt extrem engagiert!
... ich nehme eigentlich nichts persönlich, aber ein einfaches Danke (so wie ich es auch zur Schornsteinfegerin sage) fände ich schon schön!
Wir haben den Eltern zu den Weihnachts- und Sommerferien eine kurze E-Mail mit Ferienwünschen geschrieben - KEINE Reaktion. Da war ich schon etwas irritiert und hätte zumindest von 2-3 Personen ein "Ihnen auch." erwartet. Aber wieder gelernt: erwarte nix.
Jetzt muss ich wiederum aus Elternsicht einhaken: ich hätte nie erwartet, dass darauf eine Antwort folgen soll! Die Lehrerin würde 52 Antwortmails mit "Ihnen auch" bekommen. Eigentlich ist man doch im WhatsApp-Gruppenzeitalter bemüht, möglichst wenig Nachrichten zu generieren.
Spätestes war zwei Wochen nach Schulbeginn.
Bolzbold , kann man das Stundenplanen lernen oder braucht's auch eine gewisse strategisch-mathematische Kompetenz?
Ich stelle mir das extrem komplex vor, immer wenn man einen Dominostein wegnimmt, gerät eine ganze Kette ins wanken... Ob man die strategischen Fähigkeiten erwerben kann? Growth Mindset natürlich vorausgesetzt aber trotzdem![]()
Ich habe früher häufiger Mal eine kleine Anerkennung von den Eltern oder auch Schülern bekommen und fand diese Geste immer sehr nett. 2-3x bin ich sogar zur Schulleitung damit gegangen, weil ich mir unsicher war, ob ich es annehmen darf. Manche Eltern haben mir sogar liebe Briefe zum Abschied geschrieben!
In den letzten Jahren gab es so etwas überhaupt nicht mehr. Ich erwarte natürlich keine Geschenke, aber etwas mehr Wertschätzung wäre schon schön (ein kleines "Danke" und "schöne Ferien auch für Sie" ist mittlerweile das höchste der Gefühle, wenn überhaupt). Im Gegenteil: In meiner jetzigen 5. Klasse bin ich mit 3 Eltern "aneinander geraten", die ich noch nie persönlich gesehen habe, alles per Mail, Vorwürfe, dass ich etwas falsch gemacht hätte (was sich jeweils als falsch erwiesen hat, also ich habe es richtig gemacht) und teils grantige Mails über totale Nichtigkeiten.
Mich gibt diese Entwicklung manchmal zu denken...
Vielleicht entsteht das Problem durch mangelndes Reden. Da heute viel online gemacht wird, ist man ja auch als Lehrkraft froh, nicht allzuviel mit den Eltern zu tun zu haben. Dadurch steigern sich die Leute in irgend welche Aufregungen hinein. Eigentlich erweisen sich Gespräche aber meistens als klärend und angenehm, finde ich. Man muss halt dann auch mal Kritik und Nachfragen aushalten aber im Allgemeinen kann man ja erklären, was man warum gemacht hat.
An einer mir bekannten Schule wurden die Eltern mal aufgefordert, dankbarer zu sein, man musste auf Kärtchen schreiben, wofür man dankbar ist. Fand ich daneben, ich habe mich über einiges an der Schule geärgert, konnte niemanden erreichen und hatte keine Lust, mir abgerechnet dann auf Kommando Dankbarkeit für irgendwas aus den Fingern zu saugen. Danke, dass Lehrer ihren Job machen?
Aber ich verstehe die TE, wenn es üblich ist, sich was zu schenken und man wird als einziger nie bedacht, fühlt sich das blöd an. Hat halt was mit unerfüllten Erwartungen zu tun und mit Enttäuschungen... Das nächste Jahr erwartet man dann nix und wenn doch einer eine Blume mitbringt: umso netter.
...
Natürlich kann ich früher wieder loslegen, aber wenn der Arzt als Experte für das Krankheitsbild die längere Erholung empfiehlt, warum sollte ich dieser Empfehlung nicht glauben? ...
Du wirst doch selbst wissen, wie fit du dich fühlst? Das kann doch kein Arzt entscheiden. Es sei denn, es geht um Ansteckung, aber nicht alle Krankheiten sind Infektionskrankheiten und die wenigsten Erkrankungen werden mit Antibiotika behandelt.
Wohl denen, die nur Erkältung und Grippe kennen ![]()
Edit: umgekehrt müsstest du nach obiger Logik auch wieder arbeiten gehen, selbst wenn du dich schlecht fühlst, weil der Experte 5 Tage für ausreichend hielt. Ärzte sind doch keine Wahrsagerinnen.
Würdet ihr selbst den Pflegschaftsvorsitzenden trotzdem weiterhin etwas schenken zum Schuljahresende oder nicht?
Sind das die Elternsprecher? Nein, warum sollte ich? Das ist ihr Recht, sich zu organisieren, keine Pflicht und schon gar nicht mein Arbeitsauftrag.
Wie gehst du mit Eltern um, die dich nicht leiden können?
Wenn es einzelne sind, fänd ich es nicht so schlimm.
Wie geht man damit um, wenn es den Eindruck macht, dass die Elternschaft insgesamt unzufrieden ist?
Vielleicht tun sich einige in WhatsApp-Gruppen zusammen und reden sich gegenseitig schlechte Laune ein? Unsocial Media sorgt ja oft für gegenseitige Unterstützung beim Spekulieren und Suchen von Nachteilen.
Ich würde die Elternschaft trotzdem nicht als Ganzes sehen, die als Einheit irgendwas tut, denn wer was zu Hause vor sich hin denkt weiß man sowieso nicht.
Ich würde lieber einmal im Jahr jeden zum Elterngespräch einladen und über das Kind sprechen, im Einzelgespräch lernen sie dich als Menschen kennen und wenn sie sehen, dass du ihr Kind wertschätzt, ist ihnen das am Wichtigsten. Ärger über Kleinigkeiten verfliegen, Missverständnisse können aufgeklärt werden.
Absolut, wg. Magen-Darm in die Praxis rennen ist völliger Kokolores. Aber kein*e Ärzt*in wird sagen: ah, Magenverstimmung, bleiben se mal 5 Tage heeme.
(Ich hab mal wegen Hexenschuss um eine Krankschreibung gebeten, fand der junge Arzt überflüssig. Ich habe ihm erklärt, dass ich wirklich selten krank bin, aber halt schlecht kriechend unterrichten kann und dann na gut, gab's 3 Tage gnädigerweise...) Anekdotisch, aber: Ärzte schreiben nicht alle immer automatisch jeden krank. Und schon gar keine Lehrer, diese faulen Ferieninhaber.
Ich habe immer noch Ordner aus dem Referendariat und ganz wenig aus der Uni. Das will ich am liebsten auch alles wegwerfen. Aber irgendwas hält mich immer ab. Jemand einen Tipp? Ich schaue da übrigens nicht mehr rein ...
Was hält dich denn konkret ab? Wenn du Sorge hast, es doch noch mal zu vermissen, dann schau es durch und miste nur die Sachen aus, die keinen Raritätenwert haben.
Handschriftliche Mitschriebe zu Zeug, das man überall nachlesen kann? Ihr dürft getrost in die Tonne wandern. Ein paar interessante Artikel oder dein erstes Arbeitsblatt, über das du dich heute wunderst, könntest du aufheben.
Wenn am Ende ein DIN-A4-Ordner mit Erinnerungen bleibt, hast du einen guten Kompromiss...
Ich verstehe das Argument nicht, dass man sich vorsichtshalber länger krankschreiben lässt, als man das ohne Arztbesuch täte.
Welche Diagnosen könnten das sein, bei denen man 2 Tage krank wäre aber man sich so unsicher ist, dass man lieber mal 5 Tage daheim bleibt?
Hallooo, ich gehöre definitiv zur KI-Fraktion. Ich mache inzwischen eigentlich alles digital und/oder KI-gestützt. KI kennt mein Leben wahrscheinlich schon in und auswendig haha, aber für viele Aufgaben in der Schule ist es einfach unheimlich hilfreich. Sowohl um meine Präsentationen zu erstellen, meine Arbeitsblätter zu gestalten, Unterrichtspläne auszuarbeiten oder einfach mal eine neue Idee zu finden, Materialien zusammenfassen/auswerten und irgendwie daraus Quizze bauen lassen oder so. Korrekturen gehen auf einem Basisniveau auch schon, da hoffe ich aber dass die Systeme noch besser werden und auch datenschutztechnisch alles einheitlich geklärt wird. Ich nenn jetzt keine konkreten Tools, weil es scheint, dass das hier nicht so gern gesehen wird, aber es gibt ja Plattformen speziell für Lehrer und dann halt die typischen Programme, die glaube ich jeder kennt noch, je nach Aufgabe halt
Das ist dein erster Beitrag hier? Hallo.
Der Punkt ist ein anderer: ich will nicht zwei Wochen auf einen Zettel warten und dann hinterhertelefonieren.
Wenn du glaubst, dass Eltern, die keine Zettel lesen, eine App runterladen und dort Zettel lesen, dann würde ich sagen: go for it.
Edit
Ich hab noch eine Idee: vergib doch für jedes Unterschriften-Klicken Punkte, die man dann zum Zocken einlösen kann, dann gewinnst du vielleicht ein paar Eltern dran zu bleiben!
Ist der Beitrag echt? Welche Schulleitung hat denn so viel Zeit?
Es wurde bereits alles zum Thema gesagt, vielleicht magst du den Rest des Fadens erst lesen, bevor du differenziert Stellung beziehst?
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