Beiträge von Quittengelee

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    Es wäre anders, wenn man "Ich denk an dich", "Ich möchte nicht tauschen" oder "Kann ich dir irgendwie helfen?" sagt, ...


    Es ist gar nicht so einfach. Also: "Ich denke an dich" ist m.E. immer passend. "Ich möchte nicht tauschen" ist auch nur gut, um das Gespräch zu beenden.

    "Kann ich dir irgendwie helfen?" ist auf jeden Fall besser als ein Tip. Noch besser wäre ein konkretes Hilfsangebot, das man zu leisten in der Lage und bereit ist. Wenn man nämlich auf "kann ich euch irgendwie helfen" tatsächlich irgendwann mal zurückkommt, ist es enttäuschend, wenn dann leider alles andere wichtiger ist. Zumindest fragt man dann aber nie wieder. Im Akutfall ein Essen rüberbringen, oder anbieten, jemanden wohin zu fahren so in der Art.

    Palim , fahr vorsichtig!

    Viele chronisch Kranke oder Eltern chronisch kranker und behinderter Kinder können davon ein Lied singen. Tip 1, Tip 2 und wenn man dann bei Tip 3 immer noch nicht gesund ist, wollte man bloß nicht fest genug und die Leute verlieren das Interesse an Gespräch.

    Ich hab mal einen Vitaminsaft empfohlen bekommen für 50€ die Flasche oder so, habe freundlich genickt für den Tip. Inzwischen geistert durch die Medien, dass in dem Superprodukt tatsächlich nur Vitaminsaft ist, der völlig überteuert verhökert wird.

    Ich weiß, dass Empfehlungen immer gut gemeint sind und Leute "bloß helfen wollen". Aber es suggeriert halt lediglich, dass man dem anderen a) nicht zutraut, selbst bereits alles gelesen und geprüft zu haben und b) dass man es einfach nicht aushält, nur zuzuhören und sich deswegen distanziert.

    Insgeheim bin ich aber auch bissel neidisch auf Leute, die sich mit Zaubersäften ihre Zuversicht erhalten. Ich hab vor vielen Jahren jemandem voller Überzeugung Globuli für Hundekrankheiten empfohlen :lach:

    Aber ich schweife ab.

    Ich denke, eine Definition wäre hilfreich gewesen oder zumindest die Möglichkeit, anzukreuzen, wenn man etwas nicht weiß. Sonst muss man raten und dann werden die Antworten zufällig verteilt.

    Oder kommt der Infotext später und ich habe nicht weit genug geklickt?

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    Ich finde dieses Narrativ so furchtbar, dass alles am richtigen Mindset hängt.
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    Ich weiß sehr gut, was du meint. Es gibt ja immer noch Menschen, die überzeugt sind, wer Krebs hat, ist selbst Schuld, weil er unbewältigte Konflikte hat oder sowas.

    Aber wenn ich es richtig verstehe, ist damit im Groben gemeint, dass man SuS was zutrauen soll. Und ich erlebe tatsächlich immer wieder bei SuS im Praktikum oder bei bekannten Jugendlichen, dass sie in der Schule die Lust verlieren, weil sie in bestimmten Fächern gespiegelt bekommen, zu doof zu sein. Im beruflichen Setting werden sie eher wie Erwachsene behandelt und man traut ihnen erst mal etwas zu, was Selbstvertrauen gibt. Die Schule ist nach wie vor defizitorientiert und Fehler sind natürlich nie "Lernchancen" sondern immer eine schlechte Note.

    Es geht hier darum, ob man Kindern im Unterricht benutzte Klopapierrollen als Bastelmaterial in die Hand geben sollte. Die waschen im Kunstunterricht doch nicht ständig die Hände. Da sollte auch Covid ein anderes Denken in Bezug auf Hygiene bewirkt haben.

    Kürzen wir es ab: du hast natürlich wie immer Recht. Fachfremd in Chemie explosives Zeug im Aquarium zusammenmixen ist okay, Pappe verwenden ist lebensgefährlich.

    Ja, das will ich in diesem Fall gar nicht in Abrede stellen. Wir wissen aber alle, wie das ablaufen wird. Da sind wir dann leider bei einer Eigenschaft unseres Berufsstands, die uns nicht gerade gut dastehen lässt. Manche Lehrkräfte werden vermutlich wirklich so gearbeitet haben wie von der Schülerin kritisiert. Die werden aber an ihrer Grundhaltung nichts ändern. Das sind womöglich KollegInnen, die man irgendwann "verloren" hat. Da könnte ich mir aber dann wiederum vorstellen, dass das Große und Ganze doch wieder ins Spiel kommt, wenngleich natürlich nicht in erster Instanz.

    Jetzt bist du aber wieder in der Schiene der "verlorenen Schafe". Warum sollte es ausgerechnet an einer Schule so viele Lehrkräfte geben, die sich der Arbeit verweigern? Und was hat die Schülerin denn genau kritisiert, sie hat sich über Unterrichtsausfall und Arbeitsblätter beschwert. Es sind halt Schüler, so unfassbar reflektiert und verständig sind sie nicht, dass ihnen alle Vorgänge glasklar sind. Das erwartet man von Eltern auch nicht.

    Aber dass die offensichtlich vorhandenen Probleme nicht angemessen angegangen wurden, das ist schade. Und aus Elternsicht wiederum weiß ich, dass es frustrierend sein kann, wenn Lehrkräfte und Schulleitung einer Schule den Kontakt gänzlich abblocken und jegliches Problem und jegliche Frage mit "das müssen die SuS alleine hinbekommen" abwiegeln oder komplett ignorieren, mails nicht beantworten, das Telefon nicht abnehmen. Manche Eltern wandern dann zur Schulbehörde, um sich dort zu beklagen. Halte ich für organisiertes Versagen und nicht für den Fehler eine angeblich faulen Lehrperson.

    Wieso ist die Landesregierung Schuld, wenn sich das Kollegium mit der neuen Schulleitung zerstreitet?

    Es bestätigen sich doch offenbar gerade die Vermutungen, dass es intern große Konflikte gibt.

    Und die mag es an vielen Schulen geben, das ist aber in erster Linie eine Frage problematischer Kommunikation und nicht, ob da eine rote oder schwarze Bildungsministerin sitzt.

    Ich denke, dass Schulleitungen eine sehr große Verantwortung für derlei Konflikte und deren Lösungen tragen und wenn sie dem nicht gewachsen sind, dann gibt's ein Gerenne und Gegacker wie unter aufgeregten Hühnern, jetzt sollen lauter Qualitätskontrollprofis einen Schuldigen ermitteln. Zumal in den Ämtern auch nicht selten weggelobte Kollegen sitzen.

    Das Schulamt soll m.E. die neue Schulleiterin unterstützen und die Presse beruhigen, dass nicht der Abendlanduntergang droht, weil sie es versäumt haben, sich rechtzeitig zu kümmern. Die Qualitätskontrolle kann man doch hier getrost stecken lassen.

    Naja, eine Referendarin von mir hat ständig Zeug gekauft und gebastelt, was sie ganz toll fand, was aber überhaupt keinen Mehrwert hatte.

    Ich habe sie dann immer gefragt, warum sie das nutzt, mit welchem Ziel, es fiel ihr als Berufsanfängerin noch schwer, bunt/haptisch von hilfreich/lernförderlich zu unterscheiden.

    Als ich (als Fachleiterin) diese Fragen stellte, meinten die Mentorinnen ganz geflissentlich, dass das doch alles toll sei und ich das arme Mädchen nicht verschrecken solle. (Es gibt Regionen, wo man um jeden Menschen dankbar ist, der sich dorthin verirrt.)

    Langer Rede kurzer Sinn: es ist NICHT immer das Seminar mit den weltfremden Ansprüchen. Und als Mentor*in kann auch jeder von uns dazu beitragen, dass die Leute was Vernünftiges lernen.

    Als ich noch Naturphänomene und NwT nach altem Plan unterrichtet habe, habe ich auch einiges gehortet z. B. auch die Innenrolle des Toilettenpapiers (eignet sich als Form zum Betongießen). Ich konnte einmal meiner Schwägerin aushelfen, als ihr Ende November einfiel, sie benötigt 48 Stück für 2 Adventskalender.

    Ha! Noch eine Hortensierin. Und du konntest dabei noch Gutes tun, das Recyclingpotenzial darf man nicht unterschätzen :sterne:

    Es wiegt allerdings bei mir leider den Papierverbrauch nicht auf, den ich durch Wegschmeißen falscher Kopien erzeuge, fürchte ich. Keine Ahnung, warum das Zeug übrig bleibt oder vergessen wurde...

    Ich räume seit 2 Tagen Dinge von einem Klassenraum in einen anderen und nicke staunend und ein wenig bewundernd den Digitalisierer*innen zu, die alles auf einem Datenträger wegzutragen in der Lage zu sein scheinen.

    Ich hab so viele Sachen, da wusste ich von velen nicht mal mehr, dass ich sie überhaupt habe. Irgendwer verschenkt Washitape? Ich muss es horten! Damit kann man bestimmt mal was Tolles basteln! Nur bastle ich ungern und das Zeug klebt nicht mal mehr vernünftig. Aber erst mal mit umziehen, bestimmt bastle ich dieses Schuljahr was Tolles damit.

    Ich bin zu Hause kein Messi aber Eierkartons oder vergilbte Arbeitsblätter ohne Quellenangabe wegzuwerfen, bereitet mir peinigende Zustände innerer Zerrissenheit.

    So und nun werfe den ersten Stein, wer noch nie die Qualität einer Klopapierrolle abwägend haderte, ob sie es wert wäre, unversehrt in den Kunstraum transportiert zu werden.

    Finkieee!!! Schön, dass du wieder da bist :rose:

    Dachte schon, es wäre was passiert...

    Zur Ausgangsfrage weiß ich leider nichts zu sagen. Kann nur für die Förderschule werben, kleine Klassen, wenig Korrektur, vielleicht kannst du da eine Nische für dich finden? Es ist ein bisschen Umgewöhnung mit dem Leistungsanspruch und der Sprache aber wir haben einige aus anderen Schularten, die gekommen sind, um zu bleiben.

    Ich zumindest sprach von schulischen Veranstaltungen: Unterstufentheater, Mittelstufentheater, Oberstufentheater, Chor, Orchester, Big Band, Ehrungsabend, P-Seminar stellt vor, Vorträge ehemaliger Schüler, Entlassfeier, Elternabende, Elternsprechabend, Info Sprachwahl...

    Achsoooo, ich dachte, es ginge darum, dass samstags Kollegen anriefen um zu fragen, ob Montag Hitzeplan ist oder sie ihr Sportzeug mitbringen müssen :D

    Hier hilft die KI mal weiter:

    Einsatzbereich entscheidet: Die A13/E13-Stufenreform in NRW korrigiert ausschließlich die historische Benachteiligung von Lehrkräften, die für die Primarstufe und Sekundarstufe I ausgebildet bzw. eingestellt wurden. Technische Lehrkräfte an Berufskollegs fallen nach der Entgeltordnung (TV EntgO-L) unter eine völlig andere Systematik, die von dieser Reform vollständig ausgeklammert wurde.Die "Fallgruppe 3" greift nicht: Auch mit PE fallen Sie nicht unter die Fallgruppe 3 des GEW-Merkblatts. Diese Fallgruppe betrifft ausschließlich Quereinsteiger mit FH-/Universitätsabschluss, die auf originären Lehramtsstellen der Primarstufe oder Sek I sitzen und dort den dortigen Lehrermangel auffangen.

    Ansonsten beschäftigt sich die GEW wohl damit, hilft nur, der Gewerkschaft beizutreten und sich für eigene Arbeitsbedingungen stark zu machen.

    Wieso, wir sind schon fast eine Woche hier und was war dann außer dem Tag heute und evtl. der Hinfahrt (wobei die komplett ohne Stress war) stressig?

    Meine Mutter und die Pubertiere zwischendurch immer wieder, aber irgendwann versenke ich die einfach im See ;)

    Und natürlich die Steuererklärung, aber die wäre egal wo Stress.

    Weil ihr letztes Jahr auch schon in Österreich wart und dramatische Sachen vorher passiert sind. Keine Ahnung, warum du davon so detailliert erzählst, aber du siehst: wir hören uns hier zu :aufgepasst:

    Tatsächlich gibt es auch Notfallkontakte/zeiten ausserhalb der Schulzeiten, z.B. wenn es ein Problem mit dem Gebäude gibt und der Hausmeister nicht erreichbar ist. Dann ruft die Polizeit bei der SL an. Das bekommt man als normaler Lehrer nur nicht mit.

    Das heißt allerdings nicht, dass man da neben dem Telefon sitzen muss, sondern nur, dass im Prinzip ein Anruf kommen könnte.

    Der Schulleiter wird aber nicht die Polizei informiert haben, dass sie unter der Woche jederzeit anrufen dürfen, solange sie ihn am Wochenende in Ruhe lassen :zahnluecke:

    Aber grundsätzlich glaube ich gerne, dass man als SL noch weitaus mehr mit der Schule verheiratet ist als man das als Lehrkraft sowieso schon ist.

    Dann sind Schulen polygam, fällt mit gerade auf. Bin ich mit meiner Schulleitung gar verschwägert?!

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