Beiträge von Quittengelee

    ...Ich würde sogar behaupten, dass viele in Teilzeit die gewonnen Zeit nutzen, um ihren Unterricht besser vorzubereiten etc.. Da wo die Vollzeitkraft einen Strich zieht und sagt: "Ich kann nicht mehr" nutzt die Teilzeitkraft ihrer Teilzeit. Das ist natürlich keineswegs Sinn der Sache und nicht in Ordnung. Es zeigt aber, wo das Problem liegt.

    ...

    Und wieder schiebst du das Problem zu den Kolleginnen. Dieses Mal mit einer Behauptung, die zudem fragwürdig ist: Unterricht vorzubereiten ist eine der wenigen Tätigkeiten, die teilbar ist. Zu suggerieren, dass VZ-Kolleginnen an der Vorbereitung sparen sollen, wenn sie k.o. sind, ist m.E. Aufruf zu einem Dienstvergehen.

    Und das Problem ist leider an den meisten Schulen. Dazu kommen noch meine Lieblingskollegen: Uns Lehrkräften geht es doch so gut. Gucke mal in die freie Wirtschaft. Die machen viel mehr an unbezahlten Überstunden ...

    Dann hat man auch keine Chance was zu ändern.

    Du redest hier seit 35 Seiten davon, dass andere Schulen bloß nicht gut genug organisieren und wenn sie das täten, müssten alle nicht mehr so viel arbeiten.

    Es geht aber immer noch um Familienfreundlichkeit in diesem Faden und um Teilzeit.

    Solange du nicht einmal zugibst, dass Teilzeitkräfte nur anteilig Aufgaben bekommen dürfen, solange wird dir hier widersprochen werden. Denn was auch immer andere Schulleiter planen: Teilzeit bleibt Teilzeit.

    Davon abgesehen, wenn du über Überlastungsanzeigen reden willst: die sind in erster Linie dafür gedacht, wenn Kolleg*innen über die Maßen strapaziert werden und Gefahr für eigene Gesundheit oder die von SuS besteht. Das wird sofort an die Schulleitung gegeben mit dem Auftrag, Abhilfe zu schaffen. Da ändert sich nichts am System, sondern du hast das auf dem Tisch und musst dir was einfallen lassen.

    Man sollte immer vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht.

    Sowas wie "Elterninformationsabend WP Fächer" könnte meiner Meinung nach entfallen. Es reicht, einen Infozettel an die Eltern herauszugeben. Nichts ist an WP Fächern so komplex, dass es dafür extra einen Informationsabend braucht.

    Und ob es die DB WP Wahl wirklich braucht? Die WP-Wahl findet doch jedes Jahr statt - was muss da jedes Jahr aufs Neue besprochen werden? Man legt einmal die grundlegende Vorgehensweise fest und dann gilt diese, ehe äußere Umstände Vetänderungen nötig machen.

    Warum braucht es Projekttage + Schulfest im selben Monat? Es sollte sich auf eine Option fokussiert werden.

    Die ZAA-Vorbereitung würde ich in die Lehrer- oder Fachkonferenz integrieren.

    Du bist aber nicht Schulleiter eines großen Gymnasiums. Was du würdest, ist also reine Spekulation.

    Die ganze Diskussion hier lässt mich darauf schließen, dass nicht nur in unserem Kollegium bestimmte Prozesse schief laufen.

    Nein, Recht auf weniger Konferenzen einklagen können die Vollzeitkräfte gerne tun oder Menschen in der Schulleitung wie Tom123, der selbst die Vorgaben "von oben" als zwingend bezeichnet hat. Wenn diese Leute noch Kapazitäten haben, können sie alles Mögliche tun, das ist aber nicht der Punkt.

    Der Punkt ist, immer noch, dass Teilzeitkräfte anteilig entlastet werden müssen, as simple as that.

    Dadurch, dass einzelne das nicht wahrhaben wollen, wird es aber nicht in die Praxis umgesetzt. Missgünstige Menschen sorgen dafür, dass andere nicht nur nicht zu ihren Rechten kommen, sondern reden ihnen auch noch ein schlechtes Gewissen ein.

    ... und ein Kollegium hat, dass das mit sich machen lässt.

    Und einen Schulleiter der einem erklärt, dass der Weg nicht zur Arbeitszeit zählt. Und dass man mal schneller vorbereiten soll. Und dass Konferenzen nicht viel Zeit kosten. Und dass die Vorgaben leider von anderen gemacht werden. Und dass man selber auch gerne länger frühstücken würde.

    Ich verstehe es so: der/die TE ist Beamter auf Probe. Nach 2 Jahren o.ä. hat man sich im Idealfall bewährt, es gibt eine Lehrprobe, Beurteilung und dann ist man Beamter auf Lebenszeit. Das kann verlängert werden, wenn die Schulleitung was zu kritteln hat. Im Falle der TE war sie kaum anwesend wegen 2 Schwangerschaften, weswegen der SL verhalten war. Spätestens nach 5 Jahren muss die TE in Bayern aber auf Lebenszeit verbeamtet werden, es sei denn, sie verhält sich strafbar oder unmöglich. DANN wird sie wohl auch niemand anders anstellen. Wegen einem Hinweis auf nicht genehme Leistungskontrolle aber sicher nicht. So dachte ich, vielleicht erzähle ich aber auch Quatsch.

    ...

    Außerdem ist ja gar nicht geklärt, ob der Threadersteller überhaupt verbeamtet ist (okay, ist wahrscheinlich wegen Verlängerung) - ...

    oh doch, da wird man nicht in Watte gepackt. Klar ist das alles andere als selbstbestimmt, aber ist für so jemanden sicher zuträglich.

    In Watte nicht, aber man muss nicht selbst Entscheidungen treffen, das ist ja das Wesen von strengen Hierarchien. Und kochen usw. muss man auch nicht, oder meinst du sowas wie Klamotten auf A4 falten?

    Also ich bin in bayern und soweit ich weiß is da auch das Wort des SL das letzte.

    Hauptargument waren hald die Leistungsnachweise und eine bessere Ausrichtung nach Lehrplan Plus. Fachlich daher in der Kritik

    Kritik heißt doch nicht, dass du zu irgendwas nicht in der Lage bist. Leistungskontrollen kann man überarbeiten und den Lehrplan lesen. Was denkst du denn, was dein Schulleiter erwartet? Du hast jetzt wie lange 6 Stunden die Woche gearbeitet?

    aber
    1. Es gibt sehr viele ohne Abschluss, die Vertretungsverträge erhalten.
    2. Die Probezeit NICHT zu bestehen (also nachweislich nicht qualifiziert - trotz Abschluss. Und wie schon hier geschrieben, es muss echt was passieren, dass das geschieht), und dann noch einen Vertrag, ob befristet oder nicht? Es geht ja um die fachliche Eignung und nicht um die Eignung als Beamt*in.

    Die TE schrieb doch, dass die Kritik in der Qualität einer Leistungskontrolle lag. Wenn sie die erste Lehrerin sein sollte, die deswegen nicht verbeamtet wird, sollte sie sich als Angestellte zumindest neu bewerben können oder nicht?

    Edit:

    Berufung in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit

    1Ein Beamtenverhältnis auf Probe ist spätestens nach fünf Jahren in ein solches auf Lebenszeit umzuwandeln, wenn der Beamte oder die Beamtin die beamtenrechtlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt. 2Zeiten einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge gelten nicht als Probezeit.

    In dem anderen Beitrag steht auch nichts Genaueres. Du schriebst, dass es irgendwelche Kritik gab, dass du gerne hören würdest, was andere irgendwo mal erlebt haben aber gleichzeitig, dass nicht spekuliert werden soll. Offenbar passiert es nicht, dass die Probezeit nicht bestanden wird, weil ein Test nicht schön genug war o.ä.

    Du wirst also aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwann auf Lebenszeit verbeamtet werden. Im Moment hast du offenbar kaum Berufserfahrung, das gibt sich ja dann.

    Falls du wider Erwarten als erste und einzige Lehrkraft die Verbeamtung nichts werden sollte, kannst du als Angestellte arbeiten.

    hm, naja, diese "bewunderung" von wegen nerven wie drahtseile haben müssen etc. erinnert mich manchmal leicht an bewunderung für kloputzkräfte, straßenreiniger usw. ("ich könnte das nicht!" (heißt oft in wirklichkeit. "ich wäre mir zu fein dafür")). vielleicht interpretiere ich das aber auch nur rein.

    ich fühle mich jedenfalls nie wirklich bewundert, wenn ich so etwas höre. eher fühle ich mich bemitleidet.

    Danke für die Erklärung. Das habe ich auch schon oft gehört, das "das könnte ich nicht", ich denke aber dann eher, dass die Person meint "das wollte ich nicht und habe auch keine Lust, mich auch nur 2 Sekunden damit zu beschäftigen".

    Gibt's denn einen Beruf, bei dem du das schon mal gedacht/gesagt hast?

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