Beiträge von Quittengelee

    Haltet Ihr das für eine objektive Meinung? Wenn ja, wie kann das sein?

    Seit wann ist eine Meinung objektiv?

    Objektive Kriterien gibt es selbstverständlich bei allem subjektiven Empfinden aber trotzdem.

    Ich finde kein einziges Lehrwerk hervorragend und uneingeschränkt nutzbar. Liegt m.E. daran, dass Autor*innen keine Berufserfahrung haben. Gute Noten an der Uni reichen keinesfalls aus, um ein gutes Schulbuch zu erstellen.

    Kriterien wären in erster Linie didaktische Überlegungen, teilweise sind auch schlicht und ergreifend Fehler drin was das Verständnis ebenfalls nicht fördert.

    Und wenn ich sehe, was aller 2 Jahre für Verschlimmbesserungen vorgenommen werden, nur um eine neue Ausgabe verkaufen zu können, frage ich mich, ob die Autor*innen überhaupt gute Noten hatten oder einfach nur ein Praktikant dran rumgedoktert hat. Spreche allerdings in erster Linie für meine Schulart, da gibt es leider auch keine große Auswahl, weil die Schülerzahl verhältnismäßig klein ist.

    ...

    Wichtig noch, ich höre mir genau 2 Kinder an, keine 15 Zeugen, nicht mal einen. Nur die 2 und die andren müssen weggehen.

    Ich auch, ich kenne allerdings einige Kolleginnen, die extra Kinder in den Zeugenstand berufen. Manchmal kommen diese der Wahrheit zwar tatsächlich näher, aber mich stört das permanente Einmischen. Außerdem können Kinder auch sehr verzerrte Wahrnehmung haben, wenn sie ein Kind nicht leiden können...

    Bei uns gibt es bei einmalig auch kein Konsequenz, wenn das häufig passiert, dann sagt die Schulleitung evtl. etwas, aber was ist die Konsequenz, wenn man da Minusstunden bekommt?!?


    Richtig, man meldet sich dann das nächste Mal einfach für den ganzen Tag krank, haben wir viel weniger von!

    Ich finde es unfassbar, dass immer wieder Kolleg*innen hier in aller Öffentlichkeit behaupten, sie ließen sich krankschreiben, weil ihnen etwas nicht passt.

    Ich hoffe wirklich, dass man AN oder Beamte direkt entlässt, die dergestalt betrügen.

    Wer Dienst nach Vorschrift macht, macht mehr als die meisten Kolleg*innen. Das wird immer so negativ dargestellt. Dienst nach Vorschrift bedeutet sämtliche Aufgaben des Aufgabenkatalogs vorschriftsmäßig zu erledigen. Das ist einiges.

    Nein, der Begriff meint, das Regelwerk des AG gegen ihn selbst zu verwenden, um das System lahmzulegen.

    Berühmtes Beispiel:

    https://www.lto.de/recht/feuillet…satz-strafrecht

    Mir geht's ähnlich. Ich finde v.a. die ewige Suche nach dem, der angefangen hat völlig nutzlos. Und es mischen sich meist noch 5 weitere Kinder ein, die irgendwas gesehen haben wollen. Und dann hat er und dann hat sie und dann habe ich und dann... Oft tuten die Eltern noch ins selbe Horn...

    Aber nützt ja alles nüscht, ist leider unser täglich Brot.

    Ich mache es meist so: Ich lasse jeden zu Wort kommen und sage das auch jedes Mal, dass jeder gehört wird, wenn sich beide gegenseitig unterbrechen. Mir geht es selten um Schuldige, nur bei Verletzungen/Beleidigungen sind defintiv Grenzen überschritten und die werden sanktioniert, egal wer "angefangen" hat.

    Es werden oft Sätze gesagt, wie...

    ...Ich höre/sehe, dass dich das stört/ärgert/traurig gemacht hat.

    ...Wie hast du dich da gefühlt?

    ...Was war dein Anteil?

    ...was wünschst du dir von...?

    ...meinst du, du kannst dich entschuldigen?

    ...merkst du, dass es für X kein Spaß war?

    ...hast du gehört, dass Y das traurig macht?

    ...und deswegen haben wir die und die Regel auf dem Hof. Haltet euch beide daran, dann kommt es erst gar nicht dazu.

    ...es ist mir egal, wer angefangen hat, zum Streiten gehören immer zwei.

    ...Fritzchen ist nie in Streit verwickelt, du bist jedes zweite Mal dabei. Es sind nicht immer alle anderen Schuld...

    ...wie könnt ihr das in der nächsten Pause anders machen?

    ...du kannst nur dein Verhalten ändern. Was kannst du das nächste Mal anders machen?

    ...zu guter Letzt: ihr beide bleibt morgen in der Hofpause drin und dann klären wir das. Jetzt ist Mathe.

    Das hilft oft erstaunlich schnell.

    Kennt ihr das von früher eigentlich mit den Versuchen?

    Bei uns wurde früher nicht viel experimentiert, schon gar nicht durch uns (ich habe in meiner Schullaufbahn kein einziges Experiment selbst durchgeführt). Ab und an hat der Chemielehrer vorne irgendwas ins Reagenzglas geworfen oder der Physiklehrer eine Glühbirne zum Leuchten gebracht.

    Hm, jetzt widersprichst du dir aber.

    ...ich kann mir nicht vorstellen, dass, auch an Brennpunktschulen, das Experimentieren in naturwissenschaftlichen Fächern einfach so komplett weggelassen werden kann, wenn es curricular vorgeschrieben ist. Das hat auch nichts mit Realitätsfremdheit zu tun, mir ist bewusst, dass diese Schülerschaft sehr herausfordernd ist, aber wenn wir im Prinzip sagen, dass das Curriculum so nicht umgesetzt werden kann, können wir den Job auch gleich sein lassen.


    ... würde ich den Kontakt mit der Schulleitung suchen und mitteilen, dass ohne dieses und jenes Hilfsmittel die Umsetzung des Curriculums nicht möglich ist.

    Da reagiere ich an der Stelle mal als Privatperson: Wenn ich weiß, dass mein Kind an Schule X bestimmte Sachen, die curricular vorgesehen sind, nicht lernen wird (und da sind mir als Elternteil die Gründe hierfür auch egal), überlege ich mir zweimal, ob, solange es Freiheit bei der Schulwahl gibt, ich mein Kind nicht an eine andere Schule schicke.

    Und entscheidest du dich dann für die Oberschule mit nur einem CD-Player oder für die ohne Tafel im Chemieraum?

    Nein, Eltern wissen weder welche Ausstattung eine Schule hat, noch sind die Unterschiede im Sprengel zwischen den Schulen besonders groß und leider können sie überhaupt oft nicht großartig wählen, auf welche Schule ihr Kind gehen soll. Da spielt auch noch Erreichbarkeit eine Rolle und es wird gelost, wenn beliebte Schulen zu viele Anmeldungen haben.

    Möchte nicht jede Lehrkraft ein gewisses Maß an Disziplin? Ich denke schon, nur wird es durch äußere Umstände immer schwieriger diese umzusetzen. Ein wahrer Kraftakt. Und ja, viele Schulen haben ganz andere Probleme. Ich finde es schade, dass hier oft schnell ein Stempel aufgedrückt wird. Die Vergleichbarkeit von Schulen, SuS, Infrastruktur, Austattung etc. ist kaum mehr gegeben.

    Das stimmt, gleichzeitig gilt das auch für die Antwort von Kris24. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich mir vorstellen kann, wie sich der Beitrag für dich gelesen hat, es ist aber ebenso verkürzt zu sagen "du hast keine Ahnung, wie schlimm Schulen sein können, wenn bei dir nicht jede Woche die Feuerwehr gerufen wird."

    Sehe ich genauso. Klingt sehr verklärt. Was damals Brennpunkt war, würde man heute als harmlos bezeichnen.

    Einmal "sogar" Brandstiftung. Klingt harmlos, wenn das das krasseste war in sechs Jahren.

    Erstens hat Kris24 wesentlich mehr geschrieben und zum Zweiten: Wenn häufiger was angezündet wird, hat die Schule ein ganz anderes Problem als nur schwierige SuS. Ein bisschen Wille zur guten alten Disziplin muss schon vorhanden sein im Kollegium, wenn man noch irgendwie unterrichten will.

    Ich glaube, der Punkt ist nicht, wer die schwierigste Klientel hat, sondern dass jemand fragt, wie er ohne irgendwelche brauchbaren Medien unterrichten soll und jemand anders erzählt ihm, was sie für ein tolle Lehrkraft ist und dass alles möglich ist, wenn man nur will. Zumindest kommt es so rüber.

    odeixe , nimms nicht persönlich, wenn du gar keine Änderungswünsche diesbezüglich hast und zufrieden bist mit dem, wie du es machst, belasse die Erzählung doch bei den anderen. Manchmal kann man sich aber auch guten Gewissens anhören, welche Lösungen andere für Probleme gefunden haben, Tellerrand und so.

    Man kann mal als Belohnung Rätsel und Mysterys machen, aber als Unterrichtsgrundlage? Zudem noch in der Sek I? Ich finde das schwierig, vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Schüler (m/w/d) nach dem Schulabschluss ihre Ausbildung in einem Betrieb aufnehmen, wo sie auch nicht jeden Tag superspaßige Aktivitäten vorfinden, sondern auch mal ganz klassische Routineaufgaben ausüben müssen - und das müssen sie auch aushalten können.

    Witzig, wie ausgerechnet ein grundständig studierter Lehrer anderen erklären will, was im Ausbildungsbetrieb so gefragt ist.

    Okay, für mich fehlte eine Spalte "trifft nicht zu" oder so.

    Etwa sowas wie "Ich fühle mich von meiner Schulleitung etc.pp. unterstützt." Weder ja noch nein, es gibt schlicht keinen mehrsprachigen Unterricht bei uns, da kann mich niemand unterstützen. Und ich wäre gespannt zu hören, ob es das überhaupt irgendwo gibt.

    Bin aber nicht Zielgruppe, daher nicht zu Ende geklickt.

    Hallo, die Befragung geht davon aus, dass Herkunftssprache im Unterricht gefördert werden kann und soll, ich habe das noch nie gehört. Also ich lasse mir auch immer mal Wörter in der Herkunftssprache sagen, aber ich kann doch die Sprache nicht fördern oder Material zweisprachig erstellen? Mein Arabisch ist jedenfalls noch schlechter als mein Albanisch...

    OT

    Aber grundsätzlich finde ich das Thema sehr interessant. Meine SuS haben Förderbedarf und sie können auch ihre Erstsprache nicht schreiben oder haben nie Sprachbetrachtung gemacht. Auf der anderen Seite können sie manchmal sogar noch weitere Sprachen so gut, dass sie mit Verwandten kommunizieren können...

    Schade in jedem Falle, wenn alle Kreidetafeln rausgeworfen wurden...

    Crazy auch, was manche Waldorflehrkräfte da so machen...


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    https://www.zuckersuesseaepfel.de/2018/09/interv…schule.html?m=0

    Kann man irgendwas Brauchbares den Büchern entnehmen? Also Merksätze, die ins Heft übertragen werden, Zellen, die abzuzeichnen sind usw.

    Habt ihr auch keine Drucker? Sonst wird halt ausgedruckt, bis der Toner leer ist.

    Lässt sich überhaupt kein Tafelanschrieb generieren? Steht vielleicht noch ein Beamer oder Dokumentenkamera irgendwo, die du in den Fachraum entführen kannst?

    Und wieso gibt es weder Arbeitshefte noch Kopien, das habe ich tatsächlich noch nie gehört und wir sind auch nicht übermäßig doll ausgestattet. Besteht bei euch denn Lehrmittelfreiheit? Ansonsten würde ich auch Geld einsammeln, Usus oder nicht.

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