Beiträge von Quittengelee

    Bitte die taz nicht mit einer seriösen Quelle verwechseln.

    Und deswegen hast du gleich weitere Quellen gecheckt oder bleibt es bei dieser Behauptung?

    "Berichtet mein Kind, dass du Faschistenschwein es aufforderst zu irgendwas, komme ich und lege dich um." Hat der Kollege offenbar in Brandenburg von einem Elternteil mitgeteilt bekommen.

    Andere Lehrkräfte, eine Schulleitung in Bayern etwa, werden von Neonazis in der AfD systematisch "gemeldet", Behörden als "Instrument der Altparteien" bezeichnet. Dass diese Rechtsextremen (in besagter Partei) demokratische Strukturen nutzen, um systematisch genau diese Strukturen abzubauen, wissen wir.

    Vielleicht können wir uns alle aber nicht wirklich vorstellen, wie sich das Leben als Lehrkraft in extrem rechten Wahlkreisen anfühlt. Hier im Forum ist m.E. niemand, den es direkt betrifft.

    Achso, die Quelle ist ARD, das zählt hoffentlich:

    https://www.rbb-online.de/kontraste/arch…uck-setzen.html

    Naja, es gab Zeiten, da sind "Atomkraft Nein Danke"-Aufnäher zum Stein des Neutralitätsanstoßes geworden. FCK-AFD-Klamotten und den Correctiv-Bericht (auf dem hier auch schon rumgehackt wurde) mit 6.-Klässlern zu besprechen, sind sicher nicht politisch wertneutral gemeint.

    Zum Kotzen ist natürlich trotzdem alles, was diese Schmierlappen machen, aber der Rechtsweg steht dem Kollegen ja offen.

    Edit: ich persönlich wünsche ihm ganz viel Rückhalt aus seinem Umfeld. Sympathischer Mensch mit stabilen Ansichten und super Engagement in einer eher traurigen Gegend. Ich feiere jeden Vernünftigen mit Herz , der dort bleibt und Einfluss auf die kommende Generation hat.

    ...


    1. Hat jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen gesundheitlichen Vorgeschichte und der späteren Verbeamtung gemacht?
    2. Was haltet ihr von der Idee, bereits vor dem Studium eine amtsärztliche Einschätzung einzuholen?
    3. Muss man bei der amtsärztlichen Untersuchung grundsätzlich alle Erkrankungen und Behandlungen angeben, die man jemals hatte, oder bezieht sich das nur auf einen bestimmten Zeitraum (z.B. letzte X Jahre)?
    4. Was passiert, wenn man vor dem Referendariat einen negativen amtsärztlichen Bescheid erhält? Kann man das Referendariat trotzdem antreten oder ist das ausgeschlossen?
    1. Nein, aber Kollege Klinger offenbar (s.o.)
    2. Nichts. Was soll das bringen? Du wolltest zum einen in jedem Fall studieren, da ist die Information unnötig. Zweitens weiß niemand, wie es dir in 5 Jahren gehen wird. Außerdem kann man nicht einfach so einen Termin beim Amtsarzt ausmachen.
    3. Unterschiedlich, ich meine, ich wurde auch nach Operationen und Krankheiten im Kindesalter gefragt. Das muss aber noch nichts bedeuten. In jedem Falle musst du wahrheitsgemäß antworten.
    4. Fürs Ref wird man erst mal auf Probe verbeamtet, das sollte wahrscheinlich klappen. Man kann theoretisch aber auch im Angestelltenverhältnis das Referendariat absolvieren.

    Wenn die Verbeamtung für dich keine Bedingung ist, um als Lehrkraft zu arbeiten, würde ich keinen Gedanken weiter daran verschwenden. Es kommt wie es kommt und wenn es dir bis dahin gut geht, ist die Wahrscheinlichkeit sowieso sehr hoch, Amtsärztinnen müssen gut begründen, warum in speziell deinem Fall ein Erreichen der Regelaltersgrenze unwahrscheinlich wäre.

    Im Setting Förderschule ja.

    Bezogen auf die typischen Störungsbilder im Bereich Kindersprache ja.

    "ja" = habe ich erlebt; nicht 'ist immer gegeben'

    Hm, naja, es geht aber doch um die Familien, die sich nicht kümmern und wie Kinder unkompliziert an Logopädie kommen könnten. Wer an der Sprachheilschule landet ist ja schon im System und nur einer von 100 mit Bedarf.

    (oT: Zu den typischen Störungsbildern: lernt man das im Studium, myofunktionelle Therapie und sowas? Ich finde das ja sehr spannend und überlege, den Förderschwerpunkt nachzustudieren, wenn er mal angeboten wird...)

    Ich für meinen Teil habe leider nie vernünftig Testtheorie gehabt. Um Förderpläne ging es mal, damals war das der neuste Schrei. Also dass es nicht nur um Defizite geht, sondern um Entwicklung und indiv. Förderung. Aber IQ-Tests führen heute jedenfalls nur die durch, die speziell zu einem bestimmten Testverfahren fortgebildet wurden.

    Wie ist das denn in euren Bundesländern mit Schuluntersuchungen? Wie oft kommt wer? Bei uns ist die letzte in Klasse 6 und wer in der Schule verweigert oder krank ist, muss zum Amtsarzt. Daraus folgt nichts weiter, aber eine Ärztin hat zumindest jedes Kind mal mit 9 und 12 gesehen. Und auch Empfehlungen können wichtig sein, auch aufmerksamen und bemühten Eltern kann was entgehen, besorgten Eltern umgekehrt die eine oder andere Sorge genommen werden. Wenn ein Arzt 20 Kinder am Tag im selben Alter sieht, dann fallen ihm schneller große Abweichungen auf.

    Du hast womöglich deine Kinder im Blick, nicht aber die, deren Eltern nicht zum Kinderarzt gehen, die wichtige Therapien nicht erhalten.

    Auch wenn ich gerade Tierarzt gelesen habe ^^ ...stimme ich dir zu. Ich weiß, denke ich, wie Schmidt das meint, aber es gibt ja auch Kinder, deren Eltern es nicht schaffen, sich um wesentliche Angebote zu kümmern und dann sprechen die Kinder mit 10 Jahren noch so undeutlich, dass man sie kaum versteht. Das Entwicklungsfenster ist dann irgendwann zu und das Leben dieser Menschen wird unnötig erschwert. Da ist Sprechen genauso wichtig wie Lesen oder gar vorrangig.

    Ein paar verpflichtende Untersuchungen und qualifizierte Angebote im Kindergarten wären- aus förderpädagogischer Sicht jedenalls- wünschenswert.

    Kinderärzte sind sowieso knauserig was das anbelangt. Die sehen die Kinder nur 1 min lang und kriegen von den Krankenkassen Druck...

    ...

    Aufnahmefähig bin ich bei ganztägigen Fobis, da gehe ich sehr gerne hin, auch von 8-18 Uhr zB..

    Kann ich für mich bestätigen, wir haben auch ein großartiges Fortbildungsangebot.

    Es ist auch schön, sich mal berieseln zu lassen und die Aufmerksamkeit, die man benötigt nicht zu vergleichen mit der, die einem ein Schulvormittag abverlangt... Den Stress hat dann mal ein anderer 8)

    Und deine Schüler machen das?

    Ich verstehe die Frage nicht. Meine Schüler sind behindert, wir üben das Tabellenzeichnen in der Schule. Aber wenn ich Achtklässler am Gymnasium unterrichten würde und sie nicht in der Lage wären, eine Tabelle zu zeichnen und ich Tabellen im Unterricht gezeichnet haben wollte, würde ich diese als Hausaufgaben aufgeben, selbstverständlich. Und wenn es einer nicht übt, dann gibt es dafür Punkte im nächsten Test.

    Aber man kann auch jammern.

    • Noteninflation/ sinkende Anforderungen an die Schüler:innen
    • Vielleicht auch: "Oh für eine 5 müsste ich ne Lern- und Förderempfehlung schreiben, da geb ich lieber ne 4"
    • Ggf. Aussagen wie "Kannst du Karl Gustav keine 4 in Physik geben? Dann kommt er in die Oberstufe und ist eh nur ein Nebenfach.
    • Dann beratungsresistente Eltern. Selbst wenn man empfiehlt auf die Realschule z.B. zu wechseln, machen es nicht alle Eltern. Und am Ende kann man ja - zumindest am Gymnasium - mit alles 4 in die Oberstufe kommen, an einer Gesamtschule sind die Anforderungen höher (bestimmte Anzahl von E Kursen mit entsprechenden Noten und entsprechendes Notenbild in den "übrigen" Fächern)

    Eben, genau das sage ich ja, hausgemachte Probleme. Es sind nicht alle SuS plötzlich dumm, ihr schleift offenbar alle mit und passt eure Anforderungen nach unten an.

    Oder beweist das Gegenteil und zitiert eine Studie zum sinkenden IQ in NRW.

    Tukan: Da du näher an den "Kleinen" dran bist als ich: Würdest du sagen, dass diejenigen, die Rückstände in der ersten Klasse haben, sich dem Umstand bewusst sind, dass sie eigentlich hinterherhinken, und das Bedürfnis haben, sich den anderen Mitschülern (m/w/d) bzw. der Erwartungshaltung von dir bzw. den Lehkräften anzugleichen, oder ist dieses Gefühl (noch?) gar nicht vorhanden und du bzw. die Kollegen (m/w/d) müssen eher noch darauf achten, dass der Abstand zwischen Ist und Soll mit der Zeit nicht noch größer wird?

    1. Nein, 6-Jährige können ihren Lernstand noch nicht exakt differenziert einschätzen.
    2. Nein, 6-Jährige könnten, selbst wenn sie wollten, sich nicht mit Willenskraft dem Lernstand anpassen. Sie müssen nicht einfach nur alleine Vokabeln lernen, sondern den Zahlenraum erfassen und Lesen lernen und wer da bereits große Schwierigkeiten hat, ist nicht einfach nur faul.
    3. Nein, SuS müssen sich in keinem Alter "der Erwartungshaltung der Lehrkraft" anpassen. Es gibt Lehrpläne, deren Ziele zu erfüllen sind, die Unterrichtszele denkt sich nicht jeder selbst aus.

      Und ja, wer das alles nicht weiß, von dem vermute ich, dass er noch niemals unterrichtet hat und sich auch nicht schon 15 Jahre theoretisch damit beschäftigt, Gymshark.

      So viele Sätze zum zitierten Nonsens zu schreiben schien mir unnötig, aber weil jemand, der dich offenbar als Forenuser nicht kennt, meinen Beitrag zu unhöflich fand, habe ich ihn nochmal ausführlich erläutert.

    Die Lehrkräfte in diesen (Abschluss nicht verschenkenden) BL sind auch nichts besonderes. Sie machen einfach ihren Job, aber mit anderen Bedingungen (Abschulung, verbindliche Schulformempfehlung, Klassenarbeiten in allen Fächern, gewisserer Schuldruck...)

    Nee, sicher nicht besonders, einfach nur nicht zimperlich. Ich sehe es doch im nächsten Umfeld: Bei mehreren Vieren wird empfohlen, auf die Oberschule zu wechseln und das auch noch in Klasse 8 oder 9.

    Ihr habt doch in NRW sicher auch eine Versetzungsordnung? Wenn einer nicht vernünftig lesen und schreiben kann, dann hat er ja in allen Fächern Probleme, nicht erst im Geschichts-LK. Wie mogelt man sich da bis in die Sek II?

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