Arbeitszeiterfassung und Präsenzpflicht

  • Wenn wir ehrlich sind, hat doch heute schon jede SL die Möglichkeit, die Belastung für die Lehrer in Grenzen zu halten. Gerade die Anzahl von Konferenzen, Besprechungen, Zusatzprojekte, Schulveranstsltungen, Zusatz-/ Abend-/ Wochenendtermin, geforderten Konzepten, ... könnte jeder Chef sehr reduziert halten.

    Genau deswegen ist Arbeitszeiterfassung aber auch absolut notwendig. Wie viel Zeit in Extrakram fließt, darf nicht von der individuellen Schulleitung abhängig sein, sondern muss objektiv und vollständig erfasst werden. Dass es überhaupt möglich ist, theoretisch beliebig viele Termine und Aktivitäten anzusetzen, ist doch absurd.

  • Es gibt doch zig Arbeitszeitstudien, wieso kann man nicht x min für eine Deutschklausur ansetzen und y Minuten für Elterngespräche als Klassenlehrkraft und so weiter und dann muss niemand täglich ganz unkompliziert 5 min Passierscheine im Sekretariat ausfüllen, die täglich Tonnen Papiermüll verursachen und extra Arbeitszeit in Behörden generieren.

  • 1. Geht es ja auch digital

    2. Kann man ja auch nur die Gesamzteit aufschreiben, so wie in anderen Berufen auch. Die stempeln auch nur ein ubd aus und schreiben nicht jede Email, jedes, Telefonat und jede Akte auf

  • 2. Kann man ja auch nur die Gesamzteit aufschreiben, so wie in anderen Berufen auch. Die stempeln auch nur ein ubd aus und schreiben nicht jede Email, jedes, Telefonat und jede Akte auf

    Eben. Das war ja mein Vorschlag.

    Oben links Name und dann Spalten "Datum", "Uhrzeit Beginn", "Uhrzeit Ende", "Pausenzeit" und ggf. "Arbeitszeit gesamt".

    So machen das viele Betriebe, die nach Zeitaufwand abrechnen und sich keine elektronische Zeiterfassung leisten können oder wollen.

  • Eben. Das war ja mein Vorschlag.

    Oben links Name und dann Spalten "Datum", "Uhrzeit Beginn", "Uhrzeit Ende", "Pausenzeit" und ggf. "Arbeitszeit gesamt".

    So machen das viele Betriebe, die nach Zeitaufwand abrechnen und sich keine elektronische Zeiterfassung leisten können oder wollen.

    Hoffentlich bist du nicht damit beauftragt sowas einzuführen.

    Eine Tabelle händisch mit Arbeitszeiten füllen? Oh Gott ich sehe schon die bescheuerten andere Ideen der Lehrkräfte dazu. Am besten eine Liste, welche im Lehrerzimmer ausliegt, die dann von jedem eingescannt und an die personalführende Dienststelle geschickt werden muss.

  • Quittengelee

    Die Zeit, die beispielsweise für Elterngespräche draufgeht unterscheidet sich nicht nur von Schule zu Schule sondern auch von Klasse zu Klasse signifikant. Es gibt eben Klassen in Brennpunktschulen da schlägt dieses Item mit dem zehnfachen des Landesdurchschnitt zu Buche. Und genau darum geht es bei der Arbeitszeiterfassung,. Man will die tatsächlich individuell aufgewendete Zeit erfassen.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Genau das. Ich hatte Schulen, an denen ich abgesehen vom Elternsprechtag ziemlich exakt 0 Elternkontakte hatte, keine pädagogischen Konferenzen, nix. Bei leistungsstarker Klientel sind auch Korrekturen schnell gemacht. Überall, wo es hakt, steigt der Arbeitsaufwand aber teils massiv.

    Weiterhin gibt es auch erhebliche Unterschiede in der Gestaltung des Drumherums. Meine aktuelle Schule führt in den meisten Bildungsgängen beispielsweise zum Halbjahr gar keine richtigen Zeugniskonferenzen durch und die eine, die ich hatte, lag effizient terminiert in der Pause. An anderen Schulen saßen wir an zwei Nachmittagen nach dem Unterricht bis 19 Uhr und haben uns totgequatscht. Auch entfiel dort für die GLKs kein Unterricht, hier schon. Das muss sich doch alles irgendwo niederschlagen.

  • Quittengelee

    Die Zeit, die beispielsweise für Elterngespräche draufgeht unterscheidet sich nicht nur von Schule zu Schule sondern auch von Klasse zu Klasse signifikant. Es gibt eben Klassen in Brennpunktschulen da schlägt dieses Item mit dem zehnfachen des Landesdurchschnitt zu Buche. Und genau darum geht es bei der Arbeitszeiterfassung,. Man will die tatsächlich individuell aufgewendete Zeit erfassen.

    Okay, mich würde tägliches Aufschreiben nerven, ich habe es versucht und war schon von der bekloppten App genervt.

    Insofern würde es mir genügen, wenn man nun, nach Arbeitszeiterfassung, pauschal für Tätigkeiten Ermäßigung zubilligen würde, etwa Klassenleitungen eine Stunde. Ob ich nun mit Frau Müller länger und Frau Meyer kürzer spreche, die Aufschlüsselung kann man sich m.E. sparen. Wer im Nobelvierteleinzugsgebiet unterrichtet, hat vielleicht weniger Kontakt zum Jugendamt, dafür wird erwartet, dass man Mittwochabend zur Theateraufführung lädt, die man in der AG-Zeit erarbeitet hat usw.

  • .... Meine aktuelle Schule führt in den meisten Bildungsgängen beispielsweise zum Halbjahr gar keine richtigen Zeugniskonferenzen durch und die eine, die ich hatte, lag effizient terminiert in der Pause. An anderen Schulen saßen wir an zwei Nachmittagen nach dem Unterricht bis 19 Uhr und haben uns totgequatscht. Auch entfiel dort für die GLKs kein Unterricht, hier schon. Das muss sich doch alles irgendwo niederschlagen.

    Wieso soll das der Staat finanzieren, wenn ihr unnötig lange irgendwo rumhängt? Das ist ja dann ganz offenbar ein Problem eurer Mitbestimmungsgremien.

    Edit: was im Unterricht und was danach stattfinden muss ist festgelegt. GLK in Unterrichtszeit hab ich noch nie gehört, sich einen schlauen Lenz machen kanns am Ende auch nicht sein.

  • Wer im Nobelvierteleinzugsgebiet unterrichtet, hat vielleicht weniger Kontakt zum Jugendamt, dafür wird erwartet, dass man Mittwochabend zur Theateraufführung lädt, die man in der AG-Zeit erarbeitet hat usw.

    Die These "Arbeit im Nobelviertel ist ebenso zeitaufwendig wie Arbeit im Brennpunkt, die Schwerpunkte sind nur andere." könnte zutreffen - möchte ich auch gar nicht instinktiv negieren. Ich denke, eine Art Arbeitszeiterfassung würde, insofern nach einem gewissen Zeitraum deren Ergebnisse analysiert und interpretiert werden, unseren Berufsstand bei diesem und anderen Themen (vor allem solchen, die auch hier im Forum immer wieder besprochen werden, z.B. Unterschiede Schulformen, Unterrichtsfächer, Frage, inwieweit Teilzeit nicht doch versteckte Vollzeit ist, u.ä.) noch einmal entschieden weiterbringen, da wir dann zum ersten Mal eine "greifbare" Diskussionsgrundlage hätten statt wie so oft Mutmaßungen.

  • Definiere unnötig lange. Ich fand jede einzelne pädagogische Konferenz, in der ich jemals Lebenszeit verschwendet habe, unnötig. Ich finde es auch komplett unnötig, in Zeugniskonferenzen über die privaten Belastungen von Schülern zu schwadronieren und jemanden zu suchen, der sich eventuell noch zu einem Ausgleich hinreißen lässt. Andere Kollegen sehen das anders, also sitzt man halt dort und muss das Dahinplätschern der eigenen Arbeitszeit erdulden. So etwas sollte dringend erfasst und natürlich auch bezahlt werden. Wenn an einer Schule überproportional viele Kollegen Überstunden erfassen und man beim genauen Blick auf das Zustandekommen zigtausend schwachsinnige Konferenzen, Dienstbesprechungen etc. findet, könnte das zumindest mal ein (von oben kommender) Impuls für ein Eindämmen sein.

    Meines Wissens gibt es bisher keine Höchstgrenzen für diesen ganzen Kram und es fällt in einen Bereich, in dem Schulleitungen sehr willkürliche Anordnungen treffen können. Fängt ja schon damit an, dass es an manchen Schulen wöchentliche Teamsitzungen gibt, an anderen nicht usw.

  • Am besten eine Liste, welche im Lehrerzimmer ausliegt, die dann von jedem eingescannt und an die personalführende Dienststelle geschickt werden muss.

    Jetzt mach dich aber mal nicht lächerlich. Einscannen und an die Dienststelle mailen, so ein Quatsch. Wo lebst du denn?
    Im Öffentlichen Dienst wird sowas natürlich gefaxt!

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