Beiträge von chemikus08

    Für die Chemiker:
    Früher war, als man mit einem Marmeladenglas zur Chemikalienausgabe ging, mit einem Edding KCN

    draufgeschrieben hat und dann vom Laboranten Mal eben 100 g hochtoxisches Kaliumcyanid in sein Marmeladenglas bekam. Heute undenkbar.

    Um nochmal auf das Thema des Threads zurückzukommen

    Ihr wisst schon, dass Tarifbeschäftigte eine Impfflicht durch die Hintertür haben. Zumindest

    wenn sie nicht ohne Geld da stehen wollen.
    Hintergrund ist das Infektionsschutzgesetz. Wird eine Qurantäne Anordnung durch das Gesundheitsamt ausgesprochen, besteht nach dem Infektionsschutzgesetz prinzipiell ein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dieser ist nicht mehr gegeben, wenn ein Impfangebot nicht angenommen wurde.

    Meine Noten speicher ich nach wie vor auf meinem GEW Lehrerkalender. Ansonsten habe ich keinen Bedarf persönliche Daten zu speichern. Unterrichtsmaterial enthält bei mir keine persönlichen Daten, kann daher auf jedes Speichermedium was mir in die Hände fällt.

    Der Job ist geschenkt zu teuer.
    Zum einen erinnert er mich an ein Hamburger Patty;Druck von unten und oben gleichzeitig. Wirklich Recht machen kann man es niemandem, da die Ressourcen begrenzt sind, selbst wenn man 24 h am Tag arbeiten würde. Das Preis \ Leistungsverhältnis stimmt hier überhaupt nicht mehr.
    Als Arbeitsschützer könnte ich überhaupt nicht mehr in den Spiegel sehen. Zum einen wird einem die komplette rechtliche Verantwortung für diesen Bereich via Schulgesetz aufgebürdet, zum Anderen werden mit aber zur Bewältigung dieser Aufgabe nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung gestellt. Die korrekte Ausführung alleine dieser Tätigkeit würde schon eine halbe Stelle füllen. Insoweit...Prädikat nicht empfehlenswert🤷

    Ich habe jetzt das Bundesland nicht erkennen können. In NRW bekämst Du bei einem Ans hlussvertrag unmittelbar nach den Sommerferien Dieselbogen durchbezahlt. Da könnte es lohnen, mit dem SL zu reden, ob nicht jetzt schon eine Weiterbeschäftigung erkennbar ist. Falls ja könnte man diese vielleicht jetzt schon fest machen? Nachfragen kostet nichts🤷

    fossi74

    Wobei dies ein Ehrenamt wäre, was man vom Zeitpunkt her in der Regel steuern kann. Ich finde den übrigens sehr gut, wenn Lehrer Ehrenämter wie Schöffe oder Mitarbeit im KatSchutz ausüben. Alleine schon wegen der Vorbildfunktion gegenüber SuS. SL müssten eigentlich stolz auf jeden Ehrenamtler sein.

    Man sollte auch beachten, dass man auf die Achtung der Gesetze dieses Landes vereidigt ist. Es gehört daher zu den beamtenrechtlichen Pflichten (im besondeder Weise) solche Ehrenämter auszuüben. Der Versuch sich da rauszufinden bedeutet auh, dass man dem Angeklagten seinen gesetzlichen Richter entzieht. Ein Beamter mit rechtsfeindlicher Einstellung, geht eigentlich gar nicht. Man muss auch nicht erklären, wie man zu dem Amt gekommen ist und mittlerweile häufen sich die Fälle von Zwangsverpflichtungen, weil nicht genug Freiwillige zur Verfügung stehen. Das kann dann eigentlich auch kein SL übel nehmen, wenn man ihm das so erklärt, denn es bewegt sich ausserhalb der Gestaltungsmöglichkeiten des Referendars. Das gleiche gilt übrigens für Personen, die für die freiwillge Feuerweh o.a. tätig sind. Auch hier dürfen keine Nachteile entstehen. In Städten wo es keine Freiwillige FW gibt, kann der HauptverwaltungsbeAmte auch Pflichtfeuerwehren bestellen. In solchen Fällen greift man dann gerne auf öffentlich Bedienstete (auch Lehrer) zurück. Die dürfe aufgrund ihrer besonderen Gesetzestreue eine solche Tätigkeit ja nicht ablehnen damit würden sie, in der Tat, ihr Arbeitsverhältnis gefährden!

    Tom 123

    Da hast du Recht, das Urteil bedeutet der facto "nur" , dass die sonstigen Dienstverpflichtungen einer 50% Kraft nur 50% der sonstigen Dienstverpflichtungen einer Vollzeitkraft betragen dürfen. Hiermit ist die Gesamtsumme dieses zeitlichen Aufwands gemeint. Natürlich kannst Du auf bestimmte VA als SL bestehen, wenn dafür was anderes wegfällt. Was aber nicht geht, ist das eine Halbzeitkraft in Wirklichkeit 70% Zeitaufwand einer halben Kraft hat. Dann läuft definitiv etwas falsch.

    Bolzbold

    Das ist das strukturelle Problem von Teilzeitbeschäftigung. Der "Normaufwand" (d.h. Konferenzen, Klassenleitung etc.) ist bei Teilzeit überproportional hoch. Doof, aber leider nicht zu ändern.


    Sorry aber da sind Arbeitsgerichte (zumindest bei Tarifbeschäftigten) zu anderen Erkenntnissen gelangt. Es ist erforderlich bei einer Halbtagsstelle die Gesamtarbeitszeit um 50% zu reduzieren. Das bedeutet letztendlich auch, dass alle ist dem Unterricht verbundenen Zusatzaufgaben auf die Hälfte zu reduzieren sind. Dies ist ein strukurelles Problem, dass der Arbeitgeber dringend lösen muss, ansonsten verhält er sich rechtswidrig. Und ein rechtswidriges Verhalten auf Seiten des Arbeitgebers stärkt nicht unbedingt das Gefühl für ein faires Miteinander.

    patti

    Diese Möglichkeiten sollte man in der Tat zuvor ausschöpfen. Leider kenne ich Schulen an denen SL sehr stur sind und auf sämtliche Termine bestehen. Der Teilzeiterlass der Landesregierung hat nur Empfehlungscharakter und nicht alle Kollegien haben Verständnis, wenn die Teilzeitkollegen entsprechend reduziert in den sonstigen Bereichen arbeiten. Es bedarf aber eines Kolkegiums das zusammen agiert und entsprechende Teilzeitvereinbarungen in die LK einbringt und durchsetzt. Passiert das alles nicht haben die TeilzeikollegInnen in diesen Schulen schlechte Karten. Und wenn es dann heißt juristisch gegen den Arbeitgeber vorzugehen ( Und es gibt zumindest bei den Tarifbeschäftigten einschlägige Urteile) ziehen viele lieber den Schwanz ein, weil sie Angst vor einem roten Reiter auf der Personalakte haben. Und an der Stelle greifen KuKs in der Tat zu anderen Methoden um sich einen entsprechenden Freizeitausgleich zu verschaffen. Ich finde es unredlich Firelilly in diesem Zusammenhang illegale Empfehlungen zu unterstellen. Sie hat vielmehr eine Feststellung getroffen, dass dies passiert und diese Feststellung ist korrekt, sie entspricht auch meiner Beobachtung. Außerdem ist nicht alles, was dann an Möglichkeiten ausgeschöpft wird illegal. Krankmeldungen z.b. sind dann illegal, wenn keine Krankheit vorliegt. Die Wirklichkeit liegt auf einem schmalen Pfad dazwischen. Die Entscheidung geht es noch mit meiner Befindlichkeit oder geht es nicht mehr ist eine sehr subjektive und wenn eine Überbelastung besteht erhöht sich das subjektive Kranheitsgefühl (in der Sozialmedizin bekanntes Phänomen). Wenn ich überlastet bin achte ich auch eher darauf,dass meine AU eine längere Rekonvalezenzzeit enthält. Das ist weder illegal noch moralisch verwerflich sondern bei Überlastung eine Notwendigkeit. Auch ist die Wahrnehmung von Rehabilitationen in Überlastungssituationen eine legale Reaktion mit Beladtung umzugehen. Für Eltern seien hier Mütter Kind Kuren genannt. Vielfach verzichten KuKs auf solche zusätzlichen Angebote. Wenn man aber eh schon 70% Arbeitszeit für 50% Lohn aufwenden ist das schlechte Gewissen beruhigt ( Eigentlich müsste auch der Vollzeitmitarbeiter kein schlechtes Gewissen haben, aber so funktioniert halt Psychologie)

    @Edit: Noch besser natürlich, wenn dies nicht als einzelne Überlastungsanzeige, sondern gemeinschaftlich aus der Personalversammlung heraus vorgenommen wird.

    Eine Überlastungsanzeige muss immer individuell verfasst werden, sonst schmettert bei uns die Bezreg sie direkt ab. Richtig ist jedoch, wenn viele sich beteiligen und ebenfalls eine ÜÜberlastungsanzeige stellen. Ansonsten vermutet die Dienszstelle, dass die Überlastung in Deiner Person liegt und bietet Dir Kurse an, die Dir das hervorragende Talent vermitteln, Dich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen- Damit hat die Behörde nachgewiesen reagiert zu haben und Du darfs den Kakao durch den Du gezogen wirsz auch noch selber trinken.

    Die Überlastungsanzeige ist ein relativ stumpfes Schwert. Ich habe bislang leider noch nicht erlebt, dass das wirklich zum Erfolg geführt hat. Es ist eine Absicherung, falls jemand auf die Idee kommt Deine Unterichtsvorbereitung in Frage zu stellen, um Dir eine Dienstpflichtverletzung nachzuweisen. Eine nicht behandelte Überlastungsanzeige verbessert natürlich die Rechtsposition bei einem Disziplinarverfahren. Das gleiche gilt,falls Du aufgrund des Ganzen erkrankst und als Langzeitkranker längere Zeit ausfällst. Eine zur Ruhesetzung gegen Deinen Willen dürfte so vor demVerwaltungsgericht keinen Bestand haben. Wer aber meint mit einer Überlastungsanzeige in der nächsten Zeit eine wesentliche Änderung seiner Arbeitsbedingungen zu erfahren irrt im Regelfall.

Werbung