Beiträge von chemikus08

    WillG

    Das ist rechtlich OK. In NRW ist beispielsweise für Schulen der Begriff der Dienststelle anders definiert als wie für den Rest des öffentlichen Dienstes. Die Dienststelle ist die jeweils nächst zuständige Schulverwaltungsbehörde. An Schule selber gibt es dafür einen Lehrerrat, der allerdings auch in Teilen Aufgaben nach dem LPVG wahrnimmt. Komme ich als KollegIn nicht weiter kann ich mich jedoch problemlos an die Personalräte wenden. Auf den Webseiten der Bezirksregierungen sind die Kontaktdaten hinterlegt.

    Mikelknight

    Der Personalrat kann Dir helfen, weil die Einstellung von Mitarbeitern gem. LPVG ein zustimmungspflichtiger Verwaltungsakt ist. Wenn wir aber mit der Stelle befasst waren, möchten wir, dass die Stelle auch fristgemäß besetzt wird. Daher fragen wir schon aus eigenem Interesse nach, wenn diese Besetzung gefährdet ist, denn dies geht letztlich zu Lasten der KollegInnen.

    Du kannst Dich auch an den für Deinen Bewerbungsbereich zuständigen Personalrat wenden. Falls in unserem Beritt jemand nachfragt haken wir nach, den wir stimmen den Einstellungen ja zu und wollen auch nicht, dass eine im Bewerbungsverfahren vergebene Stelle leer läuft, weil der Bewerber aus Panik von der Stelle springt. Auch der Schulleiter ist ein guter Ansprechpartner und der will Dich ja schließlich haben. Ggf. wartet die Dienststelle aber auch noch auf den Eingang des Führungszeugnisses.

    Mikelknight

    Auch die sind Mangelverwalter und im Regelfall hoffnungslos unterbesetzt. Daher kann ich das sogar verstehen und bedenke bitte, die haben eine normales Verwaltungsstudium. D.h. sie sind im Verwaltungsrecht geschult aber nicht unbedingt Profis für Kommunikation. Keiner wird es jedoch persönlich nehmen, wenn Du im Zweifel nachfragst.

    dasHiggs

    Du hast vollkommen Recht, die DU zahlt nicht bis zum Lebensende. Daher macht sie nur Sinn, wenn ich meine Altersversorgung anderweitig gesichert habe. Viele haben das Bedürfnis "wohnen" durch Erwerb von Wohneigentum abgesichert, so dass im Alter eben keine Ratenzahlungen anfallen. Daher darf ich im Alter auch weniger verdienen. Umgekehrt wird's währen der Ratenphase schwierig. Solche Überlegungen sind natürlich mit zu berücksichtigen.

    Letztlich muss das jeder selber wissen. Ich berichte nur von a.) meinen persönlichen Erfahrungen und b.) den Schicksalen, die in der Beratungspraxis bei mir aufschlagen. Insbesondere zu b.) kann ich sagen, dass es nicht wenige sind, die nun mehr oder weniger bereuen dass sie keine haben. Btw. Mir sind mitlerweile drei KuKs persönlich bekannt, die wegen Covid in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet wurden. Keiner von denen hätte mit so etwas jemals gerechnet. Insoweit alles eine Frage des Blickwinkels mit dem man draufschaut.

    Es sollte sich jeder die Frage stellen, was passiert wenn ich von heute auf morgen mit 1300 (KV schon abgezogen) auskommen muss. Wenn ich das irgendwie hinkriege ist alles ok. Falls ich darin ein Problem sehe, sollte ich überlegen das Risiko abzusichern. State of Trance stellt die Frage was passieren muss um nicht mehr als Lehrer arbeiten zu können. Nun da fällt mir einiges ein. Nach meinem Herzinfarkt hat die Psyche gestreikt. Du stehst in der Klasse und bekommst Schweissausbruch. DIr wird schwindelig und du schnappst nach Luft. Alles um Dich herum nimmst Du nur noch mit Tunnelblick war. Das Ganze mehrmals die Woche. Damit unterrichtest Du erst Mal nicht mehr. Das kann man in den Griff kriegen. In der Reha gab es aber auch einen gestandenen Manager. Dickes Haus mit Schwimmbad und einen SL vor der Tür. Der musste aufgeben und lebt jetzt in einer 40 qm Wohnung und fährt mit dem ÖPNV. Man kann sich also verkleinern. Wer das aber nicht will, sollte sich ernsthaft eine DU überlegen. Ich habe genug KollegInnen in meiner täglichen Beratungspraxis die sich nur deswegen von Krankschreibung zu Krankschreibung hangeln, weil die Kohle im Falle einer Frühpensionierun nicht reicht. (Raten für das Haus, Kinder studieren, usw usw.). Mit einer vernünftigen DU wâren die längst im Ruhestand.

    @Thymian

    Die UkrainerInnen sind aber auch keine homogene Gruppe. Möglicherweise hat die geflüchtete Ukrainerin deren Ehemann in der Ukraine kämpfen muss, ganz andere Wünsche als der Staatschef. Und eine ganz andere Gruppe hast Du auch vergessen. Was wollen die russischen 18 jährigen Wehrpflichtigen, die gar nicht selbständig entschieden haben in der Ukraine kämpfen zu wollen? Möchte damit nur zum Ausdruck bringen,dass ich beiden offenen Briefen etwas abgewinnen kann und selber förmlich zwischen den Stühlen hänge.

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