Beiträge von chemikus08

    Vielleicht nochmal die rein rechtliche Sicht auf die Dinge:

    Die Ärztekammer hat u.a. auch im Verlauf der Coronapandemie sehr deutlich gemacht, dass eine Krankschreibung n u r bei entsprechender Symptomatik zu erfolgen hat. Alles Andere obliegt dem Gesundheitsamt, dass als unterste Sonderordnungsbehörde, auch im Einzelfall, eine Quarantäne anordnen kann. Im Falle der Quarantäne ist derjenige nicht krank geschrieben, jedoch von seiner Verpflichtung am Arbeitsplatz zu erscheinen befreit. Der Arbeitgeber kann in dem Fall sehr wohl darauf bestehen, dass derjenige im Home-Office weiterarbeitet.

    Ordnet das Gesundheitsamt keine Quarantäne an, so habe ich ohne Krankschreibung kein Recht dem Arbeitsplatz fernzubleiben. Wer von den Karenztagen Gebrauch macht, tut dies (ethisch evtl. einwandfrei) rechtsmissbräuchlich. Andererseits sollte der Betroffene die Erkrankung dem Arbeitgeber anzeigen. Es ist dann Sache des Schulleiters, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, dem Mitarbeiter zeitweise freizustellen oder anderweitig zu beschäftigen, wo er niemanden gefährdet.


    Verständlich wenn man in dieser Gemengelage Kopfschmerzen bekommt, die man fälschlicherweise als Symptom interpretiert.

    Wolfgang Autenrieth

    "Der einfache Grund, weshalb viele Menschen aus der Ukraine nach Deutschland fliehen, liegt am ukrainischen Schulsystem.

    Deutsch ist dort 2.Fremdsprache nach Englisch. Polnisch lernen die wenigsten"


    Man darf aber auch nicht vergessen, dass die polnische Sprache der ukrainischen wohl sehr ähnlich ist. Wenn ich das auf mich übertrage würde ich dementsprechend auch lieber in ein Land ziehen, indem niederländisch gesprochen wird, als in ein Land in dem russisch gesprochen wird.

    Während die Fahrt zum ersten Arbeitsort unter Privatvergnügen fällt ist die Reiszeit beim Wechsel von der Stammschule zu einer Abordnungsschule wieder Arbeitszeit. Ein Umstand der bislang in Deputaten nicht berücksichtigt wird. Bei einer gesetzeskonformen AZ-Erfassung fliegt auch diesbezüglich dem Arbeitgeber einiges um die Ohren. Und das ist gut so.

    German

    Und daran wird sich auch kaum was ändern. Es sei denn der Arbeitgeber stellt mir einen Arbeitsplatz zur Verfügung, der vollumfänglich den Vorschriften der Arbeitsstätten-VO und sonstigen Sozialvorschriften entspricht. Angesichts der derzeitige. Raumsituation, bei der selbst die Anzahl der Lehrer WC nicht ausreichend ist habe ich da so meine berechtigten Zweifel.

    Damit bleibt ja nur noch mobiles Arbeiten.

    Was das Pendeln und die Arbeitszeit anbelangt. Es gibt nur eine einzige Ausnahme, wann Arbeitsgerichte auch hier Arbeitszeiten anerkennen. Wer tatsächlich eine längere Strecke mit dem Zug fährt und währenddessen Klausuren korrigiert, oder auch mit dem Laptop konkrete Unterrichtsvorbereitung macht, der verbringt Arbeitszeit. Arbeitsrechtliche Voraussetzung ist aber, dass die Vereinbarung mit dem Arbeitgeber auch mobiles arbeiten zulässt. Das Nachdenken während einer aktiven Lenkzeit wurde, m.E., zu Recht arbeitsgerichtlich schon abgelehnt.

    fossi74

    Ich kenne mittlerweile einige Kollegen, die es für sich, also ohne eine konkrete Weisung von oben, durchführen. Und sie sind damit sehr zufrieden, dass sie es tun und sind für mich, allen Unkenrufen zum Trotz, der lebendige Beweis dass es geht.

    Und in der freien Wirtschaft gibt es durchaus Berufe, die ähnlich komplex gestrickt sind. Auch hier gibt es mit der Arbeitszeiterfassung keine Probleme. Die Einzigen, die zurecht zittern, si d die Schuldezernent. Denn wenn das rauskommt, wieviel Ressourcen die Lehrerschaft quasi ehrenamtlich zur Verfügung gestellt hat, dann stellt das die Ministerien vor ein Problem, wenn die nun nicht mehr ehrenamtlich sind. Leider habe ich in den letzten 15 Jahren nicht feststellen können, dass sich die Arbeitsbedingungen zum Positiven verändert hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Daher wurd es gerade bei uns Zeit, dass dem Arbeitgeber oder auch Dienstherrn Zahlen vor Augen geführt werden. Denn erst dann erwarte ich ernsthafte Veränderung

    Mich würde einmal interessieren, wie diese Aufzeichnung /Studie aufgebaut ist und welche verschiedenen Arbeitsprozesse der eingepflegt sind. Ich vermute mal, dass das so vorgegeben ist, oder? Dadurch legt dann ja der Dienstherr/ Land Sachsen fest, was als Arbeitszeit zu gelten und zu erfassen ist.

    Das würde für mich im Umkehrschluss bedeuten, dass diese Aufgabe entfällt

    Wie geht das dort?

    Im Bekanntenkreis habe ich Menschen die in der Energiewirtschaft sowie der Kommunalverwaltung arbeiten. Beide Gruppen verfügen sowohl über Dienstlaptops als auch Diensthandys. Es gibt jeweils auf den Bedarf des jeweiligen Arbeitgeber optimiertes Erfassungsprogramm mit dem ich mich Ein un Auslogge. Wenn da ein Fehler passiert, so kann ich den im Nachhinein nicht mehr verändern, sonder muss einen sogenannten Korrekturbeleg ausfüllen. Das Programm dient gleichzeitig zur Erfassung der Urlaubs und Gleitzeittage sowie deren Verwaltung.

    Dann muss man es aber auch Arbeitsmigration nennen - nicht Flucht/Asyl.

    In diesem Zusammenhang machen wir einen -schwerwiegenden - Fehler. Wir müssten jeden Asylbewerber, neben dem Asylverfahren, durchleuchten, ob es eine ernsthafte Chance auf dauerhafte Arbeit und Integration gibt. Denn uns fehlen Menschen. Wir brauchen Pflegekräfte (und der Bedarf ist aufgrund der Bevölkerungsentwciklung kontinuierlich wachend, Erzieher (m,w,d) , Lehrkräfte us. usw. Darüber hinaus meldet auch Herr Pistorius einen großen Bedarf an.

    Ich weiß nicht, ob männlichen Geflüchteten eine Verurteilung wegen Verweigerung des Kriegsdienstes droht. Da kenne ich die derzeitige Rechtslage in der Ukraine zu wenig. Falls ja, so müsste ein Asylgrund gegeben sein, da die Verweigerung wohl auch ein Menschenrecht darstellt. Bei Jugendlichen, die hier ihr Abi gemacht haben, besteht u.U. Interesse auch in der BRD zu studieren. So wie es der Sohn des ehemaligen ukrainischen Botschafters auch macht.

    Es geht ja nicht nur um Gebiete.

    Es muss auch sichergestellt sein, dass Ukrainer, die in diesem besetzen Gebiet sich nicht sicher fühlen freies Geleit haben das Gebiet zu verlassen. Außerdem muss die Rückführung der entführten Kinder sichergestellt werden .

    Maylin85

    Es würde schon absolut genügen,vwenn jeder Kollege mit gesundheitlichen Beschwerden welche eine Krankschreibung rechtfertigen diese auch in Anspruch nähmen inklusiv der möglichen Rekonvaleszenzzeiten. Wenn dann noch alle mit psychosomatischen Beschwerden mit ihrem Arzt die Zweckhaftigkeit einer REHA abklären und bei positivem Votum auch antreten würden, dann wäre das ein empfindlicher Tritt in die Magengrube für unseren Beötchengeber. Dazu muss man in unserem Fall gar nicht bis zum " krank feiern" gehen. Einfach nur Mal so arbeiten, wie es die Vorschriften vorsehen. Also auch keine 50 Zeitstunden die Woche mehr arbeiten

    Gymshark

    Ich lass mich Mal auf den Nachbarschaftsstreit ein

    Die Nachbarn fanden Euer Wohnzimmer so toll. Dreist wie sie nun Mal so sind, haben sie dieses über euren Garten und eure Terrasse nunmehr sogar in Besitz genommen. Der Kompromiss sieht vor, dass sie Euch zukünftig nicht weiter belästigen. Voraussetzung jedoch ist, ihr beansprucht Wohnzimmer, Terrasse und Garten nicht zurück. Dafür garantieren sie Euch, dass sie nicht in weitere Wohnbereiche vordringen

    Stimmt ganz zu Anfang sah das Angebot dünn aus, aber alle Schulen sollten zeitnah die schuleigenen Lehrpläne machen. Für Chemie gab's längere Zeit nichts von denen, dafür aber von den Schulbuchverlagen. Da habe ich einfach den von Prisma genommen. 🤷

    Die Gleichstellung hat auch Bedeutung für diejenigen, die eine Arbeitsplatzausstattung benötigen. Zwar steht auch den nicht gleich gestellten Kollegen eine Arbeitsplatzausstattung zu, wenn die aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist. Allerdings ist diese dann, und das zeigt die Erfahrung, wesentlich schlechter als bei den gleichgestellten Kollegen. Das hat einfach damit zu tun, dass erst mit der Anerkennung einer Schwerbehinderung (oder auch Gleichstellung) die Integrationsämtter mi eingeschaltet werden und das bedeutet eine fachlich wesentlich bessere Beratung was die technischen Möglichkeiten anbelangt als auch die Bereitstellung zusätzlicher Mittel (finanziell) aus der Ausgleichsabgabe.

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