Beiträge von chemikus08

    Thema Streaming und Datenschutz


    ich hatte Mal vor etwa sieben Jahre eine gemeinsames Projekt mit einer Hochschule. Es ging um Wirksamkeit des Experimentalunterrichts. Hierzu wurde der Unterricht von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern gefilmt. Außerdem wurden anonymisierte Fragebögen zum Unterricht ausgewertet. Wegen der Videoaufnahmen war dies mit einem erheblichen Verwaltunsaufwand in Sachen Datenschutz verbunden. Von jedem Kind war eine Einwilligungserklärung notwendig. Obgleich die Aufnahmen nicht veröffentlicht wurden, sondern nur Uni intern Verwendung fanden, wurde sehr genau gefragt, in welchem Umfang man der Verwendung zustimmt. Den genauen Text habe ich nicht mehr im Kopf, aber es waren glaube ich zwei Seiten🙈. Und das ganze war unwahrscheinlich wichtig um nicht in Teufelsküche zu kommen. Die Vorgehensweise war wohl auch damals so mit der BezReg abgeklärt. Und jetzt kann ich also das Unterrichtsgeschehen frei Schnauze filmen und in die heimischen Wohnzimmer leiten?? Wäre ja schön wenn. Dem so ist, aber in unserem Land gibt es im Nachhinein immer Menschen, die das ganze unbedngt juristisch ausdiskutieren möchten, und zwar zu Lasten der Lehrkräfte, die den Unterricht

    durchgeführt habn. Eine konkrete Stellungnahme des KuMi oder der Mittelbehörden liegt trotz Nachfrage verschiedener PR nicht vor. Falls jemand andere Erkenntnisse hat? (NRW)

    @ state of Trance

    "Mehr als 20 Schüler hab ich nie"

    Zunächst herzlichen Glückwunsch. Aber das macht halt deutlich wie unterschiedlich die Belastungen im Lehrerberuf sein können. Deswegen finde ich einen Austausch in einem EM solchen Forum sehr wichtig. Dies erklärt dann auch vkelach die Stellungnahmen von Kollegen, die z.t. gar nicht verstehen, warum es Kritik am Präsenzunterricht gibt. Bei 20 SuS würde ich das auch schon etwas entspannter sehen.

    Zum Stosslüften Folgendes:

    Setzt man in einen normalen Klassenraum 20 Schüler geht die Rechnung auf. Mit Fenster zum und alle 20 Minuten für 5 Minuten lüften geht die Strategie auf. Sitzen in einer Klasse jedoch 30 Schüler geht die Rechnung nicht mehr auf. Die Luft ist sowohl nach Berechnungen unserer Unfallkasse (es gibt eine App hierzu) als auch eigenen Messungen nach 7 Minuten hygienisch (in Bezug auf Corona) bedenklich. Der hierfür von der UK vorgesehene Grenzwert liegt bei 1000 ppm CO2. Es bleibt also nur Dauerlüften. Hinreichende Lüftung erforderte, dass ein Fenster dauernd geöffnet und der Rest auf Kipp steht.

    Gerade für die am Fenster sitzenden SuS war dies sehr unangenehm. Die Temperatursituation dürfte sich mittlerweile auch verschärft haben. Ich vermute Mal, dass man mittlerweile auf das ganz geöffnete Fenster verzichtet. Das ist dann bezüglich der Hygiene suboptimal und alle frieren noch, nur noch so stark.

    Dieses Beispiel macht deutlich wie wichtig, im Hinblick auf den Gesichtspunkt Arbeitsschutz, geteilte Klassen wären.

    Lehramtsstudentin du verscheisserst uns jetzt oder. Guck Dir die Kurven im Intensivregister an, das ist die Zahl der belegten Betten gegen die Zeit aufgetragen. Und im Oktober scheint die Kurve förmlich nach oben zu springen. Du könntest also leicht hochrechnen, daes du ohne Zu tun im Oktober eine Verdopplung hättest, im November käme es zur Vervier- und und pünktlich zum Weihnachtsfest zur Verachtfachung. Das wären acht Mal 1500 sind 12000 Intensivplätze, also schon dreitausend zu wenig. Und weil die Menschen das alles gewusst haben, haben sie ganz schnell ihre Kontakte vermindert. Auch wenn Onkel Söder sich gewünscht hatte, das das Ergebnis noch besser wäre , konnte das Wachstum gestoppt werden.

    Das war : Die Sendung mit der Maus

    Egal wenn man da nimmt, die haben natürlich im Vorhinein schon geplante Sitzungstermine. Ich fürchte, dass die derzeitige Corona Winterperiode schon vorbei ist, bevor das auf der Tagesordnung ist. Danach hoffe ich persönlich, dass ein Impfstoff dafür sorgt die Problematik langsam herunter zu fahren.

    Da der Arbeitsschutz der Mitbestimmung unterliegt, hat der Lehrerrat ein Instrument in der Hand, um auf unnütze Besprechungen in diesen Zeiten Einfluss zu nehmen. Im Zweifel im Rahmen eines Initiativantrags.

    Ich kenne jetzt das bayerische Schulgesetz nicht, aber wäre es NRW, so wäre mir diese Entscheidung sympathisch. Warum? Die komplette Verantwortlichkeit ist via Schulgesetz dem Schulleiter übertragen.
    Wenn der jetzt im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu dem Ergebnis kommt, dass die KuKs bei den derzeitigen Fallzahlen in einem Klassenraum mit 30 SuS nicht hinreichend geschützt sind, so ist die Verhängung der Maskenpflicht die einzige verbleibende Möglichkeit einen mit anderen Arbeitsbereichen vergleichBären Schutz wieder herzustellen. Die KollegInnen können dagegen gerne remonstrieren. Die Dienststelle wird den KuKs Recht geben, womit ich aber die mir via Gesetz übertragene Verantwortung los bin, diese liegt jetzt bei der Dienststelle. Insoweit eine der kreativen Protestmöglichkeiten, die noch da sind.

    Außerdem würde ich an Deiner Stelle überlegen, ob eine Reha Massnahme Dir evtl gut tut. Dies setzt natürlich einen Arztbesuch und eine entsprechende ärztliche Diagnose voraus.
    Hinweis für Beamte: Bei psychischen Hintergründen ist unter Kostengesichtspunkten die Einweisung in eine Akutklinik der monetär günstigere Weg. Geht man den Reha Weg ist für die Beihilfeansprüche der Amtsarzt zwischengeschaltet. Ob und wieviel Unterstützung die Krankenzusatz leistet hängt von der Qualität des Bertrag ab. Bei Einweisung entfällt der Amtsarzt. Ferner ist die Finanzierung sichergestellt und es redet einem auch keiner in die Terminierung.
    Tarifbeschäftigte stellen einen Reha Antrag bei der Rentenversicherung.
    In diesen Massnahmen kann man erstmal sich mind. 4 Wochen für sich nehmen, wo es nur um mich und meine Gesundheit geht. Man lernt Massnahmen zur Stressbewältigung, um dann nach der Massnahme mit frischer Kraft wieder an die Arbeit zu gehen. Falls erforderlich kann im Anschluss auch eine stufenweise Wiedereingliederung beantragt werden.

    Dem Grunde gibt es ein Rückbehaltungsrecht der eigenen Arbeitsleistung wenn Arbeitsbedingungen nicht mehr zumutbar sind. Mit anderen Worten, der Arbeitnehmer verweigert unter den gegebenen Bedingungen die Arbeit. Dadurch dass die Infektionslage sich wesentlich verschlechtert hat und nunmehr die Kultusminister RKI Vorgaben nicht einhalten, hat sich die Rechtslage wesentlich zu Gunsten der Beschäftigten verschoben. Gibt es Erkenntnisse hier im Forum, ob mittlerweile juristische Expertisen von Arbeitsrechtlern vorliegen, die diesen Handlungsweg für Erfolg versprechend halten, oder hat jemand der diesen Weg nach den Herbstferien gehen möchte evtl. schon eine Rechtsschutzzusage?

    Neuen Kollegen kōnnte man hierzu folgende Empfehlungen mit Au den Weg geben:


    1) Lest Euch den oben fest getackerten Artikel zum Thema anti- Burnout

    gut durch und haltet Euch dran.
    2) wenn Ihr bei Beginn noch jung und gesund seid, sichert Euch gegen finanzielle Verluste durch Krankheit (Tarifbeschäftigte Mrankentagegeld) und Berufsunfähigkeit hinreichend ab.
    3.) Schaut zu, dass Ihr einer Interessensvertretung beitretet, die Euch im Zweifel juristisch vertritt. Wer sich dazu nicht entschlüsseln kann sollte eine Rechtsschutz abschliessen, die auch Auseinandersetzngen mit dem Arbeitgeber einschliesst.

    Damit ist dann sichergestellt, dass auch gesundheitliche Einbrüche nicht zur Katastrophe werden. Zusammen mit den Vorschlägen unter Punkt 1 seit Ihr dann gut gerüstet.

    Lieber dushkoo,

    Nachdem Du Dich ziemlich eindeutig geoutet hast, dass Du auch kein psychisches Begleitproblem hast, möchte ich Dich darauf hinweisen, dass Du meiner Klientel (Schwerbehindertenvertretung) massiven Schäden zufügst. Gerade durch solch offensichtlichen Missbrauch kommt die Dienststelle auf die Idee, die Kontrollmaßnahmen (Amtsarzt, seltsame Briefe) massiv zu verstärken. Jede neue Untersuchung verunsichert einen wirklich Betroffenen massiv. Vielen Dank auch dafür 🙄

    Bolzbold

    Ich gebe Dir insoweit Recht, dass mit Erkrankungen die gerätetechnisch nicht nachzuweisen sind, sicherlich auch Schindluder getrieben wird. Was mich stört, das viele Menschen immer wieder diese Karte ziehen und unterschwellig immer diese Möglichkeit in Betracht gezogen wird. Dies erschwert den Umgang mit der Erkrankung erheblich. Die einen fingieren Magen Darm Beschwerden und lassen sich damit krank schreiben, statt das eigentliche. Problem anzugehen. Und wenn jemand in einer schweren Lebenskrise steckt, dann vervielfacht sich schlichtweg die Wahrscheinlichkeit, dass auch eine psychische Begleiterkrankung vorliegt. Es ist daher auf jeden Fall sinnvoll fachärztliche Expertise einzuholen, bevor man in einer schwerwiegenden Lebenskrise tiefgreifende Entscheidungen trifft (wie z.B Entlassung aus dem Beamtenverhältnis).

    Also Zauberwald desto mehr Du mit den Unterschied zwischen einem Beinbruch und einer Depression erklärst, desto mehr verfestigt sich mein Eindruck, dass die Depression bei Die sehr vorurteilsbelastet ist. Das erinnert mich irgendwie an das Statement vom Merz, ob er sich einen schwulen Kanzler vorstellen könnte. 😁

    OK war jetzt sehr OT, aber ich musste das einfach Mal loswerden. Gerade diese Vorurteilsbelastungen erschweren die Beratung von Betroffenen erheblich.

    Zauberwald

    Ahhh! Das ist genau unser Problem! Wenn Du Dir an die Brust packst und ich Frage nach Herzproblemen ist das normal. Frage ich nach der Möglichkeit einer Depression fühlst Du Dich verletzt. Damit bist Du genau in die gesellschaftliche Falle getappt von der ich spreche. Danke für das illustrative Beispiel!

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