Beiträge von chemikus08

    moviestar

    Nun jetzt wirds bekloppt. Aber hier lautet die Antwort: Das kommt darauf an. Und zwar darauf ob Du noch einen Altvertrag hast, der noch nicht der Lehrerentgeltordnung entspricht, weil Du es damals nicht beantragt hast oder ab Dein Vertrag bereits dem Tarifsystem entspricht. Im letzteren Fall ist es ein Automatismus im anderen Fall muss Du ja aktiv werden und im August die Höhergruppierung beantragen. Hier sehe ich vielleicht eine kleine Chance das Ganze zu verzögern. Aber auch da empfehle ich Kontakt mit dem für Dich zuständigen Personalrat aufzunehmen. Selbst mir ist im Moment noch nicht rechtssicher klar, ob ich bei einem verzögerten Antrag (man hat ab August immerhin ein Jahr Zeit) erst zum Antragsdatum höhergruppiert werde oder eben rückwirkend zum August.. Falls das erst zum Antragsdatum passiert wäre es eine Chance.

    Die Beförderungsstellen wurden früher einmal ganz ohne Verbindung mit einer Zusatzaufgabe ausgeschrieben. Das man das später geändert hat, lag daran, dass es Menschen gab, die sich auf zehn verschiedene A13 Stellen beworben haben

    Bewerbung nach Spaghetti Taktik. Wenn ich eine Handvoll Spaghetti an die Wand werfe fallen die meisten runter. Aber ein paar bleiben immer kleben. Und wenn dann einer geklagt hat, ging es bei allen Bewerbungen wo ein Beteiligter auch noch drin hing nicht weiter. Um das einzudämmen hat man die Idee gehabt, diese Beförderungsstellen mit einer Zusatzaufgabe direkt zu verknüpfen. Aber einer Zusatzaufgabe die praktisch eh zu den zusätzlichen Aufgaben einer LK gehört. Und wenn eine solche Kraft sich wegbeworben hat, dann ist die Zusatzaufgabe doch nicht mit gewandert. Nö der neue A13er ist als neuer Kollege ins Kollegium gekommen und wurde nicht stärker belastet als der Rest des Kollegiums..

    Die Azubis oder StudentInnen werden früher oder später auf die harte Tour lernen, was es bedeutet, wenn man zehn Minuten zu spät kommt und wahlweise eine Abmahnung erhält oder aber zu einer Prüfung nicht mehr zugelassen wird.

    Ich habe es bisher immer als meine Aufgabe g sehen, die SuS genau darauf vorzubereiten, damit es nicht zum bösen Erwachen kommt.

    Meines Erachtens gehören Fehlstunden dringend auf Zeugnisse. Was Schüler heute teilweise an Abwesenheiten zusammensammeln, ist gruselig und sowas würde ich mir als Unternehmen auch nicht in den Betrieb holen wollen.

    Das ist doch letzten Endes der Wille der Politik. Lieber einen schlechten Schüler in den Betrieb bringen, als einen Bürgergeldemofänger mehr zu produzieren. Und btw, so manche SuS die enorme Fehlzeiten gesammelt haben funktionieren im Betrieb auf einmal wie geschmiert. Insofern ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass es nicht drin steht.🤷

    NRW:

    Für die Klassenlehrer klar, ganz normaler Unterricht. Für alle anderen muss der SL etwas kreativ sein. Er muss für die Kollegen anderweitige Tätigkeiten anordnen. Nicht etwa die eigenen Klausuren korrigieren, sondern beispielsweise die Sammlung sortieren, eine Fachkonferenz abhalten, da kann man sehr kreativ sein. Ansonsten ist es für die Kollegen blöd, da im Zweifel das Rechnungsorüfungsamt in der Tat fragt, wie den die Kollegen deren Unterricht ausgefallen ist eingesetzt wurden.🤷

    Also bei allem Gemaule über die GKV

    Für die Beschwerden mit meiner Wirbelkanalsteniose kann es cu jederzeit zu meinem Orthopäden selbst ohne Termin bei Schmerzen. Als meine Leukos über 20000 waren hat mein Hausarzt mir noch am gleichen Tag einen Termin beim Facharzt besorgt, der am gleichen Tag mit 20 Röhrchen Blut abgenommen hat. Seitdem stehe ich bei ihm unter regelmäßiger Beobachtung. Und bei meinem Herzinfarkt vor 10 Jahren war die Behandlung im örtlichen Krankenhaus mit Sternsetzung am gleichen Tag vollkommen unkompliziert. Ich kann an keiner Stelle meckern.

    Vielleicht ein Hinweis an dieser Stelle für die Alltagshelfer NRW.

    Die Aussage, dass man sie nur für nicht besetzte Lehrerstellen ausschreiben darf ist so nicht richtig. Es handelt sich um ein zeitlich befristetes Projekt. Die Ausschreibung dieser Stellen erfolgt insbesondere an Talentschulen oder ähnlich gelagerte Situation. (Talentschule ist ein NRW Synonym für Brennpunktschule) .

    Die Kräfte tragen keinerlei pädagogische Verantwortung. Sie dürfen daher auch nicht alleine in Klassen eingesetzt werden, sondern immer nur begleitend durch eine Fachkraft.

    "1. Ich würde gern mit dem Brenner arbeiten,"

    Kann ich davon ausgehen, dass Du zumindest in einem Fachraum für Naturwissenschaften unterrichtest und nicht in einem normalen Klassenraum (habe leider schon alles erlebt?

    In dem Fall solltest Du mit einem Kollegen Kontakt aufnehmen der sich auskennt. Ggf. kannst Du ja an der Nachbarschule einmal hospitieren und Dir die wesentlichen Punkte zeigen lassen. Falls Du Kartuschenbrenner verwendest, dann bitte für Schülerversuche wirklich nur welche mit Ventil und keine Durchstechkartuschen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass irgendeine Intelligenzbestie den Brenneraufsatz rauszieht und dann erhebliche Mengen des Gases verdampft. Der Vorgang ist zwar selbstlimmitierend, weil die Kartusche irgendwann so kalt wird, dass der Siedepunkt des Butans erreicht wird, dennoch wenn Du es zu spät merkst reicht ein Funke und Deine Schüler wissen was eine Verpuffung ist. Und wenn es sich um eine Klasse mit innovativen Verhaltenselementen handelt, dann solltest Du auf Schülerversuche mit Feuer ganz verzichten, bevor die sich gegenseitig anzünden. Alternativ könnte man immer mal zwei Schüler nach vorne bitten, die beispielsweise nach der Demonstration zum ordnungsgemäßen Umgang mit Gasbrennern das Ganze nochmal vormachen,


    2. "Welche Chemikalien darf ich überhaupt als fachfremde Person nutzen, mit den R und S-Sätzen kenne ich mich leider auch überhaupt nicht aus. Ich habe vor, erstmal mit einfachen Mitteln zu arbeiten, bis das geklärt ist." R und S , Ihr scheint noch richtige Schätzchen in Eurer Chemikaliensammlung zu haben. Diese Etikettierung ist schon seit längerem nicht mehr zulässig. Entsprechend beschriftete Gefäße sollten entweder entsorgt oder neu etikettiert werden. Es sind nur noch Etikettierungen nach GHS (global harmonized System) zulässig. Die alten Gefahrstoffsymbole erkennt man daran, dass sie in Orange gehalten waren mit einem schwarzen Rand. Die neueren Gefahrstoffsymbole haben auch einen schwarzen quadratischen Rand der aber mit einer Spitze sozusagen auf dem Boden steht. Der Innenhintergrund ist weiß und in der Mitte befindet sich ein schwarzes Symbol. Leider sind die Etikettierungen nicht 1:1 übertragbar, da sich auch die Symbole und die Einstufungen geändert haben. Eine Umetikettierung ist fachgerecht nur noch möglich, wenn ein neues Originalsicherheitsdatenblatt des Herstellers vorliegt. Die R und S Sätze sind weggefallen, dafür gibt es jetzt H und P Sätze. Diese können sich je nach Hersteller sogar unterscheiden (daher Originalsicherheitsdatenblatt). Solltest Du die Aufgabe des Gefahrstoffbeauftragten übernehmen, wärst Du für diese Altlasten verantwortlich und müsstest den ganzen Mist entweder umetikettieren oder entsorgen. Wenn Dein Schulleiter auf die gloreiche Idee kommt die Chemikalien dann lieber an andere Schulen zu verschenken, dann soll er das bitte machen bevor Du den Job als Gefahrstoffbeauftragte übernimmst. Dann trägt er nämlich die Verantwortung falls da was schief geht. Und bitte transportieren selber niemals nie irgendwelche Chemikalien mit Deinem PKW, dann sind wir nämlich im Bereich der Gefahrgutverordnung Straße (GGVS/ADR) mit Bussgeldern ab 1000 Euro aufwärts (Finger weg).

    3. Ich soll Gefahrenstoffbeauftragter werden, bin mir aber auch hier nicht sicher, ob ich überhaupt die Fortbildung dazu machen kann. Laut Unfallkasse Sachsen ist diese nur für Chemielehrer vorgesehen

    Dazu habe ich oben schon einiges geschrieben. Das Problem sehe ich nicht nur in dem fehlenden Kurs der Unfallkasse (bei uns führt in die Bezirksregierung durch) , sondern auch in der fehlenden Fachkunde. So fällt einem als Fachfremder einiges gar nicht auf. Ich denke an Peroxid Krusten auf gelagerte Natriumbeständen, noch evtl. vorhandenen Thermometern mit Quecksilberfüllung usw. Ich empfehle Dir die Finger davon zu lassen. Es ist auch das einzige Amt was die Schulleitung Dir nicht einfach aufdrücken kann. Übrigens wirst Du durch dieses Amt automatisch zur dienstlichen Vorgesetzten aller KollegInnen die mit Gefahrstoffen umgehen. Hat man Dir diese Kleinigkeit auf verraten? Machen diese KollegInnen einen Fehler und es passiert ein Unfall, dann möchte der Staatsanwalt von Dir die jährliche schriftliche Dokumentation der Sicherheitsbelehrung dieser Kollegin sehen. Hast Du nicht? Dumm gelaufen.

    RosaLaune

    Wobei rechtmäßig eben häufig nicht gleich zu setzen ist mit gerecht. Und damit ist diese Entscheidung ein weiteres Ereignis in der Folge schlechter Ereignisse. Ich beobachte das Ganze jetzt seit über 10 Jahren und sehe eigentlich nur eine kontinuierliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Kollegen die noch länger dabei sind bestätigen mir diese kontinuierliche Verschlechterung für einen wesentlich längeren Zeitraum. Aus meiner Sicht sollte ein Gleichgewicht bestehen zwischen der Loyalität des Arbeitnehmers einerseits und der Fürsorge des Dienstherrn Arbeitgebers andererseits. Leider zeigt hier die Waage eine ziemliche Schieflage. Es wundert mich daher nicht, wenn die Kollegen zunehmend ihr Loyalität zurück fahren.

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