Beiträge von Anna Lisa

    Wie gesagt, junge Leute sollten häufiger Lehramt studieren - und dabei idealweise Mangelfächer. Manch ein anderer Studiengang käme im Zweifelsfall mit weniger Absolventen (m/w/d) aus, ohne dass hieraus gesamtgesellschaftlich Probleme entstehen würden.

    Nehmen wir an, das wäre tatsächlich der Fall (selbst bei 120% oder 150% Unterrichtsversorgung), dann müsste aber trotzdem eine Vollzeitlehrkraft trotzdem "Überstunden" machen, sobald sie eine erkrankte Lehrkraft vertreten muss.

    Und um dieses Problem zu umgehen, dachte ich an Vertretung durch Lehrkräfte, die nicht im normalen Lehrbetrieb gebunden sind.

    So wie die Amis das machen mit ihren substitute teachers

    Wenn man vor den Ferien Q1 hatte, ist man nach den Ferien automatisch in Q2. In der Q Phase werden Lehrer nicht gewechselt.

    Und dass man gar keine Oberstufe bekommt, ist völlig utopisch.

    Und auch bei den kleinen 5ern und 6ern ist Konsistenz schon wichtig, da werden die Grundlagen gelegt.

    Was machst du mit Kollegen, die nur Hauptfächer haben? Ich z.B.?

    Keine Sorge, ich war noch nie zur Kur und habe es auch nicht vor.

    Über den Stundenplan kompensieren: Was genau meinst du damit?

    Das mag vielleicht an einer 2-zügigen Grundschule funktionieren, aber nicht an einer 6-zügigen Schule mit Oberstufe und vielfältiger äußerer Differenzierung in der SEK I, wo alles in Bändern liegt.

    Hast du mal so einen Stundenplan erstellt?

    Und warum muss die Schule sprich der Arbeitgeber der Mutter Rücksicht auf den Arbeitgeber des Vaters nehmen?

    Hat die Unterrichtsversorgung nicht eigentlich einen höheren Stellenwert als die Urlaubsplanung des Vaters?

    Stellst du dich extra so dumm? Das hat doch nichts mit Urlaubsplanung oder Wünschen zu tun. Wenn es in den Ferien einw Urlaubssperre gibt, sind da Kinder unbeaufsichtigt. Der Vater will ja nicht nach Mallorca fliegen, sondern seiner Aufsichtspflicht nachkommen

    Ok, und warum ist es in der Firma des Mannes legitim während die Schule darauf Rücksicht nehmen soll? Und wenn beide Elternteile arbeiten, wäre es dann nicht auch Aufgabe der Eltern sich zu überlegen, wie solche Ausfälle managen können? Freunde, Familie, Babysitter?
    Ich meine rein theoretisch könnte die Mutter auch ins Krankenhaus müssen oder aus anderen Gründen ausfallen. Was ist wenn es keine Kur sondern die Mutter drei Wochen krank im Krankenhaus liegt?

    Dann ist das ein riesengroßes Problem. Und die Lösung ist eine sehr individuelle, die ich hier nicht beantworten kann, weil es für jede Familie unterschiedlich aussieht.

    Das ist aber unvorhergesehen. Da muss man halt krisenmäßig agieren.

    Eine Kur ist planbar. Und da nimmt man natürlich den Termin, wo der verbleibende Partner Urlaub nehmen kann.

    Also ich korrigiere im ersten Quartal 96 Klausuren, davon 46 Oberstufe, also sehr korrekturintensiv. Im zweiten Quartal sind es dann 125, weil in der Unterstufe pro Halbjahr 3 Arbeiten geschrieben werden.

    Und ich arbeite 60 % Teilzeit. Bei Vollzeit kannst du noch mal knapp 50 dazu rechnen.

    Und ich habe in den 21 Jahren an meiner Schule noch nie auch nur einen einzigen Korrekturtag bekommen. Auch nicht bei Krankheit etc. Kenne auch keine KUK, die so etwas bekommen. Höchstens mal wenn jemand zusätzlich im Abi die Korrekturgruppe eines langzeiterkrankten Kollegen übernimmt. Der kriegt dann einen Tag. Was wirklich lächerlich ist, wenn du an diesem Tag zusätzliche 25 LK Klausuren korrigieren sollst.

    Was ist eigentlich, wenn man jetzt nur alleine eine Kur beantragt hat, die Kinder also zu Hause bleiben sollen, der Partner aber in den Ferien keinen Urlaub zwecks Kinderbetreuung bekommt? So war es nämlich jahrelang bei meinem Mann. Wenn man in einer Firma arbeitet, wo viele Elternteile arbeiten, dann sind Ferienurlaubstermine streng limitiert.

    Da hängt ja noch so viel mehr dran als nur der Wunsch des Dienstherrn nach weniger Unterrichtsaufall bzw. Vertretung.

    Mal ein Beispiel: Am Donnerstag bin ich mit der ersten Klausurrunde gestartet, die geht bis zum 08.10. Ich werde also bis zu den Herbstferien und darüber hinaus durchgängig korrigieren. Ich kann mir jetzt aussuchen, ob ich richtig Gas gebe und kräftig Überstunden schiebe, die ich dann in den Herbstferien abbaue (6 Tage habe ich jetzt schon zusammen) oder halt die Schüler hinhalte und in den Herbstferien korrigiere. In beiden Fällen habe ich keinen Urlaub. Wie sollte ich da also eine Kur machen? Wenn ich die Kur in den Ferien mache, dann muss ich vorher und hinterher massiv Überstunden schieben, die ich in den Ferien nicht abbauen kann. Ich schiebe also bis mindestens Weihnachten. Zwischen Herbst- und Weihnachtsferien kommen aber neue Überstunden hinzu, so dass die Weihnachtsferien nicht ausreichen. Der Rattenschwanz setzt sich fort, mit dem Ergebnis, dass ich nicht auf 30 Tage Urlaub komme.

    Vielleicht klappt das ja für Grundschullehrer, aber nicht für doppelte Korrekturfachlehrer an Gymnasien und Gesamtschulen. Schau bitte mal über den Tellerrand.

    Also auch wenn ich 2 Wochen fehle, habe ich exakt die gleiche Anzahl an Korrekturen wie immer. Ich könnte ja auch 2 Wochen Grippe haben statt auf Kur zu fahren. Die Anzahl geschriebener Klausuren bleibt immer exakt gleich.

    Wie kommst du nur auf die Idee, das würde sich dadurch verringern?

    Wenn ich 12 Wochen Ferien habe, davon die 6 Wochen mir zustehenden Urlaub abziehe und dann noch 3-4 Wochen Kur (hast du selbst geschrieben), dann habe ich maximal 2-3 Wochen zum Überstundenabbau. Das reicht mir mit 2 Korrekturfächern vorne und hinten nicht! Ich brauche IMMER mehr. Ich schaffe es seit 20 Jahren immer so gerade meine 30 Tage Urlaub zu nehmen. Da ist nie auch nur ein extra Tag übrig.

    Noch mal: Wenn ich ins KH muss oder Influenze habe und 3 Wochen fehle, dann habe ich trotzdem nicht weniger Überstunden, denn die Arbeit bleibt ja in der Zeit einfach liegen. Was verstehst du daran nicht?

    Wenn es medizinisch notwendig ist, dass die Kur sofort beginnt, muss sie in NDS nicht in den Ferien liegen.

    Ansonsten ergibt es natürlich aus Sicht des Dienstherrn Sinn. Sonst hättest Du unter Umständen 6 Wochen Sommerferien, 6 Wochen Kur bist dann 2 Woche im Dienst und dann 2 Wochen in den Herbstferien. Dass der Dienstherr möchte, dass Du einen Teil der Kur in die Ferien legst, ist da nachvollziehbar. Ohne Unterricht brauchst du auch keine Ferien für Überstundenabbau, Korrekturen oder Unterrichtsvorbereitung. Wie gesagt aus Sicht des Dienstherrn.

    Eine Kur dauert normalerweise 3 Wochen. Wenn ich die jetzt in die Sommerferien lege, baue ich doch genauso viele Überstunden auf wie sonst immer? D.h. ich habe effektiv 3 Wochen weniger Urlaub.

    Und es ist unwahrscheinlich, dass eine Kurklinik exakt 1,5 Wochen in den Ferien und 1,5 Wochen nach den Ferien anbietet. Da wäre man ja auch einen einzigen möglichen Anfangstag festgelegt.

    Und du glaubst, dass es da möglich wäre, eine passende Kurklinik noch in diesem Jahrzehnt zu finden?

    Ein anderer AN muss auch nicht seinen Urlaub dafür hernehmen. Ich hatte noch nie mehr als 6 Wochen Urlaub im Jahr. Alle anderen Ferien wurden zum Arbeiten / Korrigieren benötigt und/ oder zum Überstundenabbau.

    Warum sollte man dem AG Urlaubstage schenken, nur, weil es ihm besser passt? Machen anderen AN doch auch nicht. Denn natürlich, es passt JEDEM AG besser, wenn der Angestellte das in seinem Urlaub macht.

    Noch etwas zum Thema außerhalb der Ferien:


    Es kann ja bei psychischen Erkrankungen, insbesondere Überlastungssituationen durchaus sein, dass man für sich feststellt, dass die Ferien nicht ausreichen, um wieder genügend Kraft zur Weiterarbeit zu sammeln. Eine Alternative wäre eine bloße Krankschreibung. Die andere eine Kur. Denn wenn man nur den Urlaub gegen eine Kur austauscht, hat man ja nichts gewonnen.

    Ich z.B. würde immer normalen Urlaub- also wegfahren- einer Kur vorziehen. Da kann ich mich viel besser erholen. Eine Kur in den Ferien käme für mich nicht in Frage.

    Nicht jeder, der eine Kur außerhalb der Ferien macht, handelt berechnend oder böswillig.

    Ich werfe mal noch 2 Aspekte ein, warum man das außerhalb der Ferien bucht:

    1. Auch der Partner hat ein Anrecht auf ERHOLSAMEN Urlaub. Wenn er jetzt wegen der Kur gar nicht oder nur alleine mit den Kindern in den Urlaub kann, ist das unfair. Und vielleicht produziert man da gleich den nächsten Krankheitsfall.
    2. Nicht alle Menschen bekommen in den Ferien Urlaub zur Betreuung von möglicherweise weiteren Kindern. Wie soll das dann funktionieren?

    Na ja, wir machen SM halt 2x in der Q-Phase, mehr geht eh nicht: die erste Klausur ist ganz ohne weitere Kompetenz, die 2. HV, die dritte eine mündliche Prüfung, die 4. SM, dann in Q2 noch 1x HV und 1x SM.

    Wenn wir jetzt die 2. SM noch wegkürzen würden, hätten wir jetzt nicht so extrem viel gewonnen, aber die Schüler hätten weniger Übung für das Abitur, weil man ja dann auch die Unterrichtsreihe auf HV ausrichtet und viel weniger SM übt

    Sprachen sind natürlich megaätzend. da muss man den Spielraum wirklich mit der Lupe suchen, aber es ist nicht so, dass jede Klausur vorgegeben ist. Die Höchstgrenze an Hörverstehen und Sprachmittlung ausreizen, Aufgabe 3 erst in Q2.2 mit Wahlmöglichkeit, 2 statt 6 Inhaltskriterien, auf Fehlerquotient verzichten, nur W, G, R und Z und eben das "schrittweise anpassen" sehr wörtlich auslegen bei Textlänge und Zusammenfassung von Aufgaben. da brauchts halt ne mutige Fachschaft. (ich unterichte die Fächer selbst nicht, aber ne Freundin ist Mitglied einer solchen mutigen Fachschaft.

    nein, Du hast mich missverstanden: ich empfahl eine Intervention, wenn man ausschießlich (also sein komplettes Deputat) in der Q2 und der 10 parallel eingesetzt wird.

    Aber auch dieses die Höchstgrenze an HV und SM ausreizen ist ja irgendwie eine Farce.

    Man muss es ja in jeder Klausur machen. Vorschrift ist ja Schreiben-/ Leseverstehen integriert + Abprüfen einer weiteren Kompetenz, also entweder HV oder SM. Lediglich die allererste Klausur darf davon abweichen.

    Was genau soll man jetzt ausreizen???

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