Und? Nicht alles was angewiesen wird ist rechtens und verhältnismäßig. Remonstrieren geht immer.
Du schriebst von 12,5 Stunden die auszugleichen seien. Wenn du eine halbe Stelle hast entspricht das einer Dienstzeit von 20,5 Stunden. Dann hättest du in einer Fahrtenwoche 33 Stunden gearbeitet? Nach 3 Tagen — wette ich — bist da drüber hinaus.
Ja, du meintest etwas anderes. Es ging dir von der Umstellung von halber auf ganze Stelle. Aber, auch da wette ich, mit den 41 Stunden einer ganzen Stelle kommst du bei einer fünftägigen Fahrt auch nicht hin. Na, wie lange dauert so ein ganzer Tag vom morgendlichen Wecken, bis die kleinen Rackerinnen im Bett sind?
Deine Dienstherrin hat dich mit einer Vertrauenarbeitszeit ausgestattet. Du solltest ihr Vertrauen nicht missbrauchen, indem du Überstunden anhäufst, die du nachher nicht abgebaut kriegst. Ich bin mir auch nicht sicher, ob eine dahingehende Weisung, also eine solche, die in der betreffenden Woche eine mehr als Verdoppelung der vereinbarten Arbeitszeit vorsieht. Rechtlich bestand haben wird.
Das erfährt man natürlich nur, wenn man es darauf ankommen. Wenn man sich mit „die SL sagt“ und „es wird erwartet“ zufrieden gibt, besteht die Chance das man zum Spielball wird. Merke: sie machen es mit denen, die es mit sich machen lassen.
Wenn ich Weisung zu einer Fahrt bekäme, fragte ich nach einem Dienstplan. Wenn da ein Tag mit mehr als 10 Stunden dabei wäre, hätte ich schon mal ein Packende.
Wäre ich zur Planung einer Fahrt verpflichtet, stellte ich natürlich auch einen Dienstplan auf. Und da hätte niemand mehr als 8 Stunden täglich. Und sicher die vorgesehene Pause.
Und natürlich bäte ich um die amtsangemessene Unterkunft. A14 und Jugendherberge passt nicht.
Ich ginge auch nicht in Vorleistung, was die eigenen Fahrtkosten anbetrifft.
Usw.
Es gibt genug Stellen, an denen man drehen kann.
Es ist immer das gleiche Spiel. Ein paar Unverbesserliche wollen unbedingt, dass gefahren wird. Der Ärger und die Arbeit bleibt an anderen hängen, aber die rühmen sich ob des geilen Konzepts.
Zu einem Konzept gehört halt auch eine entsprechende Personalplanung. An der hapert es meist. Das soll dann durch Bossing und andere unlautere Maßnahmen ausgeglichen werden. Nicht mit Leo, wir leben in einem Rechtsstaat.