Es ist ja auch der mit gewaltigem Abstand schlimmste Teil unserer Profession: Psychisch und physisch komplett zermürbend... nach einem Korrekturmarathon von zwei, drei vollen Arbeitstagen f0hle ich mich nicht lediglich erschöpft, sondern finde moch in tiefster Depression wieder...
Und: Es wird immer mehr. Nicht, dass ich hier in manchen Jahren ohnehin pro (zusamnenfallendem) Klausur-/Klassenarbeitstermin bei einer dreistelligen Anzahl an Arbeiten lande, diese werden auch immer zeitaufwändiger in der Korrektur, obwohl ich über die Jahre immer effizienter geworden bin.
Einmal ist dies den immer weiter ausartenden Prüfungsformaten (bei mir insb. in Englisch: ZP10; neues Abitur etc.) geschuldet.
Andererseits werden die Schüler immer schlechter und es fehlt an basalsten Kenntnissen der Textrezeption und -produktion. Habe ich bspw. in meiner Anfangszeit eine GK-Klausur von ca. zwei Dutzend Schülern noch am Klausurtag problemlos durchkorrigiert bekommen, bremst es mich mittlerweile enorm (ggf. 45 bis 60 Min. pro Einzelfall), dass bis auf die zwei, drei 'Einhörner' pro Jahrgang das Gros der Schüler in quasi j-e-d-e-m einzelnen Satz mehrere(!) sorachliche Fehler macht (vom Schrixtbild gsnz zu schweigen). Die Arbeiten sind von oben bis unten rot... und trotzdem schtestenfalls irgendwie "befriedigend"... da kommt also noch Frustration zur sonstigen Belastung hinzu.
Meine Konsequenz:
Keine fakultativen Tests, in der Sek I möglichst miultiple-/single- choice-Aufgaben, Lückentexte etc.
Und wenn die KI bald so will wie ich, erledigt die die ganze Arbeit.