Zu kritisch mit Kollegen?

  • Zum Halbjahr gehts ja nicht um Versetzungen, also vielleicht sind die Konferenzen ja tatsächlich nicht zwingend nötig und die Schule der TE handhabt es ebenfalls sehr pragmatisch und mit minimalem Arbeitsaufwand.

    Nein, darum geht es zum Halbjahr nicht, wohl aber darum, ob z. B. bei SuS die Versetzung (bei mehrjährigen Bildungsgängen) oder der erfolgreiche Abschluss des Bildungsgangs durch schlechte Halbjahresnoten gefährdet oder gar ausgeschlossen ist und diese SuS dementsprechend eine "Gefährdungsmitteilung" erhalten. Darüber beschließen wir u. a. auf den Halbjahreszeugniskonferenzen.

    Außerdem hat die TE ja gar nicht von Halbjahreszensurenkonferenzen gesprochen, sondern sie schrieb allgemein:

    Also, eine Zeugniskonferenz kenne ich nicht.

    und das kommt mir halt einfach merkwürdig vor, dass jemand, der/die - wie es bei der TE m. E. der Fall ist - nun schon längere Zeit im Schuldienst ist, noch nie an einer Zeugniskonferenz teilgenommen hat.

    Aber sei's drum. Das war ja nicht das Ausgangsproblem dieses Threads.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • In Ergänzung zu Frosch, der ja bereits aus Schulleitungssicht geschrieben hat:

    Falls es bei mir KollegInnen gäbe, die so vorgehen wie von der TE beschrieben, würde ich das wissen wollen, weil ich dann aus zweierlei Gründen intervenieren muss.
    Erstens muss ich mich als Schulleitung darauf verlassen können, dass solche zentralen Abläufe funktionieren (und nicht durch Kindergartenverhalten torpediert werden.)
    Zweitens ist ein solches Verhalten einzelner Mitglieder innerhalb des Kollegiums auch mittelfristig Gift für die Arbeitsatmosphäre im Gesamtkollegium - mit entsprechenden Folgen.

    Dann muss ich die - in diesem Fall - betroffene Kollegin unterstützen und basierend auf den vorliegenden Fakten dann auch auf die anderen unprofessionell agierenden KollegInnen einwirken.

    Wenn ich das als Schulleitung nicht mache oder es kein anderweitiges Korrektiv geben sollte, dann trage ich dazu bei, dass solche Vorkommnisse früher oder später allen Beteiligten das Leben erheblich erschweren.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • ...

    Wenn ich das als Schulleitung nicht mache oder es kein anderweitiges Korrektiv geben sollte, dann trage ich dazu bei, das solche Vorkommnisse früher oder später allen Beteiligten das Leben erheblich erschweren.

    Ist aber auch nicht gerade eine große Erkenntnis. Wie schrieb Andreas123 in einem anderen Thread sinngemäß? Die sollen ihn mit ihrem Kinderkram in Ruhe lassen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es an kleinen Privatschulen noch schlimmer sein kann, weil dort der Schulleiter nicht unbedingt eine Lehrkraft ist, ggf. Eltern im Vorstand mitmischen usw.

    Mich würden aber auch noch die Antworten von FrauHase auf die genauen Zusammenhänge interessieren.

  • Welchen Status hast Du ?

    Seiteneinsteiger / Quereinsteiger ?

    Noch in Ausbildung ? Ref ?

    Den Hinweis von der SL, dass Du Dir ein dickes Fell zulegen solltest, finde ich deplatziert - tendenziell unverschämt. Dein Status ist bei Licht betrachtet sekundär - solches Verhalten muss man sich schlicht nicht bieten lassen.

    Ich würde nochmals um ein dringendes Gespräch mit der SL bitte - bei ausbleibendem Erfolg den Personalrat einschalten und wenn auch das nicht hilft, wendest Du Dich an die Dienstaufsicht. Die SL ist verpflichtet, Dir zu helfen. (Fürsorgepflicht)

  • Wenn die SL nichts machen will, auf jeden Fall Personalrat einschalten. Ansonsten weiter an die Schulaufsicht eskalieren

    Wichtiger Hinweis als Kontext: Der PR ist nicht direkt für Streitigkeiten zwischen Kollegen verantwortlich, er vertritt die Kollegen "nach oben", unter dem Stichwort "Schulfrieden" ist das hier aber natürlich durchaus ein Thema für ihn. Nur, er muss nicht selbst mit dem Kollegen reden, er muss aber dafür Sorgen, dass der Schulleiter seinen Job macht und sich den Kollegen mal vornimmt.

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