Na klasse, auf solche Kollegen (m/w/d) kann man auch verzichten. Teamarbeit funktioniert eben nur, wenn sich alle an Vereinbarungen halten und das war in diesem Fall "Noteneingabe bis Tag X, Y Uhr.", sogar mit Erinnerungsmail - löblich. Hätte jemand ein Problem mit der Fristeinhaltung gehabt, hätte sich die Person sicher gemeldet. Dieses Szenario scheint auch nicht eingetreten zu sein.
Das Problem: Du bist nicht die Führungskraft der Kollegen (m/w/d), kannst sie also nicht sanktionieren für ihr anti-kollegiales Verhalten. Das steht dir nicht zu. Gleichzeitig würde ich davon abraten, den Kollegen (m/w/d) solange am Rockzipfel zu hängen bis sie irgendwann reagieren und ihre Daten zur Verfügung stellen. Das kostet dich nur unnötig Stress und das sind oft Kollegen (m/w/d), die schon zu Schul- und Unizeiten sämtliche Extrawürste bei Präsentationen und Abgaben bekamen und dadurch lernten, dass sie damit durch kommen.
Nee, irgendwann muss dieses Muster durchbrochen werden. Die Vereinbarungen waren klar und wenn erwachsene Kollegen (m/w/d) nicht in der Lage sind, sich daran zu halten, arbeitest du mit den Daten, die dir zum Ende der Frist hin zur Verfügung stehen.
Gerne an der Stelle die Info an die Schulleitung, dass du deinen Job erledigt hast, aber trotz Erinnerungsmail Daten der Kollegen (m/w/d) X, Y und Z nicht vorlagen und du daher die Bemerkung "Note nicht erteilt" hinterlegt hast. Du solltest dann aus dem Schneider sein. Eine gute Schulleitung wendet sich dann an X, Y und Z und macht ihnen Feuer, auf dass sie bei der nächsten Gelegenheit ihre sieben Sachen auch tatsächlich beisammen haben. Eine schlechte Schulleitung lässt dich die Zeugnisse noch 5x schreiben bis dann auch Z als Allerletzte/r die Noten mal wieder viel zu spät eingereicht hat, aber dann weißt du auch, woran du bist - auch weil es spätestens dann Zeit für ein Grundsatzgespräch wird.