Beiträge von Mara

    Kennst du die Bilderbücher

    Blöde Ziege, dumme Gans

    Und

    So war das. Nein so! Nein so!

    Die eignen sich finde ich gut, um sie in der Klasse mit allen zu lesen und die Problematik der unterschiedlichen Wahrnehmungen auch den Kindern klar zu machen.

    Bei Streitigkeiten dann immer jeden Beteiligten ohne Unterbrechung erzählen lassen und dann noch Nachfragen stellen und zusammen fassen.

    Und dann üben miteinander zu sprechen. Oft geht es ja um Missverständnisse und Fragen oder Nachfragen würden oft schon helfen zu verhindern, dass der Streit groß wird.

    Fragen: An welcher Stelle hättest du etwas anders machen können und was? Konkret üben und formulieren lassen, was das Kind hätte sagen können.

    Na ja, es gibt immer Durchsetzungsstarke , die sich teuer verkaufen (können) und Gutmütige, die bei sowas eher eher nachgeben. Insofern weiß ich nicht, ob es wirklich fairer ist zudem einige,die dann das gesamte Schuljahr über Zeit investiert haben vermutlich trotzdem leer ausgehen. Da fände ich es fairer das vorher zu wissen, ob ich dafür eine Entlastungsstunde bekommen würde, wenn ich eine zusätzliche Aufgabe übernehme.


    Und erlauterst du nochmal deine Meinung zu Grundschullehrern und A13, was deiner Meinung nach nicht zusammenpasst oder fehlen dir Argumente?

    Was Fairness angeht hinkt es immer noch. Bis jemand das Gehalt als Schulleitung bekommt, dauert es. Die Monate bis Jahre bis das durch ist sieht derjenige keinen Cent mehr als vorher. Dann die ganzen Leute, die Zusatzaufgaben übernehmen und auf Beförderung warten. Die arbriten auch mehr und bekommen ihre Gehaltserhöhung erst (vielleicht ) irgendwann später . Und auch so gibt es jede Menge Ämter, die nicht extra entlohnt werden, aber ordentlich Zeit kosten.

    Sehr absurd finde ich es auch, wenn die dienstälteste Lehrkraft die Schulleitungsaufaben VORÜBERGEHEND (was in der Praxis Monate bis Jahre bedeutet) übernehmen MUSS (weil die Schulleitung aus irgendeinem Grund ausfällt und es leider keine Stellvertretung gibt) und dafür selbstverständlich keine Gehaltserhöhung oder auch nur Zulage bekommt. Lauter Ungerechtigkeiten.

    Aber dass nun alle Lehrkräfte A13 bekommen ist nur fair (da Studiendauer und Umfang schon seit vielen Jahren gleich ist).

    Mit den Kleinen habe ich auf einer Klassenfahrt NIE einfache Aufsichtsverhältnisse. NIE! Anders als im Unterricht sitzen sie bei der Klassenfahrt doch nie zusammen in einem Raum, abgesehen vom Essen, aber dabei wird auch sehr viel Hilfe benötigt und es sind dann ja sowieso zwangsläufig alle Aufsichtspersonen mit dabei, weil sie ja auch was essen wollen.

    Das mag ein wenig anders sein, wenn man mit Programm bucht (was wir eigentlich nie tun, unter anderem um Geld zu sparen), aber einmal hatten wir was mit Programm, aber das ging dann nur eine Stunde und war für die Hälfte der Kinder (Bogenschießen), so dass sich da auch keine Aufsichtsperson einsparen ließ.

    Von nur 10 h Arbeitszeit auf einer Klassenfahrt würde ich träumen! Ich schlafe im Schnitt auf Klassenfahrten zwischen 2 und 6 Stunden pro Nacht und bin hauptverantwortlich zuständig für 24 bis 28 6- bis 8 Jährige während der kompletten Tage. Selbst wenn ich es da hin kriegen würde, eine Stunde pro Tag echte Pause zu haben (weil meine Kollegin alleine betreut) würde das die Arbeitszeitbilanz nicht retten können.

    Das sehe ich komplett anders und habe das Gefühl du verklärst Klassenfahrten bzw. die Arbeitszeiten.

    Ich weiß ja nicht, wie bei euch die Nachmittagsbetreuung organisiert ist, aber Fakt ist, dass dafür eben nicht eine Person als Aufsicht pro Klasse reicht. Genauso beim Essen. Dafür sind zumindest bei uns in NRW im Rahmen der OGS immer mindestens zwei Personen vorgesehen. Es ist sogar so, dass sie -egal wie wenig Kinder in Randzeiten zu betreuen sind - nie alleine mit den Kindern sein dürfen. Warum sollte ich mir dann einreden, dass jede Person mehr als eine als Aufsicht im bei Klassenfahrten Luxus wäre und ich dann eigentlich keine echte Arbeitszeit sondern entspannte Zeit hätte? Es ist und bleibt Arbeitszeit!

    Tatsächlich gibt es zunehmend Eltern, die (gerne kurz) vor der Fahrt noch Bedenken haben und einen Gesprächstermin haben möchten, um z.B. mitzuteilen, dass ihr Kind nachts noch Windeln trägt oder sonstige Besonderheiten hat. Diese ganzen Gespräche (ich bin mir sicher ihr kennt das: Beim Elternsprechtag gibt es bei uns 15 Minuten Gesprächsslots, aber jedes Sondergespräch mit einzelnen Eltern zwischendurch dauert gerne direkt mal 45 Minuten ) hauen zusätzlich rein in das Zeitbudget. Denn gab es früher durchschnittlich vielleicht ein solches Gespräch, so gibt es mittlerweile durchschnittlich eher fünf.

    Ich finde die Gründe dafür, dass Klassenfahrten unbedingt Pflicht sein müssen, ehrlich gesagt nicht besonders überzeugend. Man kann auch freiwillige Schulfahrten anbieten, die dann je nach Interessenslage entweder wahrgenommen werden oder nicht. Da fahren dann sowohl Lehrer als auch Schüler mit, die das wollen und auch Spaß an der Sache haben.

    Kann ich vollkommen nachvollziehen, aber die BASS in NRW sagt eindeutig anderes:

    In das Fahrtenprogramm sind vorrangig Schulfahrten mit allen Schülerinnen und Schülern einer Klassen- bzw. Jahrgangsstufe aufzunehmen.


    Sie werden grundsätzlich im Klassenverband bzw. im Kursverband durchgeführt. Gemäß § 43 Abs. 1 SchulG sind Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme verpflichtet. Auf Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen ist bei der Gestaltung Rücksicht zu nehmen, damit auch für sie die Teilnahme möglich und zumutbar ist. In besonderen Ausnahmefällen ist gemäß § 43 Abs. 4 SchulG eine Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme möglich. Ein entsprechender Antrag ist von den Eltern schriftlich zu begründen. Bei mehrtägigen Veranstaltungen wird die Befreiung erteilt, wenn die Eltern auch nach einem Gespräch über Ziele und Inhalt der Klassenfahrt aus religiösen oder gravierenden erzieherischen Gründen bei ihrem Antrag bleiben.

    Schülerinnen und Schüler, die von der Teilnahme befreit sind, besuchen den Unterricht einer anderen Klasse oder eines anderen Kurses. Ist dies nicht möglich, werden ihnen unterrichtsbezogene Aufgaben gestellt.

    https://bass.schule.nrw/288.htm

    Mara , Klasse 1 finde ich persönlich auch sehr früh. Auch hier: wenn das Kind große Ängste hat, dann wird es natürlich nicht gezwungen. Aber vielleicht schafft man im Gespräch Bedingungen, dass es zumindest den Versuch wagt. Und wenn es abgeholt werden muss, ist es keine Schande, sondern man kann feiern, dass es sich getraut hat und vielleicht dann nicht krank spielen muss, sondern in der 3b willkommen ist.

    (Mit dem Krankmelden vermitteln die Eltern ihm ja wieder, dass es arm dran sei, statt ihm mit seinen Ängsten zu helfen.)

    Ich bin auch eher klassenfahrtenskeptisch. Aber es sind halt doch bleibende Erinnerungen. Und seit mein Kind schlecht gelaunt hingefahren und total happy zurückgekommen ist, bin ich milder gestimmt. Seine Klasse hat sich richtig gut als Gruppe gefunden auf dieser Tour, obwohl sie sich schon ein paar Jahre kennen.

    Bei uns an der Schule steht es im Schulprogramm, dass auch in Klasse 1/2 gefahren wird.

    Natürlich "bearbeiten" wir dann skeptische Eltern und ängstliche Kinder, dass die Kinder es zumindest versuchen. Und meistens klappt es ja auch. Und natürlich haben viele Kinder tolle bleibende Erinnerungen. Aber die Dankbarkeit der Eltern hat mit den Jahren spürbar abgenommen (in den ersten Jahren gab es beim Wiederkommen oft Blumen, Pralinen und vor allem ehrlich gemeintes Dankeschön von den Elternvertretern). Das ist in den letzten Jahren immer weniger geworden Dafür gibt es nun immer mehr Eltern, denen alles mögliche nicht passt oder Sachen, die eingefordert werden und eben meist kaum noch Wertschätzung beim Ankommen nach zwei durchwachten Nächten.

    (Eines meiner eigenen Kinder war auch sehr ängstlich und ist zum Glück auch erst in Klasse 4 auf Klassenfahrt gefahren und ich habe einiges unternommen, um nein Kind zu stärken, dass es das schafft. Bei meinen anderen beiden Kindern war das nie Thema und sie sind tatsächlich auch schon in Klasse 1 und Klasse 2 gefahren und hatten einfach eine gute Zeit. Aber verutlich hätten sie auch eine nicht (viel) weniger schöne Grundschulzeit ohne diese Fahrten gehabt.)

    Ja, ich kenne es auch, dass Kinder nicht mitkommen sollen/wollen und im Endeffekt "krank" sind. Auch Kinder, die aufgrund von Heimweh von Klassenfahrten abgeholt wurden und dann in eine andere Klasse gehen sollen solange ihre eigene noch auf Klassenfahrt ist sind in der Regel dann plötzlich "krank".

    Ist leider so und Arrestpflicht gibt es bei uns in der Regel nicht.

    Besonders ärgerlich finde ich es auch bei BuT Kindern, wo unsere Sekretärin alles regelt damit sie mitfahren können und dann kommen sie einfach nicht.

    Vielleicht wäre es ehrlicher, wenn es keine Pflicht wäre. Aber ich fürchte, dass dann mind. ein Drittel bis die Hälfte nicht mitfahren würde (zumindest in Klasse 1/2) und so viele Kinder in anderen Klassen unterbringen wäre auch schwierig (es sei denn man setzt darauf, dass sie dann "krank" sind). Schwieriges Thema. Dafür gibt es mindestens genauso so viele Eltern, die Klassenfahrten vehement einfordern. Also wenn sie ganz gestrichen würden, gäbe es ein Riesentheater von Seiten einiger Eltern. Auch einige meiner Kollegen sind ganz versessen auf Klassenfahrten. Ich für meinen Teil könnte da gerne drauf verzichten. Bei Klassenfahrten läuft so viel falsch (Arbeitszeiten, Geldgeschichten...) und es kostet so viel Zeit und Kraft, dass ich mir sicher bin, dass es in keinem guten Verhältnis zum Output steht.

    Total unpopulär, aber wie wäre es, dem Kind einen Schlüssel in die Hand zu drücken und die Mikrowelle zu erklären? Funktionierte bei uns ab Klasse 3 ganz prima.

    Ja, auch das kann für manche Kinder prima funktionieren. Besser als ein Zwang die ganze Zeit im trubeligen Schulgebäude abhängen zu müssen.

    Das können die Eltern entscheiden. Ich finde es jedenfalls gut und richtig, wenn sie das entscheiden dürfen und nicht gezwungen werden, dass ihr Kind bis nachmittags um 16 Uhr in der Schule sein muss, weil Ganztagsschule für alle verpflichtend wird.

    (Natürlich wäre es toll, wenn es mehr gute Optionen gäbe. Bei mir aus der Klasse ist ein Kind mal in eine Intensiv Tagesgruppe gewechselt, weil OGS in der Schule nicht machbar war. Manche Eltern können es vielleicht tageweise leisten, dass die Kinder direkt nach dem Unterricht nach Hause kommen oder von Oma abgeholt werden oder oder. Immer mehr Kinder bekommen auch einen Pflegegrad und teilweise arbeiten die Eltern von besonderen Kindern extra nicht Vollzeit. Oder arbeiten im Home-Office und können mit dem Kind Mittagspause machen und das Kind macht dann erstmal eigene Sachen bis ein Elternteil mit der Arbeit fertig ist. Viele Kinder brauchen keine Animation sondern einfach erstmal Ruhe nachdem sie aus der Schule kommen).

    Was Ganztag angeht , so zeigt sich doch immer deutlicher, dass das für viele Kinder und Jugendliche gar nicht machbar ist. Gerade für neurodivergente Kinder ist schon die Unterrichtszeit am Vormittag oft anstrengend genug bzw. eigentlich zu anstrengend. Dann noch Nachmittage mit so vielen anderen Kindern und quasi ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten. Ich sehe absolut nicht, dass es sinnvoll wäre Ganztagsschulen für alle verpflichtend zu machen. Weder Gebäude noch Personal gäben das auch nur ansatzweise her.

    Das Toilettenthema ist komplex und es gibt keine einfachen Lösungen für saubere Toiletten.

    Das eine ist mehr Kontrolle und Reinigung, je nachdem in Verbindung mit Kosten ,(Toilettenlisten, Toilettendienste, Toilettenpersonal zur Überwachung und Reinigung,vein bisschen vergleichbar mit den kostenpflichtigen Toiletten a la sanifair).

    Das andere ist Erziehung von zu Hause und in der Schule und Konsequenzen.

    Dann die baulichen Zustände (es sollte z.B. keine Fugen geben bzw müssen Fugen versiegelt sein, um Geruchsbildung vorzubeugen)

    Dann sollte auf der Toilette alles vorhanden sein, was es braucht, um dort sein Geschäft zu erledigen und um ggf die Toilette in ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen (Toilettenpapier, Klobürste, Desinfektionsspender).

    Das alles zusammen kann und würde die Situation deutlich verbessern.

    Es gibt Kinder, die absichtlich Mist bauen, es gibt Kinder, die ungeschickt sind und auch welche, die verzweifelt sind.

    Und so Verschmutzungen potenzieren sich halt oft. Dem ersten geht vielleicht aus Versehen ein Tropfen auf die Klobrille, der nächste mag dich dann nicht mehr hinsetzen und hockt sich über die Toilette und ups geht viel daneben oder nutzt ganz viel Papier, um sich was zum Hinsetzen zu bauen, dann verstopft die Toilette etc.,

    Ich bin mir nicht sicher, dass es zu den "normalen" Aufgaben des Reinigungspersonals gehört, absichtlich daneben verrichtete Notdurft zu beseitigen.


    Genau das! Dafür ist weder Zeit eingeplant noch passende Ausrüstung vorhanden (anderswo wie in Dixieklos oder an Autobahnen würde sowas weggekärchertund gleich die Wände mit abgespritzt).

    Nicht umsonst stinkt es in Schulklos meist so extrem. Wer einmal gesehen hat wie dort die Böden "gewischt" werden weiß Bescheid. Und ich bin mir sehr sicher, dass die Wände nicht standartmäßig mit gesäubert werden. Das Zeitkontingent ist sehr begrenzt, ebenso die Ausrüstung. Den Putzleuten lässt sich da kein Vorwurf machen.

    Es handelt sich in meinen Augen um eine entwürdigende Strafe. Das ist für mich das Entscheidende.

    Natürlich geht das gar nicht, aber angesichts dessen, dass die Lehrkraft selbst mitgeholfen hat schien sie es nicht als entwürdigende Strafe zu empfinden.


    Und das Toilettenthema ist sowieso speziell: Was ist mit den (schlecht bezahlten) Reinigungskräften, die das ansonsten erledigen? Ist das für sie nicht erst recht entwürdgend?

    Es gibt aber auch Schüler:innen, die konsquent jede Klausur im defzitären Bereich schreiben, trotzdem steht dann - durch die Somi - Leistung - auf einmal eine relativ gute Note auf den Laufbahnbescheinigungen (also nicht nur 5 P).

    Aber wie kann die Somi Leistung bei so vielen so extrem viel besser sein als die Klausurergebnisse? Das geht ja eigentlich auch nur, wenn die Lehrkraft sehr viel mehr Wert auf Quantität als auf Qualität legt. Der Inhalt des Gesagten muss doch gut sein, es darf nicht sein, dass jemand eine gute Somi Note nur fürs Labern bekommt. Bei Hausaufgaben und Referaten ähnlich. Dann muss die Lehrkraft durch gezieltes Nachfragen raus bekommen, ob es wirklich verstanden oder nur mittels KI geschrieben wurde.

    Aber im Ausgangspost ist ja eine andere Situation beschrieben. Dort findet ja anscheinend Musikunterricht statt und das Singen ist tatsächlich zusätzlich (aber während der Unterrichtszeit und für alle verpflichtend). Dann vielleicht tatsächlich unter "Bemerkungen" ein Satz dazu.

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