Beiträge von Mara

    Spätestens zum Halbjahr würde ich mit den Eltern in Kontakt treten. Kurz vor den Sommerferien damit zu kommen, dass das Kind besser wiederholen sollte, ist eher ein unglücklicher Zeitpunkt. Dann muss das Kind nochmals die Einschulung und die Anfangswochen mitmachen, obwohl es diese Dinge meist auch schon kann. Bei uns wiederholen Kinder am häufigsten in der zweiten Klasse nach den Herbstferien oder um Weihnachten, wenn die Erstklässler auch schon ein paar Buchstaben können.

    Ja, mit den Eltern jetzt erst zu reden ist schon sehr kurzfristig. Bei uns wird sowas in der Regel im März beim Elternsprechtag angesprochen und dann gibt es im Mai/Juni nochmal ein Gespräch, wo es dann ggf. fix gemacht wird.

    Bei uns ist der Rücktrittszeitpunkt oft nach den Herbstferien, aber je nachdem ist es auch genau gut, wenn das Kind direkt nach den Sommerferien erneut startet, denn dann dass es sich schon auskennt mit den Abläufen und schon ein paar Buchstaben kennt kann ein Vorteil sein. Das kann dem Selbstbewusstsein des Kindes ziemlich gut tun und auch für die Freundschafteb ist es gut von Anfang an in der neuen Gruppe dabei zu sein.

    Bei Kindern, die einen Unterstützungsbedarf haben oder sehr wahrscheinlich bekommen werden und daraufhin zieldifferent unterrichtet werden, muss man überlegen, ob eine Wiederholung sinnvoll ist, wenn das Kind auch dann nicht zielgleich unterrichtet wird.

    Zumindest in NRW muss ein Kind im dritten Jahr in der Schuleingangsphase sein, damit man ein AOSF Lernen eröffnen kann. Ansonsten geht es bei uns gar nicht.

    Dass eine Wiederholung des 1.Schuljahres dazu führt, dass das Kind danach super durch die Schullaufbahn kommt ist meiner Erfahrung nach eher selten. Meist ist es so, dass es auch danach holprig bleibt oder sogar eben auf Förderbedarf Lernen hinausläuft. Aber natürlich gibt es Fälle, in denen die Kinder einfach mehr Zeit brauchen und es dann gut läuft.

    So oder so ist es die richtige Entscheidung zu wiederholen, wenn die Grundlagen fehlen. Wenn ein Kind am Ende von Klasse 1 noch unsicher mit den Buchstaben ist, Laute nicht sicher heraushören kann, sich noch kein Wort erlesen kann, in Mathe noch keine Mengen erfassen kann, die Zahlzerlegung nicht verstanden hat etc. , dann macht es keinen Sinn so in Klasse 2 weiterzugehen.

    Ja, die kenne ich auch. Im Erstklässlerbuch gab es eine Seite mit Reimen zu den Verdopplungsaufgaben 1+1, 2+2 etc. Und im Zweitklässlerbuch eine Seite zu den Quadratrechnungen.

    Wirklich gut waren die Reime nicht (1+1=2 Die Henne legt ein Ei etc. immerhin gab es passende Bilder dazu. Manchen Kindern hilft es , anderen eher nicht.

    Um mal den Querverweis zu einem parallel geführten Thema herzustellen: Was natürlich auch eine Möglichkeit wäre, statt dass Eltern oder die Klassenleitung die Klassenkasse führen, wäre dass alle Klassenkassen über die Sekretariatsfachkraft bzw. Schulverwaltungsassistenz geführt werden. Hier liegt zumindest im Schulkosmos die fachlich größte Qualifikation in Sachen Verwaltung und Organisation von Geldern.

    Die Lösung fände ich am besten. Auch für Klassenfahrten, Projekte etc.

    Sieht unsere Sekretärin leider nicht so, denn Zeit und ein passndes Konto dafür hat sie auch nicht.

    Daraus ist ja direkt eine große Diskussion geworden. Bei mir an der Schule hat jede Klasse eine Klassenkasse. Es wäre mir sehr recht, wenn ein Elternteil diese verwalten würde, aber das war bisher nur in einem Schuljahr der Fall.

    Noch lieber wäre mir, dass eine Klassenkasse gar nicht nötig wäre, weil offizielles Geld vorgesehen wäre, um Bastelmaterialien, Hefte, Taschentücher etc. Zu kaufen oder Ausflüge zu bezahlen. Ist aber eben nicht so. Die Eltern jede Sache selbst besorgen und die Kinder ihre Pappe, ihren Draht, das Transparenzpapier für die Laterne, die Hefte in der richtigen Lineatur etc mitbringen zu lassen klappt nicht und würde dazu führen, dass vieles gar nicht mehr gemacht werden kann oder dass Kinder ausgeschlossen wären (oder Lehrkräfte vom eigenen Geld "Ersatz"Dinge für diese Fälle besorgen) und im Endeffekt auch, dass Eltern mehr Arbeit hätten (farbige Pappe kann man bei uns in der Nähe nicht mehr kaufen) und mehr Geld ausgeben müssten (ich kaufe die Pappen und das Ton Papier ja nicht in einzelnen Bögen und auch die Schreibhefte kaufe ich günstig ein). Insofern ist eine Klassenkasse auch für die Eltern eine bequeme Lösung.

    Ja, ich habe schon Kindern am Ende 5€ zurück gezahlt, aber das ist mir zum Glück nur einmal passiert. Meist kommt es sehr gut hin und zum Schluss kaufe ich für das Abschlussfest noch Bastelsachen, drucke Fotos für die Kinder aus und kaufe ihnen oft auch noch ein Eis (allerdings meist aus dem Supermarkt), so dass das Geld dann am Schuljahresende aufgebraucht ist.

    Dafür habe ich Streifen aus farbig kopierten Hunderterfeldern geschnitten.

    Und dann wird das bei mir unter der Dokumentenkamera immer wieder passend zusammen gelegt.

    Also wenn ich was aus der Siebenerreihe rechnen will, habe ich die Kernaufgaben 1x7, 2x7, 5x 7 und 10x 10 in Streifen da liegen. Wenn ich nun 6x7 rechnen will, nehmen wir 5x7 Punkte und legen darunter noch 2x7 Punkte.

    Das üben wir immer wieder für alle möglichen Aufgaben. Anfangs noch ohne auf das Ergebnis fokussiert zu sein. Einfach nur dass sie verstehen, wie ich die restlichen Aufgaben aus Kernaufgaben legen kann. (Für 9x7 decke ich eine 7er Reihe von 10x 7 mit einer bunt transparenten Folie ab).

    Ich habe erst an einen Aprilscherz gedacht. Sowas kann auch nur Bayern einfallen...

    Bei uns gibt es diese Hymnen:

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    Und natürlich diese Liebeserklärung an die Heimat

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    Oder noch kleiner (räumlich gesehen) wäre es dieses Lied:

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    Lief bei uns schon auf Abschlussfeiern und findet hier auch niemand befremdlich( und mitsingen können sowieso alle, da braucht es keine Textblätter). Wenn die Nationalhymne oder eine NRW Hymne jetzt vorgeschrieben wäre, fänden das sicher alle erstmal extrem seltsam.

    Wenn ein Lehrer sehr viele verschiedene Fächer unterrichtet, können sich die SuS schon denken, dass er die nicht alle studiert hat. Zumal viele SuS auch wissen, dass man i.d.R. zwei Unterrichtsfächer studiert.

    Ja, aber "denken" ist nicht wissen und falls es tatsächlich so sein sollte, dass man als Lehrkraft an einer Schule (die möglicherweise sogar gegen den Willen etwas fachfremd unterrichten muss) eher Gefahr läuft, dass Schüler Widersprüche gegen Zeugnisnoten einlegen, dann sollte man es vielleicht ändern, dass die Fächerkombination der Lehrer transparent auf der Homepage stehen. Man muss sich ja nicht absichtlich angreifbar machen.

    Genauso gut könnte auf der Homepage stehen, welche Fächer die Lehrkraft aktuell unterrichtet oder eben nur der Name.

    Ich korrigiere dich mal eben: wenn der Mann seinen Teil der Betreuung nicht erbringt.
    Man sollte es benennen wie es ist.

    Jein. Grundsätzlich stimme ich zu, ABER wenn es innerfamiliär so abgemacht ist, dass einer Vollzeit arbeitet und der andere extra Teilzeit arbeitet wegen der Kinder und die Kinder möglicherweise sogar 45 h betreut werden, aber diese Betreuungszeit trotzdem nicht reicht, um Teilzeit als Lehrerin zu arbeiten, dann stimmt da was nicht am Lehrerjob. Das braucht man sich nicht schön reden.

    Hast du denn -unabhängig von Krankheit des Kindes - ein Betreuungsproblem? Denn Jemanden zu finden, der spontan bei Krankheit auf ein Kind aufpasst, stelle ich mir fast unmöglich vor. Zum einen, weil das Kind die Person nicht gut genug kennt (gerade wenn ein Kind krank ist, geht es ja oft nur mit sehr vertrauten Personen), zum anderen weil die Betreuungsperson dann ja spontan Zeit haben und bereit stehen müsste und sich je nach Krankheit nicht anstecken möchte.

    Ich würde es ansonsten aber so machen wie Maylin schreibt: noch einmal auf Krankenstand verweisen und dann gar nicht mehr antworten und nichts mehr schicken und aufs gesund werden konzentrieren. Danach dann unterbrechen und Schule oder sogar Bundesland wechseln.

    Bei uns kommt ca alle 2 Jahre der Schulzahnarzt für einzelne Klassen (Klasse 1 und 3 meine ich). Die Untersuchung ist verpflichtend. Wenn jemand sowieso gerade beim Zahnarzt einen Termin hat, kann man sich das bescheinigen lassen und das Kind wird dann nicht untersucht. Die Kinder, bei denen was behandlungsbedürftiges gefunden wurde, bekommen einen Zettel für die Eltern mit, auf dem drauf steht was gefunden wurde und dass sie zum Zahnarzt gehen sollen. Als Lehrerin habe ich damit nichts weiter zu tun als die Zettel den entsprechenden Kindern mitzugeben.

    Ja, das ist mir klar. Ich hab das explizit nur für Grundschule geschrieben.

    Generell ist die Situation wahrscheinlich sehr unterschiedlich. Bei den weiterführenden Schulen habt ihr oft feste Vertretungsbereitschaften, das ist bei uns zum Glück nicht der Fall. Bei uns läuft das nach Absprache.

    Oft wird bei uns auch aufgeteilt oder man unterrichtet zwei Klassen zusammen, wenn jemand fehlt. Anders ginge es oft gar nicht, weil es zu vielen Zeiten niemand gibt, der vertreten könnte.

    Mich regt es auf. Teilzeit war ja noch nie wirklich Teilzeit wegen der ganzen unteilbaren Aufgaben, angefangen mit Konferenzen, Klassenleitung, Elterngesprächen etc. Zumindest bei uns in der Grundschule ist es so, dass man mit Teilzeit dann all diese Dinge trotzdem voll macht (es sei denn man arbeitet sehr wenige Stunden und ist nur Fachlehrer).

    Dazu kommt, dass Vollzeitkräfte gar keine "Zeit" haben noch irgendwas zu vertreten, denn bei 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung pro Woche und nur 25 Stunden Unterricht (jeweils 1. Bis 5.Std, danach ist Mittagspause) müssen Vollzeitkräfte ja schon dreimal wöchentlich in die nachmittägliche Hausaufgabenzeit. Also wann sollten sie vertreten? Zum Vertreten haben nur Teilzeitkräfte "Zeit". Fair ist das nicht! Als Klassenleitung mit Teilzeit ist man also doppelt gekniffen.

    Es ist schon nachvollziehbar, dass dann jüngere Kolleginnen von den Alteingessenen skeptisch beäugt werden

    Skeptisch beäugt wäre verständlich, aber das was hier beschriebenen wird ist doch eine ganz andere Nummer. Das klingt nach ernsten psychischen Problemen des alteingesessenen Kollegen und nach heftiger Schikane.

    Und natürlich kann man sich über die dahinter stehende Politik aufregen, aber das muss man ja nicht an den neuen Kollegen auslassen. Die können ja nichts dafür. Und schlussendlich sollte den alteingesessenen Kollegen klar sein, dass das die einzige Möglichkeit war/ist, dass überhaupt Nachwuchs an die Schulen kommt. Ohne die neuen Seiteneinsteiger ständen sie schlecht da und die alten Kollegen hätten mehr Stress.

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