Beiträge von Mara

    Total unpopulär, aber wie wäre es, dem Kind einen Schlüssel in die Hand zu drücken und die Mikrowelle zu erklären? Funktionierte bei uns ab Klasse 3 ganz prima.

    Ja, auch das kann für manche Kinder prima funktionieren. Besser als ein Zwang die ganze Zeit im trubeligen Schulgebäude abhängen zu müssen.

    Das können die Eltern entscheiden. Ich finde es jedenfalls gut und richtig, wenn sie das entscheiden dürfen und nicht gezwungen werden, dass ihr Kind bis nachmittags um 16 Uhr in der Schule sein muss, weil Ganztagsschule für alle verpflichtend wird.

    (Natürlich wäre es toll, wenn es mehr gute Optionen gäbe. Bei mir aus der Klasse ist ein Kind mal in eine Intensiv Tagesgruppe gewechselt, weil OGS in der Schule nicht machbar war. Manche Eltern können es vielleicht tageweise leisten, dass die Kinder direkt nach dem Unterricht nach Hause kommen oder von Oma abgeholt werden oder oder. Immer mehr Kinder bekommen auch einen Pflegegrad und teilweise arbeiten die Eltern von besonderen Kindern extra nicht Vollzeit. Oder arbeiten im Home-Office und können mit dem Kind Mittagspause machen und das Kind macht dann erstmal eigene Sachen bis ein Elternteil mit der Arbeit fertig ist. Viele Kinder brauchen keine Animation sondern einfach erstmal Ruhe nachdem sie aus der Schule kommen).

    Was Ganztag angeht , so zeigt sich doch immer deutlicher, dass das für viele Kinder und Jugendliche gar nicht machbar ist. Gerade für neurodivergente Kinder ist schon die Unterrichtszeit am Vormittag oft anstrengend genug bzw. eigentlich zu anstrengend. Dann noch Nachmittage mit so vielen anderen Kindern und quasi ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten. Ich sehe absolut nicht, dass es sinnvoll wäre Ganztagsschulen für alle verpflichtend zu machen. Weder Gebäude noch Personal gäben das auch nur ansatzweise her.

    Das Toilettenthema ist komplex und es gibt keine einfachen Lösungen für saubere Toiletten.

    Das eine ist mehr Kontrolle und Reinigung, je nachdem in Verbindung mit Kosten ,(Toilettenlisten, Toilettendienste, Toilettenpersonal zur Überwachung und Reinigung,vein bisschen vergleichbar mit den kostenpflichtigen Toiletten a la sanifair).

    Das andere ist Erziehung von zu Hause und in der Schule und Konsequenzen.

    Dann die baulichen Zustände (es sollte z.B. keine Fugen geben bzw müssen Fugen versiegelt sein, um Geruchsbildung vorzubeugen)

    Dann sollte auf der Toilette alles vorhanden sein, was es braucht, um dort sein Geschäft zu erledigen und um ggf die Toilette in ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen (Toilettenpapier, Klobürste, Desinfektionsspender).

    Das alles zusammen kann und würde die Situation deutlich verbessern.

    Es gibt Kinder, die absichtlich Mist bauen, es gibt Kinder, die ungeschickt sind und auch welche, die verzweifelt sind.

    Und so Verschmutzungen potenzieren sich halt oft. Dem ersten geht vielleicht aus Versehen ein Tropfen auf die Klobrille, der nächste mag dich dann nicht mehr hinsetzen und hockt sich über die Toilette und ups geht viel daneben oder nutzt ganz viel Papier, um sich was zum Hinsetzen zu bauen, dann verstopft die Toilette etc.,

    Ich bin mir nicht sicher, dass es zu den "normalen" Aufgaben des Reinigungspersonals gehört, absichtlich daneben verrichtete Notdurft zu beseitigen.


    Genau das! Dafür ist weder Zeit eingeplant noch passende Ausrüstung vorhanden (anderswo wie in Dixieklos oder an Autobahnen würde sowas weggekärchertund gleich die Wände mit abgespritzt).

    Nicht umsonst stinkt es in Schulklos meist so extrem. Wer einmal gesehen hat wie dort die Böden "gewischt" werden weiß Bescheid. Und ich bin mir sehr sicher, dass die Wände nicht standartmäßig mit gesäubert werden. Das Zeitkontingent ist sehr begrenzt, ebenso die Ausrüstung. Den Putzleuten lässt sich da kein Vorwurf machen.

    Es handelt sich in meinen Augen um eine entwürdigende Strafe. Das ist für mich das Entscheidende.

    Natürlich geht das gar nicht, aber angesichts dessen, dass die Lehrkraft selbst mitgeholfen hat schien sie es nicht als entwürdigende Strafe zu empfinden.


    Und das Toilettenthema ist sowieso speziell: Was ist mit den (schlecht bezahlten) Reinigungskräften, die das ansonsten erledigen? Ist das für sie nicht erst recht entwürdgend?

    Es gibt aber auch Schüler:innen, die konsquent jede Klausur im defzitären Bereich schreiben, trotzdem steht dann - durch die Somi - Leistung - auf einmal eine relativ gute Note auf den Laufbahnbescheinigungen (also nicht nur 5 P).

    Aber wie kann die Somi Leistung bei so vielen so extrem viel besser sein als die Klausurergebnisse? Das geht ja eigentlich auch nur, wenn die Lehrkraft sehr viel mehr Wert auf Quantität als auf Qualität legt. Der Inhalt des Gesagten muss doch gut sein, es darf nicht sein, dass jemand eine gute Somi Note nur fürs Labern bekommt. Bei Hausaufgaben und Referaten ähnlich. Dann muss die Lehrkraft durch gezieltes Nachfragen raus bekommen, ob es wirklich verstanden oder nur mittels KI geschrieben wurde.

    Aber im Ausgangspost ist ja eine andere Situation beschrieben. Dort findet ja anscheinend Musikunterricht statt und das Singen ist tatsächlich zusätzlich (aber während der Unterrichtszeit und für alle verpflichtend). Dann vielleicht tatsächlich unter "Bemerkungen" ein Satz dazu.

    Ich sehe da kein Problem, eine Zeugnisbemerkung der Form "...hat (mit großer Freude/ mit Erfolg.....) am Projekt "Singpause" teilgenommen" aufzunehmen. Gerade solche Teilnahmehinweise auf außerunterrichtliche Mitwirkungen sind "Klassiker" der Zeugnisbemerkungen und als solche auch zulässig.

    Je nachdem ist es aber eben nicht außerunterrichtlich sondern IM Unterricht (wobei das Problem eher darin liegt, dass es nicht ausreichend Musiklehrkräfte gibt und deshalb das Singen diesen Unterricht ersetzt, es ist also offiziell kein Musikunterricht sondern von freien Kräften durchgeführt während die Klassenlehrkraft dabei ist und dafür sorgt, dass alle Kinder mitmachen und sich benehmen, um es mal grob zu erklären).

    Offiziell ist das vermutlich gar nicht erlaubt, aber bei uns geschieht das in ähnlicher Form und wir haben so einen Standardsatz, den wir für Musik aufs Zeugnis schreiben sollen. Ich finde es auch seltsam und es kann nicht rechtens sein (und dient letztlich vermtlich eher der Verschleierung, dass gar kein Musikunterricht stattfindet).

    Spätestens zum Halbjahr würde ich mit den Eltern in Kontakt treten. Kurz vor den Sommerferien damit zu kommen, dass das Kind besser wiederholen sollte, ist eher ein unglücklicher Zeitpunkt. Dann muss das Kind nochmals die Einschulung und die Anfangswochen mitmachen, obwohl es diese Dinge meist auch schon kann. Bei uns wiederholen Kinder am häufigsten in der zweiten Klasse nach den Herbstferien oder um Weihnachten, wenn die Erstklässler auch schon ein paar Buchstaben können.

    Ja, mit den Eltern jetzt erst zu reden ist schon sehr kurzfristig. Bei uns wird sowas in der Regel im März beim Elternsprechtag angesprochen und dann gibt es im Mai/Juni nochmal ein Gespräch, wo es dann ggf. fix gemacht wird.

    Bei uns ist der Rücktrittszeitpunkt oft nach den Herbstferien, aber je nachdem ist es auch genau gut, wenn das Kind direkt nach den Sommerferien erneut startet, denn dann dass es sich schon auskennt mit den Abläufen und schon ein paar Buchstaben kennt kann ein Vorteil sein. Das kann dem Selbstbewusstsein des Kindes ziemlich gut tun und auch für die Freundschafteb ist es gut von Anfang an in der neuen Gruppe dabei zu sein.

    Bei Kindern, die einen Unterstützungsbedarf haben oder sehr wahrscheinlich bekommen werden und daraufhin zieldifferent unterrichtet werden, muss man überlegen, ob eine Wiederholung sinnvoll ist, wenn das Kind auch dann nicht zielgleich unterrichtet wird.

    Zumindest in NRW muss ein Kind im dritten Jahr in der Schuleingangsphase sein, damit man ein AOSF Lernen eröffnen kann. Ansonsten geht es bei uns gar nicht.

    Dass eine Wiederholung des 1.Schuljahres dazu führt, dass das Kind danach super durch die Schullaufbahn kommt ist meiner Erfahrung nach eher selten. Meist ist es so, dass es auch danach holprig bleibt oder sogar eben auf Förderbedarf Lernen hinausläuft. Aber natürlich gibt es Fälle, in denen die Kinder einfach mehr Zeit brauchen und es dann gut läuft.

    So oder so ist es die richtige Entscheidung zu wiederholen, wenn die Grundlagen fehlen. Wenn ein Kind am Ende von Klasse 1 noch unsicher mit den Buchstaben ist, Laute nicht sicher heraushören kann, sich noch kein Wort erlesen kann, in Mathe noch keine Mengen erfassen kann, die Zahlzerlegung nicht verstanden hat etc. , dann macht es keinen Sinn so in Klasse 2 weiterzugehen.

    Ja, die kenne ich auch. Im Erstklässlerbuch gab es eine Seite mit Reimen zu den Verdopplungsaufgaben 1+1, 2+2 etc. Und im Zweitklässlerbuch eine Seite zu den Quadratrechnungen.

    Wirklich gut waren die Reime nicht (1+1=2 Die Henne legt ein Ei etc. immerhin gab es passende Bilder dazu. Manchen Kindern hilft es , anderen eher nicht.

    Um mal den Querverweis zu einem parallel geführten Thema herzustellen: Was natürlich auch eine Möglichkeit wäre, statt dass Eltern oder die Klassenleitung die Klassenkasse führen, wäre dass alle Klassenkassen über die Sekretariatsfachkraft bzw. Schulverwaltungsassistenz geführt werden. Hier liegt zumindest im Schulkosmos die fachlich größte Qualifikation in Sachen Verwaltung und Organisation von Geldern.

    Die Lösung fände ich am besten. Auch für Klassenfahrten, Projekte etc.

    Sieht unsere Sekretärin leider nicht so, denn Zeit und ein passndes Konto dafür hat sie auch nicht.

    Daraus ist ja direkt eine große Diskussion geworden. Bei mir an der Schule hat jede Klasse eine Klassenkasse. Es wäre mir sehr recht, wenn ein Elternteil diese verwalten würde, aber das war bisher nur in einem Schuljahr der Fall.

    Noch lieber wäre mir, dass eine Klassenkasse gar nicht nötig wäre, weil offizielles Geld vorgesehen wäre, um Bastelmaterialien, Hefte, Taschentücher etc. Zu kaufen oder Ausflüge zu bezahlen. Ist aber eben nicht so. Die Eltern jede Sache selbst besorgen und die Kinder ihre Pappe, ihren Draht, das Transparenzpapier für die Laterne, die Hefte in der richtigen Lineatur etc mitbringen zu lassen klappt nicht und würde dazu führen, dass vieles gar nicht mehr gemacht werden kann oder dass Kinder ausgeschlossen wären (oder Lehrkräfte vom eigenen Geld "Ersatz"Dinge für diese Fälle besorgen) und im Endeffekt auch, dass Eltern mehr Arbeit hätten (farbige Pappe kann man bei uns in der Nähe nicht mehr kaufen) und mehr Geld ausgeben müssten (ich kaufe die Pappen und das Ton Papier ja nicht in einzelnen Bögen und auch die Schreibhefte kaufe ich günstig ein). Insofern ist eine Klassenkasse auch für die Eltern eine bequeme Lösung.

    Ja, ich habe schon Kindern am Ende 5€ zurück gezahlt, aber das ist mir zum Glück nur einmal passiert. Meist kommt es sehr gut hin und zum Schluss kaufe ich für das Abschlussfest noch Bastelsachen, drucke Fotos für die Kinder aus und kaufe ihnen oft auch noch ein Eis (allerdings meist aus dem Supermarkt), so dass das Geld dann am Schuljahresende aufgebraucht ist.

    Dafür habe ich Streifen aus farbig kopierten Hunderterfeldern geschnitten.

    Und dann wird das bei mir unter der Dokumentenkamera immer wieder passend zusammen gelegt.

    Also wenn ich was aus der Siebenerreihe rechnen will, habe ich die Kernaufgaben 1x7, 2x7, 5x 7 und 10x 10 in Streifen da liegen. Wenn ich nun 6x7 rechnen will, nehmen wir 5x7 Punkte und legen darunter noch 2x7 Punkte.

    Das üben wir immer wieder für alle möglichen Aufgaben. Anfangs noch ohne auf das Ergebnis fokussiert zu sein. Einfach nur dass sie verstehen, wie ich die restlichen Aufgaben aus Kernaufgaben legen kann. (Für 9x7 decke ich eine 7er Reihe von 10x 7 mit einer bunt transparenten Folie ab).

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