Beiträge von Mara

    Es gibt auch Schulen, da ist „Anmeldung“ ohne Kind und mit wenigen Unterlagen,

    das läuft allein über das Sekretariat.

    Die Zeit, die man dabei spart kann sich aber leicht bitter rächen. Es macht meines Erachtens nach absolut Sinn, die Anmeldung wohl überlegt zu gestalten und dabei nicht in erster Linie auf Zeitersparnis zu achten. Ich halte es für essentiell wichtig, jedes Kind bei der Anmeldung zu sehen und nicht nur die Eltern des Kindes. Das kann zum einen helfen noch vor Schulantritt sinnvolle Fördermaßnahmen in Gang zu bringen, den Eltern ggf. eine Rückstellung zu empfehlen und ist auch sinnvoll in Bezug auf die Klassenzusammensetzungen (um Kinder mit größerem Förderbedarf halbwegs gleichmäßig auf die Eingangsklassen zu verteilen).

    Bei uns sind mittlerweile fast alle Kinder im Ganztag. Trotzdem ist es bei uns offener Ganztags und nur selten ist nachmittags Unterricht. Klassenräume werden auch nachmittags genutzt (was schon auch Konfliktpotential birgt und Vorbereitungen fast unmöglich macht).

    Größtes Problem aktuell ist bei uns aber der Personalmangel im Ganztag, weshalb es immer wieder zu Notbetreuung nachmittags kommt. Generell wundert es mich nicht, dass so wenige den Job machen möchten, denn es gibt stressfreiere un besser bezahlte Jobs für die potentiellen Bewerber (z.B. als Schulbegleiter, wo sie "nur" für ein Kind zuständig sind während des Schultags und nicht verantwortlich für eine Gruppe von mind 25 sind).

    Definition von oben und unten ist ja auch nicht so eindeutig. Mein Mann hat nach seinem Realschulabschluss auch "nur" eine Ausbildung gemacht. Da wäre ich mit Abi und Studium ja weiter oben. Tatsächlich ist mein Mann aber fachlich in seinem Bereich top und hat in seiner großen Firma einen ziemlich guten Job. So gut, dass er mehr verdient als ich (trotz Kinderzuschlag für drei Kinder und Mietenstufe 5).

    Aber war ja vor über 20 Jahren alles auch nicht absehbar. Tatsächlich waren damals die festen Stellen noch eher rar als ich mich nach dem Staatsexamen beworben habe. D.h. es hätte durchaus passieren können, dass ich dauerhaft Angestellte in Teilzeit bleibe oder was ganz anderes mache. Mein Mann hätte durch Stellenabbau auch seinen Job verlieren können und dann vielleicht woanders etwas viel schlechter bezahltes angefangen. Hätte hätte Fahrradkette halt...

    Das Folgende halte ich für eindeutig, es sei denn, es gibt noch eine Schulbesuchsordnung, die Genaueres regelt? Wenn deine Schulleitung sagt, dass telefonisch reicht, dann würde ich mich darauf verlassen. Letztlich ist die Einsammelei von Zetteln nur für dich nervige Mehrarbeit.

    Ich hab das für mich auch nicht klar (aber bin auch in einem anderen Bundesland).

    Bis vorletztes Jahr brauchten wir nach telefonischer Abmeldung auch immer noch eine schriftliche Krankmeldung.

    Dann hieß es letztes Jahr, dass telefonisch reicht. Aber wenn jemand nicht kommt, rufen wir ja an und fragen nach. Zählt das dann auch als entschuldigt bzw. was zählt überhaupt als unentschuldigt? Bei den Kleinen sind es ja die Eltern, aber wenn ich dann von den Kindern erfahre, dass sie im Freizeitpark, Schwimmbad oder Urlaub waren .. finde ich es schon schräg, dass das alles als entschuldigt gilt solange die Eltern einmal Bescheid gegeben haben.

    Ich finde diese Diskussion seltsam.

    Ich glaube ich kenne niemanden in meinem Alter (immerhin auch schon Mitte 40) und auch niemand jüngeres, der/die beim Heiraten über den Beruf des Partners und sozialen Auf- oder Abstieg nachgedacht hat. In meiner Bubble heiratet man aus Liebe bzw. aufgrund von Kindern, die gemeinsam groß gezogen werden.

    Und das Schöne ist: Als Lehrerin muss ich mir darum keine Gedanken machen und bin frei in meiner Entscheidung, mit wem ich zusammen sein möchte. Eben weil ich finanziell problemlos für mich selbst plus eventuelle Kinder aufkommen kann.

    Ich kenne auch in meinem Kollegium keine Frau, die aufgrund ihres gut verdienenden Mannes in Teilzeit gegangen wäre.

    Sondern höchstens welche, die wegen Kindern und aus purem Selbstschutz Teilzeit arbeiten (der Job ist einfach extrem fordernd und nicht jeder schafft es überhaupt Vollzeit zu arbeiten, erst Recht nicht, wenn es familiäre Verpflichtungen gibt).

    Ob jetzt so viele Ritalin brauchen weiß ich nicht,aber grundsätzlich stelle ich auch fest, dass es einfach sehr viel mehr Kinder mit solchen Schwierigkeiten gibt als früher.

    Gerade die Aufmerksamkeitsschwächen fallen mir auch massiv auf und hängen meines Erachtens nach viel mit dem stark geänderten Medienkonsum zusammen. Die Kinder, die jetzt in der Grundschule sind haben oft schon mit 2 Jahren regelmäßig am Handy von Mama und Papa Inhalte konsumiert und haben selbst bereits (unbegrenzt oder kaum begrenzten) Zugang am eigenen Tablet oder Smartphone.

    Wir haben welche von Epson. Müsste ELPDC sein und ich bin zufrieden.

    Hab aber als Vergleich auch nur ein ganz billiges Modell vorher gehabt, das wirklich nicht gut war.

    Ich bin auch ein Fan von analoger Tafel und Beamer. Ist vielseitiger und weniger störanfällig. Wir haben iPads und Apple TV und eben dazu eine Dokumentenkamera . D.h. ich kann aussuchen, ob ich über die Kamera direkt auf den Beamer gehe oder was vom Ipad über Apple TV auf dem Beamer zeige. Mehr brauche ich nicht.

    Ich könnte auch noch mit einem Kabel einen Laptop anschließen, hab ich aber nicht mehr gemacht seit wir die iPads und das Apple TV haben.

    „(1) Alle Schülerinnen und Schüler werden durch die Grundschule indivi-
    duell gefördert. Dies gilt vor allem für Kinder, die besonderer Unterstüt-
    zung bedürfen, um erfolgreich im Unterricht mitarbeiten zu können. Die
    individuelle Förderung trägt dazu bei, dass auch bei Lernschwierigkeiten
    die grundlegenden Ziele erreicht werden. Sie unterstützt besondere Fä-
    higkeiten und Interessen. Das schulische Förderkonzept kann Maßnah-
    men der äußeren wie der inneren Differenzierung sowie zusätzliche För-
    derangebote umfassen.

    Was ist denn dann mit zusätzlichen Förderangeboten gemeint? Darunter würden für mich Förderstunden in Kleingruppen fallen.

    Wäre zweistündig trifft es eher. Denn ich bin seit 20 Jahren im Dienst und weder bei einer meiner Grundschulen noch bei einer meiner Kinder war das jemals so. Immer einstündig (Religionslehrkräfte sind Mangelware und die Stunden passen schlecht in den Stundenplan, wenn ein Teil der Kinder währenddessen frei hat).

    Es geht überhaupt nicht um abends. Dass aber Besprechungszeiten nach 15 Uhr bereits als Zumutung empfunden werden, kann echt nur bei Lehrkräften passieren.

    Wäre aber auch weit weniger blöd, wenn man die Zeit bis dahin dann auch vernünftig zum Arbeiten nutzen könnte, aber das geht ja genau in der Schule nicht. Denn einen Arbeitsplatz habe ich dort nicht. In meinem Klassenraum findet das Mittagessen und die Betreuung statt. Also sind solche "Wartezeiten" immer extrem ineffektiv und blöd für mich (und viele andere Kolleg:innen).

    Abgesehen davon sind genau das die Termine, die eben oft nicht mit der Zahl der Unterrichtsstunden korrelieren sondern von denen ganz selbstverständlich angenommen wird, dass auch Leute, die aus familiären Gründen Teilzeit arbeiten daran teilnehmen sollen. Und das ist in anderen Berufen tatsächlich auch sehr anders!

    Aber solche Dinge von Verlägen und Poster, die eine ISBN Nummer haben sind doch unproblematisch und können vom Büchergeld angeschafft werden. Bei uns zumindest ist das möglich. Kommt einfach mit auf die Bücherbestellliste

    Schwieriger sind Ordnungskästen und solches Zeug. Das geht eigentlich nicht aus der Klassenkasse (weil kein Verbrauchsmaterial für Kinder) und vom Büchergeld sowieso nicht. Evt Förderverein, falls ihr einen habt.

    Aber ja, ich hab im Endeffekt auch viel zu viel von meinem eigenen Geld gekauft, versuche das aber in den letzten Jahren so gut es geht zu vermeiden bzw zu reduzieren. Vor allem ärgert es mich (neben der grundsätzlichen Tatsache, dass es normal ist so vieles privat zu finanzieren) unendlich doll, dass Kinder an alle Sachen dran gehen, viele absolut nicht wertschätzend damit umgehen und dass ich nachmittags da keine Handhabe habe (weil Betreuung auch um Klassenraum stattfindet, wenn ich nicht dabei bin).

    Jein. Grundsätzlich kann es natürlich sein, dass jemand zu Hause schlechtere klimatische Bedingungen hat, aber dadurch, dass im Klassenzimmer so viele Menschen auf einem Haufen sind ist die Luft schon schneller warm und aufgebraucht. Zudem kannst du zu Hause jederzeit kurz lauwarm duschen oder dir was Kühles aus dem Kühlschrank holen, dir einen Ventilator aufstellen... In der Schule sind die Möglichkeiten deutlich begrenzter.

    Ich habe weiter oben auch geschrieben, dass bei uns der Hort verlangt, immer und jeden Tag HA aufzugeben.

    OT, aber ich finde eine solche Entscheidung, ob es Hausaufgaben gibt oder nicht steht dem Hort oder der OGS Betreuung nicht zu. (Ich kenne solche und andere Ansprüche der Betreuung auch, aber ganz ehrlich: Sollen sich die Betreuer:innen doch selbst um "Programm" und Struktur am Nachmittag kümmern. )

    Ich finde auch nicht, dass man Erstklässler vor allem Unbill der Welt abschirmen muss. Es gibt drogenabhängige und obdachlose Menschen, auch wenn mein Kind in Bullerbü leben sollte.

    So meinte ich das auch nicht, aber Drogenabhängige reagieren mitunter auf Provokationen, Sprüche, Handzeichen, Blicke etc. der Kinder heftiger als das andere Passanten das wohl tun würden und gleichzeitig würden die Kinder das bei anderen Passanten wahrscheinlich nicht so machen.

    Drogenabhängige lassen sich halt ggf. leichter provozieren und werden dann vielleicht sogar ausfallend oder sogar gewalttätig. Und wenn sie ihren "Liegeplatz" in der U Bahn Haltestelle aufgeschlagen haben , in der man mit den Kindern warten muss, dann steht man da zwangsläufig eine Weile direkt neben ihrem "Zuhause".

    SuS sind verpflichtet, an Tagesfahrten teilzunehmen, die Schule ist verpflichtet, diese ordnungsgemäß zu planen. Da letzteres hier nicht der Fall ist, erübrigt sich die Diskussion über ersteres.

    An einer Fahrt, über die die Eltern nicht frühzeitig und umfassend informiert wurden und zu deren Teilnahme keine schriftliche Einverständniserklärung vorliegt, sollten weder SuS noch Lehrkräfte teilnehmen.


    Ein Tagesausflug ins Museum o.ä. ist doch keine Sache, wo ich vorher eine schriftliche Einverständniserklärung einhole oder ist das bei euch anders? Sowas ist zumindest bei uns an der Tagesordnung und wenn die Info schon an Eltern weiter gegeben wurde und diese schon reagiert haben, war die Info über den Ausflug doch jetzt mit vermutlich ca. einer Woche Vorlauf auch nicht soo kurzfristig.

    Ich habe -abgesehen von Klassenfahrten - noch nie vorher ein schriftliches Einverständnis eingeholt. Wir informieren die Eltern und die Schulleitung und das war's.

    Aber in "unserer" Großstadt hatte ich wiederum tatsächlich schon eine unschöne Begegnung bei einem Ausflug, aber das hätte nichts mit Migrationshintergründen zu tun sondern es waren drogensüchtige Obdachlose an einer U Bahn Haltestelle in Kombination mit "vorlauten" Schülern aus unserer Schule. Zum Glück ist nicht wirklich was passiert, aber ich hatte kurzzeitig ein ungutes Gefühl, dass die Situation kippen könnte und weiß gleichzeitig nicht, wie ich es hätte anders machen können. Denn an den Haltestellen in unserer Stadt gibt es in der Innenstadt fast überall Drogensüchtige (also lässt sich eine Begegnung nicht vermeiden und beim Warten auf die Bahn, die nun mal oft nicht pünktlich ist steht man mit der Klasse durchaus mal 10 min dort) und Erstklässlerkinder, die ihre Grenzen austesten habe ich mittlerweile auch jährlich in der Klasse. Ich schaue, dass ich ausreichend viele Begleitungen und in der Regel eine weitere Kollegin mit ihrer Kasse mitnehme, aber auf sämtliche Ausflüge verzichten werde ich deshalb nicht.

    Das Gym meiner Tochter geht am Dienstag mit der gesamten Schule ins Freibad.

    Bei mir an der Grundschule ist normales Hitzefrei, also unterrichtsfrei nach der 4.Std, wobei aber die allermeisten Kinder trotzdem normal lange bleiben (und die Lehrkräfte ja sowieso), so dass dann einfach nur statt Unterricht Betreuung ist (mit Wasserschlacht auf dem Schulhof) und keine Hausaufgabenbetreuung stattfindet.

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