Beiträge von wossen

    Ungarn lehnte mögliche Sanktionen gegen Kyril I übrigens schon aus rein formalen Gründen ab - beim EU-Gipfel wurde das nicht besprochen/verhandelt, sondern ist dann eigenmächtig bei der Redaktion der Beschlüsse von der EU-Verwaltung hinzugefügt worden.


    Zitat

    Beim EU-Gipfel Anfang der Woche sind die geplanten Sanktionen gegen Kyrill I. nach Angaben von Diplomaten nicht thematisiert worden.

    https://www.zeit.de/politik/au…nspaket-eu-kyrill-ukraine


    Die ukrainisch-ungarischen Beziehungen sind übrigens schon seit langem angespannt aufgrund der Behandlung/Diskriminierung der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Vor dem russischen Angriff wurde darüber sogar in deutschen Zeitungen mit wenig schmeichelhaften Unterton für die Ukraine berichtet, z.B.


    https://www.sueddeutsche.de/po…aine-minderheit-1.5228517


    Orban kann sich deshalb schon aus innenpolitischen Gründen nicht übermäßig für die Ukraine engagieren (geschweige denn gar, große ökonomische Risiken einzugehen...).

    Seph: Genereller Lehrerüberhang wäre z.B. so eine betriebliche Ursache (damals in den neuen Bundesländern haben die Länder ja Bedarfskündigungen von tarifbeschäftigten Planstelleninhabern angekündigt, falls die Gewerkschaften sich einem 80% AZ/Entlohnungs-Tarifvertrag verweigern würden)...in anderen Teile der öffentlichen Verwaltung auch Dienststellenschließungen (z.B. wegen Privatisierung)


    Und damals war noch BAT ....es gibt heute aber arbeitsrechtlich keinen privilegierten Kündigungsschutz mehr für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst (mit TVL/TVöD abgeschafft)

    Hm, sehe ich es hier als Einziger als problematisch an, wenn eine Lehrkraft durch so ein Projekt finanziell profitiert? Es ist ja von 'finanziellem Gewinn' die Rede - also nicht von Unterrichtsmaterialien und so....


    Börsenspiele kann man übrigens auch skeptisch sehen...(zumindest ist es schwierig, wenn auch nur der Eindruck entstehen könnte, dass die Lehrkraft von der Wahl dieses Unterrichtsgegenstands finanziell profitiert) Auch interessant, dass die Veranstaltungsunternehmen mittlerweile mit finanziellen Anreizen für die durchführenden Lehrer arbeiten (Prämien für Klassen war schon immer gängige Praxis - aber für Lehrer?)


    Ps. Beitrag Ist natürlich nicht als 'Angriff' auf den Threadersteller zu verstehen, sondern als Fortführung der sachlichen Diskussion

    chilli schreibt:

    Zitat

    Der Unterschied ist aber der Anspruch auf volle Stundenzahl (oder die Stundenzahl, die du willst), keine Befristung, usw.

    aber:

    Zitat

    Der Arbeitgeber hat den teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer, der ihm den Wunsch nach einer Verlängerung seiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angezeigt hat, bei Besetzung eines entsprechenden freien Arbeitsplatzes bei gleicher Eignung bevorzugt zu berücksichtigen, es sei denn, dass dringende betriebliche Gründe oder Arbeitszeitwünsche anderer teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer entgegenstehen. Eine Garantie auf Rückkehr auf einen Vollzeitarbeitsplatz gibt es jedoch nicht, wenn es sich um eine unbefristete Teilzeit gehandelt hat.

    http://www.rund-ums-geld-im-oe…/teilzeit_allgemeines_rug


    Auch bei einer Vollzeitstelle kann der tarifbeschäftigte Planstelleninhaber bei Vorliegen von Gründen (etwa: kein Bedarf) per Änderungskündigung auf Teilzeit gesetzt werden. Durchaus keine theoretische Möglichkeit - in den 90er Jahren in den Neuen Bundesländern breitflächig praktiziert...(Tarifparteien hatten sich zudem global auch darauf geeinigt - schon war es verbindlich für die TBs)

    Klar, fristlose Kündigung wird dann häufig in fristgerechte Kündigung i.d.R. durch Arbeitsrichter umgewandelt....(Vergleich - aber man ist dann halt draußen. ist bei Beamten grundlegend anders)


    Hatte hier in der Gegend einige Fälle in der öffentlichen Verwaltung bei TBs (keine Lehrer)..... immer so ausgegangen (bei wirklich nicht so gravierenden Geschenkfällen, auch fristlose Kündigung bestätigt)

    Jo, hatten wir häufiger so ein ähnliches Thema....


    Mit Verbeamtung hat das wenig zu tun, als Tarifbeschäftigter im Schuldienst hat man übrigens insofern einen strengeren Verhaltenskodex, als das schmerzliche Konsequenzen (Kündigung aus Gründen nicht adäquater Lebensführung) viel einfacher durchzusetzen sind.


    Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse werden prinzipiell/grundsätzlich sowohl von Beamten als auch Tarifbeschäftigten verlangt....Isolierter Casinobesuch geht natürlich, auch häufiger (das waren bis vor kurzem übrigens in vielen Bundesländern Landeseinrichtungen).


    Naja, die Soldatin ist ein Extremfall, auch ihr Auftreten bei Tinder wurde so eingeordnet- da gings nicht um die Tatsache, sondern die Form....(1000 Soldaten hat die unter sich - in die Bundeswehr trat sie doch übrigens als Mann ein und erlangte dadurch Prominenz ?). Wäre sie TB, könnte man davon ausgehen, dass sie fristlos gekündigt werden würde...

    @Platttypus: Ein Landrat wird in NRW mit B6 oder B7 besoldet (Chauffeur hat er auch i.d.R.) - mag die Story nicht ganz glauben

    chili: Bei Teilzeitbeschäftigung wäre eine unterschiedliche Auslegung des zeitlichen Umfangs von Nebentätigkeiten gegenüber TBs logisch, da ein Beamter immer das Anrecht hat auf Vollzeitbeschäftigung im öffentlichen Dienst (ein TB nicht). So erwächst der Unterschied eigentlich aus einem Privileg....


    TBs sind da sogar im ÖD so schwach geschützt, dass selbst bestehende Vollzeitverträge, etwa durch Tarifverträge z.B. auf 80% gesetzt werden können - nach der Wiedervereinigung wurde das ja in einigen neuen Bundesländern im Lehrerbereich durchexerziert, daneben natürlich noch Änderungskündigungen hinsichtlich der AZ prinzipiell möglich (falls es mal z.B. eine Lehrerschwemme geben sollte...)


    @Reisnger: Und durch die angebliche Nebentätigkeit als 'Saunaaufgussmeister' sind dann die großen Sprünge möglich? A12 sind in jeder Konstellation deutlich über 3000€netto Einkommen, mit Zuschlägen und etwas Erfahrung auch 4 drin - hm, wie schaut es bei einem Bademeister aus? TvöD 5 i.d.R.)

    Scheint mir doch ganz einfach zu sein:


    Da die Schulleitung das alles sowieso mitbekommt (wegen Geld zur Verwendung für die Klasse), einfach jene fragen, wie es mit der persönlichen Summe aussieht.


    Das wäre auch ziemlich blöde, wenn die Schulleitung von der persönlichen Zuwendung erfährt (z.B. durch Anschauen der Homepage des Ausrichters) und Du ihr das nicht mitgeteilt hast (und so ganz eindeutig scheint mir die Sache nicht zu sein - kommt natürlich schon auch auf Ausrichter an, den Du natürlich nicht nennen möchtest). Prinzipiell ist ja die Schulleitung an solchen Erfolgen (und finanzierten Events mit SuS) wahrscheinlich interessiert, so dass Du vll. eine wohlwollende Prüfung zu erwarten hast....(okay, kenne den/die natürlich nicht)


    Verbeamteter oder tarifbeschäftigter Lehrer sollte übrigens keine Rolle spielen, da gelten dieselben Vorschriften in dem Bereich.

    Seph: Zu Deinem Beispiel mit dem zeitlichem Umfang


    Tja, mal willkürlich gegoogeltes Praxisbeispiel, die Humboldt-Universität lässt bei TBs höchstens eine Gesamtarbeitszeit von 48 Stunden zu...(40 Wochenarbeitsstunden + 20%). Also analog zu Beamten..(https://www.personalabteilung.…n-von-tarifbeschaeftigten)


    Die ganzen Regelungen Im TB-Bereich sind so schwammig gehalten (Versagensgründe sehr ausdehnbar/interpretierbar), dass man getrost annehmen darf, dass praktisch weiterhin Beamtenregelungen (bzw. entsprechende Rechtsprechung) übertragen werden....


    Das Risiko bei einem Verstoß (also z.B. Nicht-Anzeigen/nicht genehmigen lassen//falsche Angaben bei einer Nebentätigkeit) ist natürlich wegen des viel schwächeren Kündigungsschutz für einen TB größer.

    seph schreibt:

    Zitat

    Die Aufnahme einer solchen ist für Beschäftigte - anders als bei Beamten - nicht genehmigungspflichtig, sondern nur anzeigepflichtig (vgl. §3 TVöD und auch §3TV-L).


    Nach der Anzeige erfolgt dann die Prüfung...von daher ist es gehupft wie gesprungen, Bescheid kriegt man halt als TB nur bei Unvereinbarkeit - bei Beamten auf jeden Fall (wobei die Genehmigung vorher den Vorteil hat, dass man vor Aufnahme der Tätigkeit genau Bescheid hat).

    Im Fach Geschichte war es bis zu den 50/60er Jahren übrigens durchaus nicht unüblich, dass spätere Geschichtsprofessoren ihre Qualifikationszeit langfristig als Gymnasiallehrer verbrachten - durchaus auch als Schulleiter (und in der Zeit ihre Habilitation schrieben, z.B. Hillgruber). Gab halt auch viel weniger Mittelbaustellen - und glaub auch, dass Schule nicht ganz so stressig/zeitaufwendig war...Schreib jetzt von Fachwissenschaftlern (ohne Forschungstätigkeit im pädagogischen/didaktischen Bereich). Heute als Schulleiter nebenbei Habilitation schreiben - nuja...


    Na gut, was jetzt beschrieben wurde, wird sich auf pädagogische/didaktische Professuren beschränken, da ist eine gewisse Zeit an der Schule natürlich förderlich (und ganz, ganz wichtig: der erworbene Beamtenstatus, der dann ein Einlassen auf befristete Stellen an Unis natürlich wesentlich erleichtert - ist ja dann Voraussetzung für Professur). Mittlerweile legt man ja auch schon wieder viel mehr Wert auf Praxiserfahrungen bei Berufungen dort...


    Würde jetzt Gehaltsaspekt auch nicht über Allem stellen (da mag sein, dass sich W3-Professur gegenüber A16 nicht rechnet, wenn man kein Star ist und/oder lukratives Forschungsfeld hat), Tätigkeit ist halt völlig anders....

    In Berlin wurden die Berechnungen sogar auf der Basis gemacht, dass alle voll ausgebildeten tarifbeschäftigten Lehrkräfte (weiterhin) sofort bei Einstellung nach der Erfahrungsstufe 5 bezahlt werden.


    @reisinger: Bei Gesundheitskosten ist ja bekannt, dass ein ganz dicker Brocken in der letzten Lebensphase anfällt, in der Regel wird dies im Ruhestand sein, dann beträgt der Beihilfesatz ja sogar 70%

    Bei den Berliner Berechnungen ging es ja um eine konkrete Entscheidungshilfe für eine anstehende politische Entscheidung (Wiedereinführung Verbeamtung Lehrer ja/nein), sowas ist natürlich schon vom Untersuchungsansatz eher ergebnisoffen...


    Meinste nicht, dass es z.B. dem Staatsministeriums für Finanzen in der Beamtenhochburg Bayern eher so um die Legitimation des status quo ging? Nicht zu vernachlässigen auch, dass solche Untersuchungen von Beamten bzw. im Beamtenmilieu in Auftrag gegeben werden....(und nuja, die haben ja irgendwie nicht son ganz großes Interesse dran, zu betonen, wie 'toll und vorteilhaft' ihr Status ist...)


    Im Lehrerbereich (gehobener Dienst/höherer Dienst) braucht man eigentlich auch nur kurz zu überlegen....


    Chili schreibt:

    Zitat

    Die Liste der Vorteile mag sehr lang sein, kommt aber auf immer dasselbe hinaus: Geld.

    Im Wesentlichen: ja - ist natürlich auch kein ganz unwesentlicher Teil der Zufriedenheit (vor allem dann im Alter). Im Förderschulbereich kann es sicher durchaus gute Gründe geben, bei einem AG zu arbeiten, der nicht verbeamtet (aber eher eine 'trotzdem' Entscheidung - wenn man noch weit von der Altersgrenze entfernt ist, kann man ja immer noch Schule und ins Verbeamtungsverhältnis wechseln - Jahre werden ja anerkannt). In mehreren ostdeutschen Ländern gibt es im Schulwesen ja nicht den Kirchenbeamtenstatus....und wenn man da halt an einer GE-Schule (meist in kirchlicher Trägerschaft) arbeiten möchte und räumlich zudem nicht so flexibel ist...


    Chili schreibt:

    Zitat

    Mindestens ein TB bei meiner Schule hat eben mit Mangelfach seeeehr gut verhandelt.

    Jo, Erfahrungsstufe dann wohl, das geht bei Neueinstellung in sehr günstigen Konstellationen bei hoher Qualifikation (zur Personalgewinnung übrigens auch bei Beamten prinzipiell möglich und wurde in NRW auch schon durchaus im Lehrerbereich angewendet - aber nicht an die große Glocke gehängt!). Aber das geht dann doch um Summen, die doch weit unterhalb der netto-Differenz liegen....

    Chilli schreibt:

    Zitat

    Wenn ich als Angestellte meine Nebenbeschäftigung nicht bekäme, könnte ich aber entweder gut verhandeln oder ohne Verlust von allem Tschüss sagen.

    Na, dann viel Vergnügen beim Verhandeln - ist doch unrealistisch, damit als TB was erreichen zu können (oder gar so eine Besserstellung gegenüber Beamten zu erreichen)


    Chili schreibt:

    Zitat

    ich klinke mich hier mit einer Zwischenfrage ein. Weiß jemand, ob es relativ unschwierig sein könnte, den Wechsel vom Beamtentun in ein Angestelltenverhältnis zu gehen (idealerweise: selbe Stelle), so dass man den Abgang vorbereitet?

    Theoretisch ginge das, es müsste aber dann ja ein Beschäftigungsverhältnis neu begründet werden - und dazu gehören 2 Seiten...


    Würde man erstmal natürlich mit ganz spitzen Fingern behandelt werden - da Verzicht auf Beamtenverhältnis (um als TB weiterzuarbeiten) gemeinhin ja doch als selbstschädigend und als so eine Form des Ausdrucks von 'psychischer Störung' verstanden werden würde,,,;)


    Aufzählungen will ich jetzt gar nicht kommentieren, aber Familienzuschläge für Beamte sind z.B. nicht berücksichtigt...(wo im Moment die rechtliche Entwicklung durchaus darauf hinausläuft, dass die drastisch erhöht werden...(in Thüringen für Teilgruppen schon geschehen), Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit, usw., usw.


    Achja, und das ewige Beamtenlobbymärchen, dass Beamte billiger kommen als Tarifbeschäftigte (....kurzfristig kann das hinkommen - aber die Pension unbeschränkte Lohnfortzahlung, lebenslange (!!) Beihilfe usw. usw. hauen halt voll rein, der TB ist für den Arbeitgeber mit 67 'erledigt) Für Berlin gabs im Zuge der Wiederverbeamtungsdiskussion da z.B. eindeutigste und drastische recht aktuelle Berechnungen... (natürlich nicht von der Beamtenlobby, sondern vom Finanzsenator)

    Wenn Du Sprache als Förderschwerpunkt hast, wird es große Überschneidungen mit sprachlicher Grundbildung geben. Kann man positiv oder negativ sehen....(bei den Fachinhalten kommt es auch immer auf die jeweilige Uni an und unispezifischen Wahloptionen).


    Plattenspieler: yepp, differiert sehr stark bundeslandspezifisch - ich bezog mich auf NRW (Thüringen hat z.B. 2 FSPs und 2 Fächer). An Förderschulen wird übrigens sehr gern gesehen, wenn man eine Naturwissenschaft hat (z.B. Chemie, Physik dann ab 5) oder auch Sport/Kunst/Musik. Das man Deutsch und Mathe unterrichten kann, wird eh vorausgesetzt (optimal finde ich ein Hauptfach und ein Nebenfach)


    Prinzipiell könntest Du sicherlich an beiden Schulen arbeiten (einfach, weil Du Förderschwerpunkt Sprache hast), allerdings ist das mit den Stellen auch im Sonderpädagogikbereich keineswegs ein Wunschkonzert (also: gezielt auf 2 Schulen hin meine Unterrichtsfächer zu wählen, würde ich nicht machen), und zukünftig voraussichtlich weniger, da die Ausbildungskapazitäten gegenwärtig stark ausgebaut werden.

    Ich glaube, die Threaderstellerin will darauf hinaus, dass wenn Sie ein Primarstufenfach im Lehramt Sopä im Ref wählt (von seinen 2 Fächern muss man nur 1 wählen, in dem man dann im Ref ausgebildet wird), sie zwingend dann in inklusiven Kontexten an einer Grundschule ihr Ref. absolviert (analog auch bei einem Fach, dass nur in der Sek. I vertreten ist)


    Von daher ist Fächerwahl schon relevant - unsinnig ist z.B. Sachkunde zu studieren, wenn man später eher ältere Schüler unterrichten möchte.

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