Beiträge von wossen

    Nuja, die Lebensqualität ist sicher besser besser mit A13 als mit Hartz IV "bedrückend, permanent krank/in Therapie/teilstationär/whatever zu sein" ;)

    VBL ist für Tarifbeschäftigte eine Zwangsversicherung.


    In der Berechnung von Veronica ist die Kirchensteuer nicht enthalten - muss man diese bezahlen, wären es ca. 2325€ netto.

    Man braucht die Besoldung übrigens gar nicht aufzugeben, man kann die Arbeit auch einfach abgeben - oder (für Hartgesottene) diese so ausführen, dass sie einen weggenommen wird (zwangsweise Runterstufungen der Besoldungsgruppe sind quasi unmöglich...,)


    Solche Fälle gibt es an Gymnasien einige, wo jemand eine A15-Stelle innehat, aber nicht (mehr) entsprechende Arbeit verrichtet. Okay, ist nicht sehr gut für das Standing derjenigen im Kollegium und so...


    Tarifbeschäftigte sollten sowas aber vermeiden, dann droht Änderungskündigung (da ist die Stelle an die AKTUELL ausgeführte Arbeit eng gekoppelt).....aber bei Beamten...(da gilt der alte Lehrsatz 'Unfähigkeit ist kein Dienstververgehen' - und wenn man eine höherwertige Arbeit nicht mehr verrichten will, ist das ja auch eine Art von Unfähigkeit. In dem Falle ist das aber keineswegs automatisch mit einem Verzicht auf die höhere Besoldungsstufe verbunden)

    Catelyn schreibt:

    Zitat

    Als Lehrerin ist es gar nicht unbedingt meine Aufgabe, mich um alle Probleme meiner SuS zu kümmern. Es ist meine Aufgabe, diesen Kindern etwas beizubringen.

    Hm, der Schüler hat esE Förderbedarf....mit dem Beibringen muss man da schon auf 'Rahmenbedingungen' als Pädagoge achten


    Vermutlich wäre es am Besten gewesen, die beleidigende Anmerkung in der Situation zu überhören, zumal sie ja auch gar nicht richtig zu verstehen war.....(was ich schon alles überhört habe in der Arbeit mit esE-Schülern...). Genau das Verhalten der Threaderstellerin wünschte sich der Schüler, aber das sieht die Thjeaderstellerin ja auch selbst so.


    Aber das ist keinerlei 'Vorwurf' - es ist schwierig...und bedarf auch Erfahrung im Umgang mit esE-SuS


    Jetzt sehe ich als Option, Karten im Gespräch mit dem Schüler klar auf den Tisch zu legen (ich weiß, warum Du dich jetzt für mich interessiert...) und authentisch zu sein...Auslagerung an Andere (Abteilungsleitung, Sozialarbeiter) erst, wenn das wirklich alles nix bringt (leider ist das ja schon am Anfang geschehen), versuch Du selbst eine Beziehung zum Schüler aufzubauen

    Selbst wenn Dir das zeitweilig gelingen sollte (dann wäre man ein absoluter Ausnahmefall), was bringt Dir das?


    CDL: Nichterfüller zu sein, damit ist was ganz anderes gemeint, als das 2. Stex endgültig nicht bestanden zu haben (das ist leider das endgültig verlorene Finale, okay, vll, gibt es als wirklich überzeugende Persönlichkeit, sehr günstigen Fächern, großer Not der Schule und vll. Beziehungen Chancen an Privatschulen)

    Okay, könnte man je nach Schule ja variabel machen (hier sind Gymnasien häufig personell im Vergleich zu anderen Schulformen sehr gut ausgestattet und auch die Altersstruktur ist günstiger)


    Nuja, die Medien vermitteln natürlich schon das Bild, dass wir alle den ganzen Tag online-teaching machen (an Förderschulen z.B. ungemein verbreitet :pfeifen:) .Den Gewerkschaften kämen Arbeitszeitverlängerungen nach Corona ungemein entgegen, weil sie dann was zu protestieren hätten (wäre ja auch der Beamtenbereich betroffen), sicher sehr günstig für Mitgliedergewinnung und Profilierung. Das wäre für die Gewerkschaften ein Traumszenario..

    Das beträfe dann allerdings nach der geltenden Tarifarbeitszeitautomatik auch die tarifbeschäftigen Lehrer.


    Wäre aber eine plausible Idee: Dann würde die Zeit des Schulausfalls praktisch nachgearbeitet werden (allerdings von TBs und Beamten, obwohl TBs womöglich in iKurzarbeit gewesen wären).


    Interessanter Beitrag! Stundentafel würde dann befristet auch für die SuS erweitert werden.

    Nuja, in Thüringen (und anderen ostdeutschen Ländern) erinnert man sich noch an die Zwangsteilzeit für (fast alle) tarifbeschäftigte Lehrer vor nunmehr fast 25 Jahren und weiß daher, was so alles möglich ist für angestellte Lehrer.


    In allen Beschäftigungsverhältnissen sind Kürzungen rechtlich machbar, auf unterschiedlichen Wegen.

    Ist aber im Beamtenbereich schon äußerst schwierig, vor allem, wenn es NUR Lehrer treffen soll (im TB-Bereich reicht einfach: Vereinbarung der Tarifparteien). Wie könnten denn Kürzungen im Beamtenbereich in der Situation der langfristigen Schulschließung monetär aussehen?

    Und jetzt werde ich mal 'apokalyptisch':


    Durch einfache Änderungen des Tarifvertrages könnten jetzt die Tarifparteien im Zuge von Corana vereinbaren, die Kündigungsmöglichkeiten zu modifizieren. Unangenehm für so manchen (angeblichen) low-performer im Schuldienst (oder auch einfach einen, der die falschen Fächer hat), der langjährig tarifbeschäftigt ist (okay, da steht der Lehrermangel in vielen Bereichen vor - und dann müssten die Schulen schon längere Zeit geschlossen bleiben)


    Als Tarifbeschäftigter im ÖD ist man halt fast völlig den Gewerkschaften (die bekanntlich beamtengeprägt sind) ausgeliefert.

    Der TVöD-S hat aber so viel Sonderregelungen, dass er nur noch dem Namen nach dazugehört (ist übrigens auch viel höher als der normale TVöd oder gar der TVL für Lehrer)


    Außerdem wird der nicht direkt von der VKA verhandelt (sondern von einem separiertem Gruppenauschuss) - gehört also (vermutlich) nicht zu dem Bereich, was jetzt verhandelt wird.


    Ich bin vor allem durch die Beispielserwähnung von Bibliotheken hellhörig geworden, das ist fast überall fester Bestandteil als Einrichtung der Stadtverwaltung (nicht ausgegliedert, nix - ist wie Einwohnermeldeamt oder Kämmerei)

    Ich gehe stark davon aus, dass den Ländern die paar Euro Ersparnis zu heikel wären (zumindest dort, wo die Angestellten deutlich in der Minderzahl sind). Es wäre auch arbeitsrechtlich problematisch, den Beamten ihre Bezüge zu lassen (was alternativlos wäre) und sie den Angestellten zu kürzen. In einem Betrieb kann ich auch nicht den Einen auf Kurzarbeit setzen und den Anderen nicht.

    Wieso sollte das in irgendeiner Form arbeitsrechtlich problematisch sein?


    Die unterschiedliche Behandlung der beiden Statusgruppen in vielen anderen Bereichen ist ja auch rechtlich völlig gedeckt.

    @Fossi: Nö, flächendeckend ist im ÖD natürlich kein Bedarf an Kurzarbeit da (z.B. nicht in kommunalen Krankenhäuser, Gesundheitsamt oder der Kernverwaltung)


    Aber im Bereich der Schulen, wenn es nach den Osterferien mit dem Unterricht nicht weitergeht....(da kann man doch sehr viele Schulen einfach mit den Beamten weiterlaufen lassen, die ja nicht betroffen wären). Das wäre nicht unvorstellbar

    Ja, für den indirekten öD !

    Es ist unklar, ob eine Möglichkeit für den gesamten Geltungsbereichs des TVöDs ohne weitere Spezifikation vereinbart werden wird (Beschäftigte des Gesundheitsamtes werden sicherlich nicht betroffen sein...Da werden die Arbeitgeber das dann nicht anordnen). Ich wüsste jetzt auch nicht, was ein "indirekter ÖD" sein sollte (Bibliotheken sind z.B. direkt genannt, das ist 'purester' ÖD arbeitsrechtlich)

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