Beiträge von RosaLaune

    Was ich daneben finde: Ich habe mir Fotos angeschaut von der Abschlussfeier der hiesigen Gemeinschaftsschule. Die meisten Schüler sind in Abendgarderobe zu sehen und ein paar Lehrer tatsächlich in kurzen Hosen (die tätowierten Beine kommen da auch besser zur Geltung) und Schlampershirt, an den Füßen irgendwelche Latschen. Nicht alle - ein Teil des Kollegiums war wirklich gut gekleidet und das zeigt an so einem Tag doch die Wertschätzung den Schülern gegenüber. In meinen Augen sollte schon noch ein Unterschied zu erkennen sein zwischen Alltag und Feierlichkeiten.

    Kurze Hose und Blazer geht auch.

    Wenn ich mir die BASS anschaue, dann scheinen die Tagespraktika in der BF1/2 die gewollte Norm zu sein, Blockpraktika bleiben aber möglich. https://bass.schule.nrw/pdf/20315.pdf?20260912060102

    Zitat

    Vor dem Hintergrund der fachbereichsbezogenen oder regionalen Gegebenheiten kann die Schule neben wöchentlich eintägigen Praktika auch Blockpraktika mit anschließend wöchentlichen Praktikumstagen (Splittung) oder ausschließlich Blockpraktika anbieten. Blockpraktika dürfen höchstens zwei Wochen pro Block umfassen.

    Das ist doch sowieso nicht mehr zulässig. Vor den Sommerferien kam eine deutliche Mail, dass wir das so nicht mehr machen dürfen. Gewollt sind wöchentliche Tagespraktika.


    EDIT: Ach das war B1 und B2, oder? Ich glaub, ich verwechselt da was.

    Bei mir geht es um Anlage A.2, aber die Praktika haben wir analog zu denen in der Berufsfachschule 1 und 2 organisiert. Von der neuen Regelung weiß ich nichts. Wir haben auch eine neue bekommen, aber die ging so, dass wir nicht mehr zwei dreiwöchige, sondern drei zweiwöchige Praktika machen sollen (was effektiv mehr Arbeit bedeutet).

    Bolzbold schrieb vor 8 Jahren, dass Minusstunden nicht mitgenommen werden dürfen.

    Hannelotti
    19. Oktober 2018 20:26

    Außerdem gibt es "Annahmeverzug des Dienstherrn", du bist da, bietest deine Arbeitskraft an, der Dienstherr kann dich nicht wegschicken und nächstes Jahr eine Stunde mehr in den Plan schreiben.

    Wie die Betreuung im Praktikum verrechnet wird, müsste man m.E. pauschal pro Schüler*in festlegen, immerhin sind Praktika ein wichtiger Baustein eurer Schulart. Es muss aber auch einen Unterschied machen, ob man 3 oder 20 SuS betreut.

    Ich gehe doch auch davon aus, dass es nicht in Ordnung ist. Die Schulleitung sieht es anders und bis das geklärt ist, vergeht jetzt erstmal viel Zeit.

    Aus Sicht der Schulleitung fallen keine Minusstunden an, der Unterricht entfällt nämlich nicht, sondern wird gar nicht erst angeboten. Für den Praktikumszeitraum sind die Stunden im Stundenplan einfach weg. Nacharbeiten muss ich auch nichts, ich arbeite quasi vor.

    Ich kapiere es nicht ganz. Sie sind 6 Wochen unterwegs und du betreust sie als Klassenlehrer? Unterrichtest sie 6 Stunden wöchentlich in welchem Fach? Wie viele SuS sind es denn, die ihr besuchen müsst, teilt ihr euch da rein?

    Genauer sind sie drei mal zwei Wochen unterwegs, machen also drei verschiedene Praktika. Ich unterrichte in Deutsch und Politik und Wirtschaft (letztere beiden fachfremd). Ich muss mit meinem Stundenumfang 3 Schüler betreuen. Ist nicht viel, schon klar, aber in einer betreuungsintensiven Klasse wie der AV heißt das auch, dass die nach 3 Tagen einen neuen Praktikumsplatz brauchen, weil sie es sich dort verschissen haben. Da hat man immer viel Arbeit mit.

    Das Kollegium an der Schule ist toll, jedenfalls die, mit denen ich enger zusammenarbeite. Vor der Schulleitung wird aber gekuscht, das ist schon erstaunlich. Natürlich ist der PR eingeschaltet, das ändert aber erstmal nichts an den Stundenplänen.

    Deswegen haben wir aber für unseren Bildungsgang das Praktikum zurückgefahren und machen es jetzt ohne Aufgabenstellung. Pädagogisch ist das natürlich Mist, aber es kann ja nicht sein, dass wir eine Stunde mehr im Stundenplan haben, ggf. dadurch mehr Klassenarbeiten stellen müssen und dann noch Berichte korrigieren sollen.

    Ich finde auch den Vergleich mit den Abschlussklassen nicht plausibel, denn deren Unterricht ist ja dann wirklich weg, da muss auch nichts mehr gemacht werden. Praktika in der AV oder BF oder dem BG sind aber schon mit Arbeit verbunden.

    Halte ich für unzulässig. Der Chef darf euch für Vertretungsstunden einteilen oder andere Aufgaben zuweisen, die während der Praktikumszeit stattfinden, aber er darf euch keine Minusstunden anrechnen, die ihr ja nicht selbst verschuldet habt.

    Mal ganz abgesehen von der Praktikumsbetreuung und den Besuchen im Betrieb, das muss auch irgendwo stattfinden in deinem Stundenplan.

    Das wäre nun was, was ich unter gar keinen Umständen hinnehmen würde. Bist du Gewerkschaftsmitglied?

    Die Argumentation der Schulleitung ist, dass hier so vorgegangen wird wie bei Abschlussklassen, die ggf. ab den Osterferien nicht mehr im Unterricht sind. Da dort dann kein Unterricht angeboten wird, werden keine Stunden gehalten und diese müssen vorgearbeitet werden oder die Kollegen erhalten ab dann eben einen anderen Stundenplan. Die Kollegen, die dann die Abschlussprüfungen korrigieren müssen, können ggf. Korrekturtage beantragen.

    Für rechtlich angreifbar halte ich die Regelung nicht. Wir haben als Bildungsgang aber schon reagiert und die Praktikumsaufgabe gestrichen. Wir besuchen die Schüler pro Praktikum einmal, aber es gibt keine Berichte oder Präsentationen mehr, in denen das Praktikum reflektiert wird. Qualität sinkt wieder, aber anders geht es eben nicht.

    Hat nichts mit der ADO zu tun, aber durchaus mit dem Thema.

    Uns wurde in der Lehrerkonferenz eröffnet, dass Unterrichtsstunden von Klassen im Praktikum ab diesem Schuljahr Ausfallstunden sind, die dann nachgearbeitet werden müssen. Eine Anrechnung von Praktikumsaufgaben wie Betreuung bei der Suche nach einem Platz, während des Praktikums und dann die Kontrolle der Praktikumsaufgabe erfolgt künftig nicht mehr, da das ein sonstiges Dienstgeschäft sei. Heißt also, wer viele Praktikanten betreut, darf viel nacharbeiten, aber eben auch viel Zeit in die Betreuung stecken. Das ist auch unfassbar.

    Was sagen denn die Elternvertreter, die ihr ja bestimmt auch immer dabei haben möchtet, zu so einem Kindergarten? Warum sollte man jeden Monat zu eine Fachkonferenz einladen, wenn es dort überhaupt nichts zu besprechen gibt? Gegenstände, die ihr nicht bearbeiten wollt, bearbeitet ihr doch wohl nicht. Dazu zwingt euch doch keiner, erst reicht kein Fachkonferenzvorsitzender, da der doch nichts zu sagen hat.

    Gibt keine Elternvertreter. Sollte es geben, gibt es aber nicht. Ist am Berufskolleg aber auch nicht so ungewöhnlich. Ich saß bisher auch bei all meinen Pflegschaftsabenden alleine. Eltern interessieren sich entweder nicht oder die Schüler sind eben volljährig.

    Ich habe heute noch mal Gespräche geführt. Wir hätten die Mehrheit für einen Vorsitzenden, aber viele möchten nicht offen für ihn stimmen. Ein paar mehr würden aber für eine geheime Wahl stimmen, damit dürften wir knapp das Fünftel der anwesenden Stimmberechtigten erreichen, die nach § 64 Abs. 1 Satz 2 SchulG notwendig wären, jedenfalls nach Rechtsauffassung der Schulleitung. Das Problem ist nur, dass einige hier auf die Ungerechtigkeit hingewiesen haben, dass diejenigen, die den Antrag auf geheime Wahl stützen, dann den Unmut der Schulleitung auf sich ziehen, während die anderen, die den neuen Vorsitz wählen, verdeckt bleiben. Aber ich denke, das kriegen wir hin. Ich verstehe die Furcht vor der Schulleitung auch überhaupt nicht. Die Leute sind fast alle auf Lebenszeit verbeamtet und abgesichert, wie sonst kaum einer. Da passiert nun wirklich nichts, was man nicht ertragen könnte.

    Zitat

    Was ich allerdings nicht verstehe, wie so ein ömmeliger Posten wie Konferenzvorsitz eine derartige Auswirkung haben kann.

    Indem man den Posten für Schulleitungssachen verwendet und zeigt, wie aktiv man arbeitet. Da wird dann eben jeden Monat zur Fachkonferenz eingeladen (schau wie fleißig ich und meine Leute sind) und Gegenstände bearbeitet, die nur noch so gerade in das Aufgabengebiet der Konferenz fallen.

    Wer soll Euch denn daran hindern? Soll der AL oder die SL dann die Wahl beanstanden? Der/die DezernentIn freut sich bestimmt über einen solchen Kindergarten.

    Beanstanden würde die SL und die ALen die Wahl sicher nicht, aber unsere Gesamtschulleitung hat schon besondere Vorstellungen von ihrer Aufgabe und wie man darauf reagieren sollte, wenn die Mitarbeiter nicht so wollen. Die Schulatmosphäre könnte kurzfristig jedenfalls leiden und Beförderungsaussichten geschmälert werden, so befürchten jedenfalls einige.

    Die Fach- und Bildungsgangkonferenzen stehen wieder einmal an und die Leitung unserer hohen Hauses vertritt die Ansicht, dass Fach- und Bildungsgangkonferenzen keine Schulmitwirkungsgremien sind und deshalb deren Vorsitzenden und Stellvertretungen nicht wie nach § 64 Abs. 1 Satz 1 SchulG NRW geheim gewählt werden muss, da es unter die übrigen Wahlen (§ 64 Abs. 1 Satz 2 SchulG NRW) fallen sollte. Ich halte diese Rechtsauffassung nicht für unangreifbar, da die Fachkonferenz aber im siebten Teil, zweiter Abschnitt (Mitwirkung in der Schule) des Schulgesetzes genannt wird (§ 70 SchulG NRW), gehe ich davon aus, dass die Fachkonferenz sehr wohl ein Mitwirkungsgremium ist und der Vorsitz daher zwingend geheim zu wählen ist. Auch der Philologenverband (iieh) geht in dieser Broschüre für Referendare (S. 14) davon aus, dass die Fachkonferenz ein Mitwirkungsgremium ist.

    Wir haben die unangenehme Situation an der Schule, dass sich Abteilungsleitungen zu Fachkonferenzvorsitzenden wählen lassen und dann in der Fachkonferenz die Agenda der erweiterten Schulleitung pushen, was für uns oft mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden ist. Genug Kollegen haben darauf keine Lust mehr, würden aber bei einer offenen Wahl nicht gegen die A15er stimmen. Mit einer geheimen Wahl hätten wir reale Chancen, einen von uns zum Vorsitzenden zu wählen.

    Wie ist das bei euch? Wählt ihr die Vorsitzenden der Fach- und/oder Bildungsgangkonferenzen geheim? Gibt es Absprachen oder Einmischungen von Seiten der erweiterten Schulleitung?

    Ich habe ja keine Ahnung von Geschichte als Fach, aber sich ein bestimmtes Thema wie politische Partizipation diachron anzuschauen, finde ich erstmal eine nette Idee. Mal davon abgesehen, dass es immer schon ein Vorteil ist, überhaupt einen Kernlehrplan/Bildungsplan zu haben...

    Ist der für die Sek I?

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