Beiträge von RosaLaune

    Ich finde das mit der Frist für die pauschale Beihilfe so asozial. Ich verstehe ja noch, dass nicht gewünscht wird, dass man im Sabbatical zurück in die gesetzliche wechselt. Aber Menschen, die nie einen Cent Beihilfe erhalten haben davon auszuschließen finde ich nicht korrekt.

    Hoffe, dass es irgendein Makler möglich macht oder, es eine andere Lösung gibt.

    Haha, es gibt Bundesländer, da gibt es gar keine pauschale Beihilfe. Nur um das asozial mal einzuordnen. Dein Problem ist dagegen größtenteils selbstverschuldet. Auch mies und hilft dir jetzt auch nicht weiter, aber dass es Fristen gibt ist nun so ungewöhnlich nicht.

    Letztes Jahr habe ich mich tierisch aufgeregt über diese ganzen Beiträge in den Sozialen Netzwerken zum Tag der richtigen Berufswahl, also dem Tag, an dem die Sommerferien beginnen. Ich genieße die Sommerferien wie jeder andere Kollege auch, aber in den Sozialen Netzwerken schürt man damit nur Neid und Frust und Ärger. Dieses Jahr war es auch wieder so.

    Und trotzdem: heute war mein Tag der richtigen Berufswahl. Die Internationale Förderklasse, die ich geleitet habe und die nun den Ersten Schulabschluss in der Tasche hat, hat mich heute mit Geschenken so überhäuft, dass die Tränen gar nicht aufhören konnten zu fließen. Ich habe ein herzerwärmendes Dankesvideo bekomme, ein Fotoalbum mit den besonderen Momenten dieses und des letzten Schuljahres (der größte Teil der Schüler war auch letztes Jahr in meiner Klasse, da reichte das Deutschniveau aber noch nicht zum Abschluss) mit narrativem Text dazu und so viel Schokolade, dass ich das wahrscheinlich melden muss, weil es vom finanziellen Wert zu viel ist.

    Heute ist wirklich der Tag der richtigen Berufswahl.

    Wenn du nicht mehr alle Klassen mit vielen Stunden hast, seid ihr ja mit mehreren Lehrkräften betroffen und könntet euch abstimmen.

    Vielleicht hat die SL ja auch noch ein Wort zur Beratung hinsichtlich der Leistungsbewertung am konkreten Beispiel?

    Wir sind ja auch dieses Jahr zu mehreren betroffen. Haben uns auch gerade zusammengetan und darüber gesprochen. Wir bleiben dabei, wer 400 Fehlstunden hat, nicht lesen, schreiben und rechnen kann oder sich überhaupt nicht am Unterricht beteiligt (also auch nicht still durch Mitarbeit), der wird keine 4 im Fach kriegen. Wo kommen wir denn hin, wenn die Schulleitung, die selbst nie in der Ausbildungsvorbereitung unterrichtet hat, gar nichts über die Umstände dort kennt und sich bisher auch nicht dafür interessiert hat, die Noten verbessert?

    Komme gerade aus dem Schulleiterbüro.

    Gute Nachricht: ich mache nun deutlich weniger Stunden in der Ausbildungsvorbereitung und nur eine Klassenleitung in der Ausbildungsvorbereitung und eine in der Internationalen Förderklasse.

    Schlechte Nachricht: der Schulleiter war sehr unzufrieden damit, in der AV fast nur Abgangszeugnisse unterschreiben zu dürfen. Die paar Abschlüsse, die erteilt wurden, waren zu wenig, nächstes Jahr muss das anders aussehen. Also darf ich wohl nächstes Jahr gute Noten verschenken...

    Aber nochmal kurz, an all die die "privat" und "beruflich" so strikt trennen - und auf ihren Privatgeräten keinerlei dienstliche Inhalte zulassen bzw. ausschließlich an vom Dienstherrn gegebenen Geräten arbeiten:

    Das Lesen, Schreiben, Diskutieren hier im Lehrerforum macht ihr von welchem Gerät aus? Diskussionen über Krieg, Wetter und Fußball von Privatgeräten; Diskussionen über Bildungspolitik, Unterrichtsbesuche und Elternabende über Dienstgeräte?
    Wechselt ihr das Gerät, wenn ich hier mal nach einer Anregung für euren Unterricht fragt?

    Ich entscheide, wozu ich meine privaten Geräte nutze. Darum geht es. Ich mache das Klassenbuch durchaus auch auf meinem Privatgerät, aber ich lasse mich dazu nicht vom Dienstherrn nötigen. Davon abgesehen, alles was du da nennst, ist privat.

    Nur müsste man dann an allen Schulen die hohen Durchfaller-Quoten haben.
    Ich kenne in dem Bundesland den Lehrplan jetzt nicht, aber in meinem Bundesland bezieht sich der Abitur-Stoff zum großen Teil auf den Stoff der beiden Oberstufenjahre.

    Also, ich will nicht sagen, dass da nun ein Drittel wegen Corona durchgefallen sind. Aber die Coronazeit beeinflusst die Bildungsbiografien der Schüler. Im vorliegenden Fall ist sicher noch mehr im Argen.

    Und auch wenn sich die Abiturprüfungen nur auf die Jahre der Qualifkationsphase beziehen, trägt man die Schäden ja mit sich. Wer im (konzeptlosen) Distanzunterricht alphabetisiert wurde, zu Hause keine Unterstützung hatte und auch in den späteren Jahren kein Bildungsprogramm erfahren hat, dass sich speziell um diese Probleme kümmert, der geht eben als funktioneller Analphabet durchs System Schule.

    Wenn ihr im Sportverein seid und dort ein Ehrenamt übernehmt (z.B. Vorstand, Trainer, ...), verlangt ihr dann auch für alles Dienstgeräte vom Verein? Nutzt ihr dann auch kein privates Gerät für die Kommunikation?

    Verlangt ihr auch Wasserflaschen vom Arbeitgeber, damit ihr an heißen Tagen genügend trinken könnt? Oder nehmt ihr auch mal eine private Flasche für dienstliche Zwecke mit in die Schule?

    Geht ihr für jeden Radiergummi ins Sekretariat und holt ihn euch dort ab?

    Das Beispiel mit dem Sportverein ist nicht passend, denn das ist eine private Entscheidung. Bei Ehrenämtern, zu denen man verpflichtet wird, zum Beispiel als Schöffe, trägt natürlich jemand die Auslagen.

    Trinkwasser zur Verfügung zu stellen ist tatsächlich eine Hitzeschutzmaßnahme. Die Flasche ist aber auch etwas privates, da sehe ich auch gar keinen dienstlichen Zweck.

    Aber ja, ich gehe für jeden Rotstift ins Sekretariat. Ich benutze kein privates Schreibgerät. Wenn ich schreiben soll, dann wird mir das entweder zur Verfügung gestellt oder meine Auslagen ersetzt oder es wird nicht geschrieben. Ich habe in den letzten Wochen ohne Kopien gearbeitet, weil es eben keine Kopiermöglichkeit abseits von Klassenarbeiten, Informationsschreiben und Zeugnissen mehr gibt. Das fange ich auch nicht privat auf. Ist es scheiße, eine Kurzgeschichte über die Projektionsfläche lesen und analysieren zu lassen? Ja, aber so ist es eben gewollt. Habe ich Zeugnisse dieses Jahr in Rot unterschrieben, weil uns nur Rot-, Grün- und Braunstifte ausgegeben werden? Ja, auch. Das muss alles nicht sein, aber so wird es eben gemacht.

    Die ehemalige Schülerin beklagt auch "veraltete Unterrichtsmethoden", "zu viel Stundenausfall" und sogar noch "Corona" (?).

    Was heißt denn noch Corona? Die Pandemie ist vorbei, aber es sind nicht die Schüler, die 2020 oder 2021 Abitur gemacht haben, die darunter besonders gelitten haben. Die ganzen Jahrgänge jetzt und die in den nächsten Jahren folgen, das sind die, die massiv unter Corona leiden. Nicht weil der Schulalltag jetzt betroffen ist, sondern weil die in der ganz wichtigen basalen Schulbildung betroffen waren – das kriegen wir auch nicht mehr rausgebügelt. Ein großer Teil der Schülerschaft hat ein Sonderopfer in der Pandemie bringen müssen und wird das auch ihr Leben lang nicht mehr los. Bei vielen konnte das über das Elternhaus oder über ausreichend Ressourcen in anderer Form ausgeglichen werden, bei den ganz Schwachen aber eben nicht.

    Spielt keine Rolle. Das gehört in keine Rede. Nicht von Menschen, die das Abitur haben.

    Sehe ich anders. Wenn jemand Unmut aufgestaut kann, dann kann er den auch rauslassen. Und bei einer Schülerin, deren Bildungslaufbahn so katastrophal geprägt war (Flüchtlingskrise, Corona) und für die die Zukunft bis auf 40 °C-Sommer wenig bietet, halte ich es auch für sehr verständlich, wenn sie da mal zurückfickt.

    Ich will mal kurz darauf hinweisen, dass zwar die telefonische Krankschreibung, aber nicht die Krankschreibung nach Videosprechstunde abgeschafft wird. TeleClinic und andere Anbieter bleiben also auch eine Option.

    Hier ist es genau umgekehrt und davon profitieren SuS, die gerne mal erst zur 3. Stunde kommen oder sich früher "verabschieden", ja sogar noch.

    Nicht? In den meisten Schulformen/Bildungsgängen stehen bei uns auch auf den Abschluss- und Abgangszeugnissen die Fehlzeiten/Fehltage drauf, ebenso wie Arbeits- und Sozialverhalten.

    :huh:

    Abgangs- und Abschlusszeugnisse weisen keine Fehlzeiten auf. Die stehen nur auf den Halbjahreszeugnissen (die es aber nur in Vollzeitbildungsgängen gibt) und bei mehrjährigen Bildungsgängen auf den Jahreszeugnissen.

    Dieses Jahr war das höchste, was ich eingetragen habe, 604 Fehlstunden. Fehltage erfassen wir nicht. Ist aber ein Abgangszeugnis, steht also eh nicht drauf. Aus irgendeinem Grund hat der Schüler aber in Politik eine vier...

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