Beiträge von RosaLaune

    Das ist in NRW keine Seltenheit. Bezahlt werden die Kollegen ganz normal nach Lehrerentgeltordnung. Da sitzen Vetretungskehrkräfte, PEler und entfristete ehemalige Lehrkräfte bezahlungstechnisch in einem Boot. Insoweit haben wir in den Lehrerzimmern eine Fünf Klassengesellschaft deren Durchlässigkeit sehr beschränkt ist. Das sieht allgemein im öffentlichen Dienst durchaus anders aus.

    Grundsätzlich gilt im TV-L ja, dass die Entgeltgruppe sich nach der Tätigkeit bestimmt, völlig egal ob jemand dafür ausgebildet ist oder nicht. Wie so oft im TV-L gilt für Lehrer aber eine Sonderregelung, wir haben hier einen eigenen Tarifvertrag und dieser bestimmt, dass sich die Entgeltgruppe nach Qualifikation ergibt. Andernfalls müssten alle Vertretungslehrkräfte, egal ob sie Bachelorstudierende, Menschen mit Diplom oder abgeschlossener Lehrerausbildung sind, nach E13 bezahlt werden.

    Wieso sind so extrem viele Syrer nach 10 Jahren (!) weiterhin im Bürgergeld wenn das zuverlässig klappt?

    Geh mal in ein Krankenhaus oder Pflegeheim, dann siehst du, wie oft das klappt. Reicht natürlich noch nicht, es ist aber auch nicht so, als würden allesamt nur auf dem Sozialsystem liegen.

    Wenn ein Amt bei 3 Minuten Anwesenheit einen ganzen Tag anrechnet (bezweifle ich aber irgendwie), dann würde ich diese 3 Minuten nicht mehr eintragen. Denn 3 Minuten Anwesenheit ist kein ganzer Tag. Er hat faktisch den ganzen Tag gefehlt.

    Ich kann zumindest bestätigen, dass das bei uns auch so gehandelt wird. Ist ein Schüler auch nur kurz am Tag da, dann ist es kein Fehltag und kann nicht abgemahnt werden. Ich leite aber ohnehin keine Mahnverfahren mehr ein, weil ich zu oft bekloppte Rückläufer bekommen habe...

    Quittengelee

    Ich denke Moebius will darauf hinaus, dass so eine Röntgenuntersuchung für die Hälfte der Bevölkerung verpflichtend war. Da gab es kein „Ich will aber nicht!“ Für die Röntgenuntersuchung bei der Musterung haben die Feldjäger im Zweifelsfall schon gesorgt. Selbst als Kriegsdienstverweigerer wurde man ja erst einmal gemustert und konnte danach seine Verweigerung vorbringen.

    Ich wurde 2010 noch gemustert, da gehörte das natürlich nicht mehr dazu. Aber auch andere Untersuchungen konnte man problemlos verweigern.


    Allerdings bei einem Tuberkulosefall in der Schule und positivem Test kann das Röntgen der Lunge auch heute noch angeordnet werden.

    Tom123: Die Aussage erscheint auf mich verwirrend, weil sie den Anschein erweckt als würden junge Leute sich wegen sowas gegen die Aufnahme eines Lehramtsstudiums entscheiden. Wenn sie sich gegen ein Lehramtsstudium entscheiden, dann aufgrund anderer Faktoren. Wenn sie sich für ein Lehramtsstudium entscheiden, werden die Arbeitsbedingungen zu keinem Sinneswandel führen.

    Gerade in Zeiten gestiegener Arbeitslosenzahlen gewinnt der öffentliche Dienst eher noch an Attraktivität als Arbeitgeber und ich wage zu behaupten, dass junge Leute dem Thema "Arbeitsbedingungen" viel weniger Bedeutung für die Berufswahl zuweisen als der subjektiv empfundenen Sinnhaftigkeit in der Auseinandersetzung mit den Arbeitsinhalten, den finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten und der Sicherheit des Arbeitsplatzes (in dieser Reihenfolge!).

    Ähm, Fünftagewoche war für mich natürlich ein Argument fürs Lehramt. Bzw. fast schon ein Argument dagegen, weil Viertagewoche besser ist. Sechstagewoche mache ich nicht, da kündige ich.

    Nicht unbedingt, es wird zwar versucht, aber man hat keine Garantie darauf. Auch beim Abendunterricht ist ein Einsatz am nächsten Tag zur ersten Stunde möglich, denn es liegt knapp unter den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten

    Krass. Also, bei der Sechs-Tage-Woche ziehe ich meine Grenze, da wäre ich sofort raus.

    Ich bin an einer BS in Hessen, Abend- und Samstsgunterricht ist bis heute ganz normal bei uns. Wg Kinderbetreuung bin ich selbst gerade nicht eingesetzt, das kann sich aber ab einem gewissen Alter der Tochter wieder ändern.

    Habt ihr dann bei Samstagseinsatz einen anderen Tag in der Woche frei?

    Die Frage ist doch: Warum wertet unsere Regierung den Drohnenangriff nicht als Kriegshandlung und beruft gemäß §4 des NATO-Vertrags Konsultationen aller NATO-Mitglieder ein. Das wäre zumindest eine Warnung an die Welt, dass mit Deutschland nicht zu Spaßen ist, auf das es nie zum §5 des NATO-Vertrags, nämlich dem Bündnisfall, kommt.

    Da kann man dann auch gleich die von Russland veranlassten Morde auf unserem Bundesgebiet mit abhandeln.

    Es ist doch klar, dass Russland die Stimmung hier kippen will. Konsultationen nach Art. 4 NAV wären da doch ein Geschenk an Russland. Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass selbst ein erfolgreicher Drohnenangriff die nötige Schwelle um einen Angriff darzustellen nicht überschreiten würde.

    Klar, wenn es um so einen Betrag geht, dann lohnt sich der Rechtsweg nur, wenn einem die Gerechtigkeit wirklich wichtig ist. Aber ich finde es ein Unding, wie da mit dir umgegangen wurde. Aber du hast ja jetzt auf jeden Fall ein Argument zu sagen, dass unterrichtsfrei auch dienstfrei bedeutet, denn der Urlaubsanspruch hat sich ja entsprechend deiner unterrichtsfreien Tage verringert.

    Nein, das geht auch für Leute mit Vertretungsverträgen, die in den Ferien immer ausgesetzt werden. Mir musste das Land Berlin meinen Urlaub in der PKB-Zeit mal auszahlen. Lustig dabei war nur, dass ich eine 3-Tage Woche hatte, worausfhin sie mir den Urlaub gekürzt haben auf 3/5 des Urlaubsanspruches. Völlig in Ordnung, aber die Osterferien hatten sie damals bezahlt, dafür haben sie mir dann 5 Tage von den auszuzahlenden Urlaubstagen aber abgezogen (bei einer E-Tagewoche, die zur Kürzung führte).

    Nunja, ein sehr interessanter Versuche der Rechtsstelle.

    Hast du dagegen was unternommen?

    Ich habe nach zwei Doppelstunden in einem Kurs gesagt, dass ich Papier/Heft verpflichtend mache. Ich drucke auch alle Materialien.

    Gut!

    Wir haben bei uns in den Bildungsgängen Ausbildungsvorbereitung und Internationale Förderklasse auch eine No-Screen-Policy. In den anderen Bildungsgängen leider nicht und man merkt es. Es ist dann auch schwierig, dass als einzelne Lehrkraft durchzusetzen, wenn es immer heißt "Aber bei Frau Knüppelkuh dürfen wir das", kennt ja jeder. Und an einem technischen Berufskolleg ist es auch schwer, sich mit einer KI-kritischen Einstellung durchzusetzen.

    Ich lehne KI ja nicht ab, ich arbeite sehr viel mit OpenNotebook als NotebookLLM-Ersatz (will mich nicht an Google binden) und Claude. Aber ich behaupte ganz stark, dass man mit KI nur arbeiten kann, wenn man es auch ohne kann. Und wir alle haben gelernt, ohne KI zu arbeiten, unsere SuS aber zunehmend nicht.

    Was denn für ne Mangelverwaltung? Es gibt in NRW so viele Lehrkräfte wie noch nie? Wer angesichts der KI-Entwicklung und der rückgängigen Geburten in einem Land mit eh klammem Haushalt jetzt nicht die Einstellungen reduziert, hat doch eine Vollmeise.

    KI hilft mir auch nicht dabei, meine Klasse diszipliniert zu halten, Liebeskummer und Abschiebungsangst zu begleiten, einen Ausraster zu bekommen, weil der Schüler schon wieder aus dem Fenster gesprungen ist um auf Toilette zu gehen oder einfach mal neben einem Schüler zu sitzen und ihm beim Erwerb der Buchstaben zu helfen. Eine zweite Lehrkraft im Raum würde mir dabei helfen.

    ich wollte das Wort "Überangebot" relativieren.
    Das Überangebot entsteht nur, weil diejenigen, die die Rechnungen machen, nicht bereit sind, die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen (bezahlen) und diese rechnerisch einengen.


    Mangel und Überschuss sind aber jetzt für den Fall dieser armen Lehrerin irrelevant, oder interessiert es uns zu wissen, wie viele (zu viele) arbeitslose Verwaltungsfachkräfte es gibt, obwohl es in ihrer BR ganz offensichtlich zu wenige davon gab, die sich aller Akten annehmen konnten?

    Man sieht ja jetzt schon, wie die ersten Bildungsminister sagen, dass durch den Geburtenrückgang weniger Lehrkräfte gebraucht werden. Das Ziel scheint mir ganz klar zu sein, bei der Mangelverwaltung zu bleiben.

    Aber trifft das nicht auch auf Grammatik und Lexik zu? Und Orthographie?

    Grammatik und Lexik dürfte aus deutscher Perspektive im Spanischen nicht einfacher sein als im Französischen. Im Bereich der Verben ist Spanisch meines Erachtens schwieriger (es gibt alles, was es im Französischen gibt plus ein bisschen mehr und in viel mehr Formen), bei Substantiven tut sich nicht viel, ... Was Französisch hat und Spanisch nicht sind die Adverbialpronomen en und y. Die dürften schon auch eine besondere Schwierigkeit darstellen.

    Orthographie ist natürlich ein Punkt, der Spanisch einfacher macht. Das Schriftsystem ist sehr phonetisch. Das führt dann zu ein paar Schwierigkeiten, die eigentlich aber nur Gewohnheit sind. Ich habe immer wieder SuS, die internationale Wörter etymologisch statt phonetisch schreiben, also sowas wie philosophia statt filosofía, physica statt física. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Französisch ist da eine ganz andere Hausnummer.

    Spanisch ist in jeden Fall leichter, auch aussprechetechnisch, wenn man nicht unbedingt hektisch wie ein echter Spanier reden möchte.

    Im Französischen gibt es viel komplizierte Regeln, alleine die Aussprache plus Benennung (Errechnung) von Zahlen von 10 aufwärts.

    Spanier reden nicht hektisch, aber die meisten spanischen Standardvarietäten (auch eine Schwierigkeit an sich!) sind eben silbenzählend. Das ist ein starker Unterschied zum Deutschen und macht den ordentlichen Spracherwerb schwierig, gerade auch weil es in der Didaktik gern versteckt wird. Und das französische Lautinventar ist dem des Deutschen sehr ähnlich, wenn man die Laute in ein Venn-Diagramm legt, dann gibt es eine sehr große Übereinstimmung und nur ganz wenige Laute, die nur im Französischen (u. a. Nasalvokale, der ui-Laut) oder nur im Deutschen (u. a. Glottisschlag, [ç], [h]) vorkommen. Im Spanischen ist das ganz anders, allein schon wegen der ganzen frikatisierten oder approximantisierten stimmhaften Plosive.

    Wir haben ja ein starkes Abteilungssystem bei uns an der Schule. Jede Abteilung hat einen eigenen Stundenplaner und Kollegen, die in mehreren Abteilungen unterrichten, haben feste Slots je Abteilung. Daneben hat die Fachschaft Sport noch einen eigenen Stundenplaner. Keine Ahnung, wie die am Ende mit ~10 separaten Stundenplanern gute Stundenpläne hinkriegen, aber irgendwie klappt es immer.

Werbung