Beiträge von RosaLaune

    Es ist einfach unanständig, Individuen noch Geld mehr aus der Tasche zu ziehen und umzuverteilen. Es braucht Steuererhebungen für den Grundbetrieb eines Landes, darüber hinaus muss aber das Prinzip Eigenverantwortung gelten. Wir haben uns davon systemisch leider so weit entfernt, dass man aus überbordenden Sozialleistungen, Subventionen, Zuschüssen, Förderprogrammen usw. kaum wieder raus kommt.

    Es behauptet doch kaum noch jemand, dass das Sozialsystem, so wie es derzeit ist, falsche Anreize setzt und gleichzeitig denen, die Hilfe brauchen, nicht gut genug hilft. Aber warum sollte sich jemand, der jeden Tag ein Vermögen erwirtschaftet, nicht an der Reform in unserem Land beteiligen sollen?

    Das ist ja erst einmal eine Position der linken Parteien, ob das so stimmt, ist ne andere Sache. Es ist natürlich einfach gesagt, dass mit einer zusätzlichen Besteuerung von Reichen sämtliche Finanzprobleme des Staates gelöst sind und dadurch kann man sich natürlich gut um Kürzungen, insbesondere im Sozialbereich, drücken.

    Wir haben eine massive Ungerechtigkeit im Land und diese droht langsam, die Gesellschaft zu sprengen. Es wird auch sicher nicht besser, wenn man am ÖPNV, der Krankenkasse und dem Wohngeld kürzt, gleichzeitig aber sagt, dass Vermögen unantastbar ist. Vielleicht sollte man Probleme einfach mal umfassend angehen.

    Ich antworte einfach mal: ja, das ist so.


    Am BK kommunizieren wir den Schülern auch strenge Attestregeln und später wird einfach nicht mehr angenommen. Auch wird bei Klausuren und Klassenarbeiten die 6 gesetzt, wenn morgens keine Krankmeldung erfolgt. Das klappt aber nur, weil diese Schülerklientel ihre Rechte nicht kennt und keine Lobby hat. Niemals würde man sich so etwas am Gymnasium trauen.

    Das ist wirklich so. Ich erteile auch mittlerweile Attestpflicht bei hohen Abwesenheiten und zumindest vom Gefühl her erhöht das die Anwesenheit. Rechtlich handelt es sich aber natürlich um keine durchsetzbare Attestpflicht.

    Grundsätzlich überwache ich die Schulpflicht aber auch nur noch in dem Rahmen, in dem es Konsequenzen gibt. Ferienverlängerung, langen Krankheitszeiten und halben Schultagen gehe ich nicht mehr nach. Es bringt pädagogisch nichts und spätestens an der Bezirksregierung scheitert alles, etwa weil der Schüler in einer Wohngruppe lebt und deshalb nicht die finanziellen Mittel für eine Ferienverlängerung hat...

    Für mich klingt das nach einer Teilungsstunde, in der du die halbe Klasse hast und jemand mit Englisch die andere Hälfte,

    am Tag darauf wird getauscht.

    Du könntest die Inhalte oder Übungen also am Di und Mi gleich gestalten.

    Allerdings haben dann beide Gruppen an einem Tag Englisch statt Deutsch, was du vermutlich damit meintest, dass es nicht zur Stundentafel passt.

    Ja, so dachte ich mir das auch erst. Aber dann ist Mittwochs die Klasse nicht nur zwei- sondern dreigeteilt. Wie soll ich denn da die Gruppen aufteilen? Es ergibt überhaupt keinen Sinn.

    Das ist die Frage, die ich mir auch stelle. Im Stundenplan steht zum Beispiel Dienstag, 5./6. Deutsch Gruppe 1 / Englisch Gruppe 2, dafür dann Mittwoch 1./2. Deutsch Gruppe 2, Englisch Gruppe 1, Fachbereich Gruppe 1. Keine Ahnung ob die Stundenplaner gesoffen oder einen Schlaganfall erlitten haben, aber dass das nicht funktionieren kann, dürfte klar sein.

    Deutsch ist immer im Klassenverband, Englisch eigentlich auch. Es macht überhaupt keinen Sinn.

    Es gibt schon wieder einen neuen Stundenplan. Und diesmal ist er so seltsam, dass der eigentlich den Montag schon nicht überleben sollte. Meine Internationale Klasse hat zwölf Stunden Deutsch (wie laut Stundentafel vorgesehen), aber nur vier davon im Klassenverband, die anderen acht Stunden ist die Klasse aufgeteilt (mal Fachbereich, mal Englisch und das auch immer in einem komischen Wechsel in ungeraden und geraden Wochen). Ich bezweifle, dass ich so ordentlich Deutschunterricht planen kann und ich vermute, den Englisch- und Fachbereichskollegen geht es genauso. Mal davon abgesehen, dass so zwar die Stundentafel für die Klasse, aber nicht für die Schüler eingehalten wird.

    Die gewerkschaftlich erstrittene Gehaltserhöhung verpufft auf dem Konto komplett, weil sie nur die Ausgleichszulage auffrisst. Wer also mit einer spürbaren Gehaltserhöhung ab 2027 gerechnet hat: Das Geld wird durch die Abschmelzung lediglich umgeschichtet, die Kaufkraft steigt nicht um einen Cent. Erst wenn die Zulage irgendwann komplett abgeschmolzen ist, kommen prozentuale Erhöhungen wieder real auf dem Konto an!

    Als jemand, der Gehaltseinbußen durch den Streik mitgenommen hat, weise ich einfach mal darauf hin, dass Beamte an der gewerkschaftlichen Erstreitung einer Gehaltserhöhung nicht mitgewirkt haben (und fairerweise auch nicht durften). Aber keine Sorge, ich streike gerne auch für euch, lasst mir aber wenigsten die Lorbeeren.

    Unfassbar.

    Im Prinzip kann man nach so einer Aussage ja nur im Rahmen einer Remonstration auf die Unmöglichkeit hinweisen und halt machen, was geht. Aber diese Art von Arbeiten stelle ich mir wirklich ausgesprochen ätzend vor.

    Ja, daran habe ich auch gedacht. Da es mich aber nur in der Ausbildungsvorbereitung betrifft, wo tatsächlich einiges nach einigem rumprobieren auch ohne Kopie funktioniert, habe ich bisher darauf verzichtet. Und der Schulleiter würde dann wohl auch anmerken, dass wir ja auf unsere No-Screen-Policy verzichten könnten. Aber bevor ich in dem Bildungsgang mit dem Handy arbeiten lassen, lasse ich lieber Texte vom Beamer abschreiben.

    Mir fehlt nach wie vor jede Phantasie, wie das gehen soll.

    Hörtexte, Lesetexte auf dem Projektor, Rollenspiele. Das kann ich machen. Echte Textarbeit ist natürlich nicht möglich. Dafür scheint es auch keine Lösung zu geben. Schulleitung sagt, ich soll mit den Mitteln arbeiten, die zur Verfügung stehen, mein Unterricht muss aber qualitativ hochwertig und bildungsplankonform sein.

    Mecker: 3 von 4 Kopierern melden seit Schulbeginn Toner leer, Nr. 4 druckt im Schneckentempo und hat ständig (= teils mehrfach in einem Kopiervorgang) Papierstau. Ehrlich ey, wie soll man an einer Schule ohne digitale Endgeräte und in meinem Fall überwiegend ohne Bücher so arbeiten 🙄 Ab morgen gucken wir dann Filme oder so...

    Wir kopieren ja auch nichts mehr und haben keine Bücher. Projektor und Tafel müssen ausreichen. Mein Deutschunterricht ist jetzt sehr schlank.

    Erzähl nochmal, checke ich nicht und ist so auch falsch.

    Im Deutsch-LK machen wir genau die Themen des allgemeinbildenden Abiturs. Das Berufsbild ist vollkommen egal. Im Profilleistungskurs (Psychologie/Soziakpädagogik/Wirtschaft/Recht/ whatever, kommt auf die Ausrichtung der Schule an...) sind die Themen andere und im entsprechenden Bildungsplan hinterlegt.

    Mag bundeslandspezifisch sein, keine Ahnung.

    In NRW gibt es am beruflichen Gymansium für die verschiedenen Schwerpunkte auch in den allgemeinbildenden Fächern eigene Lehrpläne. Am beruflichen Gymnasium für Technik behandelt man also andere Themen in Deutsch als am beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales. Und entsprechend auch andere Zentralabiturprüfungen (sehr zum Leidwesen der Kollegen, die da unterrichten, die öfter im Leben Prüfungsvorschläge erarbeiten müssen).

    Vielleicht strebt der Bundesrat zumindest das Verbot des Landesverbandes an. Das geht doch auch nach Übernahme von Regierungsverantwortung, oder?

    Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt zum Beispiel Schlägertrupps ("Bürgerwehr") einrichtet, den Rundfunkstaatsvertrag aufkündigt, eigene Sender platziert, Kindern mit Behinderung Schulabschlüsse verwehrt usw., das Handeln also verfassungsfeindlich ist, kann der Bundesrat dann noch die Reißleine ziehen und das Verfassungsgericht anrufen?

    Das Verbot eines Landesverbandes ist zwar möglich, es ist aber unklar, ob ein solches Verbot ausdrücklich beantragt werden kann. Sollte ein Verbotsverfahren gegen die ganze Partei geführt werden, könnte das BVerfG das Verbot auf einzelne Gliederungen beschränken, es gibt aber keine rechtliche Grundlage, dieses Teilverbot sofort zu beantragen.

    Im Übrigen sind die Folgen eines Teilverbots auch noch gar nicht richtig durchdacht worden. Dürfte die Partei dann in dem Land einen neuen Landesverband gründen, sofern dieser nicht verfassungswidrig ist? Was passiert mit Parteimitgliedern, die in das Gebiet eines nicht verbotenen Landesverbands umziehen und andersrum? Alles ungeklärte Fragen.

    Wenn dein Arbeitgeber dich für deine Mittagspause vom Dienst freistellt, ist das für dich vielleicht keine private Freizeit aber halt auch keine Arbeitszeit. Auch wenn Du 10 min Frühstückspause hast, kannst Du die Zeit nicht wirklich nutzen. Aber trotzdem ist es keine Arbeitszeit.

    Wenn Du nun auf Klassenfahrt bist und 3 h frei hast, weil die Klasse anders beschäftigt ist oder die anderen Lehrkräfte die Aufsicht alleine führen, hilft es dir wahrscheinlich recht wenig und du wirst die Zeit wahrscheinlich trotzdem mit Schule verbringen. Aber das kannst Du deinem Dienstherr schlecht ankreiden.

    10 Minuten Frühstückspause sind Arbeitszeit, jedenfalls für Arbeitnehmer.

    Laut Tagesschau sind es aktuell 39 von 83 Sitze für die afd. (Ich hätte fast geschrieben "nur". )

    Aber egal ob man die Zahlen von ARD oder ZDF nimmt: entweder das BSW kommt rein, dann wird Siegmund Ministerpräsident, weil das BSW sich enthält oder für ihn stimmt; oder das BSW kommt nicht rein, dann hat die AfD 41 von den benötigten 42 Sitzen. Und die CDU in Sachsen-Anhalt ist nicht geschlossen genug um sich von der Linken tolerieren zu lassen.

    Wenn Du eine faire Berechnung haben willst, kannst Du solche Sachen dann halt auch nicht als Arbeitszeit für alle Lehrkräfte rechnen. Daher auch meine Aussage, dass es oft nicht so viele Stunden mehr als Vollzeit sind. Wir nehmen es als Lehrkräfte natürlich anders wahr.

    Quatsch. Ich erfasse meine Arbeitszeit. Dem Dienstherrn ist es egal, der arbeitet mit Fantasie. Da ist meine Erfassung eben die bessere, weil die einzige.

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