Beiträge von RosaLaune

    Mit dem Zwinkern deutet Wolfgang IMHO an, dass er das gerade so nicht sagt. Sondern es ist nur eine scherzhafte Anspielung auf die hier immer wieder gerne erwähnten "leuchtenden Kinderaugen".

    Die Aussage stand aber zwischen Anführungszeichen. Daher gehe ich davon aus, dass diese so den Schülern gegenüber gefallen ist. Das halte ich für mindestens fragwürdig. Wenn dies nie passiert ist, dann gibt es auch kein Problem.

    Eben nicht. Die "leuchtenden Kinderaugen" werden hier immer ironisch oder überzeichnend eingesetzt. Sollte man verstehen, das kann aber anscheinend nicht jede/r.

    Es ist schon ein anderer Ton wenn man sagt, dass man den Job für die leuchtenden Kinderaugen mache oder machen solle oder ob hier jemand sagt, Kappe darf man nicht tragen, weil er Zugang zu den leuchtenden Kinderaugen haben will. Das finde ich creepy.

    ... und auf frühere Diskussionen hier im LF :)
    Aber Sarkasmus und satirische Bemerkungen sind nicht für jeden verständlich. Isshaltso.
    Wobei ich die Bezeichnung "Creep" als unwürdig und beleidigend empfinde. Aber leider sind solche Ausfälle mittlerweile wohl auch unter Lehrkräften salonfähig. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch im LF an ein "Regelwerk" zu halten. Leider greift die Ver-X-ung auch hier um sich.

    Also, sorry. Aber du sagst hier, die Schüler dürfen keine Kappe tragen, weil du die leuchtenden Kinderaugen sehen willst. Mal davon abgesehen, dass ich bisher nie ein Problem hatte, auch bei Kappe Augen zu sehen, halte ich das für eine übergriffige Aussage. Und die kommentiere ich entsprechend. Hättest du sowas im physischen Lehrerzimmer gesagt, hätte ich da noch deutlichere Worte für gefunden.

    "In der Jugendsprache ist ein "Creep" eine Person, die sich auf eine unerwünschte, unangenehme, gruselige oder seltsame Art verhält, oft mit einem subtilen sexuellen Beigeschmack oder indem sie Grenzen überschreitet, was bei anderen ein Gefühl von Unbehagen und Angst auslöst, vergleichbar mit einem "Ekel" oder "Widerling". Es beschreibt jemanden, der "creepy" ist, also ein "gruseliges Gefühl" erzeugt, durch Verhaltensweisen wie Starren, unerwünschte Nähe oder das Ignorieren von "Nein".

    Danke dafür. Gebe ich gerne zurück.

    Die Argumentation mit den leuchtenden Kinderaugen finde ich wirklich schwierig. Da würde ich mich als Schüler dann auch abschirmen wollen.

    Ich habe am Freitag ein Gespräch mit der Schulleitung gesucht. Ich behalte meine Klassenleitung, der neue Kollege geht in die dualen Klassen. Erreicht habe ich das aber auch nur, weil ich ziemlich deutlich gemacht habe, dass das mein letzter Tag an der Schule sein könnte. Schade, dass man erst solche Drohkulissen aufbauen muss, aber da die Schulleitung mit ähnlichen Mitteln arbeitet, herrscht so immerhin Waffengleichheit.

    Ich finde den Aufwand, den ich wegen Ferienverlängerern unternehmen soll, absolut überzogen. Wenn ein Schüler ohnehin jede Woche einmal fehlt (und das ist in meinen Bildungsgängen nicht selten), dann bin ich machtlos. Wenn dieser Tag aber dann mal auf den letzten Tag vor den Ferien oder auf den ersten Tag nach den Ferien fällt, dann soll ich da bitte eine Mahnung rausschicken lassen? Wie lächerlich will man sich denn bitte machen?

    Trotzdem, gerade als Ministerin sollte man es besser wissen. Und ein Schelm wer böses dabei denkt, dass ihr Antrag auf Beurlaubung durchging.

    Jede Bezirksregierung handhabt es derzeit anders.

    Das ist krass. Sowohl, dass ihr nicht eure ganzen Abminderungen für die Schulleitung ausgeben müsst (wovon andere profitieren dürften) als auch, dass es möglich ist, überhaupt nicht mehr zu unterrichten. Da verliert man doch das richtige Augenmaß für die Belange der Lehrkräfte

    Das würde ich unterschreiben. Und gleichzeitig sage ich: für die Schüler ist es besser, wenn ich mal so sehe wie Kollegen aus der erweiterten Schulleitung oft ihren Unterricht halten (nämlich aus dem Büro heraus mit offener Tür).

    Das ist eine mittelalterliche Tradition, das man beim Eintreten in Innenräume den Helm abnimmt, der Grundgedanke ist derselbe wie beim Handschlag. Man zeigt, dass man keine kämpferischen Absichten hat. Man kann natürlich sagen, dass das eine veraltete Höflichkeitsform ist, aber das trifft auf fast alle Formen der Höflichkeit zu. Die sind selten in den letzten zehn Jahren entstanden...

    Wenn bei mir jemand mit Ritterhelm – oder Motorradhelm, damit es realistisch bleibt – in die Klasse kommt, dann würde ich ihn auch darauf hinweisen. Eine Kappe ist aber kein Rüstungsteil.

    In Teilen des Gebäudes halte ich das Tragen von Helmen allerdings für geboten.

    Du brauchst mit mir nicht darüber diskutieren. In der Mehrheit der Schulordnungen ist das Tragen einer Kappe aus gutem Grund verboten. Wenn du der Meinung bist Respektlosigkeit und Normen zu tolerieren, dann go for it.

    Ob man bei der Sanktion bei Fehlverhalten bis aufs Äußerste gehen muss ist eine andere Frage. Dennoch wird es nicht ohne Grund verboten.

    Provozier andere. Ich finde es einfach nur noch amüsant.

    Ein kollegialer Rat: bei Gegenwind solltest du nicht immer sofort in so einen Modus verfallen. Anderen vorzuwerfen, zu provozieren oder die Diskussion zu verbieten, wenn es nicht in die gewünschte Richtung geht, machen nicht den besten Eindruck.

    Weil Schule Verpflichtung ist und der Rest Freizeit.

    Genau, und weil es ein Pflichtraum ist, müssen die Rechte der Schüler besonders geschützt werden. Dazu gehört die Religionsfreiheit, aber auch das Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit. Und wenn für einen Schüler das Tragen einer Kappe dazu gehört, dann mache ich das, was respektvoll und höflich ist: ich respektiere das.

    Die KFZ Werkstatt ist nun mal kein Klassenzimmer

    Bei uns schon.

    Im Übrigen habe ich nicht einen Kollegen erlebt, der sich mit Kappe in die Konferenz gesetzt hätte. Der hätte von den Kollegen einen ordentlichen shit storm kassiert. Mindestens seltsame Blicke.

    Na und? Drüber stehen, beim nächsten Mal ist es schon egaler.

    Du kannst im Leben ständig Kappe tragen. Einkaufen, in Bus und Bahn, in der Bank, beim Schlittschuhlaufen, in der Kfz-Werkstatt, in der Lehrerkonferenz, ... Warum soll es dann im Klassenzimmer nicht gehen? Die Schüler haben ein Recht darauf, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Dabei unterstütze ich. Klar, wenn ich im Unterricht das Thema Bewerbungsgespräch habe, dann geht es auch ums Auftreten und da wird dann auch geklärt, wie eine Kappe bei einem Bewerbungsgespräch ankommt. Und auch Sicherheitsvorschriften können ein Grund sein, der eine Kappe verbietet. Aber Respekt? Was ist denn respektvoll daran, jemandem vorzuschreiben, sein Haupt zu entblößen?

    Ich bin recht groß und stehe im Unterricht meistens. Trotzdem hat mich noch kein Kappenschirm davon abgehalten, einen Schüler zu sehen. Und wenn das wirklich der Grund wäre, wären dann Bandanas, Mützen oder Kapuzen in Ordnung? Oder reicht es, denn Kappenschirm nach hinten zu tragen?

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