Beiträge von RosaLaune

    Vom stundeneinsatz mal abgesehen (der ist auch echter Wahnsinn!) Aber 3x AV Klassenleitung?? Wir sind mit 2 Leuten da drin und jedes Team hat maximal eine AV. Was haben die sich denn dabei gedacht?

    In Bezug auf den anderen thread: bei der Einsatzplanung lässt sich viel eher Kollegen schikanieren. Dabei ist es fast egal, wann die Stunden liegen.

    Wir haben drei AV-Teilzeitklassen und zwei in Vollzeit. Die Teilzeitklassen hatten in den letzten Schuljahren immer denselben Klassenlehrer, da die ganze Organisation so in einer Hand lag. Der Kollege ist nächstes Jahr nicht mehr da und ich beerbe ihn offensichtlich. Das erfährt man dann über einen Ausdruck des Stundenplans, der in meinem Fach liegt.

    Ich spreche das gleich bei der Abteilungsleitung und ggf. Schulleitung an.

    Ich habe heute meine Einsatzplanung erfahren. 20 Stunden Ausbildungsvorbereitung, Deutsch und Wirtschaft und Politik (die beiden letzten fachfremd) in allen 5 AV-Klassen. Dazu dann auch 3 davon als Klassenleitung. 4 Stunden Spanisch in der GO, 2 Stunden Psychologie in der GO. Wenn jemand glaubt, dass ich 20 Stunden Ausbildungsvorbereitung mache, sollte er sich schon mal um 25,5 Lehrerstunden umsehen.

    Was habt ihr denn ständig mit der Meinungsfreiheit? Auch wenn eine Person mit dieser Lehrkraft abrechnen will, dann kann sie doch einen Artikel schreiben, dass alles blöd war. Klarname drunter, Meinungsfreiheit wurde gewahrt. Hier findet aber etwas anderes statt.

    Ach, ich hoffe einfach, dass mein Kind sich mal nicht so feige verhält.

    Meinungsfreiheit braucht keine Klarnamen.

    Ich glaube euch ehrlich gesagt nicht, dass ihr das so wegstecken würdet. Da gibt es ein beklopptes Ranking aber eben nicht "wer hat den knackigsten Hintern" sondern sachliche Kriterien, die niemand überprüfen kann (Pünktlichkeit) und globale Bewertungen (taugt als Lehrer). Und ein Kollege, stelle dir vor, es wärst du, bekommt in allen Kategorien die schlechteste "Wertung". Ja, klar, Kindergarten. Sie sind zwar volljährig und wollen studieren aber gut, sie müssen sich abreagieren nach 12 Jahren Martyrium.

    Ich finde diese Weinerlichkeit sehr seltsam. Da muss man einfach ein bisschen mehr wegstecken können. Leute dürfen eine Meinung haben und diese raushauen. Und ein Recht auf Freundlichkeit gibt's auch nicht.

    Sag es mir ins Gesicht, schreib es als Kommentar auf Reddit, mach ein Tiktok, dass ich besser nicht als Lehrer arbeiten sollte. Mir doch egal. Ich trete dafür ein, dass Schüler sowas sagen können. Meinungsfreiheit ist so ein wichtiges Gut und gerade um die da Oben zu kritisieren unerlässlich. Und für die Schüler sind wir nun mal die da oben.

    Als Ulk kann man das dulden, aber Schülern steht es nicht zu die Arbeit ihrer Lehrer öffentlich zu bewerten.

    WTF.

    Also, meine Schüler dürfen alle meine Arbeit kritisieren.

    "Herr Moebius ist unpünktlich und unfähig, er labert nur rum und sollte besser nicht als Lehrer arbeiten" würdest du als Kritik bezeichnen?

    Unpünktlichkeit kann man ja einfach feststellen, Unfähigkeit und wie viel man labert statt zu unterrichten ist schwieriger festzustellen. Aber ja, zu sagen, jemand sollte besser nicht als Lehrer arbeitet ist doch vollkommen okay?

    In Diktaturen und autoritären Staaten ist der Waffenbesitz für Zivilisten meist stark eingeschränkt oder verboten. Der Grund ist ziemlich direkt: Regime wollen das Gewaltmonopol des Staates sichern und potenzielle Aufstände erschweren. Historisch und politisch gilt daher oft die Faustregel: Je autoritärer ein Staat, desto restriktiver das Waffenrecht für Privatpersonen.

    Wenn ich mir mal die beiden Karten hier anschaue, dann sehe ich nicht, wie man Waffengesetze an Autoritarität festmachen kann. Am ehesten Sticht für mich Urbanisierung heraus. Und ja, in der sibirischen Landschaft oder auf Spitzbergen würde ich auch nur bewaffnet rumlaufen, bis der letzte Eisbär gestorben ist.

    und nicht dagegen vorgehen, bringt noch weniger. Mal davon abgesehen, stimmen ja plattyplus Zahlen wieder einmal nicht.

    Ja, Dumme gibt es immer, also Abschaffung der Geschwindigkeitsregeln, weil dann einige aus Trotz noch schneller fahren oder? Oder Abschaffung der Steuern, weil einige dann erst recht meinen, Steuern hinterziehen zu müssen.

    Ich erwarte vom Staat, dass er Regeln setzt und sie rechtzeitig bekannt gibt. Es ist erst recht unredlich, jetzt Gasheizungen zuzulassen und in ein paar Jahren ist das Netzentgelt dank immer weniger Gasheizungsbesitzer unbezahlbar.

    Deswegen sage ich ja auch, Verbot von Gasheizungen für die Neuanschaffung. Aber du musst am Ende schon eine Politik machen, die die Menschen mittragen. Den chinesischen Weg können wir ohne Systemwechsel nicht gehen.

    Auch bei Klimaschäden durch Haustierhaltung gilt: dagegen vorzugehen, schwächt den Klimaschutz, weil man die Leute verliert.

    Es ist nun auch kein Hexenwerk, gescheite Klimapolitik zu machen. Viele Länder schaffen das. Industrie, E-Mobilität, Emissionshandel. Alte Technologien auslaufen lassen mit Verboten in der Neuanschaffung, sodass die Letzten dann Wechseln, weil es einfach nicht mehr rentabel ist und die Infrastruktur für den Betrieb der Ölheizung oder des Verbrenners fehlt.

    Nuja, das ist dann praktisch die Gegenleistung z.B. für die Wiedereinführung eines 13. Monatsgehaltes.

    Falls dieses auch auch im Lehrerbereich zu einem höherem Deputat führen sollte (davon ist auszugehen), wären auch die tarifbeschäftigten Lehrkräfte dank der TVL-Kopplung der Lehrerdeputatsverpflichtung ans Beamtenwesen betroffen - natürlich ohne von irgendeiner der jetzt anstehenden Verbesserungen im Beamtenbereich zu profitieren.

    Ich habe gerade noch mal in meinen Vertrag geschaut. Da steht zur Arbeitszeit, dass ich für 25,5 / 25,5 Unterrichtsstunden angestellt bin. Vielleicht würde eine Erhöhung bei mir doch nicht automatisch gelten. Aber ich bin ohnehin nicht in Hamburg.

    Um es kurz zu machen: Es reicht nicht, mit dem Finger auf andere (Länder) zu zeigen. Wir sitzen alle in der Glut. Nicht nur auf die Politik schimpfen und sonst nix tun. Vielleicht sollte man erstmal damit aufhören, mehrmals im Jahr in Urlaub zu fliegen oder überhaupt so global unterwegs zu sein. Aber jede/r denkt, dass sein eigener kleiner Fußabdruck nix ausmachen würde.

    Nein, da widerspreche ich komplett. Ich könnte morgen tot umfallen, dann hat sich mein Fußabdruck erledigt und das Problem bestünde – wenn auch nicht für mich – weiter.

    Es ist ein systemisches Problem, das nur systemisch gelöst werden kann. Jedes individuelle Handeln ist gut für das eigene Empfinden, dem Klimawandel begegnet man damit aber nicht. Und ja, wenn sich die Politik der Lösung verweigert, dann ist es nur gescheit, wenn sich jeder eine Klimaanlage einbauen lässt.

    Ja, eben. Es geht um entlastende Maßnahmen. Dazu gehört Hitzefrei, aber nicht nur, sondern auch Kurzunterricht. Und Nr. 3 nennt dann Hitzefrei für den Nachmittagsbereich, insbesondere, wenn der Unterricht durch Kurzunterricht vorgezogen wurde (wobei das ja im Grunde eine Nullnummer ist).

    Sehe ich anders: Es ist sehr deutlich, dass die Kurzstunden das Mittel der Wahl sein sollen, die dazu führen, dass evtl. am Nachmittag frei ist. Ziel scheint zu sein, alle Fächer im gleichen Umfang zu berücksichtigen - was mit Blick auf Bildungsabschlüsse auch sinnvoll ist.

    Aus der Pressemitteilung des MSB auf der Homepage: Neuerung sei, dass Schulleitungen "für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Kurzunterricht vorsehen [können]. Dabei kann die Dauer der Unterrichtsstunden verkürzt werden, beispielsweise auf 30 Minuten bei Beibehaltung des regulären Stundenplans. Wichtig ist dabei, die Unterrichtsorganisation und den Einsatz der Lehrkräfte innerhalb der Schule abzustimmen. Auf diese Weise können die Unterrichtsfächer eines Tages weiterhin erteilt werden, während gleichzeitig die Unterrichtsdauer verkürzt und so die Belastung durch die Hitze reduziert wird."

    Aber da steht eben nicht, dass Kurzunterricht Hitzefrei ist. Auch deine Formulierung, Kurzunterricht sei die bevorzugte Maßnahme, impliziert doch, dass es eben eine andere Maßnahme als Hitzefrei ist.

    Wir leben aber in keiner Diktatur, Chili. Es gehr nur, wenn die Politik die Bürger (m/w/d) mitnimmt, sonst wählen sie das Projekt schlichtweg bei der nächsten Gelegenheit ab. Davon hat auch keiner etwas. Und die Bürgeraktivierung ist in meinen Augen dann am größten, wenn sie einen unmittelbaren Vorteil für sich erkennen können und nicht durch das Aufzeigen von Worst-Case-Szenarien - diese erzeugen eher noch Trotzreaktionen.

    Eine Demokratie in einer Klimadystopie kippt aber schnell. Ich halte die Folgen der Klimakrise für die größte Gefahr der Demokratie, einmal weil das demokratische Handeln stark eingeschränkt wird, aber eben auch, weil die Demokratie Stabilität braucht um langfristig zu bestehen.

    Es gibt verschiedene Varianten von "Hitzefrei", der Begriff ist nicht zwingend mit Unterrichtsentfall gleichzusetzen, sondern wird immer dann unscharf verwendet, wenn ein Hitzeschutzplan an der Schule aktiviert werden soll. Das kann situationsangemessen durch Entfall von Stunden geschehen, aber auch die Verkürzung von Stunden oder andere Lern- und Aufenthaltssettings können dazu gehören.

    So wie ich hitzefrei in der BASS und mehr noch in dem gestrigen Erlass lese, ist das schon sehr deutlich unterrichtsfrei und keine andere Maßnahme.

    Ich glaube, meine Schule setzt den Erlass rechtswidrig um. Wir haben jetzt Kurzstunden ab 13:00 Uhr, vormittags ganz normaler Unterricht. Im Erlass steht aber unter Nr. 1:

    Zitat

    Soweit im Einzelfall keine wichtigen schulischen Gründe entgegenstehen, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter unter den in Nummer 4.5 des Erlasses genannten Voraussetzungen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II eine Verkürzung der Unterrichtszeit am Vormittag durch organisatorische und strukturierende Maßnahmen vorsehen (sog. Kurzunterricht, z.B. mit Unterrichtsstunden von 30 statt 45 Minuten gemäß Stundenplan).

    Wie kann man flächendeckend Druck erzeugen, Lösungen für Schulen zu finden?

    Kollektiv krankmelden. Der Betrieb muss bei solchen Temperaturen wirklich unmöglich sein, damit sich mal was tut.

    Da es wohl kaum zur flächendeckenden Nachrüstung mit Klimaanlagen kommen wird, wäre dringend geboten,für Hitzetage generell von vornherein Distanzunterricht anzusetzen.

    Ja, vor einem Gerät, das selber noch Wärme erzeugt, macht der Unterricht gleich viel mehr Sinn. Kommt das, bin ich an solchen Tagen wirklich krank. Mal davon abgesehen, dass ich es eine Frechheit finde, wenn das System Schule ihre Fürsorge hier einfach auf die Schüler und ggf. ihre Elternhäuser abwälzt.

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