Beiträge von RosaLaune

    Uff.

    Wo fange ich an. Unsere Schule sucht Schüler und will deshalb präsenter in den sozialen Medien auftreten. Wir als Lehrkräfte wurden gebeten, Videobeiträge aus dem Unterricht zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel gut laufende Arbeitsphasen, Lernprodukterstellung, etc. Das braucht derzeit noch die Erlaubnis der im Video auftretenden Personen, die Schulleitung will aber die Hausordnung ändern, sodass die Schüler mit Kenntnisnahme der Hausordnung pauschal die Zustimmung erteilen.

    Es wäre nicht der erste – in meinen Augen offenkundige – rechtswidrige Beschluss, den ich an der Schule miterlebe. Als der Abteilungsleiter uns das erklärte, war das Abteilungskollegium erstaunlicherweise nicht empört, ich war da recht allein. Bei der Lehrerkonferenz wird es morgen auch Thema sein. Kann jemand rechtliche Erfahrungen mit so einem Vorgehen teilen? Ich will das morgen nicht einfach durchgehen lassen. Es kann doch nicht sein, dass ich Schülern ständig erkläre, warum es ein Problem ist, Unterricht auf Tiktok oder Instagram zu streamen und dann kommt sowas.

    Deal mit Schülern?

    Der Deal lautet "Wer fehlt muss nachholen!" Das wird am ersten Schultag bekannt gegeben und damit ist das Thema für mich dann erledigt. Es ist nicht mein Problem ob ein Schüler anwesend war oder nicht - Ich habe dies nur zu verwalten.

    Wenn du den Schüler persönlich an solche Pflichten bindest, dann wirkt das viel besser, als bei so einer allgemeinen Regel. Ich spare mir Arbeit, wir bleiben ehrlich miteinander, Stoff wird nachgearbeitet, der Schüler taucht das nächste Mal nicht mit einer Krankschreibung für drei Tage auf. Ich kann über das Vorgehen nicht klagen.

    Müsste er den Stoff nicht nacharbeiten, wenn er krank wäre? Wer im Unterricht fehlt ist doch wohl selbstverständlich dafür verantwortlich den Stoff nachzuarbeiten. Ansonsten hätte ja jeder Schüler individuelle Gründe in der Klassenarbeit zu argumentieren "Da war ich nicht da". Wo kämen wir denn da hin.

    Klar, muss er. Bei einer Krankheit habe ich aber keinen Deal mit dem Schüler.

    Ehrlicher und zumindest ein Lernanlass wäre es, der Beurlaubung nicht statt zu geben und auf die dann folgende Krankmeldung eine kurze Belehrung zum Umgang mit angekündigten Erkrankungen im Arbeitsrecht zu geben. Dann hat der Schüler zumindest die Chance, etwas für das spätere Leben daraus mitzunehmen.

    Klar. Ist dann aber eben nur ein mal angekündigt, danach kündigt er es sicher nicht mehr an. Es gibt Lernanlässe, die muss man nicht nutzen. Zumal es dabei bleibt: die Krankmeldung kann ich nicht anfechten, da macht jeder über mir nicht mit, weder Abteilungs- noch Schulleitung.

    Das ist doch gang und gäbe: dann wird der Antrag halt schlicht abgelehnt, weil der Termin offenkundig nicht wichtig genug ist, um dafür freigestellt zu werden. Die Entscheidung hängt letztlich auch an der Nichtbeeinflussbarkeit des mit Unterricht kollidierenden Termins. Diese liegt regelmäßig bei Facharztterminen, Fahrschulprüfungen, Gerichtsterminen oder dem Tod naher Angehöriger vor. Anders sieht das bei Fahrstunden, früherem Start in den Urlaub oder zu einem Konzert, der in den Vormittag vorgezogenen Geburtstagsfeier vom Opa u.ä. aus.

    Ich habe einen Schüler, der für den achtzehnten Geburtstag seines Cousins, der in den Niederlanden lebt, beurlaubt werden möchte. Gebe ich dem statt? Ja. Der Schüler wird an dem Tag nicht da sein, mit der Beurlaubung kann ich ihn immerhin darauf hinweisen, dass er den Stoff nacharbeiten soll und habe da sogar seine Unterschrift für. Alternativ meldet er sich krank, wir beide wissen, dass es Quatsch ist, aber der Doktor vom Doktor ist halt nicht ohne weiteres zu entkräften.

    Mit dem Zug? Nein, aber es gibt welche, die mit dem Bus kommen. Die müssen für das Ticket immerhin einen Eigenanteil zahlen, weil es auch für andere Fahrten genutzt werden kann.

    Teilhabe der Jugend ist schon wichtig, gerade bei uns aufm Land.

    Eine kurze Zwischenfrage aus NRW: Ich kenne es so, dass in der entsprechenden Prüfungsordnung (APO-SI, APO-GOSt) festgelegt ist, was auf einem Zeugnis zu stehen hat. Gibt es so etwas für die Grundschule nicht? Hier melden sich SuS der vierten Klassen mit Zeugnissen an, deren Umfang von einer (mit einem begründungslosen Satz zur Schulformempfehlung) bis zu neun (i. Z.: 9) Seiten reicht.

    Die AO-GS listet in der Anlage auf, was ein Zeugnis enthalten muss. Inwiefern da weitere Angaben möglich sind, weiß ich nicht.

    In Bayern gibt's dafür die "Mobile Reserve", jede Schule muss soundsoviel Stunden/LK als "mobil" melden, die dann bei sowas einspringen.

    Normalerweise wird zumindest an Förder- und Grundschulen der Bedarf so gut abgefangen. Vom Gym weiß ich das nur als Mutter und da hab ich zu wenig Einblick.

    Wie funktioniert das denn mit der mobilen Reserve? Kriegen die einen Dienstwagen vom Schulamt oder wie kommen die sonst kurzfristig an die ganzen Schulen. Man weiß ja ggf. wirklich erst kurz vor knapp, wo Bedarf ist?

    Gleiches denke ich auch über die Türkei. Die Türkei Mustafa Kemals war wirklich fortschrittlich. Die Türkei Erdogans ist es nicht mehr.

    In mancher Hinsicht ja, aber die Türkei hat heute immerhin ein demokratisches System, so defekt es auch ist. Das war unter Atatürk nicht so. Der Einparteienstaat endete erst 1946.

    Das Problem ist nicht Trump. Das Problem ist, dass ein einzelner Mensch entscheidet, wo es nun angemessen ist ein Land anzugreifen. Eine Entscheidung des Kongress würde zu mindestens eine politische Mehrheit erfordern. Selbstverständlich wäre das besser. Dass du ein Mehrheitsentscheidung auf UN-Ebene dumm findest, zeigt ein echt problematisch Demokratieverständnis.

    Wie geht es weiter? War der Angriff auf Venezuela auch ok? Was ist mit den ganzen anderen Diktatoren auf der Welt? In Afrika gibt es noch einige sehr schlimme. Die Taliban in Afghanistan. Nordkorea. China. Entscheidet der US-Präsident nach Tagesform, wer angegriffen wird?

    Genau dafür brauchen wir eine UNO. Auch wenn sie sicherlich in der aktuellen Form viele Schwächen hat, ist es aus meiner Sicht dauerhaft die einzige Möglichkeit eine Legitimation für solche Angriffe zu finden.

    Und ja, wenn die UNO es nicht hinbekommt, fände ich eine Parlamentsentscheidung oder noch besser eine international gemeinsamen Entscheidung deutlich besser. Du scheinst deine Probleme mit dem Iran haben. Anscheinend ist dir vollkommen egal, ob ein Angriff gerichtfertigt ist. Das kann ich auch nachvollziehen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass diese Angriffe viel Unglück viele Menschen bedeuten. Es werden nicht nur die Regierung und die böse Leute getroffen. Auch viele Unschuldige werden ihr Leben und ihre Gesundheit oder ihren Besitz verlieren.

    1) Wer in den USA Entscheidungen trifft, ist eine Angelegenheit der USA. Das müssen die klären, das tangiert mich nicht. Der UN-Sicherheitsrat trifft seine Entscheidungen mit Mehrheit, das habe ich nicht dumm gefunden. Dumm ist, davon auszugehen, dass der UN-Sicherheitsrat überhaupt funktionsfähig ist. Das ist er nicht, unter anderem, weil die Veto-Mächte entgegengesetzte Positionen haben. Die Arbeitsweise kann man aber nur ändern, wenn alle Veto-Mächte damit einverstanden sind. Faktisch unmöglich. Das ist also keine Option und dies dann als Alternative anzuführen ist dumm. Im Übrigen ist die UN keine demokratische Institution. Kann sie auch nicht sein, es fehlt schon am demos.

    2) Wie es weiter geht, werden wir sehen.

    3) Natürlich habe ich meine Probleme mit dem Iran. Ich finde die Aussicht, an einem Kran aufgehängt zu sterben nicht so schön und so würde es mir dort gleich mehrfach ergehen. Da habe ich kein Mitleid, nicht mit Chamenei, nicht mit seiner Revolutionsgarde, nicht mit der Armee, den Staatsanwälten, der Polizei. Wer das System mitträgt, darf sich nicht wundern, wenn er davongefegt wird, wenn das Volk die Staatsgewalt in die Hand nimmt. Und ich hoffe, dass das iranische Volk in so einem Falle gründlicher vorgeht, als beispielsweise die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg.

    Aber du hast Recht. Das trifft auch Unschuldige. Das ist tragisch, aber leider nicht in Gänze verhinderbar. So ist das, wenn man einem Dilemma gegenübersteht. Wir haben schon in den letzten Wochen die Schuld von 30.000 Toten auf uns genommen, weil wir nichts getan haben. Es ist zynisch, diese nun mit den 150 toten Schülerinnen in Minab (und hier erhoffe ich mir Aufklärung, wie es dazu kommen konnte) aufzuwiegen, aber so ist das im wirklichen Leben leider.

    Das möchte ich bezweifeln. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass die USA in der Lage sind kurzfristig überall in der Welt zuzuschlagen. Es hätte kein Krieg sein müssen. Aber einfach ein Schlag gegen das Hauptquartier der Revolutionsgarden.

    Ich werfe sie nicht in einen Topf. Wenn Du sagst, dass das Völkerrecht für dich in manchen Fällen nicht gilt, frage ich dich wo die Grenzen sind. Wann gilt das Völkerrecht und wann kann ich selbst entscheiden? Ist nun der amerikanische Präsident das Gewissen der Welt und entscheidet, wo das Völkerrecht gilt und wo nicht? Wir wünschen uns alle einen Machtwechsel im Iran. Aber war der Angriff auf Venezuela auch ok? Und wo sind die Grenzen? Wer legt sie fest?

    Es gebe auch durchaus Alternativen. Die erste wäre eine Entscheidung des amerikanischen Kongresses statt Alleingänge von Trump. Das bessere wäre eine UN-Entscheidung. Vielleicht muss man dann die Veto-Rechte streichen und am Ende auf Mehrheitsentscheidungen setzen. Aber diese Alleingänge, dass Trump entscheidet, wer Leben darf und wer sterben muss. Das kann ich bei allem Verständnis nicht gut heißen.

    Die USA können überall kurzfristig eingreifen, das gehört auch zu deren Militärdoktrin. Ein gezielter Schlag braucht aber mehr, z. B. Informationen zum gegenwärtigen Aufenthaltsort der Führung. Es spricht viel dafür, dass Israels Geheimdienstapparat erst kurz vorher sowohl den Revolutionsführer als auch die Position anderer hoher Offizieller der Islamischen Republik bestätigen konnte. Außerdem musste man hier, anders als bei Angriffen auf irgendwelche Stellungen von Terrororganisationen, sich auch auf die Reaktion der Islamischen Republik vorbereiten. Das geht nicht mal eben so. Wir sehen ja gerade, wie das Regime um sich schießt, Hotels in Dubai und Doha trifft. Ohne Vorbereitung wäre das deutlich schlimmer ausgefallen.

    Ich kann dir keine fertige Liste aller Szenarien liefern. Das will ich auch nicht. Ich finde es wichtig, hier pragmatisch und flexibel zu bleiben. Deinen Fokus auf Trump verstehe ich nicht. Das hätte meinetwegen auch Biden machen können. Oder Harris. Oder Obama. Es ist egal, wer es verantwortet und nur weil Trump ein demokratieverachtender Idiot ist, ist der Schlag gegen das Regime nicht weniger richtig. Was ein Okay des US-Kongresses jetzt verbessert hätte, erkenne ich auch nicht. Als Amerikaner wäre mir das vielleicht wichtig, so muss es mich aber nicht interessieren. Das müssen die Vereinigten Staaten intern klären. Dein UN-Vorschlag ist dumm. Da hätte man Chamenei auch lieb zum Selbstmord auffordern können. Genauso realistisch.

    Die Frage ist aber, warum man nicht damals eingegriffen hat als Regime die Demonstranten gekillt hat. Und warum er jetzt erstmal in Genf nach einem Deal gesucht hat. Für mich hat das alles ein Geschmäckle.

    Das halte ich für eine sehr schwierige Einstellung. Sollten wir dann auch gleich ein Attentat auf Putin fokussieren, um den Ukrainekrieg zu beenden? Und was ist mit Nordkorea? Und überhaupt, was ist mit Trump selbst? Wir sind uns doch einig, dass er eine Gefahr für die demokratische Ordnung in den USA ist. Wäre es legitim in Europa Attentäter auszubilden, um ihn auszuschalten?

    Das Problem an deiner Argumentation ist relativ einfach. Wer entscheidet dann, wann das Völkerrecht gilt und wann nicht? Jetzt haben wir den Verrückten im weißen Haus. Was ist wenn er nächste Woche sagt, dass Brasilien Massenvernichtungswaffen entwickelt und das eigene Volk unterdrückt? Dass er den aktuellen Präsidenten nicht mag, hat er schon deutlich gemacht. Ist das dann auch ok? Und war der Angriff auf Venezuela ok? Die Art und Weise politische Ziele mit Gewalt durchzusetzen, halte ich für extrem problematisch. Im Iran finden wir es wahrscheinlich alle gut. Aber wo ist die Grenze? Insbesondere wenn wir bedenken, dass seine scheichfreunde genauso ihr Volk unterdrücken, es da aber kein Problem ist.

    Die USA waren vor ein paar Wochen noch nicht in der Lage, den Iran gezielt anzugreifen. Man hat ja mitbekommen, wie das in den letzten Wochen alles nach und nach vorbereitet wurde. Dass man gleichzeitig auch diplomatische Lösungen versucht, ist doch eine Selbstverständlichkeit. Wo ist denn da bitte das Geschmäckle?

    Trump in einen Topf mit Putin und Kim zu werfen, finde ich schon ein hartes Stück. Ich meine, Trump sieht sich da gerne, den wird das nicht stören. Aber es stimmt eben nicht. Wenn gegen Trump demonstriert wird – und das kommt ständig vor in den USA – dann sterben da nicht gleich tausende Menschen durch repressive Sicherheitskräfte. Und nein, die ICE-Einsätze kann man damit nicht vergleichen, egal wie beschissen die sind. Trump herrscht, aber die USA sind eine Demokratie und Trump kann – jedenfalls derzeit – demokratisch entfernt werden. Diese Option haben weder die Russen noch die Nordkoreaner und diese Option hatten auch die Iraner nicht, auch wenn sie es in den letzten Jahren oft genug versucht haben und dafür einen blutigen Preis bezahlt haben.

    Ich gehe auf dein hypothetisches Brasilien-Szenario nicht ein, weil es kompletter Murks ist.

    Und erzählst mir etwas von Kompass und legst das Völkerrecht so aus, wie es dir gerade passt.

    Dieselbe Argumentation verwendet auch Putin und Trump.

    Das Völkerrecht und UN Gewaltverbot ist geschaffen worden, um nie wieder Krieg zu haben.

    Finde es erschreckend, dass selbst im Lehrerform Leute Beifall klatschen, wenn jetzt massenweise unschuldige Menschen sterben.

    Ich lege das Völkerrecht ziemlich genau so aus, wie du auch. Aber ich bin pragmatischer. Du sagst ja selbst, dass das Völkerrecht und das UN-Gewaltverbot geschaffen wurden, um Krieg zu verhindern. Klappt halt nicht. Ich halte mich nicht sklavisch an Rechtsnormen, wenn diese offenbar die falschen Folgen haben. Und ich sehe mich da auch ehrlich gesagt in guter Gesellschaft. Wir leben in einem Land, das jedes Jahr Widerstandskämpfer ehrt, die sehr bewusst gegen das Recht gehandelt haben, rabiate Gewalt verwendet haben, um einen blutrünstigen Diktator zu beseitigen. Ehren wir die nur, weil sie keinen Erfolg hatten? Also, Chamenei auszuschalten war ein Dienst an der Menschheit. Vielleicht kommt ein Herrscher, der genauso schlimm ist, wie er es war, dann wären wir tatsächlich nicht weiter. Aber allein die Hoffnung, dass sich was ändern kann, ist es mir wert gewesen.

    Die unschuldigen Menschen sind übrigens massenweise in den letzten Wochen gestorben. Zehntausende.

    Ernsthaft?? (Meine nicht die falsche Artikelangabe, Austritt wäre Art. 48). 3 Staaten weltweit haben nicht ratifiziert (Tadschikistan, Tonga und die USA) und da hättest du keine Skrupel, Deutschland einzureihen? Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen sind nicht so dein Ding? Kritik an der Umsetzung von schulischer Inklusion in allen Ehren, aber der Vorschlag, aus der Konvention auszutreten, ist nochmal ne völlig andere Nummer.

    Danke für den Hinweis, habe ich korrigiert.


    Ich habe den Austritt nicht befürwortet, sondern nur die Möglichkeit aufgezeigt, vor allem um dem Wink mit der UN-Konvention, der bei Kritik an der Beibehaltung von Förderschulen oft kommt, zu begegnen. Aber ja, Skrupel würde ich nicht davon abhängig machen, welche Länder die Konvention sonst ratifiziert haben oder nicht. Ich werfe dir ja auch nicht vor, auf einer Seite mit Nordkorea oder dem Iran zu stehen.

    Emotional verständlich, aber wenn wir das einmal auf einen üblen Verbrecher, der hier in Deutschland gewütet hat, übertragen, sieht das Ganze so aus:

    Selbst der fieseste, brutalste Massenmörder wird hier vor Lynchjustiz und Schauprozessen, vor Befangenheit des Gerichts und vor unzureichender Verteidigung geschützt. Verdient hätte er es moralisch sicherlich nicht. Aber auch dieser Massenmörder kann sich in Deutschland hinter Artikel 1 GG verstecken. Er wird ggf. ein Leben lang nicht mehr freikommen, aber er wird nicht hingerichtet, gefoltert oder anderweitig menschenunwürdig behandelt.

    Und wenn die Möglichkeit bestanden hätte, dann hätte ich Chamenei lieber in Den Haag gesehen. Nun bin ich weder US-Präsident noch israelischer Premierminister und verantworte keine militärischen Einsätze, sonst hätte ich darauf hingewirkt, jedenfalls wenn dies irgendwie möglich gewesen wäre. Aber selbst dann hätte er auch bei der Festnahme getötet werden können. Das kommt nun auch in Deutschland oft genug vor. Man sollte aber generell nicht das Strafrecht und das Völkerrecht vergleichen. Da stecken ganz unterschiedliche Prinzipien hinter.

    Ich glaube niemand hier geht davon aus, dass die Schläge gegen den Iran völkerrechtskonform sind. Ist mir aber ehrlich gesagt vollkommen egal. Wenn sich Massenmörder hinter dem Völkerrecht verstecken können, dann bedeutet mir das Völkerrecht in dem Falle nichts.

    Zitat aus der Tagesschau

    Vor einigen Wochen hatte Trump die Demonstranten im Iran bereits motiviert, aber dann nicht eingegriffen. Keine Ahnung, ob sich die inländischen Regimegegner dieses Mal wieder auf die weitere Unterstützung der USA verlassen.

    Das Regime kann nicht allein von Innen gestürzt werden. Das haben die letzten Wochen gezeigt. Vielleicht sorgt die militärische Aktion für eine Stärkung des Regimes, ja, aber es ist auch die einzige Möglichkeit das Regime loszuwerden. Dieses Risiko muss man eingehen, wenn man was ändern will. Und gerade jedenfalls hört man Jubel in Teheran.

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