Beiträge von RosaLaune

    Der Einzug der Linken bedeutet leider auch, dass wir wohl eine Viererkoalition benötigen werden, denn für rot-rot-grün wird es wohl nicht reichen. Das wird dann wieder keine gute Regierung, insbesondere weil die CSU alles torpediert.

    Aber gut, immerhin habe ich vier Jahre Zeit, meine Remigration vorzubereiten 🥲

    Ah, na da ist Heidelberg ja direkt spannend. Ich müsste mal nachschauen, was meine Urheimat so wählt. Im besten Fall einfach CSU. Vielleicht will ich es gar nicht so genau wissen.

    In Heidelberg ist es aufgrund des umkämpften Wahlkreises so, dass entweder die Grünen den Wahlkreis gewinnen oder die CDU, die dann aber so schwach abschneidet, dass der Wahlkreissieger kein Mandat erhalten wird, da die Zweitstimmendeckung nicht ausreichen wird.

    election.de

    Taktisch vergibt man doch eher die Erststimme, nicht? Drum habe ich ja noch nachgeschaut, ob das Doppelgrün überhaupt Chancen hätte. Zweitstimme wäre nach Überzeugung an die FDP gegangen, aber das wäre wirklich komplett versenkt.

    Ich bin mir nicht mal sicher, ob taktisch wählen überhaupt noch funktioniert. Die beiden Stimmen sind so verschieden, die Erststimme ist je nach Wahlkreis auch komplett egal. In meinem Wahlkreis gewinnt die CDU mit 30 %p Vorsprung, da habe ich mir die Erststimme gleich gespart. Mit der Zweitstimme taktisch wählen – also so, dass eine einem sympathische Partei noch über die 5 % kommt – ist auch schwer umzusetzen, dafür ist das alles einfach zu unsicher.

    Die Zettel sind per Post unterwegs. Es war echt schwierig wie nie, der Wahl-O-Mat hat mir teilweise Parteien empfohlen, auf die ich nie gekommen wäre... Außerdem gibt es deutliche Unterschiede beim Ergebnis, wenn man die Gewichtungen leicht verändert oder ganz weglässt. Ich hab's 4 Mal an verschiedenen Tagen durchgespielt, dann entschieden. Erststimme nach Sympathie, Zweitstimme taktisch...

    Was heißt denn taktisch wählen genau? Also, welche Überlegungen standen dahinter?

    Ursprünglich warf ich die Frage auf, dass ich nicht weiß, ob ich sonntags arbeiten darf. Ich bin tarifangestellt. Die allgemeinen Regelungen des TV-L gelten zwar gerade in Bezug auf die Arbeitszeit nicht, da hier auch für Angestellte die Regelungen der Beamten gelten, für das Arbeitszeitverbot sehe ich das aber nicht (und ich bezweifle auch, dass dies hier möglich ist).

    Schule ist eine Behörde ;)

    Und die Funktionsfähigkeit der Schule ist nicht gewährleistet, wenn sonntags nicht gearbeitet wird? Das wird aber kein Arbeitsgericht so durchgehen lassen.

    Die Kommentarliteratur sieht das jedenfalls sehr eingeschränkt.

    Zitat von Frik/Just/Neumann-Redlin, § 10 ArbZG, Rz. 18

    Die Bedeutung dieser Regelung ist in der Praxis gering, da bei der Polizei- und Ordnungsverwaltung sowie den Gerichten überwiegend Soldaten, Beamte und Richter tätig sind, für die das ArbZG bereits generell nicht gilt.

    In Betracht kommt daher etwa die Beschäftigung von Angestellten in Gerichten, Staatsanwaltschaften sowie Behörden, die zur Umsetzung der im Rahmen von Bereitschafts- und Eildiensten getroffenen Entscheidungen wie etwa einstweiligen Verfügungen oder Haftbefehlen benötigt werden.

    Unter die Ausnahmeregelung fallen auch unaufschiebbar notwendige Straßen- und Gleisbauarbeiten.

    Das ist sicher nicht abschließend, was du hier aufgeführt hast, denn es heißt, wenn zu anderen Zeiten die Arbeitszeit ausgenutzt wurde usw. daher darf auch am Sonntag gearbeitet werden laut Haufe.

    Falls du §10 meinst, da ist Schule dabei.

    Ich wollte es nicht aufzählen, weil es wirklich lang ist. Aber vielleicht kannst du mir ja helfen, die Schule in § 10 zu finden.

    Es gibt weitere Ausnahmen, aber auch da sehe ich die Schule nicht.

    Es gibt aber kein generelles Verbot von Sonntagsarbeit, wenn man nicht gerade Schwanger oder unter 18 ist, dazu gibt es soviele Gründe, warum es doch erlaubt ist, dass es dies, wenn du es auch willst, eigentlich in den meisten Fällen ist.

    § 9 Arbeitszeitgesetz sagt folgendes:

    Zitat von § 9 Arbeitszeitgesetz

    (1) Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden.

    (2) In mehrschichtigen Betrieben mit regelmäßiger Tag- und Nachtschicht kann Beginn oder Ende der Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu sechs Stunden vor- oder zurückverlegt werden, wenn für die auf den Beginn der Ruhezeit folgenden 24 Stunden der Betrieb ruht.

    (3) Für Kraftfahrer und Beifahrer kann der Beginn der 24stündigen Sonn- und Feiertagsruhe um bis zu zwei Stunden vorverlegt werden.

    In § 10 ArbZG sind dann die Ausnahmen abschließend aufgezählt. Schule zählt nicht dazu.

    Wie gesagt, ich bin Laie. Andere Ausnahmen kenne ich jetzt nicht.

    Aber das ist doch mit drin, denn Fortbildungszeit ist natürlich Arbeitszeit, übrigens auch am Sonntag.

    Nach meiner laienhaften Auslegung des Arbeitsrechts sehe ich keine Ausnahme des Verbots der Arbeit am Sonntag für Lehrkräfte. Gilt aber erstmal nur für angestellte Lehrkräfte.

    Ich möchte meine Zeitung nicht mit den Muscheln gleichstellen, auch wenn ich nicht genau weiß, was man damit macht.
    Ich bin SoWi-Lehrerin, sorry, aber Nachrichten lesen / hören / was auch immer IST meine Arbeitszeit. (selbst wenn es nur 15 Minuten Tagesschau wäre).
    Ich bin Fremdsprachenlehrerin, Diskurse und Literaturbetrieb kennen gehören auch zum Job.

    Klar, gerade in SoWi und auch in den Fremdsprachen braucht man ja oftmals auch aktuelle Textgrundlagen. Ich habe heute morgen ein Interview des Bürgermeisters von Barcelona über die Wohnungsnot gelesen, das sehr gut in meinen Unterricht passt. Die Lektüre von heute morgen würde ich aber nicht als Arbeitszeit sehen (ich weiß auch gar nicht, ob ich Sonntag arbeiten dürfte), aber wenn ich den Text morgen für den Unterricht vorbereiten würde (auch das darf ich womöglich gar nicht), dann wäre jedenfalls diese Vorbereitung ganz klar Arbeitszeit.

    Andererseits ist die Wohnungsnot in Barcelona kein Thema, das mich privat interessiert. Ich hätte das Interview wahrscheinlich gar nicht gelesen, wenn ich nicht gedacht hätte, dass es ja etwas für meinen Unterricht sein könnte.

    Ich bin auch Fremdsprachenlehrkraft und in den Ferien gerne in Spanien. Trotzdem ist das Freizeit, auch wenn ich mal was schönes mitbringe. Wenn ich aber mal in den Rambles stolpere und mir das Bein breche, versuche ich das als Arbeitsunfall gelten zu lassen. Wird spannend.

    Als Lehrer im Beamtenverhältnis und im Tarifangestelltenverhältnis ist es in NRW eine Dienstpflicht. Wenn du in Teilzeit angestellt bist, wirst du für die Zeit der Klassenfahrt als Vollzeitkraft bezahlt. Wenn du befristet in Teilzeit angestellt bist, dann kannst du keine Klassenfahrt machen.

    Ich will mal einen anderen Blick einwerfen. Wir werden in unserem Bildungsgang gerade von zwei Studenten unterstützt, die mit einem recht großen Stundenumfang mit dabei sind (ich meine beide 19 von 25,5 Unterrichtsstunden). Und die machen ihre Arbeit wirklich richtig gut. Beide haben von Anfang an eigenverantwortlich unterrichtet, bekommen von uns aber auch jede Unterstützung, die sie sich wünschen. Unser Ausbildungsbeauftragter hat auch eine entsprechende Begleitung angeboten, der eine hat sie angenommen, der andere abgelehnt. Beides ist in Ordnung. Aber ganz wichtig ist auch, dass wir die beiden behandeln wie jeden anderen Kollegen auch. Unterricht, Notenvergabe, Pausenaufsicht, Aufgaben in der Bildungsgangarbeit und Klassenleitung. Ich denke, das drückt auch Wertschätzung aus, auch wenn es natürlich auch Arbeit ist. Wir haben aber auch eine enge Zusammenarbeit im Bildungsgang, wo sich auch die schon lange etablierten Kollegen immer wieder Unterstützung aus dem Team holen. Das senkt natürlich die Hemmschwelle auch für die, die neu dabei oder weniger erfahren sind.

    Ich habe im Studium selber Vertretungsunterricht gemacht und für mich war es nicht immer so toll. Das lag aber auch daran, dass ich vor allem spontane Krankheitsfälle vertreten habe. Das ist Murks, da lernt man nichts draus und der Unterricht, so man ihn denn so nennen möchte, ist auch ein Graus. Wenn Berufsanfänger aber von Anfang an einen klaren Stundenplan für das Jahr haben, in ihre Fächer reinfinden und im Team die Unterstützung finden, dann glaube ich schon, dass diese Tätigkeit sehr bereichernd sein kann und am Ende vielleicht sogar mehr bringt als das Referendariat, das mich jetzt als Pädagoge nicht wirklich weiter gebracht hat.

    Klicke ich spontan durch, stehen bei mir Bündnis Deutschland und Freie Wähler oben - beides kommt aufgrund diverser No Go Positionen überhaupt nicht in Frage. Mir macht ein wenig Sorge, dass sich besonders junge Wähler zunehmend auf solche Tools verlassen...

    Bei Bündnis Deutschland wäre ich auch sehr vorsichtig. Die haben Glück, dass sie ohne Unterstützungsunterschriften teilnehmen dürfen, da sie aufgrund der Nichtzulassung der AfD bei der Bürgerschaftswahl in Bremen dort mit mehr als 5 Abgeordneten ins Landesparlament eingezogen sind. Im Grunde sind die aber inhaltlich eine Kopie der AfD, allerdings bisher wohl ohne den Extremismus von Höcke und seinesgleichen.

    Die Freien Wähler sind dagegen recht breit aufgestellt. Die zielen eindeutig auf die Mitte und bieten ein bisschen von SPD, Grünen, FDP und CDU/CSU an. Da merkt man ganz gut, dass der bayrische Landesverband der FW zwar stark und prominent aufgrund seiner Regierungsbeteiligung ist, die anderen Landesverbände aber eben auch mitgewirkt haben am Programm.

    Da möchte ich dir jetzt das erste Mal widersprechen. Meine Wahlentscheidung ist im erheblichen Maße vom bisherigen Verhalten der Partei abhängig, weil ich natürlich davon ausgehe, dass das auch was über das Verhalten in der Zukunft aussagt. Hat eine Partei sich zB nicht am Vereinbarungen gehalten, würde ich davon ausgehen, dass sie auch zukünftig nicht verlässlich ist.

    Fair. Gerade was das Verhalten angeht, stimme ich dir da zu. Deshalb würde ich bei dieser Wahl jetzt auch nicht die FDP oder Grüne wählen. Und auch die SPD kommt für mich aufgrund des Verhaltens von Bundeskanzler Olaf Scholz nicht in Frage.

    Bei Inhalten würde ich aber schon eher auf die Programme und Aussagen der Parteien achten, weil das Abstimmungsverhalten in der Vergangenheit sehr vielen anderen Faktoren unterliegt, die sich aus dem politischen System ergeben.

Werbung