Beiträge von RosaLaune

    Sprachliche Varietäten behandle ich in DaZ regelmäßig, auch geographische Varietäten. "Normalen" Deutschunterricht gebe ich derzeit nicht, sonst würde ich es je nach Bildungsgang natürlich auch behandeln.

    In Spanisch gehören die diatopischen Varietäten des Spanischen ohnehin zum Lehrplan. In der Gymnasialen Oberstufe kommt man, zumindest sofern Argentinien Thema ist, gar nicht um die Besonderheiten des Spanischen am Río de la Plata vorbei.

    Es ist dennoch ein seltsamer Ansatz, jemandem zu raten, mit "verminderter" Qualität zu unterrichten - schon deswegen, weil ein Anfänger i.d.R. gar nicht beurteilen kann, welche Qualität er erbringt und wo er Abstriche machen kann. Die geringere Unterrichtsqualität ergibt sich vermutlich schon allein aus der fehlenden Ausbildung, da braucht man gar nicht aktiv sein Bemühen oder den Arbeitsaufwand verringern.

    Ich habe nicht empfohlen in verminderter Qualität zu unterrichten. Ich habe auf eine Selbstverständlichkeit hingewiesen, die im Berufsethos leider zu oft untergeht.

    Weil zunächst einmal die Qualifikation ausschlaggebend für die Eingruppierung ist und nicht die Qualität der Arbeit. Die Qualifikation einer Person ist an dieser Stelle qualitätssichernd.

    Eine Person im Bachelor ist nunmal weniger qualifiziert als eine vollausgebildelte Lehrperson daher die schlechtere Einstufung.

    Wenn man deiner Logik folgt, dürfte jemand in A5/E5 seinen Job nur mit absolut schlechter minderwertiger Qualität ableisten und man darf dann erst ab (oder noch höher?) E11/A12 vernünftig arbeiten.

    Ganz genau. Man ist formell weniger qualifiziert, also muss man auch eine andere Qualität liefern. Das heißt nicht, dass man schlechte Arbeit machen soll, sondern eben angemessene Leistung.

    Zumal jemand im Bachelor nicht unwahrscheinlich ein Vielfaches der Zeit und Mühe eines ausgebildeten Lehrers aufbringen müsste, um eine annähernd ähnliche Qualität zu liefern. Das ist einfach nicht möglich.

    Da Lehrkräfte, egal ob nun E9 oder E13, die gleichen Aufgaben haben, erübrigt sich ein Vergleich mit anderen Besoldungsstufen mit anderen Tätigkeitsfeldern.

    In NRW unterrichten Lehrkräfte an HRSGe 28 Unterrichtsstunden pro Woche. Dies entspricht einer Wochenarbeitszeit von 41 Stunden. Als Werkstudent darfst du maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Wenn du also maximal 13 Unterrichtsstunden machst, bist du Werkstudent und hast keine Sozialabgaben.

    Theoretisch kannst du auch ohne Bachelor arbeiten, sofern du eine Stelle findest und es keinen Bewerber gibt, der besser qualifiziert ist. Gerade für Deutsch und Technik dürfte es da die ein oder andere Stelle geben.

    Es wird hier und im schulischen Umfeld viele geben, die dir davon abraten werden, weil du dafür nicht qualifiziert bist. Lass dich davon nicht abbringen. Man lernt das meiste ohnehin erst im Beruf (noch nicht mal wirklich im Referendariat). Wenn du ein gutes Kollegium hast, dann wirst du da die nötige Unterstützung finden. Und wenn nicht, dann hast du einen guten Nebenverdienst. Und wer nach E9 (oder sogar nur E8?) bezahlt wird, der muss auch keinen so qualitativ hochwertigen Unterricht machen, wie Lehrkräfte auf A13/E13 oder A12/E11.

    Was ich mich so frage: Warum genau stellt man unsinnige Anfragen an ein Forum? Was genau macht daran Spaß? Wer ist der Psychologie bewandert und klärt mich auf?

    Ich mache hier keine Diagnose, dazu bin ich weder qualifiziert noch habe ich ausreichend Informationen. Ich nenne einfach nur ein Krankheitsbild: histrionische Persönlichkeitsstörung. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass man versucht, Beachtung, Anerkennung und Solidarität durch die Inszenierung dramatischer oder ungerechter Lebensumstände zu gewinnen. Dafür erfindet man dann Geschichten oder übertreibt tatsächlich widerfahrene Ereignisse, sodass das Gegenüber sich aus Empörung solidarisiert.

    Bei mir ist es allerdings so, dass es mich krank macht und meinen Zustand verschlechtert. Ich habe MC und wenn ich Stress wie diesen habe, kriege ich einen Schub. Außerdem war ich schon letztes Jahr 3 Monate wegen burn out krankgeschrieben.

    Dann krankschreiben lassen und zur Behindertenvertretung mit dem Problem. Das ist keine gute Lösung, weil es dann am Ende andere Kollegen ausbaden müssen, aber im Zweifel sollte man sich selbst der nächste sein.

    Bei uns gab es den Fall eines gewalttätigen Schülers. Selbst da kam die Lehrkraft nicht aus der Klasse raus.

    Echt verrückt, woran das wohl liegt? Sind alle anderen Traumberufe dann wohl doch nicht so traumhaft oder Lehramt nicht so schlimm wie sein Ruf...

    Na, das ist doch klar. Das Lehramtsstudium ermöglicht dir als Lehrer tätig zu sein. Ein Fachstudium ermöglicht dir das auch, du hast aber mehr Optionen. Und aufs Lehramt bereitet wahrscheinlich beides in etwa gleich vor. Meine didaktischen Veranstaltungen jedenfalls wären sinnvoller gewesen, wenn sie ausgefallen wären.

    Informationen zur sicheren Schule gibt's hier.

    Da findest du Broschüren, die sich auch mit Raumklima beschäftigen. Aber auch viele andere Dinge rund um unseren Job.

    Wer sich verantwortlich fühlen sollte, habe ich auf den ersten Blick aber nicht gefunden (der zweite Blick wird dadurch verhindert, dass die Schule ruft ;) )

    Meine Recherche ergibt, dass über die Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung das Gewerbeaufsichtsamt wacht. Finde ich bei Schulen eher ungewöhnlich. Aber gut, dann wird man bei der nächsten Hitzewelle im Glasbau-Süd eben ohnmächtig.

    Echt Jetzt? Das ist in den meisten Schulen schon ein längerfristiges Problem. Es ist Aufgabe des Schulträgers dieses Problem zu lösen. Die Problemlösungspflicht besteht schon ab 28 Grad Celsius.

    Lösungsmöglichkeiten wären die Anbringung von Jalousien, das Aufkleben einer Sonnenschutzfolie auf die Fenster.

    Um die Hitze erträglicher zu machen können Ventilatoren aufgestellt werden und kalte Getränke zur Verfügung gestellt werden. Ab 35 Grad ist jedoch Dchluss. Ab da ist der Arbeitsraum nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Die ultimative Lösung ist eine Klimaanlage. Das Ganze habe nicht ich mir ausgedacht, sondern es ist geltendes Arbeitsrecht in der Bundesrepublik Deutschland. Die vorgesetzten Dienststellen scheinen dies zu wissen, die haben nämlich Klimaanlagen im Büro.

    Aber müsste da nicht erst das Ordnungsamt kommen und den Raum dicht machen? Vorher kann der Dienstherr/AG doch einfach ignorieren, dass man dort fast kollabiert.

    Ich bin doch linguistisch und fremdsprachendidaktisch vorgebildet, ich frage doch nicht "sag mal Ayse, wie ist denn die Vokalharmonie im Türkischen und kannst du mir noch den Akkusativ erklären?" sondern "Gibt es einen Unterschied zwischen teşekkürler und teşekkür ederim?" oder Sätze aufschreiben und nachfragen, ob es stimmt (NICHT die Begründung, sondern nur korrigieren), und waren schon einige nicht mehr in der Lage.
    Eine ehemalige Schülerin hat mir dann ein paar Mal "Nachhilfe" gegeben, ihre Eltern haben darauf bestanden, dass sie Türkisch lesen kann und Bücher auf Türkisch liest. Ich glaube, dadurch hatte sie schon eine gefestigtere Sprachstruktur.

    Aber selbst das ist doch eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Was ist denn der Unterschied zwischen "danke" und "ich danke dir"? Dass man das nicht einfach so beantworten kann, finde ich nun nicht überraschend, gerade wenn es um migrantische Kontexte geht, wo Menschen ihre Muttersprache oftmals nicht als Bildungssprache erfahren.

    Da ich angefangen hatte / habe, Türkisch zu lernen, habe ich mich schon mit Schüler*innen unterhalten (aktuelle, aber auch ehemalige, weil ich Sprachfragen hatte..). Pustekuchen, die meisten haben kein "Gefühl" für die Konjugation, Deklination oder was auch immer in ihrer Sprache passiert (und dabei wäre ein Sprachbewusstsein für eine Sprache wie Türkisch soooo hilfreich für den Fremdsprachenerwerb).

    Aber das ist doch ganz normal. Welcher Deutsche kann denn grammatische Phänomene wie die Merkmale starker Verben einfach so erklären, wenn er nicht ausdrücklich in Grammatik geschult wurde? Und das dürfte sogar etwas sein, dass ja im muttersprachlichen Deutschunterricht überhaupt nicht vorkommt. Sowas gehört in den Fremdspracherwerbsunterricht, weil man es da wirklich braucht (behaupte zumindest ich als jemand, der viel von Grammatikunterricht im Fremdsprachenerwerb hält).

    Und wenn der Schüler einfach ohnmächtig wird o.ä. dann wartest du bis er entweder wieder ins Sekretariat laufen kann oder selber wieder seine Eltern anrufen kann`?!?


    Ich würde mal von unterlassener Hilfeleistung ausgehen, wenn du ein privates Handy in der Tasche hast und nicht den Notruf wählst.

    Aber wenn du dein Handy nicht dabei hast, dann ist es eben so. Ein Schüler weniger, dafür kümmert sich dann mal jemand um das Problem. Schade dass es immer erst soweit kommen muss.

    Das ist der wichtigste Satz.

    (und mit dem Kuchen-Beispiel: ich stelle sehr oft und sehr gerne Kuchen oder Kekse in irgendwelche Dienstküchen. Wir hatten mit (freiwilligen) Kolleg*innen uns auch abgesprochen, so dass es jede Woche einen Kuchen gab (aus welchem mehr gegessen haben, als beigesteuert haben, aber es war egal... BIS plötzlich eine Abteilungsleitung einen Kalender installiert hat und selbst aufgeschrieben hat, wer wann backt.
    Dann haben wir unseren Kuchen in unserer "Unter-Abteilung" für uns alleine gehabt und nicht mehr öffentlich gemacht.

    Wow. Ich erprobe kulinarische Ideen auch gerne an den Kollegen, aber wenn jemand von mir Kuchen verlangt, dann gibt es nicht’s mehr.

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