Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Im Grunde finde ich den Job nur vermeintlich familienfreundlich. Meine Erfahrungen:
+ vorrangig Arbeiten am Vormittag, Arbeitszeit zum Teil flexibel
+ gute Bezahlung für Beamte
- Stundenplanwünsche der TZ Kräfte nicht umsetzbar („Nachmittags liegt nun mal die Oberstufenleiste.“ Da ist mit den Rechten auf nachmittags frei für TZ etwas witzlos.
- Nachmittagstermine durch Konferenzen
- Korrekturen in den Ferien, in denen bei uns die KiTa ebenso häufig geschlossen hat. Die muss ich dann irgendwie in der Schulzeit durchballern - dann, wenn die Kinder schlafen und ich müde bin.
- Bei kindkrank entfällt Unterricht - fühlt sich richtig doof an, auch wenn die KiTa geschlossen ist, muss immer mein Mann einspringen. Der ist mit Home Office nämlich wirklich flexibel
- Ausruhen nach sechs Stunden Tagen? No way. Nicht mal Zeit für Mittagessen. Lässt sich stundenplanerisch halt nicht verhindern…
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Ich habe nicht gesagt, dass der Beruf nicht anstrengend ist, aber was gibt es denn Flexibleres als in den Ferien zu korrigieren? Das ist dann doch das vielbewunderte Homeoffice.
Aber frag mal deinen Mann, wie viel er schafft, wenn die Kinder krank zu Hause sind.
Dass bestimmte Termine wie Konferenzen eingehalten werden müssen, stimmt natürlich. Aber auch das ist in den meisten Berufen normal, würde ich sagen, man hat Schichten oder wenn es blöd läuft, gar einen Pager und Rufbereitschaft. Und auch in anderen Berufen kommt man k.o. nach Hause, das sind m.E. keine Argumente für speziell für Schulen geltende Unvereinbarkeit von Beruf und Familie.
Familienfreundlich finde ich vor allem, dass einem durch Teilzeit nichts verbaut wird: Karriere kann man in den meisten Berufen mit TZ ja leider knicken.
Und als Selbständige*r ist man angewiesen auf jeden Auftrag, jede Stunde, die man arbeitet, da bezahlt einem niemand "Kindkranktage".