Beiträge von Quittengelee

    Kannst du mal ein Situationsbeispiel nennen? Fach, Thema, Klassenstufe...

    Grundsätzlich ist es natürlich hilfreich, Fragen offen zu stellen. Dann gibt es diverse Techniken aus der Systemischen Beratung oder dem Sokratischen Gespräch...

    Z.B. Definitionsfragen: was meinst du genau mit "dumm", was ist für dich "gerecht", "was verstehst du unter "ehrenlos"? Gibt es einen Unterschied zwischen "Legales tun" und "das Richtige tun"?

    Skalierungsfragen: auf einer Skala von 1 (total langweilig) bis 10 (atemberaubend spannend), wo verortest du...?

    Konsequenzfragen: Wenn ausnahmslos jeder nach genau diesem Prinzip handeln würde, was würde dann wahrscheinlich passieren? Gibt es Ausnahmen, wo das absolut nicht mehr gilt? Wenn das ein Gesetz wäre, wer würde darunter leiden?

    Paradoxe Fragen: Was müsste diese (historische) Personengruppe tun, damit ihre Situation noch schlimmer wird? Was müsstet ihr machen, damit euer Projekt auf jeden Fall scheitert?

    Sicht des Dritten: was würde dein Sitznachbar/ Mutter/ ein Außerirdischer dazu sagen?

    Metakognition: Ich merke, dass wir gerade feststecken. Woran liegt das? Ist meine Frage unklar?

    Nochmal zum "Fallbeispiel":

    ... er war mit quasi der gesamten Innenausstattung der Schule nicht zufrieden, da nicht brandschutzkonform.
    Es müssten alle Möbel, Bilder in Rahmen (also ältere Rahmen: >12 Jahre, Alu, aber MDF Platte), Plakate und Leinwände abgehängt werden: also eine leere Schule.

    ...


    ...

    Nicht nur direkt Rettungswege, Möbel, die zum Arbeiten (Sitzen) in einer Art Seitenarm des Gebäudes verwendet werden, sollen auch weg.
    ...

    Bilderrahmen, Leinwände, Plakate und Sitzgruppen, die im Haus rumstehen.

    Vielleicht wäre der Brandschutzbeauftragte auch nicht so überambitioniert gewesen, wenn er kein Antiquariat sondern nur einen Bilderrahmen vorgefunden hätte? Man weiß es nicht.

    ... Alternativ kann es individuelle Unterstützung durch einen Mentor vor Ort geben, oder zentral durch Fachleiter im Seminar. ...

    Jetzt hat man ja beides, Mentor UND Seminar. Wie blöd wäre man, sich für weniger Unterstützung einzusetzen.

    Dann doch lieber Überlegungen anstellen, wie Quereinsteigende das beste Referendariat bekommen, damit sie nicht zu früh wieder aufgeben. Hohe Abbruchquote ist ja leider die Realität.

    Außerdem würde es den Beruf attraktiver machen, wenn man sich nicht schon mit 19 für Lehramt entscheiden müsste und dann nie wieder aus der Nummer rauskommt.

    Er verhindert zumindest, dass sich im unmittelbaren Fluchtweg noch leicht brennbares Material befindet, welches eine Flucht deutlich erschweren würde. Es geht darum, alle Personen rechtzeitig und sicher aus dem Gebäude zu bekommen und nicht darum, dass ein Bilderrahmen das ausbrennen des Gebäudes verhindern soll.

    ...es ist natürlich auch nicht der eine Rahmen, sondern 15 Rahmen und die Korkpinwand mit 100 Kinderzeichnungen, der Geburtstagskalender, die Garderobenreihe, der aufblasbare Weihnachtsmann vom Vorjahr, das Regal mit dem Theaterequipment, das 2020 vor Corona "schnell mal kurz" abgestellt wurde, der Tisch für den Hanswurst, der immer draußen arbeiten muss, die Pappmaché-Nanas der 4c aus dem letzten Kunst-Projekt und der Teppichboden von 1987.

    Wenn es keine Regeln gibt, kann sie niemand einhalten. Ich halte es für ausgeschlossen, dass jeder Kollege selbst entscheidet, was er für sicher hält.

    Wirst du dann auch meine Fragen beantworten? 😎

    Ja, habe ich schon vor Wochen.

    Du willst konkrete didaktische Hinweise meiner Fachleiter zu konkreten Stunden meinerseits? Ernsthaft?

    Nein, nicht eine Auflistung zu einer konkreten Stunde, sondern 4, 5 Beispiele habe ich vorgeschlagen. Du musst natürlich gar nichts sagen, aber du willst doch eigentlich dich inhaltlich austauschen. Da wäre mein Vorschlag gewesen, nicht immer und immer wieder zu behaupten, dass es im Referendariat nur darum geht, einer Person den Hintern zu küssen. Das ist nämlich das Gegenteil von sachlich.

    ...den Lehrzielformulierungen, Verlaufsplan, Antizipationen, Unterrichtsmaterial etc.


    Wunderbar, offenbar fällt dir doch etwas ein, was man im Referendariat lernt. Tatsächlich hat ein Mensch mit Physikdiplom das alles NICHT gelernt. Das bedeutet nicht, dass er zu doof dafür ist, sondern dass es ihm einer sagen muss.

    ...ich hatte auch das Glück, dass meine Fachleiter nicht derart von der eigenen Unfehlbarkeit oder derjenigen einer bestimmten Methode u.ä. überzeug

    Und? Selbst wenn irgendwer das Glück nicht gehabt haben sollte, ist das kein Sachargument gegen das Referendariat. Wird auch keins, wenn du es noch 10x schreibst.

    ...Aber braucht es dafür das Ref? Inwiefern könnte dem nicht auch mit kollegialem Mentoring in der Schuleingangsphase gedient sein? Das ist die Frage.

    Klar, kann man sich fragen. Wie willst du dann überprüfen, ob alles vermittelt wurde, was das Seminar vermittelt? Hier wird's doch noch 100x beliebiger, man wäre von einer einzigen Person abhängig.

    Außerdem: wer soll das machen? Dein Vorschlag wäre eine extreme Sparmaßnahme, die Mentor*innen müssten alles in ihrer Freizeit erledigen oder glaubst du ernsthaft, jemand würde ihnen 4-6 Abminderungsstunden zuweisen?

    Den Rest lese ich vielleicht wann anders durch, das ist mir jetzt zu viel Zitiererei am Handy und ich mag mir auch deine Pöbeleien nicht ständig geben.

    Freundliche Fragen beantworte ich dann gerne freundlich.

    Wie wäre es, wenn du zur Abwechlung das Gegenteil erläuterst?

    - Nenne 4, 5 im Referendariat vermittelte Aspekte, die du nie gebraucht hast (didaktische Hinweise zu deinen Stunden, klassische Seminarthemen zu Schulrecht, Leistungsbewertung usw.)

    - Nenne 4, 5 Aspekte, die du dir selbständig, ohne Hilfe angeeignet hast, die du im Ref nicht erlernt hast. Also ohne gemeinsame Vorbereitung, ohne Hospitation anderer bei dir oder du bei anderen, ohne gemeinsame Reflexion deiner oder anderer Stunden

    - wie viele Stunden von Quereinsteiger*innen und grundständig Studierten mit 2. StEx hast du selbst gesehen und beurteilt, so dass du einen Vergleich herstellen kannst? Nach welchen Kriterien hast du diese beobachteten Stunden beurteilt und inwiefern genügen diese Kriterien empirischen Ansprüchen?

    Denn nur wenn du selbst eine Vorstellung davon hast, was Didaktik ist, was man im Referendariat lernt und was jemandem fehlt, der dieses nicht durchlaufen hat, kannst du dir run Urteil bilden.

    Ich denke, wenn du wirklich Interesse an den von dir gestellten Fragen hättest, dann würdest du nicht immer wieder dasselbe fragen und den Zynismus sparen.

    Die Brandschutzvorschriften denkt sich doch nicht der Beauftragte aus, der durch deine Schule läuft und den mitgebrachten Sitzsack moniert.

    Die Vorschriften werden in erster Linie von Versicherungen festgelegt, die ein Interesse daran haben, keine lebenslangen Renten zu zahlen. Das ist mit Sicherheit centgenau ausgerechnet, was hier lohnt.

    Nutze mal die Suchfunktion, hier fragt alle Nas lang jemand, wie man das macht. Keine Ahnung, ob es jemals jemand in die Tat umgesetzt hat von den hier Anwesenden.

    Was würde dagegen sprechen, wenn deine Schulleitung über deine Überlegungen Bescheid wüsste? So außergewöhnlich ist das nun nicht, du musst ja auch ihr gegenüber keine Gründe nennen.

    "Das Riesenrad" von Mireille Mathieu

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