Beihilfe im Rückstand

  • Weiß jemand, was man tun kann, wenn die Beihilfe aus technischen Gründen im Rückstand ist? Im Moment werden Anträge aus dem November bearbeitet und mein Allerwertester geht auf Grundeis, weil es um mehrere Tausend € jeden Monat geht, die regelmäßig nachrücken. Ich bitte um Zahlungsaufschub, aber inzwischen muss ich ja weitere Rechnungen einreichen, die dann wiederum erst in 2 oder 3 Monaten bearbeitet werden.

    Können z.B. Rechnungen aus der Krankenhausapotheke bei ambulanten Behandlungen direkt abgerechnet werden, weiß das jemand? Es geht dann mitunter um Rechnungen über 5-stellige Beträge.

  • Nein, die Beihilfe rechnet nicht separat mit Betreibern oder Apotheken ab. Normalerweise werden Anträge oberhalb 5k bevorzugt bearbeitet. Was sagt Deine Sachbearbeitung?

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Hab dasselbe Problem. Hab nun drei offene Anträge. Der erste im November. Es sind viele kleinere Rechnungen, die Summe liegt aber bei >2000. und ich erwarte auch noch die dicke Rechnung einer größeren Zahn-OP. Auf der Homepage wird von Verzögerungen gesprochen und eine Nachfrage nichts nützt.

    Hab auch nicht so wirklich die Ahnung, was ich da nun tun soll.

  • Ich durfte kurz anrufen, Beiträge ab 5000 Euro werden bevorzugt behandelt. Wurde auch tatsächlich.
    Jetzt warte ich auf knapp über 500 Euro seit ca. 2 Monaten und 8 Wochen sind für die Beihilfe leider ein normaler Zeitraum in den letzten 12 Monaten (Ausnahme eben: sehr große Rechnung: 2 Tage nach Anruf).

  • Ich weiß, dass hilft dir bei den hohen Beträgen nicht @ Quittengelee.

    Ich habe ein weiteres Konto über das ich hauptsächlich die Beihilfe mache. Dort gehen jeden Monat 150€ drauf.
    So habe ich immer ein Polster für die Arztrechnungen.

    Irgendwann steht diese Konto dann ordentlichen im Plus und ich kaufe irgendwem aus der Familie was schönes davon.

  • mehrere Tausend im Monat sind aber eine Hausnummer...
    Wenn alles / das meiste aus einem Ort ist (Apotheke?), dann würde ich mit denen sprechen, dass das Zahlungsziel bitte verlängert wird, und zwar "dauerhaft", bis du dir selbst den Puffer aufgebaut hast...

    Aber tatsächlich habe ich seit einem Jahr die ganzen Rückerstattungen nur auf ein Unterkonto und dieses als "Beihilfe/PKV"-Konto, auch weil es meine Reserve ist, für alles, was nicht übernommen wird.

    Willkommen in der ach so schönen Welt der PKV/Beihilfe, wo die Ärzte immer so schön abrechnen, als wären wir nur in der PKV!

  • Mit Extrakonto hatte ich auch schon überlegt. Oder gleich eine Fachkraft bezahlen, die scant, einreicht, hinterhertelefoniert...

    Wenn's nicht eh alles schon so anstrengend wäre, ich kaufe ja nicht aus Spaß Medikamente in der Preisklasse.

    Aber nun denn, jammern nützt nix, immer heiter weiter :party:

  • Bei mir hat die Beihilfe wegen auflaufender hohen Rechnungen einen Abschlag gezahlt. Da genügte ein Anruf. Dann konnte ich die Rechnungen begleichen. Dies wurde dann nachträglich verrechnet.

    Freundlichkeit ist kostenlos, aber niemals umsonst.

  • Also ich bin total Happy, dass ich mit diesem Problem als Angestellter aussen vor bin. Alleine mei e quartalsmäßigen Bmutuntersuchen wegen der CMML wären mehrere Tausend Euro. Aber was würde ich machen?

    Zunächst würde ich mit jedem Rechnungssteller versuchen eine Vereinbarung zu erzielen, dass ich die Rechnung verspätet mit Zahlung der Erstattung begleichen darf. Was sich zunächst wie eine Zumutung für den Arzt anhört, relativiert sich schnell, wenn man dem gegenüberstellt, wann der Arzt für einen gesetzlich Versicherten bezahlt wird. Da bekommt er beim Beamten das Geld im Vergleich immer noch früh und der Betrag ist auch nicht gedeckelt.

    Und die die nicht warten wollen, da würde ich die Bezahlung über mein Kreditkartenkonto laufen lassen und die fälligen Zinszahlungen in Kauf nehmen. Die Zinsen würde ich in Kauf nehmen, wäre aber bezüglich Liquidität "immer glatt". Das wäre mir das mehr an Zinsen bezüglich Psychohygiene wert.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Willkommen in der ach so schönen Welt der PKV/Beihilfe, wo die Ärzte immer so schön abrechnen, als wären wir nur in der PKV!

    Bei mir zickt die PKV inzwischen mehr rum als die Beihilfe, was mich aber bei den unverschämten Rechnungen einiger Ärzte nicht wundert. Grundsätzlich bin ich gespannt, wie lange die Versicherungen diesen Abrechnungs- bzw. Abzockeirrsinn noch mitmachen. Immer nur die Beiträge zu erhöhen, funktioniert irgendwann auch nicht mehr.

  • Ich bin mal wieder dankbar über mein Bundesland.

    Längste Wartezeit bei mir in den letzten Jahren war 3 Tage, kürzeste 10 Stunden. Klar, bei mir gibt es keine diskutierbare Aspekte, vermutlich läuft alles automatisch.

    Ich habe mal nachgesehen, der aktuelle Durchschnitt beträgt 16 Arbeitstage, es müssen also auch einige länger warten, es gibt aber auch die Möglichkeit ab 5000 EU vorgezogen zu werden und Abschlag zu erhalten. Da ich noch nie soviel eingereicht habe, weiß ich nicht, wie gut das klappt.

    Ich würde um Abschlag bitten, wenn die Sachbearbeiterin schon Verständnis hat. Ich wundere mich, dass sie es nicht von sich aus angeboten hat.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Tablets mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Die Rechnungen bezahle ich immer fristgerecht. Meist musste ich aber auch nicht länger als 3-4 Wochen warten, gehe also auch nicht immer in Vorleistung. Dieses Mal ist es wirklich lang. Und eben leider durch diverse Arztbesuche auch teuer.

  • Bei mir zickt die PKV inzwischen mehr rum als die Beihilfe, was mich aber bei den unverschämten Rechnungen einiger Ärzte nicht wundert. Grundsätzlich bin ich gespannt, wie lange die Versicherungen diesen Abrechnungs- bzw. Abzockeirrsinn noch mitmachen. Immer nur die Beiträge zu erhöhen, funktioniert irgendwann auch nicht mehr.

    :(
    Ich trage allerdings meinen Teil dazu bei, dass es keinen solchen Abzockeirrsinn gibt, da ich zu keinem Arzt mehr gehe, der mir unbegründet 3,5fach abrechnet oder auch nur Sachen aufschreibt, die er nicht gemacht hat. Und ja, ich habe schon mehrmals Rechnungen nachkorrigieren lassen und da, wo es nicht ging, mal bezahlt und nie wieder, mal auch eine Beschwerde eingereicht (auch wenn ich weiß, dass es nichts gebracht hat, aber die Kopie zum Arzt war mir auch Genugtuung).
    Bei der Anmeldung bei einem Arzt schreibe ich immer dick und fett, dass ich BEIHILFE und PKV habe und nur den Basistarif. Stimmt zwar glaube ich nicht, wie ich letztens erfahren habe, einen schlechten Tarif habe ich trotzdem und am wichtigsten: keinen Beihilfe-ergänzungstarif, so dass es quasi aufs Selbe hinaus kommt.

  • Ich trage allerdings meinen Teil dazu bei, dass es keinen solchen Abzockeirrsinn gibt, da ich zu keinem Arzt mehr gehe, der mir unbegründet 3,5fach abrechnet oder auch nur Sachen aufschreibt, die er nicht gemacht hat. Und ja, ich habe schon mehrmals Rechnungen nachkorrigieren lassen und da, wo es nicht ging, mal bezahlt und nie wieder, mal auch eine Beschwerde eingereicht (auch wenn ich weiß, dass es nichts gebracht hat, aber die Kopie zum Arzt war mir auch Genugtuung).
    Bei der Anmeldung bei einem Arzt schreibe ich immer dick und fett, dass ich BEIHILFE und PKV habe und nur den Basistarif. Stimmt zwar glaube ich nicht, wie ich letztens erfahren habe, einen schlechten Tarif habe ich trotzdem und am wichtigsten: keinen Beihilfe-ergänzungstarif, so dass es quasi aufs Selbe hinaus kommt.

    Die Privatpatienten werden immer mehr abgezockt und leider sind inzwischen die fairen Abrechnungen eine Ausnahme. Z.B. seitdem meine Zahnärztin eine Fortbildung bezüglich Privatabrechnungen gemacht hat, ist sie auffallend teurer geworden. Jetzt wird jedes Detail aufgeschrieben und übertrieben abgerechnet. Die Beispiele lassen sich beliebig auch bei anderen Ärzten fortsetzen. Bei Privatpatienten wird gerne der Steigerungssatz unangemessem erhöht und angebliche Schwierigkeiten als Grund angegeben.

    Auf Fortbildungen wird den Ärzten erzählt, was sie alles abrechnen können und was im legalen Rahmen ist. Ich möchte aber nicht wissen, was bei Kassenpatienten alles abgerechnet wird, denn die können die Rechnungen gar nicht nachprüfen.

  • Auf Fortbildungen wird den Ärzten erzählt, was sie alles abrechnen können und was im legalen Rahmen ist. Ich möchte aber nicht wissen, was bei Kassenpatienten alles abgerechnet wird, denn die können die Rechnungen gar nicht nachprüfen.

    Das Argument habe ich seit einem Vierteljahrhundert (oh mein Gott! so lange bin ich in Deutschland, bzw. noch länger) und dabei bin ich erst knapp 10 Jahre privat (teil)versichert. Die Menschen haben keine Ahnung und entsprechend keinen "Respekt" vor den Leistungen. Sowohl im Glaube, dass Ärzte Millionäre wären (ohne zu sehen, wie viele Stunden sie arbeiten und wie viel Personal insgesamt dafür finanziert werden muss (plus Miete, usw..) ), als auch umgekehrt, wie viel eine Leistung kostet.
    Ich kenne GKV-Versicherte, die glauben, dass ein Tag im Krankenhaus tatsächlich 10 Euro kostet (Selbstbeitrag).
    Und es gibt so viele GKV-Versicherte (ich inklusive), die beim Wechsel in die PKV erfahren, was alles aufgeschrieben wurde und wieviel davon nicht stimmt. Antwort des damaligen Arztes "Ach, ich schreibe nur "Grippe" auf, die Assistentin weiß, welche Ziffer zur Abrechnung nötig sind. Und sie schrieb fröhlich.."

    Dafür habe ich gerade eine Ärztin, die nach Jaaaaaaaaaahren im Dienst keine Ahnung hat, was sie abrechnen soll und kann und durch meine Rechnungen mit ihrer Kollegin durchgegangen ist, damit sie ihr erklärt, dass sie in der selben Zeiteinheit X abrechnen darf, aber auch X plus Y plus Z plus AB, auch wenn sie für Y, Z und AB Zeit von X abknapsen musste. (Also zum Beispiel Krankschreibung aufschreiben, Tablette aufschreiben, usw..)
    Also ja, diese Fortbildungen sollten verboten sein.

  • Längste Wartezeit bei mir in den letzten Jahren war 3 Tage, kürzeste 10 Stunden. Klar, bei mir gibt es keine diskutierbare Aspekte, vermutlich läuft alles automatisch.

    Sei froh, das RP Kassel ist die schlimmste und langsamste Behörde, die ich je kennen gelernt habe. Ich hatte mal 2 Wochen und war sehr überrascht. 2-3 Monate ich eigentlich normal bei uns. Egal was man beantragt, Beihilfe, Reisekosten, Trennungsgeld.

  • Ich weiß, dass es bei Medikamenten und Laboruntersuchungen im vierstelligen Bereich keine 90% Unterschiede gibt, aber hier eine vielleicht auch wichtige Info:

    Als PKV-Versicherte darfst du bei der Apotheke andere Medikamente bekommen, als auf dem Zettel stehend. Deine Apotheke gibt dir also vielleicht ein Medikament der teureren Kategorie (ob, weil es auf dem Zettel steht, sie es auf Lager haben oder weil sie einen Vertrag haben...). Frage mal nach, ob es (identische) Alternativen gibt.
    Ich nehme mehrere Medikamente ein und das, was ich bezahle, ist ca. 40-60% des Preises des ursprünglich angebotenen Medikaments bzw. des immer noch auf dem Rezept stehenden Medikaments.
    Das entlastet dich vielleicht beim Vorstrecken und beim Budget der PKV auch.

    Labor: da würde ich dort wirklich nachfragen, ein späteres Zahlungsziel zu erhalten. Sie wissen ja, dass sie das Geld bekommen und du bist nur ein kleiner Teil von derem Budget.

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