Beiträge von Quittengelee

    Interessant, du fährst also mit einer Schulklasse an einen Ort, den du selbst für gefährlich hältst mit Erlaubnis deiner Schulleitung, die die Gefahr bloß nicht erkannt hat? Oder kannst du einen Blick in die Kriminalstatistik werfen und den Eltern glaubhaft vermitteln, dass vom Chemnitzer Museum/Bibliothek/Tierpark keine Gefahr für eine erste Klasse mit ihrer Lehrkraft ausgeht?

    Ganz grundsätzlich benötigst du für einen Unterrichtsgang (von/zur Schule am selben Tag) keine Einverständniserklärung der Eltern und Teilnahme ist Pflicht. Im Zweifel melden die Eltern das Kind eh krank.

    Bis drei Tage darf die Klassenlehrkraft in begründeten Fällen vom Unterricht freistellen. Ich würde es nicht tun, weil die Begründung lächerlich ist, euch werden als Schulklasse sicher nirgends in Chemnitz Drogen angeboten.

    Wenn dir nicht wohl dabei ist, gibs an deine Schulleitung weiter, soll diese entscheiden.

    Wie was interessiert es mich, ich muss für jedes Elternteil die persönliche Anleitung mit den Zugangsdaten drucken, sie den Klassen zusortieren und viel schlimmer dann mit jedem Elternteil das es damit nicht schafft, die Anmeldung machen.

    Und jeder Klassenlehrer muss beim allerersten Elternabend, wo die Eltern erstmalig auf ihn treffen jedem die persönliche Mappe geben. ..

    Achso, also du musst 400 (oder wie viele Kinder auch immer) verschiedene Anleitungen einzeln verändern und drucken, das passiert nicht automatisch?

    ...
    Daher ist einfach notwendig, dass jemand der häufiger an der Schule ist das selber lösen kann.

    Das ist schön, wenn das wer kann, aber nicht erwartbar. Zumal die, die sich reinfuchsen einen Arsch voll Zusatzarbeit haben, DU findest das gut, 1000 andere Admins aber nicht. Und: wenn du krank wirst, kann überhaupt niemand mehr irgendwas machen.

    Ich finde es nutzlos, sich über Einzellösungen rumzustreiten. Am Ende muss man machen, was man für richtig hält, es kann aber keinen Goldstandard geben. Sieht man doch hier wieder besonders deutlich: Ausstattung ist unterschiedlich, Bedürfnisse verschieden, Mitbestimmungsrechte gegeben oder auch nicht...

    GoldenGirl , da du zweimal einen ähnlichen thread aufgemacht aber nicht weitergeführt hast: magst du denn genauer erzählen, was dich frustriert? Oder tauschst du dich per PN mit anderen Ü-50ern aus...? Finde es wenig hilfreich, ins Blaue hinein irgendwas zu raten.

    Ich verstehe die Diskussion nicht. Wer keine Tafel mehr hat, muss eine Lösung finden, wer eine hat, schreibt zur Not oder immer daran. Wer an Kabeln wackeln will und kann, tut das, wer es nicht will oder nicht kann, lässt es.

    Was bringt mir denn der Kollege in Niedersachsen an der BBS, der eine tolle Ausstattung hat aber keine Administration oder die Kollegin in einer saarländischen Grundschule, die immer gerufen werden kann, wenn irgendwo der Bildschirm schwarz bleibt?

    Die Länder haben ein ganz grundsätzliches Problem, das da heißt: Digitalisierung kostet Geld und zwar dauerhaft. Das können Lehrkräfte nicht einzeln lösen.

    Ich gehe nächstes Jahr ins Ref Lehramt und mein Amtsarzttermin steht vor der Tür. Ich war 2018 kurzzeitig in Therapie wegen einer Panikstörung laut dem Allgemeinarzt. Der Therapeut hat es dann aber als F93.8 Sonstige emotionale Störung des Kindesalter diagnostiziert. Hatte seitdem auch nie wieder Probleme und es wurde erfolgreich behandelt. Jetzt habe ich Angst weil man ja immer Horrorgeschichten hört das man nicht verbeamtet wird und im Vorgeschichtenbogen muss man ankreuzen ob man psychische Erkrankungen hatte oder in Therapie war. Wie gehe ich das am besten an? Muss ich mir Sorgen machen? Auslassen? Was sind eure Erfahrungen? (Lebe in Baden-Würrtemberg)

    Wo liest/hört "man" davon eigentlich "immer"? Hier melden sich alle Nas lang Leute an, die von den vielen angeblichen Nichtverbeamtungen gehört haben und kriegen hier die immergleiche Antwort. Daher würde mich das wirklich mal interessieren.

    Liebes Forum!

    Als Ü-Fünfzigerin stehen mir noch ca. 8 Dienstjahre bevor. Meine Unlust, in die Schule zu gehen, wird immer größer. Geht euch das auch so? Ich frage mich zur Zeit, wie ich diesen Zeitraum bis zur Pensionierung überstehen soll. Wie geht ihr mit der zunehmenden Belastung um und auf welche Weise motiviert ihr euch? Über ein paar aufbauende Worte würde ich mich sehr freuen.

    Was belastet dich besonders?

    Wir haben jetzt einen Fensterputzer engagiert - und sind gerettet!

    Putzt er nackt? Dann hätte man doppelt Freude.

    Huch aber im Ernst, ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Fenster geputzt habe. Max Goldt schrieb mal, dass die nicht anfangen zu stinken und es daher reiche, das ab und zu mal zu machen. Fand ich ein überzeugendes Argument:idee:

    Ich glaube, für Schulleitungen ist es manchmal schwer, eine Rolle zu finden, was Teil oder nicht Teil des Kollegiums zu sein anbelangt.

    Also wenn du nicht willst, dass dein*e Chef*in von deiner Familienplanung weiß, solltest du es nicht in der Kaffeeküche erzählen, dort darf sich natürlich jeder aufhalten und alles hören, was erzählt wird.

    Allerdings kann es natürlich sein, dass deine SL ein besonders neugieriger Mensch ist, das weiß ich nicht. Unsere ist das nicht. Die meisten Chefs und Chefinnen sind froh, wenn man sie nicht mit Privatem belastet, 50 Lebensgeschichten gleichzeitig auf dem Schirm zu haben ist völliger overload an meist belastenden Informationen.

    Insofern, um zu meinem Ausgangsgedanken zurückzukommen, könnte ich mir auch vorstellen, dass eure SL einfach versucht, Teil des Kollegiums zu bleiben und ein bisschen mitzuplaudern.

    Magellan und ich führten gerade eine Zwischen-Konversation darüber, ob es einem was ausmacht, wenn andere für einen beten wollen. Wenn du Support von außen brauchst, deine Religion gut zu finden, mag ich dafür keine Verantwortung übernehmen, Kris24 .

    Ich wünsche dir viel Spaß im Strandbad 💦

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