Wenn SuS ein Stück schreiben, in dem sie den Ausbruch aus einem strukturierten, namenlosen Gefängnis symbolisieren wollen, in dem Gefühle, Namen und Erinnerungen eine "Ware" sind, können sie doch bestimmt selbst am besten Ideen entwickeln, was sie damit genau meinen und wie sich das für sich darstellen lässt.
Ich würde daher keine Vorschläge einbringen, derart "wollt ihr das barfuß machen?" Sondern brainstormen lassen, wieso sie das Thema interessiert, woran sie im Alltag erkennen, dass jemand namen- und erinnerungslos wird, oder woran man das erkennen könnte, was ihnen Angst macht, so zu werden. Alle paar Jahre den Job wechseln müssen? Erst gar keinen Job mehr zu finden? Sich das klassische Eigenheim nicht mehr leisten zu können? Durch eine KI ersetzt zu werden? Durch Migration heimatlos geworden zu sein und nirgends hinzugehören? Nur noch scrollend bei Insta zu versacken, weil man selbst einfach nur normal ist und keine Wahnsinnsleistung auf Social Media darstellen kann?
Ich habe nämlich erst an Uniformen gedacht und dann an Jack Wolfskin Jacken als Symbol der Konformität, aber das ist total boomer.
Welche Gedanken und Sorgen hat denn diese Gruppe von jungen Erwachsenen? Schreibt das auf Karten, oder lauft mit der Handykamera durch die Gegend und fotografiert, was ein solches Gefängnis darstellen könnte oder entwerft Bühnenbilder auf großen Papierbögen, einer mit Temperafarben, ein anderer mit Edding oder als Collage. Kommt ins Machen und wertet erst danach aus, würde ich sagen.