Beiträge von Quittengelee

    Mach dir nicht so irre viele Gedanken. Der junge hat massive Probleme, die du nicht lösen wirst. Du gibst Nachhilfe und auch Aufmerksamkeit und das ist gut aber muss keine Wunder vollbringen. Ich würde die Einheit auf 30 min kürzen und eine klare Ansage machen: diese zwei Aufgaben schaffst du heute. Oder wir rechnen 30 min, dann darfst du losziehen. Und dann ziehst du das durch. Mach einfache Aufgaben, die wirklich schaffbar sind, 6. Klasse-Stoff ist gut. Grundrechenarten, erst mal keine Textaufgaben. Und wenn er sieht, er kann das, kommt die Motivation vielleicht. Wenn nicht, dann hast dus versucht.

    ...um zu verschleiern, dass es ab der Befruchtung ein Mensch ist,

    Hast du schonmal eine befruchtete Eizelle gesehen? Man kann sich sicher streiten, wo Menschsein beginnt, dass dies mit Befruchtung der Fall sein soll, ist eine Idee von vielen. Da ist kein Herz, kein Gehirn, kein Bewusstsein, kein Schmerz, keine Wahrnehmung.

    Interessant, gerade gelesen: Bis Tag 14 können aus dem Zellhaufen noch Zwillinge entstehen, also noch nix mit Individuum.

    Weniger interessant, aber erwähnenswert, falls du deine Religion bemühen wolltest:

    "Bis 1869 galt in der römisch-katholischen Kirche noch das Konzept der sogenannten sukzessiven Beseelung, bei dem man sich auf Aristoteles berief, nach dem die Beseelung des Menschen eine Entwicklung darstelle, die bei einem männlichen Embryo 40 Tage und bei einem weiblichen Embryo 80 Tage dauere."

    Deutschland befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise und vermutlich einer Phasen eines großen Verlustes von Industriearbeitsplätzen. In Europe findet seit bald drei Jahren zum ersten mal seit 1945 wieder ein Krieg zwischen Nationalstaaten statt, in 6 Wochen ist in Amerika Trump in seiner zweiten Amtszeit.

    Und worüber diskutieren wir im Wahlkampf?

    Darüber, dass die FDP bei der Vorbereitung auf das Koalitionsaus solche Begriffe wie "D-Day" verwendet hat, darüber das Habeck seiner Kanzlerkandidatur im Rollkragenpulli am Küchentisch inszeniert oder wie viel Geld Merz bei irgendeiner Wohltätigkeitsveranstaltung gespendet hat.

    Also dass die FDP sich verhält wie dumme Kinder, ist schon ein Wahlkampfthema wert und Merz macht den Ukrainekrieg durchaus gerade medienwirksam zum Thema.

    Aber Strukturwandel und mangeldes Wirtschaftswachstum sind unsexy, das stimmt. Du kannst ja gerne was beitragen, wenn du eine weise Lösung parat hast.

    Und im Uterus ist das Kind. Das hat auch einen body, aber keine choice. :(

    Ich verstehe, denke ich, was du sagen willst. Aber es kann eben in den ersten Wochen nicht von einem Kind die Rede sein. In den ersten 12 Wochen sagt man zum Beispiel noch niemandem, dass der Schwangerschaftstest positiv ist, weil die Wahrscheinlichkeit, dass der Embryo abgeht, so hoch ist.

    "Schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der bestätigten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Noch viel mehr Fehlgeburten verlaufen unbemerkt, da die Frauen bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts von ihrer Schwangerschaft wussten. Etwa 85 Prozent der Fehlgeburten treten in den ersten 12 Schwangerschaftswochen auf."

    Soll heißen, da entstehen nicht lauter Babys, die dann wieder sterben, sondern die Befruchtung bzw. Einnistung der Zellen hat nicht recht funktioniert. Das kann für Eltern mit Kinderwunsch sehr schlimm sein, ändert aber nichts am biologischen Vorgang.

    Also ich mache gerne den Haushalt und kümmere mich um die Termine der Kinder, weil ich auf der anderen Seite auch Dinge an meinen Mann abgebe, die ich einfach nicht (so gut) kann: Haustechnik am laufen halten, Reifenwechsel, Carport bauen, Dach decken, Steuererklärung machen, Weihnachtsbaum aufstellen. Oder was auch immer. Dafür ist die Waschmaschine für meinen Mann ein Buch mit sieben Siegeln. Es macht halt jeder das, was er kann. Das ist auch effektiver.

    Wenn damit alle zufrieden sind, passt es doch. Wenn die Mutti aber zusätzlich zu drei Kieferorthopädieterminen, Elternsprechtag und Konfirmationsgeschenk der Großcousine noch ans Weihnachtsbaumaufstellen und Reifenwechseln denken muss, bei Kindkranktagen selbstverständlich zu Hause bleibt (weil sie ja selbständig ist) und sich dann ab 65 nicht nur um ihre sondern auch noch um seine pflegebedürftigen Eltern kümmert, könnte die Lage wieder ganz anders aussehen.

    Und dass es immer so aufgeht, dass genau der 3x pro Woche abends noch die Wäsche aufhängen darf, der das auch möchte, ist halt auch nicht immer gegeben. Mit Waschmaschineanschalten ist es ja nicht getan.

    ...

    Ein kleine Problem habe ich allerdings mit dem umgekehrten Fall. Eine Frau möchte das Kind behalten, der Erzeuger aber nicht. Kümmern muss er sich nicht, aber Unterhalt muss trotzdem gezahlt werden. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie man das besser lösen kann. Der Mann hat in dem Fall gar keine Handhabe. Fair ist das auch nicht.

    Das ist halt am Ende ein sozialrechtliches Problem und kein Medizinisches.

    In meinen beiden vor dem Gespräch eingereichten Attesten steht schon, dass ich nach einer Versetzung sofort wieder dienstfähig bin. Ich werde diese natürlich zum Termin beim Amtsarzt mitnehmen und das selbst auch betonen. Beim Gespräch habe ich zu Beginn und am Ende gesagt, dass ich nach ärztlicher Meinung wieder arbeitsfähig sei, wenn ich versetzt werde.

    Schade, dass zufällig bei meinem BEM-Gespräch kein Protokoll erstellt wurde, nur am Ende der Maßnahmenplan. Auf diesem steht lediglich, dass ich zu einem Amtsarzt gehen muss.

    Amtsarzt ist gut. Trotzdem: Hast du einen Anwalt, der durch die schulischen Besonderheiten durchsteigt? Sonst doch noch mal die GEW und den Bezirkspersonalrat bemühen. Die waren mir bislang immer eine größere Hilfe als jede andere, außerhalb des Schulkosmos stehende Person.

    Es ist nunmal die Mutter die mit dem Uterus: Her body, her choice.

    Die Vasektomie könnte man als Vergleich heranziehen: stellt euch vor, Männer, Frauen würden ein Gesetz erlassen, das ihnen das Mitspracherecht an euren Hoden und deren Zeugungsfähigkeit erteilte. Heißa, da wär was los.

    Und nicht zu vergessen: die Ärztinnen, die den Eingriff vornehmen und mit was für Stress diese leben müssen. Da ist keine vernünftige Beratung möglich.

    Wir sehen es doch ganz genau an den US-Staaten, die Schwangerschaftsabbrüche strikt verbieten, was das für ein Risiko für die betroffenen Frauen bedeutet!

    Es geht in dem Artikel darum, dass sich Forschung und Öffentlichkeit zunehmend dafür interessieren und welche Medikamente und Behandlungen derzeit ausgetestet werden.

    Bis vor Corona wusste man kaum etwas über die Erkrankung, Erkrankte wurden meistens mit "ist was Psychisches" weggeschickt und sind zusätzlich verzweifelt, weil niemand sie ernst nahm.

    Eigentlich aberwitzig, dass du den AFD-Anhänger zum Kulturkreis erhebst, aber auch lustig.

    ...

    Nach deiner Argumentation müsste ich meiner Tochter mehr Vorteile geben als den Söhnen. Das ist aber nicht meine Vorstellung der Gleichberechtigung.

    Du würdest (hoffentlich) für deine Tochter auf die Straße gehen, um das Recht auf Abtreibung durchzusetzen, für deinen Sohn hättest du darüber vielleicht nie nachgedacht. Um Gleichberechtigung herzustellen, muss man keine Vorteile gewähren, nur gleiche Rechte ermöglichen.

Werbung