Beiträge von Quittengelee

    Hast du denn keine Parallelkollegin, die du konkret fragen kannst? Das ist doch auch recht bundesland- und schulartspezifisch.

    Ich würde auch die Schulleitung fragen, ob es was Wichtiges gibt, dass du keinesfalls vergessen solltest.

    Ich muss im Klassenbuch kontrollieren, dass alles vollständig ist, alle eingeschrieben haben und die Fehltage der Kinder eintragen und ausrechnen. Elektronisch passiert das vielleicht automatisch...

    Förderpläne schreiben, falls du ein Inklusionskind hast, musst du das machen.

    Elternkontakte wurden schon genannt, auch Elternabend vorbereiten und durchführen.

    Konfliktklärungen gibt es am Gymnasium vielleicht nicht so viel, aber Mobbing hat man ja überall, auch da bist du Bezugsperson und kümmerst dich um die Klasse.

    Ich würde bei jedem Kind schauen, dass ich weiß, ob es eine besondere Problematik, z.B. Erkrankung hat, so dass du informiert bist. Gibt jemand die Klasse ab oder sind es neue Fünfer?

    Vieles wird auch an dich herangetragen...

    Wie willst du die „Stunde fertig machen“, wenn ein Schüler z.B. hinten seinen Bluetooth-Lautsprecher (JBL Flip), den er sonst in der Pause mit Musik bespielt, auch lautstark im Unterricht spielen lässt? Soll ich die nächsten 40 Minuten gegen den Lautsprecher anschreien? Nee, so lange das Ding läuft, ist schlicht kein Unterricht möglich. Weigert sich der Schüler sowohl das Ding herauszurücken als auch es auszustellen, bin ich ganz schnell an dem Punkt, dass dann eben der Schüler den Unterricht unverzüglich verlassen muss. Weigert er sich auch dieses zu tun und lässt dabei die Musikbox schön weiter dudeln, sind wir ganz schnell an dem Punkt, an dem dann eben der Schüler gegen seinen Willen aus dem Klassenraum gebracht werden muss.

    Oder man geht mit der Klasse raus, wurde auch irgendwo erwähnt. In jedem Falle ist an dem Punkt des Machtkampfes schon eine Kette von Dingen schiefgelaufen, könnte möglicherweise auch daran liegen, dass man "das sofortige Gewinnen" für den Chefstatus für unerlässlich hältst.

    Es gibt die unterschiedlichsten Vorgehensweisen und ich kenne Kolleginnen, die sorgen ohne Machtkämpfe und Muskelspiele für Ordnung. Von denen gucke ich mir ab, was bei mir selbst (noch) nicht gelingt. Irgendwie möchte ich zumindest gesund alt werden in dem Job.

    Wie würdest Du es denn bezeichnen, wenn ein sich verweigernder Jugendlicher von der Polizei oder einem Sicherheitsdienst gegen seinen Willen aus dem Raum gebracht wird?

    Natürlich haben wir in dem Moment, in dem die Polizei zugreift, eine Gewalteinwirkung gegenüber dem Schüler.

    Das war nicht die Frage. Die Frage war, was dich eher zum Chef macht: wenn du einen Schüler sofort aus dem Raum abführen lässt, oder dass du deine Stunde erst fertig machst und dann eine Erziehungsmaßnahme umsetzt. Es ging ja um Handynutzung und handelsübliche Verweigerung, sich an eine Regel zu halten.


    Du schriebst:

    Und was machst Du, wenn der Schüler dann die Herausgabe verweigert?

    Wirfst Du dann den Schüler aus dem Unterricht? Was, wenn er sich weigert zu gehen?

    Habt ihr schon einmal die Polizei gerufen, um das Hausrecht dann auch wirklich durchzusetzen und sind die für das Kasperle-Theater dann auch wirklich gekommen?

    Okay, das Verfahren läuft vielleicht dann bei euch nicht so zentral. Würdest du sagen, die Chancen für eine Einstellung im Quereinstieg werden in deinem Bundesland so weit erhöht, dass sich eine Weiterbildung mit 350 Stunden für 1400 Euro lohnt?

    1. Hänge ein Foto von dir mit drei Sätzen dazu ins LZ und stell dich selbst vor. Im Zweifel sind dort 50 Kollegen und jedes Jahr noch 5 Quereinsteiger, 5 Vertretungskräfte, 5 Referendare, 3 Inklusionsassistentinnen, 2 Aufholennachcoronastudenten, 2 Berufseinstiegsbegleiterinnen & 3 Schulbegleiter in ständig wechselnder Besetzung. Ständiges Kommen und Gehen von Fremden. Niemand nimmt dich zu Beginn groß wahr, das kommt mir der Zeit, wenn du dich einbringst.

    2. Besorge den Lehrerband zum Schülerlehrwerk und bereite Unterricht effektiv für einen größeren Zeitabschnitt vor. Ich sag was Unpopuläres: Du musst gezielt für Noten trainieren, damit du im Januar nicht verzweifelt vor den Zeugnissen sitzt und keine Ahnung hast, wer Max ist. Jede Woche ein Vokabeltest, mündliche Abfragen, Kurzkontrollen usw. Und sage den SuS das auch zu Beginn, was du erwartest.

    Edit: was heißt, du hast keine Zeit dich mit dem iPad einzuarbeiten? Brauchst du es zwingend für den Unterricht? Dann musst du dir die Zeit nehmen. Wenn das einfach nur jeder in die Hand gedrückt bekommt, liegt es halt erst mal rum. Nimm es aber aller paar Wochen mit in die Schule, wenn es länger nicht im WLAN war, muss man es umständlich freischalten lassen.


    Ich überlege ob es gut wäre vom Goethe Institut einen Kurs zu belegen. Die DLL Kurse beispielsweise.

    Das würde ich nur empfehlen, wenn du an Volkshochschulen arbeiten willst o.ä., oder einfach so Lust hast. Die Kurse sind sehr teuer und kosten viel Zeit. Uninteressant ist das nicht, aber zäh, alleine daran zu sitzen ein Jahr lang. Die Schulbehörden dürfte das nicht interessieren.

    Im Moment wird zwar fast jeder im Quereinstieg genommen. Ich kann aber grundsätzlich auch nur empfehlen, von der Idee abzukommen, man müsse seiner Bewerbung 100 Qualifikationen beilegen. Die Schule ist kein Unternehmen, bei dem Personaler die Bewerber checken, und die nehmen, die ihnen am erfolgversprechendsten erscheinen. Die Schule ist eine Behörde, in der Sachbearbeiter nach formalen Kriterien Listen abarbeiten. Entweder, du erfüllst Punkt x auf Liste y oder nicht. Deine Hobbys, Interessen oder sonstwo absolvierten Scheine sind nicht von Bedeutung.

    ...

    Die Menschen im Ort des Ausgangsbeitrags tragen die Verantwortung viel mehr, als ich es 200 km entfernt tue.

    Sehe ich anders. Erstens sucht die Person, die den Ausgangsbeitrag eröffnet hat, schlicht und ergreifend nach Lehrkräften für ihre Kinder, es geht nicht um ihre Verantwortung für Wahlergebnisse in der Region. Und bei keiner Ortschaft im Westen der Republik hätte jemand nach Wahlergebnissen gegoogelt.

    Zum zweiten kann man sowieso nur für sein Verhalten Verantwortung tragen, egal wo. In einer Region mit vielen Grünwählern zu wohnen ist kein Verdienst. Einige hier scheinen zu meinen, sie seien bessere Menschen, weil sie nicht in Sachsen oder Brandenburg leben, das ist echt kurios. Ich meine nicht dich sondern diese Threadverläufe immer wieder.

    Und nee, extra hinzuziehen, um die Welt zu retten, muss man nicht, aber Werbung zu machen, NICHT hinzuziehen ist doch kontraproduktiv. "Geht da bloß nie hin, wenn ihr gemäßigt, konservativ, in der Mitte, links, dunkelhäutig, queer oder sonst wie ganz normal seid" verschlimmert die Situation doch gerade? Sie macht jede Mühe all jener zunichte, die versuchen, sich zu wehren.

    Jedenfalls ist mir das Ziel dieser Beiträge immer noch nicht klar, konstruktiv ist das nicht.


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    Danke Satsuma, ich kann die Dateien nicht öffnen. Probiere es mal vom Computer aus.

    Ich finde auf jeden Fall dieses "hier ist die Vorlage, mal mal ab" gefühlt falsch, kann es aber eben mangels Wissen nicht anders machen.

    Bist du Kunstlehrkraft? Ich nehme mal ein Beispiel:

    ...

    - Kennen von Möglichkeiten des prozesshaften Gestaltens

    Das kann prinzipiell alles sein, man kann aber grundsätzlich versuchen zu sensibilisieren, dass es nicht nur um ein Endprodukt geht sondern um den Prozess als solches, indem man ihn zum Beispiel durch Portfolioarbeit dokumentiert.

    ...

    Welche Aufgabe würdest du dafür stellen und würdest du das Portfolio bewerten? Du bist SekI, wenn ich es richtig sehe. Was würdest du zum Beispiel mit einer 6. Klasse prozesshaft gestalten?

    Ich habe neulich solche Klecksbilder gemacht, eigentlich wegen Symmetrie in Mathe. Es hat eine Stunde gedauert, bis sie sich getraut haben, die Farbe so nass aufs Papier zu tropfen, dass es funktioniert hat. Vorher dachten alle, sie müssen irgendwas symmetrisches zeichnen und dass es falsch werden könnte. Fand ich echt schade. Vielleicht organisiere ich riesige Papierbahnen und wir wälzen uns alle in Farbe und rollen darauf herum :rofl:

    ...Soll ich sagen "Komm Schatz, der Kampf gegen den Extremismus sollte Dir ein paar Zähne wert sein?". ...

    Natürlich nicht, ich kritisiere auch nicht die Entscheidung, irgendwo wohnen oder nicht wohnen zu wollen, das wäre verrückt.

    Mich ärgert der regelmäßig hier auftretende Threadverlauf, dass man angeblich in fünf Bundesländern nicht mehr leben könne, weil die AfD so viele Stimmen hat. Mit welchem Ziel? Als Bestrafung? "Wenn ihr so rechts wählt kann ich leider nicht bei euch wohnen".

    Dieselben Leute würden ohne mit der Wimper zu zucken nach Bayern ziehen, wo Freie Wähler und AfD zusammen über 30% kriegen und ein Antisemit den Ministerpräsidenten vertritt. Aber die hamja Haferlschuh und koane Springerstiefel an, ge? Und nächstes Jahr haben wir alle, wenn's blöd kommt, einen Kanzler, der vor einigen Jahren noch dagegen gestimmt hat, dass Vergewaltigung in der Ehe eine Straftat ist. Und wo ist Faschist Höcke nochmal geboren und aufgewachsen? Oder Kubitschek?

    Mich stört dieses Distanzieren. Da wo ich lebe ist natürlich Bullerbü, da im tiefen Osten, hui, halt dich bloß fern.

    Edit: mal so als Beispiel, du sprichst von Cottbus, jemand anders von Thüringen. Im Ausgangsbeitrag sucht jemand Lehrkräfte bei Görlitz.

    Diese Bekundungen, dass man aufgrund der vielen Nazis nicht nach Ostdeutschland ziehen könne, halte ich für problematisch.

    Wer nicht aufs Land ziehen will, tut das eben nicht. Hier würde aber nie einer schreiben, dass er eine ganz tolle Stelle in Burladingen gefunden hätte, aber leider wegen der Wahlergebnisse... Sondern man will halt in Freiburg, Heidelberg oder Stuttgart leben und nicht am Arsch der Welt ohne Stadtbibliothek, Club und Vernissage.

    Rechts wird dort am meisten gewählt, wo alte Leute und wenig Gebildete übrig bleiben. Wer das Wählerverhältnis am Arsch der Welt ändern will, muss hinziehen und einen queeren Stammtisch eröffnen.

    In jedem Falle ist es unproduktiv, einem guten Ansinnen engagierter Menschen, die noch nicht aufgegeben haben, noch in den Rücken zu fallen.

    Die Region ist toll, die Landschaft schön, die Hauspreise gering, der interkulturelle Austausch mit den beiden Nachbarländern eng... Macht was gegen Extremismus und tut nicht so, als ob es den bei euch zu Hause nicht gäbe.

    Was hast du denn da für eine Art von Anstellung, bist du Vertretungskraft? Quereinstegerin?

    Und wie alt sind die Jugendlichen?

    - Ich würde nur einzeln aufs Klo gehen lassen

    - Ich würde jeden, der 10 min weg ist und mit Theater und Tralala zurückkommt direkt ansprechen. Dass du davon ausgehst, dass das ein Notfall war und derjenige das nächste Mal vor der Stunde zu gehen hat (wenn du was verbietet oder sagst, 3 min müssen reichen hast du Rechtsdiskussionen, was du alles nicht darfst. Oder es wird anzüglich...)

    - Ich würde nicht unterrichten, solange noch Handys oben sind, sondern direkte Anweisungen geben "mach es jetzt aus und steck es in die Tasche", dann würde ich mit Bestimmtheit abwarten

    - würde sich jemand wirklich stantepede weigern, das Handy weg zu tun, würde ich wahrscheinlich sagen, dass wir das nach der Stunde klären und mir die Namen von den entsprechenden vorne notieren und dann weiter unterrichten

    - Ich würde mich auf keine Machtkämpfe einlassen à la "gib mir sofort das Handy, sonst..."

    - im Anschluss würde ich die Klassenlehrperson fragen, was sie empfiehlt

    - gibt es keinen Kollegen (mwd), der sich in der Gruppe durchsetzt, würde ich die Eltern anrufen und darum bitten, mit dem Kind zu reden und ankündigen oder auch fragen, welche Erziehungsmaßnahmen die Eltern für angemessen halten. Eltern auf seiner Seite zu haben ist immer gut und die wenigsten finden es toll, wenn ihre Teenies sich wie Sau benehmen. Wenn man nicht in Angriffsmodus anruft, gibt es keinen Grund für Verteidigungsmodus

    - Insgesamt versuche ich Provokationen nicht als solche zu lesen, sondern als Trotzverhalten, dem man mit Klarheit und Erwartungen entgegentritt. Auch wenn es mir noch so selbstverständlich vorkommen sollte, was man erwarten kann und ganz sicher bin, dass man provoziert wird oder dass der Ton unverschämt ist, versuche ich ungerührt zu sagen, dass ich jetzt dies und das erwarte oder dieser Ton unangemessen ist oder dass der Vorwurf als Bitte formuliert werden sollte. Beispiel Kind: "Ja uuuund?! Ich hab aber Hungooor!!!" Ich: "Meld dich doch einfach und frage, ob du nochmal abbeißen kannst. Kein Problem, aber sag's freundlich." Oder "wenn ihr Sport vorher habt, machen wir 5 min Essenszeit am Anfang, dann erwarte ich aber, dass das leise passiert oder so. Immer unter der Prämisse, dass das gut klappt, sonst lassen wir das wieder.

    Das ist tatsächlich mal ein spezieller Fall. Wahrscheinlich hätte ich zunächst keinen Anwalt eingeschaltet, sondern der einstellenden Behörde und der künftigen Schulleitung die Bescheinigung über das bestandene Examen geschickt um dann anzurufen und den Sachverhalt zu schildern mit der Verwunderung, dass das doch ein Missverständnis sein müsse. Du habest auch keinen Bescheid, gegen den du Widerspruch einlegen könntest, lediglich eine unverbindliche Notiz per Mail.

    Ob der Leiter der Behörde nicht die Güte hätte, im Einvernehmen mit der Schulleitung den Leiter des Prüfungsamtes anzurufen, um das Problem unbürokratisch aus dem Weg zu schaffen? Schließlich wollest du deinen Dienst unbedingt pünktlich antreten und man könne es der Schule, den Kindern und ihren genervten Eltern kaum erklären, warum noch länger unnötig Unterricht ausfallen solle etc.pp.

    Der vom Prüfungsamt hat doch den A*** offen.

    Hallo und danke für deine Antwort! Auf den Seiten des Kultus Ba-Wü finde ich leider auch nur einen Lehrplan ohne Beispiele, oder übersehe ich was?

    Ballung, Reihung, Streuung sagt mir nichts, ich arbeite mit kleinen Kindern und muss fachfremd Kunst unterrichten.

    Stell dir vor, du hättest ein Praktikum im Kindergarten, was würdest du morgen mit ihnen machen? Etwa so :)

    Ich hoffe, die Asymmetrie fällt auf. Wenn Lehrerinnen für hunderte von Euro Zeuch in die Schule schleppen, alles OK. Tausende Euro teure private Computer für die Schule benutzen, alles OK. Usw. Und wenn dann mal einen etwas in der Schule druckt, kursiert hier der Begriff Diebstahl. Merkt ihr was?

    Toller Vergleich.

    Das ist so, wie wenn jemand die Reinigungskraft schwarz arbeiten lässt und das damit begründet, dass ein Politiker seine Flugmeilen missbraucht hat.

    Ich wehre mich deutlich gegen den Vorwurf, alle Lehrkräfte würden öffentliches Geld privat verscheuern. Es ist eine Lüge und wenn ein Moderator das noch 100x löscht, bleibt es eine Lüge.

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