Beiträge von Quittengelee

    Ich danke euch sehr für eure aufmunternden Worte!

    Vielleicht hätte ich bei den Krankmeldungen im letzten Winter immer den ärtzlich festgestellten Grund (Mittelohrentzündung, Fieber, Husten, Corona, Halsentzündung - eine tatsächlich fiese Reihe an verschiedenen Infekten) angeben sollen. Dann hätte man mir nicht unterstellen können, dass ich schon vor dem Ereignis psychisch angeschlagen und überlastet war. Und ich Blödi habe meine Hausärztin immer bekniet, mich so kurz wie möglich krankzuschreiben. Nur bei der Mittelohrentzündung und Corona (mit Fieber und allem) war ich eine Woche zu Hause.

    Ich bin leider kein Gewerkschaftsmitglied. Und mich jetzt anzumelden, finde ich moralisch nicht richtig.

    Wenn die ganze Sache vorüber ist, hole ich das aber definitiv nach.

    Der Grund deiner Krankmeldungen geht den Arbeitgeber einen feuchten Kehricht an. Ich kann dir wirklich nur raten, aufzuhören, dich zu rechtfertigen.

    Warum es eine Moralfrage sein soll, sich lieber später als jetzt bei einer Gewerkschaft anzumelden, erschließt sich mir nicht.

    Das ist astreines Mobbing. Die Frauen waren nicht schlecht vorbereitet sondern haben gemeinsam versucht, dich unter Druck zu setzen. Deswegen haben Klarstellungen und Erklärungen deinerseits auch nicht geholfen, ein Gesprächsabbruch wäre der richtige Weg gewesen. Das hätte für ein Personalgespräch gegolten, für ein BEM noch 1000x mehr.

    Es gibt doch diesen Kalenderspruch, dass man sich am besten auf die Zukunft vorbereitet, indem man sich sorgsam der Gegenwart zuwendet. Son bisschen was ist da schon dran. Wenn du zum Beispiel jetzt gerade den Eindruck hast, dass ihre Zeichenfähigkeiten nicht ihren eigenen Ansprüchen ans Ergebnis genügen, dann frage ich mich als Außenstehende nicht, ob sie keine Lust hat zu zeichnen und das mehr üben sollte, sondern woher der Perfektionismus kommt und ob mehr machen lassen und weniger bewerten gerade angesagt sein könnten. (Knete und Fingerfarben statt Lineal und Schablone...)

    Die Interpretation von Ursachen des Verhaltens des eigenen Kindes und Erlebnisse aus der eigenen Kindheit tragen maßgeblich dazu bei, wie man auf das Verhalten wiederum reagiert (unsicher, stolz, verärgert, entspannt, besorgt...). Das wiederum bestimmt, wie das Kind eine Situation und sich selbst wahrnimmt, interpretiert und sich seinerseits verhält.

    Wenn man sich Sorgen um die Entwicklung seines Kindes macht, kann es daher auch hilfreich sein, sich selbst beraten zu lassen und weniger die äußeren Umstände zu kontrollieren versuchen. Letzteres geht nämlich sowieso nur bedingt...

    Springen oder nicht, mit 5 einschulen oder mit 6, alles hat Vor- und Nachteile. So gigantisch ist die Bedeutung aber nicht, wie es dir jetzt gerade erscheinen mag, denn am Ende muss das Kind mit der Lehrkraft klarkommen, die es vor sich hat und mit seinen Stärken und Schwächen leben wie jeder andere Mensch auch. Das Rüstzeug dazu zu liefern, Selbstbewusstsein zu fördern ist, denke ich, die schwierigste und zugleich wichtigste Aufgabe, die Kindergarten und natürlich Eltern leisten können.

    Also fühl dich bitte nicht angegriffen, ich habe keine Ahnung, wie ihr erzieht. Nur aus eigener Erfahrung empfehlen, viel Zeit und ein offenes Ohr für seine Kinder zu haben und nicht so viel vorab besorgt drumrum planen zu wollen.

    ...

    Noch viel schlimmer finde ich diese Anspruchshaltung von Schülern, Eltern (und Lehrern) an alles, was nichts mit Unterricht zu tun hat.

    Ja, da ist schon was Wahres dran. Allerdings erzählen mir Eltern auch andere Sachen, die Frau Müller-Wachtendonk immer gemacht hat und die doch sooo eine schöne Idee seien. Ich finde das aber vielleicht gar nicht schön, lustige Belohnungen für jeden Handschlag zum Beispiel. Ich muss da für mich aufpassen, dass ich es nicht versuche, jedem Recht zu machen, das geht nämlich gar nicht. Andere Eltern finden manchmal ganz gegenteilige Sachen toll, wahrscheinlich sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen. Man kann ja zuhören und nicken oder rückmelden, dass man den Wunsch vernommen hat und darüber nachdenken wird oder auch nicht.

    Ich weiß nicht, was du gerade von mir willst, kleiner gruener frosch. Die Nutzung von Privatkonten ist ein anderes Thema, also brauchen wir hier nicht darüber zu reden. Oder wir reden darüber, weil du das Thema hier einbringen willst, dann verbiete aber auch anderen nicht den Mund.

    Da hast du völlig recht. Ich find's nur schräg, wie manch einer gestresst rüberkommt, der Häuser für die Altersvorsorge kauft. Und dann eben meint, er würde zu wenig Häuser kaufen können, weil zu viele andere zu viel in den Arsch geblasen bekommen.

    Finde ich auch. Warum erzählst du dann vom Chemikanten, der Immobilien besitzt, für die man nicht reich sein muss? Was genau ist drin Punkt? Immobilienbesitz IST Reichtum. Der fängt nicht erst bei Millionen auf dem Schweizer Konto an. Das ist dann vielleicht unverschämter Reichtum, kommt halt immer auf den Vergleich an.

    Wir sind inhaltlich schon für die Qualität zuständig. Nur sehe ich keine Verantwortung für die Ausstattung bei bei uns. Egal WELCHE Schulform. Das sollten auch die berufenen Lehrkräfte nicht mittragen. Aber den Bärendienst kann man scheinbar wegen eines missverstandenen Berufsethos nicht abstellen. Liest man hier ja oft genug.

    Ich denke nicht, dass mein Berufsethos da was beiträgt. Ich finde nicht, dass ich den Kindern was schuldig bin. Ich glaube nicht mal, dass mein Unterricht besser wird, nur weil ich x oder y erwerbe. Ich möchte bestimmte Dinge einfach im Klassenzimmer haben und ich benötige manche Dinge, deren Anschaffung so nie erfolgen wird. Eine Klangschale zum Beispiel sorgt für Ruhe, dafür gibt's aber kein Budget und ich will auch nicht 3 Jahre drauf warten. Du brauchst keine Klangschale, ich brauche sie. Der Schulträger sieht aber keine Klangschalen pro Klassenzimmer vor, sondern iPads für jede Lehrkraft, mein iPad liegt zu 99% der Arbeitszeit im Schrank, weil es keine kompatiblen Tafeln, Lautsprecher oder Beamer gibt. Ergo kaufte ich vor 15 Jahren eine Klangschale und nutze sie seitdem.

    Solcherlei Beispiele gäbe es noch mehr und das hat eben doch was mit Schularten zu tun.

    Siehe dazu den "Konto-für-Klassenfahrten"-Thread.

    Da wurde auf mich eingeprügelt, weil ich als Schulleiter ein nicht genutztes privates Konto mit passender Buchführung nutze, um Klassenfahrten zu ermöglichen (den Fall müssen wir hier jetzt aber nicht diskutieren), weil ich damit verhindern würde, ein Konto des Schulträgers zu bekommen. .... Inzwischen habe ich eins. Denn das eine schließt das andere nicht aus. Scheinbar.

    Erstens hast du als Schulleiter eine andere Verantwortung und Vorbildfunktion als jeder andere Kollege (mwd). Zweitens ist das Nutzen von Privatkonten für dienstliche Zwecke illegal, das Verschenken von Adventsschokolade hingegen m.W. nicht. Drittens siehst du generell nicht ein, dass dein Verhalten Auswirkungen auf andere hat, zum Beispiel auf diejenigen, die für die Schaffung von Schulkonten zuständig wären oder Kolleginnen, die meinen, wenn der Chef sein Privatkonto nutzt, müssten es auch alle anderen tun, weil sonst nie Klassenfahrten stattfinden können. Ich hingegen verstehe durchaus einen Einwand wie den von Streety, der sagt, dass er sich als Referendar unter Druck gesetzt fühlt. Ich bin in der Lage, mich in andere Statements einzudenken.

    Meine Einwände bezogen sich auf Kolleg*innen von BBS, die Bildschirmekaufen in Ordnung finden, Material für im Unterricht verwendete Dinge jedoch nicht. Es geht mir darum, ein Bewusstsein zu schaffen für die Unterschiede unserer Schulformen und das Messen mit zweierlei Maß.

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