Beiträge von Quittengelee

    Nein, ich versuche dort Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen. Allerdings finde ich es schade, dass ich das Gefühl nicht mehr wirklich erzeugen kann. Vor allem, wenn ich rückgemeldet bekomme, dass es den SuS nichts bedeutet- manche haben drei Adventskalender zu Hause.

    Frustriert dich Undankbarkeit von SuS auch so?

    Quebec , dann ohne Ironie: Du widersprichst dir.

    -> Du sagst, das Kind hat keine Diagnose, der Chef verhängt aufgrund einer Diagnose aber keine Ordnungsmaßnahmen.

    -> das Kind hat Schulbegleitungen verschlissen, es ist aber nicht klar, aufgrund welcher Diagnose das Kind diese überhaupt bewilligt bekommen hat

    -> ihr macht total viel, aber eigentlich nur dokumentieren, bislang hat noch keine einzige (!) Konferenz stattgefunden

    -> ihr habt total viel Beratung von Sonderpädagogin und Autismusambulanz, gleichzeitig aber keine Idee, was ihr machen könnt

    Du musst überhaupt keine Details hier nennen. Du solltest aber für dich Klarheit kriegen, ob ihr überhaupt eine Lösung finden wollt mit einem Jugendlichen umzugehen, der sich extrem auffällig verhält und sich und andere vom Lernen abhält.

    Mir scheint, Achtung: persönliches Bauchgefühl, dass ihr Angst habt, irgendwas zu machen, weil wenn das Kind tatsächlich eine Diagnose bescheinigt bekommt, dann ist es in euren Augen von jeder Verantwortung entbunden. Und mit den Eltern will sich schon gleich gar keiner anlegen. Es muss aber irgendwer in eurem Team (gibt's eine Klassenleitung?) die Verantwortung übernehmen, alle zusammentrommeln und eine Entscheidung treffen, wie gemeinsam verfahren wird. Und das kann hier niemand sagen, ihr habt Beratung und ihr müsst schauen, was ihr leisten könnt und was ihr nicht leisten könnt. Oder bereit seid, zu tun bzw. auszuhalten.

    Und: auch Eltern von Kindern mit Behinderung muss man sagen, was die (eigene) Schule leisten kann und was nicht.

    Machen wir's doch mal konkret:

    "Ab einem Einkommen von 4.560 Euro dürfen sich Singles laut IW zu den reichsten 5% zählen – und ab 7.190 Euro sogar zum reichsten 1%. Ein Paar ohne Kinder gilt nach dieser Definition bei einem Nettoeinkommen von 5.550 Euro als reich – es gehört ab einem Einkommen von 10.790 Euro zum reichsten 1% der Gesellschaft."

    Wenn du dann noch das Haus der Eltern erbst, darfst du dich offiziell reich nennen.

    Ob jemand "ein bisschen was angelegt", geerbt oder im Lotto gewonnen hat, ist dabei doch völlig egal.

    Weiss ich nicht, ob das so ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mehr Geld auf dem Konto habe als so mancher, der eine Immobilie besitzt. Ich habe einfach keine Lust mich auch nur im Ansatz um irgendeinen Verwaltungskram zu kümmern. Und ich habe überhaupt kein Bedürfnis, mein Geld weiter zu "vermehren", dafür knöpft mir der Kanton eh nur wieder Vermögenssteuer ab.

    Edit: Mein Bruder besitzt übrigens Wohneigentum und vermietet. Mehr Geld hab trotzdem ich :P

    Naja, Bargeld kann futsch gehen. Aber klar, wer genug davon hat, ist erst mal auch nicht arm. Du hast dich aber auch noch nie beklagt, dass dir um die Zukunft bang ist, weil dir die Ausländer die Haare vom Kopf fressen.

    Stimmt bei euch nicht auch die Gesamtlehrerkonferenz über den Haushalt ab?

    Ja, aber die Kontingente sind strikt zweckgebunden. Also soundsoviel für Bücher, dafür darf man aber keine Lektüren kaufen usw. Dafür kriege ich keine extra Übersicht.

    Und dann kauft die Schulleitung erst mal das Notwendigste, Klassenbücher und Klopapier, bevor Werken noch 100€ für Sperrholz bekommt und Kunst 100€ für Bastelzeug. Die Hauswirtschaft kann dann für ihr Geld Nudeln, Salz und Öl im Vorrat holen, muss aber alle Hauswirtschaftsgruppen beschäftigen, teilweise 6 Stunden am Stück. Usw.

    Es war nur halbironisch gemeint, Sissymaus . Es sind aber wirklich immer die, die mit Erwachsenen arbeiten, die meinen, es müsse so gehen. Nur ein neuer PC, das wäre natürlich okay.

    Ich benötige aber z.B. viel Verbrauchsmaterial für die SuS, dafür gibt's ein Kontingent und wenn das aufgebraucht ist, ist es weg. Ich will im Februar vielleicht aber trotzdem was basteln. Und ich hab Spaß daran. Eine Halloweenparty vorbereiten oder für Geschichte einen 1.000.000 Markschein von 1923 mitbringen oder sowas, da hab ich persönlich Freude dran.

    Und außerdem muss ich die Stunden mit irgendwas füllen, ich kann nicht nur Textarbeit machen lassen.

    Aber ich verstehe schon, was du meinst, es gibt eine Inflation in dem Bereich, man gewöhnt sich daran und das sollte nicht sein. Ich frage immer wieder nach, ob es noch irgend ein Budget für x oder y gibt, bitte um dies oder jenes. Aber ich hab weder Zugriff auf Geld noch einen Überblick , wann für was wie viel da ist. Das entscheiden andere.

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