Beiträge von Quittengelee

    Hast du einen Plan für deinen Unterricht? Wenn man nicht weiß, was man inhaltlich machen soll, ist man noch unsicherer und kann sich nicht genügend auf das Verhalten konzentrieren.

    Ich würde mir ein paar Sachen überlegen, die wenig Interaktion und viel Textarbeit erfordern. Möglicherweise hilft es, jeden Käse zu bewerten und das vorher anzusagen. Allerdings nicht trotzig, sondern in selbstverständlichem Ton: Letze Woche war scheiße, diese Woche wird sich folgendermaßen abspielen..., sonst brennt hier die Luft.

    Die Aufgaben am Anfang nicht zu schwer, dass jeder das Gefühl hat, er kann schaffen, was du ihm aufträgst.

    Dass dich die Kollegin hängen lässt ist schade, das demotiviert. Lass dich davon aber nicht allzu sehr beeinflussen, versuche erst mal freundlich zu bleiben und dein Ding zu machen, wer weiß, warum die auf dem Zahnfleisch geht. Viele Kollegen müssen z.B. x Quereinsteiger einarbeiten und haben irgendwann wenig Lust, Energie zu investieren, wenn die Leute nach 3 Wochen wieder weg sind. Dass da an der Schule generell was schiefläuft, kann sein, ist aber erstmal egal.

    Das ist doch gerade das ukrainische Problem: Ausser Putin in seinem folkloristischen Wahn interessiert sich keine Sau für die Ukraine. Wer soll die denn für einen "Schurkenstaat" halten? Das ist ja maximal lächerlich.

    Nein, es ist so: Es gibt immer zwei Sichtweisen. Auf beiden Seiten sind Fehler gemacht worden. Wir sollten alle aufeinander zugehen und uns die Hände reichen. Putin und Selenskyj sind zwei ebenbürtige Verhandlungspartner, die nur miteinander reden müssen, um über ihre Gefühle und alte Verletzungen aus der Zeit Peter des Großen zu sprechen. Und dann wird alles gut.

    Es gibt immer zwei Sichtweisen eines Konflikts. Der westlichen Sichtweise, die Russen sind Teufel und die Ukrainer unschuldige Engelchen, findet beim Rest der Welt keine Zustimmung.

    Dann mach mal ein paar konkrete Beispiele vom Rest der Welt. Iran? China? Wer, denkst du, interessiert sich wirklich für Russland und hält die Ukraine für einen bösen Schurkenstaat? Ich warte, nicht sehr hoffnungsfroh freilich, weil du nie antwortest, wenn man dir eine konkrete Frage stellt.

    Mal eine Frage an privat Versicherte: kann es als auf Lebenszeit Verbeamtete irgendwelche Probleme geben, wenn man Rechnungen einreicht, die eine bestimmte Diagnose enthalten? Welche auch immer bleibe mal offen. Oder ist es egal und Kasse sowie Beihilfe können von jedem Problem erfahren, das man so haben kann, ohne dass man irgendwelch Nachteile davon hat?

    Zum Beispiel erhält der Arbeitgeber niemals Gesundheitsdaten, richtig?

    Ich träume davon, dass alle Hemd und Sakko tragen. Das hätte Stil und meine Kinder würde ich eher an einer solchen Schule als an einer Schlabberpulli-Flipflop-Schule anmelden.

    ..

    In Sachsen haben viele Schulen Nummern "37. Oberschule" oder "162. Grundschule". Man kann als Schulkonferenz aber eine Namensänderung erwirken und ich ziehe gerade in Erwägung, ob wir "Schlabberpulli-Flipflopschule Nordwest" als Vorschlag einreichen sollten!

    Wenn man aber versucht, sich in diejenigen reinzuversetzen, die den Krieg gegen die Ukraine gutheißen, dann kann man sich nicht vorstellen, dass sie nach einem Angriff plötzlich umdenken und für einen Rückzug aus dem Nachbarland sind. Es wird doch in ihren Augen genau das bestätigt, was ihnen seit Jahren erzählt wird.

    Positiv könnte daraus folgen, dass die Einwohner Russlands merken, dass der Krieg nicht nur in der Ukraine stattfindet, sondern sie auch (so leid es mir um die Einwohner der Region) betroffen sind. Krieg ist dreckig - und wenn man das merkt, macht man vielleicht was dagegen.*

    Unwahrscheinlich, dass Angegriffene darüber nachdenken, ob die Ukraine vielleicht doch nicht so schlimm ist, wie die letzten Jahre vom Regime eingetrichtert

    Die Ukraine entscheidet, aber ohne unsere Unterstützung ist die Ukraine nicht überlebensfähig. Deswegen entscheiden wir mit und machen uns mitschuldig am Tod tausender Ukrainer.

    Wenn wir keine Waffen lieferten, woran machten wir uns dann mitschuldig?

    Ich würde die Sichtweise wirklich gerne nachvollziehen können, warum das Einstellen von Waffenlieferungen = Frieden bedeuten soll, aber es will mir nicht in den Kopf.

    Wer hier würde denn selbst an die Front gehen oder seine Kinder oder Verwandte an die Front schicken um "Russland zu schwächen"?

    Gegenfragen: Wer hier würde seine Kinder wahlweise entführen oder abschlachten lassen und seine Heimat von Russland okupieren lassen, damit so genannter Frieden herrscht? Und wer würde ernsthaft davon ausgehen, dass nach Verhandlungen dann auch wirklich ein andauernder Frieden einkehrt und nicht als nächstes das Baltikum überfallen wird? Wer hier kann auch nur einen Funken an Vertrauen in Russland aufbringen, sich an irgendeine Verabredung zu halten?

    Deine Vorschläge sind toll, aber wenig konkret. Wer soll/kann das wo/wie/in welchem Umfang/zu welchen Bedingungen/durch wen finanziert umsetzen?

    Fazit deines Beitrags ist allerdings: erstmal ist Europa dran. Das kann man diskutieren, bringt aber für die aktuelle Situation rein gar nichts.

    Und wer soll Erzieher*innen wo wie von welchem Geld ausbilden? Ich sitze doch nicht im Landtag und organisiere die Approbation von mehr Therapeut*innen oder kümmere mich um die Ausbildung von DaZ-Lehrkräften, so wie du keine Erzieher persönlich unter Geflüchteten rekrutierst.

    Ich unterstütze Initiativen vor Ort und wähle eine Partei und eine Kandidatin, die wahrscheinlich direkt einziehen wird, um der AfD möglichst wenige Sitze zu ermöglichen. Das ist das Aktuellste und Konkreteste, was ich tun kann. Ich habe auch schon Klamotten verteilt und bei der Wohnungssuche geholfen. Und du so?

    Und natürlich muss Europa sich kümmern, die meisten Menschen werden tatsächlich nicht an deutschen Küsten angeschwemmt.

    Man muss scheinbar erstmal eine andere Sprache richtig beherrschen, bevor man Deutsch lernen kann 🤣🤣🤣 zumindest wird das hier ja postuliert. Keine Ahnung wo diese Ansicht herkommt und wieso das die Sprache der Eltern sein muss.

    Wahrscheinlich geht es eher um Bildung. Es wird Eltern empfohlen, nicht die Zweitsprache falsch mit dem Kind zu sprechen, sondern lieber die Muttersprache richtig. Wenn Eltern die Muttersprache aber selbst nur auf einfachem Niveau beherrschen, tun das die Kinder natürlich ebenfalls und dann werden sie auch keine Genies mehr in einer Zweitsprache. Ist aber ja auch nicht das vordergründige Ziel, wenn man Familien in Not in eine Gesellschaft integrieren will.

    Es geht nicht darum, was nicht geht. Ich habe nur verzweifelt versucht, deinen Denkfehler in allen möglichen Worten zu übermitteln, aber ich dringe offenbar nicht durch.

    Wie gesagt: Ich bin gespannt auf deine klugen Vorschläge, die auch schnell und unbürokratisch umsetzbar wären, denn das erfordert die Situation von Flüchtlingen nun einmal.

    Zu was genau willst du einen klugen Vorschlag hören? Es stand gar keine Frage im Raum.

    Wenn es um die Probleme von Geflüchteten geht: Ich würde niedrigschwellige Therapieplätze und Deutschkurse anbieten, um denjenigen zu helfen, die Hilfe brauchen. Außerdem muss Bürokratie abgebaut werden, damit Menschen nicht in Asylunterkünften versauern. Und noch ganz viel vorher muss sich Europa um vernünftige Verteilschlüssel kümmern.

    Wenn es Eltern gut geht, lernen ihre Kinder von ganz allein. Dazu muss ich Dreijährigen keine Dolmetscher an die Seite geben und schon gar nicht muss man Geflüchtete halbgar im Schnellverfahren zu irgendwas qualifizieren, nur weil man jahrzehntelang versäumt hat, Personalmangel zu beseitigen.

    Warum ist die Frage eigentlich so witzig? Jemand hat plötzlich mit einer neuen Situation zu tun, macht sich Sorgen und fragt, ob es Erfahrungen gibt, so weit, so normal.

    Was haben wir früher nur ohne Internet gemacht? 😅

    Sag du es uns, du kennst offenbar beide Zeiten und hast dich hier angemeldet, um die Vorteile des Netzes zu nutzen.

Werbung