Beiträge von Quittengelee
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Tabea24, da sich hier alle anderen ausnahmsweise mal einig sind, könntest du dich auch fragen, ob du das Problem nicht verstehst und sich nicht alle anderen irren.
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Danke für die Feedbacks, ich verstehe sie so: Jenseits der Frage, ob Euch kder einigen von Euch die Seite gefällt, kann ich sie einsetzen.
Nein, du verstehst uns falsch. Die Frage ist, wofür du die Seite einsetzen willst. Dort sind irgendwelche Leute, die irgendwas sagen. Das ist noch kein Plan für einen Unterricht.
Und einfach nur Argumente zu sammeln, warum eine Partei doof ist, entspricht weder dem Beutelsbacher Konsens noch irgendeinem didaktischen Prinzip.
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Ich habe im Internet die seite https://www.100argumente.de gefunden. In meinen Augen eine seriöse Seite, die vielfältige persönliche Argumente gegen die AfD transportiert.
Meine Frage ist: Dürfte ich diese Seite im Unterricht einsetzen, zum Beispiel SuS nach bestimmten Inhalten oder Argumenten recherchieren lassen, um anschließend darüber zu diskutieren? Verträgt sich das mit dem Neutralitätsgebot bzw. mit dem Beutelsbacher Konsens?
Freue mich auf Antworten
Tabea
Was ist in deinen Augen eine seriöse Seite? Definiere.
Zur Neutralität:
GEW schrieb Oft fällt das Stichwort ’Beutelsbacher Konsens’. Er ist ein in den 1970er-Jahren formulierter Minimalkonsens für den Politikunterricht in Deutschland. Er darf nicht mit dem parteipolitischen Neutralitätsgebot des Staates verwechselt werden. Der Konsens formuliert drei zentrale didaktische Prinzipien politischer Bildung: das Überwältigungs- bzw. Indoktrinationsverbot, das Kontroversitätsgebot sowie das Ziel, dass Schüler*innen zur politischen Teilhabe befähigt werden sollen. Lehrkräfte dürfen ihre eigene politische Meinung ausdrücken, diese aber nicht als allgemeingültig darstellen. Kontroverse Themen müssen multiperspektivisch behandelt werden.
Wenn du also mit einer Klasse begründete Argumente für oder gegen irgendwas finden willst, musst du erst mal mit ihnen auf Informationssuche zum entsprechenden Thema gehen. Eben das angesprochene Parteienverbot oder was an der AfD so polarisiert.
Im übrigen rate ich dir, selbst topfit im Thema zu stehen, sonst könnten dich bestimmte Schüler "auseinandernehmen".
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Umweltschonenden Verhalten ist etwas für alle. Für die Großkonzerne, für China (um die beliebte Aussage "Aber was ist mit China" vorwegzunehmen) ... aber auch für einen selbst.
Und was ist mit Indien? Warum soll ich da noch Fahrrad fahren?
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... Der Rechenweg ist das Entscheidende, das richtige Ergebnis gibt bei mir nur nen Bruchteil der Punkte.
Auch wenn absurde Werte rauskommen und dem Schüler bzw. der Schülerin das nicht auffällt?
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Ich bleibe dabei, dass der Kardinalfehler der Demokraten die sehr schwache Kandidatin war, die für sich betrachtet nicht so recht überzeugen kann und entscheidene Wählergruppen nicht mobilisieren konnte.
Möglicherweise liegt es auch einfach daran, dass sie eine Frau ist.
Ja? Beispiel Transgedöns, du hast zwar irgendwelche Texte von erfolgreich umtransferierten Leuten im Buch, aber beispielsweise keinen kritischen Text über die ja durchaus nicht unwesentliche Anzahl an Leuten, die diese Schritt retrospektiv bereuen. Die Sozialisierung hin zu irgendwelchen Fanatasiepronomen läuft ebenfalls nebenbei mit.
Finde ich durchaus etwas fragwürdig und frage mich, ob es keine drängenderen gesellschaftlichen Themen gibt, die man jungen Menschen nahebringen sollte.
Echt, das Pronomenthema kommt in euren Schulbüchern in nennenswertem Umfang vor? In welchem Fach denn und über welchen Zeitraum musst du es behandeln, wo du gerne über was anderes reden würdest und was wäre das, was dafür zu kurz kommt?
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Trump wird wieder Präsident, der Drops ist gelutscht und letztlich haben die Demokraten das ein gutes Stück mit zu verantworten.
Klar, die Grünen in der Bundesregierung sind ja auch Schuld, wenn 30% Thüringer Rechtspopulisten wählen. Verantwortung haben nie die, die das Arschloch wählen, sondern die anderen.
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Wie gesagt: in Deutsch und Mathe auch sicher sinnvoll, auch wenn ich mich dann frage, wie das die KuK machen, die langsamere Klassen in dem Fach haben. Schreiben die dann immer schlechter? ...
Was heißt langsamer? Grundschulen sind so flexibel m.E. nicht, dass sie ein Thema noch 3 Wochen länger behandeln können, wenn es ein Teil der Klasse noch nicht verstanden hat. Man hat doch einen Stoffverteilungsplan, an den man sich hält, oder?
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Das kann aber eigentlich nur passieren, wenn man sich vorher nicht abspricht.
Ich mache auch nicht alles 1:1 wie Parallelkolleg*innen. Das ganze Bundesland hat einen Lehrplan, warum man ausgerechnet mit der 2a der Astrid-Lindgren-Schule dieselben Aufgaben bearbeiten und Tests schreiben soll, ist für mich jetzt nicht so richtig nachvollziehbar. Wir tauschen uns aus, was einem gefällt, übernimmt man, einiges macht man anders und entsprechend erstellt man Leistungskontrollen.
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Hier mal unterstützenswerte Aktionen in Thüringen und Sachsen. Zum Beispiel vom Aktionsbündnis Kolibri in Greiz: Bargeld gegen Supermarktgutscheine tauschen, damit Geflüchtete auch an kulturellen Aktivitäten teilnehmen können oder ihren Kindern eine Kugel Eis kaufen. Gerade im ländlichen Osten, wo Kartenzahlung an vielen Orten immer nicht möglich ist. (Ich musste im Urlaub noch mal zum Geldautomaten fahren, weil man in der Eissporthalle nicht mit Karte zahlen konnte...)
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Externer Inhalt www.instagram.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Ich habe die Verantwortlichen jungen Erwachsenen kürzlich live gesehen und kann nur sagen: Hut ab!!!
Also wer was tun will "gegen Rechts", der möge gerne für solche Organisationen spenden oder zu solchen Aktionen hinfahren. Eine Aktivistin erzählte davon, wie sie im Netz bedroht wird mit Gewaltfantasien, dass ihr Nazis nach Hause gefolgt sind, wie verkrustet die Strukturen sind vor Ort, im Bürgeramt, in der Polizei.
Und sie meinte, dass jeder, der kommt um mitzudemonstrieren, eine Unterstützung ist und: "ihr könnt ja danach wieder gehen".
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Begabungen bildet es in Klasse 3 meiner Meinung nach wenig ab, es spiegelt wider, wie gut das Kind die Anforderungen erkennt, wie viel die Eltern es unterstützen. Ein begabtes Kind, das zu Hause keinerlei Unterstützung erhält (sondern das Gegenteil: Fehltage, zu wenig Schlaf, kein Material etc.), wird immer wieder Rückschritte haben oder hinter den anderen, die gut unterstützt werden, zurückfallen. Da bilden die Noten das Vermögen des Kindes oder die Begabung gar nicht ab.
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Nach Klasse 4 brauchen hier die wenigsten wirklich ein Notenzeugnis, um eine Entscheidung für die nächste Schule zu treffen. Häufig geht es um andere Sachen, vor allem um das Arbeitsverhalten. Das ist in unserem Bundesland ein Text und keine Note.
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An diesem Punkt waren wir aber auch schon oft. Wenn Arbeitsverhalten und Unterstützung der Eltern sowohl die Leistungsnoten als auch die Bildungsempfehlung dermaßen stark beeinflussen, läuft m.E. was schief. Das ist ja genau der Grund, warum in Deutschland sozialer Hintergrund und Schulerfolg so krass korrelieren.
Ich muss die Entscheidung treffen, wem ich nach Klasse 7 die Oberschule, also den Hauptschulabschluss, empfehle und wem, auf der Förderschule zu bleiben und diesen Abschluss abzulegen. Das ist denke ich ähnlich schwierig, denn ich kann nur innerhalb der Klasse vergleichen und die Lehrpläne und Hauptschulbücher ansehen und überlegen, ob das für das Kind realistisch ist. Also mehr nach Gefühl.
Soundsooft schickt uns die Oberschule den Schüler aber zurück, wenn er schwieriges Verhalten an den Tag legt oder keine Sachen mit hat. Also überlegt man doch wieder: brav und ordentlich genug oder nicht? Unabhängig vom Leistungsvermögen. Das finde ich schwierig.
Ich schlage mal ganz ketzerisch vor, einen IQ-Test und ein Aufnahmeverfahren einzuführen. Wer Texte ab einer bestimmten Komplexität versteht und einen soliden IQ-Wert erreicht, bekommt die Empfehlung fürs Gym (bzw. entsprechend Oberschule bei uns) und zwar unabhängig davon, ob er oder sie das Hausaufgabenheft vernünftig führt oder die Eltern immer zum Gespräch erscheinen.
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Und so würde ich verfahren, wenn ich dürfte. Natürlich gäbe es eine klare prozentuale Verteilung Punkte-Note, das geht ja gar nicht anders. Aber eben ohne diese "Liste für alle", die für mich wenig Vergleichbarkeitswert hat, sondern individuell pro Klasse, ...
Also würdest du pro Klasse entscheiden, ob es z.B. die 1 ab 94% oder schon ab 96% gibt?
Ob dir das so viel Freiraum gibt und den SuS so viel nutzt wie dein Gefühl dir sagt, halte ich für fraglich, aber zumindest ist mir jetzt klarer, was du sagen wolltest.
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Bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden jedoch nicht die Ziele der Regelschule angesetzt, sondern es gibt einen Förderplan, der individuelle Ziele festlegt, und für diese Ziele werden innerhalb eines individuellen Bezugsrahmens sowohl Ziele für Unterrichtsinhalte und Lernzielkontrollen als auch Kompetenzbewertungen in Zeugnissen festgelegt. ...
In deinem Bundesland mag das so sein. In Sachsen, wo die TE offenbar unterrichtet, müssen Noten entsprechend des Lehrplans erteilt werden, der Förderplan hat damit erst mal nichts zu tun.
Susannea , was verstehst du daran nicht?
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Das beantwortet meine Frage nicht. Notenschlüssel bedeutet doch, dass einer Punktzahl eine Note zugeordnet wird, je nachdem, ab wie viel Prozent die 1 oder die 6 festgelegt wird. Wenn du keinen nutzt, musst du ja andere Wege haben, eine Note für den Test zu bilden. Guckst du so allgemein, ob du das Ergebnis für "gut" hältst? Entscheidest du bei jedem Kind einzeln? Vergibst du keine Verrechnungspunkte?
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...Punkt 1 setzt ja schon voraus, dass ich einsehe, es gibt Menschen, die können und wissen mehr als ich.
Tatsächlich nicht ganz unwahrscheinlich bei 8 Milliarden Menschen.
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treasure , erzählst du noch, wie du ohne Notenschlüssel bei schriftlichen Leistungskontrollen zu Noten kommst?
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… weil es eine Vorgabe gibt, dass es positiv formuliert sein soll.
Daraus entstehen über die Jahre merkwürdige Texte bzw. Floskeln, die positiv zum Ausdruck bringen sollen, dass das Kind in einem oder vielen Teilbereichen die Leistung nicht erbringen kann oder weit hinter den eigenen Möglichkeiten bleibt.
Aber warum entstehen diese Floskeln?
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... Es ist egal, welche Art von Rückmeldung du gibst. Du solltest sie differenziert geben, aber ob du am Ende erklärst, woher die 4 kam oder ohne die 4 auszuschreiben irgendein ellenlanges blablubb schreibst, ändert nichts daran dass eine 4 nichts weiter als eine durchschnittliche Leistung ist.
Die Frage ist doch, welches Ziel die Rückmeldung hat.
Gymshark hat was von Wettbewerb geschrieben, der dem Menschen innewohnte, Noten also zwingend nötig seien, um Kinder anzuspornen. Daher der Vergleich zum Sport.
Will ich den Eltern mitteilen, dass ihr Kind mehr lesen üben soll, dann mache ich das halt, dazu bräuchte es keine Noten. Versteht ein Kind aber die Matheaufgaben nicht oder hat es eine LRS, dann nutzen alle Noten nichts.
Da Eltern in aller Regel die Lehrpläne nicht kennen, machen Noten doch nur Sinn, wenn man ihnen mitteilt, wo es hapert. Bei Jugendlichen entsprechend.
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Wettbewerb bringt aber nichts, solange er zu nichts anspornt oder ist sogar kontraproduktiv, wenn man nur begrenzt Einfluss auf die eigene Leistung hat. Wer als Sportler gewinnen will, weil er besser als andere sein möchte, trainiert mehr. Wer sich gut nach dem Sport fühlt, einfach nur Spaß daran hat, sich zu bewegen oder mehr kg stemmen will, trainiert auch mehr.
Wer die Rückmeldung bekommt: du hast eine 4, die anderen eine 2, trainiert in aller Regel nicht mehr. Beim Sprint oder Hochsprung kann man keine riesen Veränderungen erzielen, sicher keine bis zur nächsten Leichtathletiknote. Die 4 bringt einen auch nicht um, sie ist halt eine Rückmeldung, nicht so dolle zu sein, bei dem was gerade gefordert war.
Im Gymnasium kann das anders sein, da muss man halt auch üben oder sich hinsetzen und etwas gezielt nachvollziehen, sprich: lernen, wenn man irgendwas nicht verstanden hat. (Ob einen die Leistung der anderen da anspornt, weiß ich nicht, glaube ich nicht). In der Grundschule hat die eigene Anstrengung jedoch noch eher begrenzten Einfluss. In der Förderschule jedenfalls ist das ganz sicher so.
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