Beiträge von Quittengelee

    Vielleicht wollen die Betreiber, dass es erst ein Beratungsgespräch gibt, damit die Brillen nicht unüberlegt gekauft werden.

    Wir kaufen Komponenten bei einem großen Ausrüster für Automatisierung (Bildungsbereich, aber auf Industrie-Niveau). Für jedes Ventil muss ein Angebot eingeholt werden, obwohl auch das Produkte sind, die klar definiert sind. Wenn das die Firmenpolitik ist, kann ich wenig machen, da ich auf diesen Ausrüster angewiesen bin.

    Willst du wissen, was sie kosten? Wir haben irgendwas um die 3200€ bezahlt.

    Ich kann auch nur berichten, dass wir die Brillen sehr erfolgreich einsetzen. Es interessiert mich im Nachgang eher wenig, dass ich ca 20 Minuten meiner Zeit investiert habe, um ein Beratungsgespräch zu führen.

    Achso, ich dachte, ihr habt die irgendwo kostenlos bekommen. Naja, so viel Geld können wir leider nicht für ein Angebot dieser Art ausgeben.

    Ich möchte auch Lehramt an Hauptschulen in Bayern studieren. Aber anscheinend rät es hier jeder ab 😭. Alternative wäre Haupt und Real in Hessen. Ich hätte aber eigentlich lieber ein Hauptfach und eine Klasse die ich 5 Jahre begleite, als 2 Fächer und mehrere Klassen.

    Hallo erst mal, wer rät hier von was ab?

    Überlege auch mal in Richtung Förderschule, da hast du mit größerer Wahrscheinlichkeit Klassenlehrerprinzip. Deinen Wunsch nach Kontinuität und intensiverem Kontakt zu eher wenigen Klassen kann ich gut nachvollziehen.

    Ob sich die Retro-Fraktion auch probehalber mal vorstellen kann, dass eine gymnasiale Oberstufe für Interessierte und Studierwillige erst später einsetzen könnte? Das hätte auch den Vorteil, dass jede*r mit 15 oder 16 darüber nachdenken und selbst entscheiden muss, ob er oder sie intensiv in eine akademische Richtung weiterlernen möchte oder lieber eine Duale Ausbildung starten will.

    Alle die bereits in Klasse 5 aufs Gymnasium kamen wissen nämlich rückblickend durchaus, dass sie auch ganz froh sein konnten, weiter bequem zur Schule zu latschen und nichts planen oder großartig über ihr Leben nachdenken zu müssen. Vielleicht würden sich dann auch nicht mehr lauter Leute durch die Oberstufe quälen, die das nur machen, weil sie jetzt ja schon irgendwie so weit gekommen sind und sich halt auch so gar nichts anderes vorstellen können, umgekehrt hat einer, der erst mit 12 oder 13 aus'm Knick kam, nicht allen Selbstwert verloren und wechselt ganz selbstverständlich mit anderen Interessierten in die Sek II.

    ...

    Falls ihr das Angebot noch nicht kennt: https://www.deinerstertag.de/schulen/

    Was sind Fragen, die euch als erstes in den Sinn kommen? (Aufwand, Technik etc.)

    Was würde euch dazu bewegen, das Angebot zu nutzen?

    Was würde euch eher davon abhalten, es zu nutzen? (Hoher Aufwand, keine Zeit etc.)

    Ich frage mich, ob das Angebot wirklich kostenlos ist. Seid ihr Altruisten? Oder schließe ich damit doch eher ein lebenslanges Abo ab? Dass man die kostenlose Beispielseite nur erhält, wenn man Daten hinterlässt und sich anmeldet, spricht eher gegen Altruismus. Je mehr Transparenz, desto mehr Interessenten, denke ich.

    Außerdem steht dort, dass das Angebot für alle Schularten gedacht ist. Da meine Schüler*innen vorraussichtlich keinen Hauptschulabschluss schaffen werden, frage ich mich, ob das Angebot in Leichter Sprache vorliegt. Material, das gleichermaßen für alle Schülerinnen und Schüler geeignet ist, scheint mir schwer vorstellbar, aber ich bin offen für Gegenbeweise.

    Nutzen würde ich das Material also, wenn ich hineinsehen und die Qualität beurteilen könnte. Und wenn es Berufe abdeckt, die meine SuS künftig erlangen können. Außerdem müsste es kostenlos sein oder von einem Anbieter wie dem Arbeitsamt oder einer Stiftung zur Verfügung gestellt werden.

    ...
    Es gibt Steuerungsmodelle für die verschiedenen politischen Ressorts und deren Verwaltungen, z.B. "New Public Management".

    Bzgl. der angestrebten Quoten der verschiedenen Schul- Berufs- und Studienabgänge ist es v.a. die "Output-Steuerung" des Bildungsmonitorings.

    Anhand aller möglicher Datensammlungen, u.a. die von den RPs eingesammelten Schulstatistiken, wird entschieden: was muss getan/investiert/reformiert werden, damit am Schluss (eher) diese Abschlüsse (und deren Nutzen für das Wirtschaftswachstum) heraus kommen.

    Wer sagt denn das, ich sehe nach wie vor nur Vermutungen von dir. Wenn dem bislang so gewesen wäre, hätte man lange schon auf diese Weise gesteuert.

    ...Man könnte mal umgekehrt fragen: Warum gehen heute mehr Kinder aufs Gymnasium als vor 100 Jahren?
    Warum studieren heute viel mehr als z.B. 1950?

    Meine Mutter wäre gern Journalistin geworden, ihr Vater meinte, eine Banklehre sei einträglicher und Mittlere Reife reiche für eine Frau. Sie war eine sehr gute Grundschülerin, das waren aber nicht die Entscheidungsgründe des Vaters Ende der 40er Jahre. (In der Klasse meiner Mutter saßen übrigens die Kinder wohlhabender Familien am Fenster, die aus armen Verhältnissen an der Wandreihe. Das wurde nicht kommuniziert, aber jeder wusste das.)

    Das Gymnasium hatte damals einen anderen Ruf, es war Bildungsbürgertum vorbehalten, Jungen, die Rechtsanwälte und Ärzte werden sollten und Latein zu rezitieren hatten. Realschulen hatten eine Bedeutung, man konnte es in vielen Berufen "zu etwas bringen", aka Häusle baue.

    Inzwischen ist das Gymnasium zum Standard geworden, viele Eltern möchten, dass ihr Kind zwei Fremdsprachen lernt, gute Allgemeinbildung bekommt, auf Anhieb jeden Schulabschluss machen kann, ihm jede Möglichkeit offen steht. Ich behaupte mal frank und frei, seit 1950 hat sich das Bildungsverständnis grundlegend geändert. Standesdünkel gibt's aber immer noch.

    Du hast eine komische Sichtweise. Jede Partei mit gesellschaftlicher Relevanz soll öffentlich die Möglichkeit erhalten, über politische Inhalte und Ziele zu sprechen. Nennt sich Demokratie.

    Nee, komisch ist die Sichtweise, dass Höcke arm dran ist, weil zwei Leute ihn interviewen. Wenn er damit überfordert ist, sagt das mehr über ihn aus als über das Interviewformat. Ansonsten muss man Faschisten keinen unnötigen Raum bieten, faschistoide Gedanken zu verbreiten. Die Partei besteht nicht nur aus Höcke.

    Ich weiß nun nicht dein Bundesland, hast du die Lehrpläne schon vorliegen?

    Mit Rhythmusspielen machst du nichts verkehrt. Tanzen würde ich mal hinten anstellen, bis du die Gruppen kennst.

    Idee Einstiegsspiel: Geräuscheraten. Alle machen die Augen zu, einer (erst du, dann ein Kind) macht ein Geräusch, z.B. Fenster auf und zu und dann wird geraten was das war. Dabei wird es eigentlich bei den jüngeren Schülern immer ruhig und konzentriert.

    Oder sowas, was wir früher gespielt haben: klatsch auf die Knie, Schnips rechts, Schnips links und beim schnipsen jeweils seine Nummer (seinen Namen) sagen und dann eine andere Nummer (einen anderen Namen). Wenn das alle im Rhythmus hinbekommen, seid ihr gut ;)

    Literatur kann ich nicht sicher empfehlen, weil ich in einer anderen Schulart unterrichte. Ich würde wie gesagt erst mal schauen, was an der Schule schon vorhanden ist. Klassensatz Glockenspiele? Orffsches Raschelwerk? Boomwhackers? Lehrwerk (ggf. mit Lehrerhandreichung, in der ganzen Stundenentwürfe zu finden sind)? Etc.

    Generell in größeren Zeitabschnitten (= in ganzen Unterrichtseinheiten) planen: was soll in der z.B. Rhythmuseinheit gelernt werden? Begriffe, Notationen? usw. Dann aufteilen in einzelne Stunden.

    Edit: etwa so in die Richtung?

    https://grundschul-universum.de/begleitpatterns-fuer-musik-

    erstellen/

    Oder Sek1:

    https://www.lugert-shop.de/de/sekundarstufe/downloads

    Wichtig fände ich für den Quereinstieg Allgemeines zur Didaktik, kurz:

    https://www.lugert-shop.de/de/grundschule…musikunterricht

    bzw. ausführlich:

    https://www.medimops.de/georg-bieghold…wE&gad_source=1

    - Ich würde als erstes schauen, was im Vorbereitungsraum der Musik an Instrumenten und Materialien da ist, damit du weißt, womit du arbeiten kannst.

    - Ich würde außerdem für die Themen des Lehrplans ein paar Materialien anschaffen, etwas eine Stationenarbeit zu einem Musikstück/Komponisten mit Hörbeispielen, damit du etwas hast, auf das du zurückgreifen kannst.

    - Wichtig ist m.E. Disziplin, schwierige Klassen in Randstunden in einem Ein-Stunden-Fach zu führen ist nicht eben einfach. Auf der anderen Seite habe ich eine Musiklehrerin mit Hauptschülern Mittwoch 7. Stunde Gesellschaftstänze machen sehen, gehen tut also theoretisch alles... Aber lieber erst mal die Gruppe kennenlernen, während sie am Platz sitzt. Auch Sitzkreise sind mit Vorsicht zu genießen.

    - Versuche, dir für die Stunden bei dir bestimmte Strukturen, Rituale und Abläufe festzulegen und was du tun kannst, wenn sich einer nicht mehr einkriegen sollte. Je klarer du bist, desto besser.

    - Außerdem kannst du davon ausgehen, dass aus dem Vorjahr nichts mehr an Wissen da ist. Vielleicht können 3 oder 4 Leute Noten lesen, nämlich die, die außerhalb von Schule Musikunterricht hatten.

    - führe alles in Ruhe, in Schritten ein, verlange nicht zu viel aber das, was ihr macht, das verlange von jedem.

    Hier ging es ja darum, dass ein Angehöriger einer Minderheit, die vorher beruflich diskriminiert wurde, nicht mehr diskriminiert wird. Das scheint mir "natürlich" positiv für diese Person. Ist das unklar oder strittig?

    Was? Wovon sprichst du jetzt?

    Du schriebst:

    "Das Bildungswesen dient in erster Linie der Bereitstellung eines möglichst passenden Angebots an den Arbeitsmarkt.

    Die Bindung oder nicht-Bindung an die Grundschulempfehlung ist ein Steuerungsinstrument der Abiturientenquote."

    Als ob das total logisch, selbstverständlich und unumstößlich sei.

    Woher weißt du denn, aus welchen Gründen Politikerinnen und Politiker Entscheidungen bzgl. der Bildungsempfehlung treffen? Ich glaube nicht, dass man ausrechnet, wie viele Ärzt*innen und Klempner*innen man in 10 Jahren braucht und deswegen gezielt die Abiturientenquote in 10 Jahren senken will, indem man jetzt die Übertrittsquote senkt. Vielleicht ist das so, dann zitiere doch bitte eine Politikerin oder einen Politiker, der sich derart geäußert hat.

    In Sachsen gab es lange Zeit keine Gesamtschulen, stattdessen bindende GS-Empfehlung. Unzufriedene Eltern, (die ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft sind, will ich meinen) haben eine Initiative gegründet, diesen Umstand zu ändern. Politiker*innen (die ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft sind) haben ein Gesetz auf den Weg gebracht, das Gesamtschulen ermöglicht. Da ging es ganz klar darum, nicht so früh zu trennen, größere Gerechtigkeit herzustellen und keine beruflichen Wege zu früh zu verbauen und nicht um gezielte Steuerung von Abiturientenquoten. Was sich daraus ergibt, steht auf einem anderen Blatt.

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