Beiträge von Quittengelee

    Es gibt eine Möglichkeit, die lautet Beantragung einer Teildienstfähigkeit. Dies hat den Charme, dass man neben der Teilzeitentwöhnung, die Hälfte der Differenz zur Vollzeit auch noch als Zulage erhält. Vor weiterer Mehrarbeit ist man gleichsam geschützt.

    So einfach ist das alles aber nicht, wie hier immer wieder geschrieben wird. In Sachsen wurde diese ominöse Teildienstfähigkeit jedenfalls seit Einführung der Lehrkräfte-Verbeamtung noch nie umgesetzt, wie mir eine Schwerbehindertenvertretung sagte. Und "beantragen" kann man die gleich gar nicht, das ist ein Verfahren, das die Schulbehörde anstreben müsste, unter Einbeziehung des Finanzamtes... Man muss eine Reha absolvieren oder was immer geeignet scheint, die Gesundheit wiederherzustellen etc. Ich habe versucht, es theoretisch nachzuvollziehen und bin nicht bis in die Feinheiten durchgedrungen. Aber dass man irgendwo anruft und sagt, man würde gerne statt TZ zu arbeiten lieber teildienstfähig sein, so ist es sicher nicht.

    Stimmt, ich erinnere mich dunkel an die Sache mit der Teilhauptschule ... Dass die bei uns am Ort so schrecklich war*, war ja der Grund, dass meine Mutter sich von meiner letzten Klassenlehrerin der Grundschule hat überreden lassen, dass ich eben ans Gymnasium gehe ^^

    (*Ah nee ... früher war ja alles besser und mehr Lametta!)

    Ich erinnere mich auch noch an "die Hauptschüler" und dass wir Angst hatten, bestimmte Wege zu gehen im Ort, weil dort immer eine Gruppe von Jugendlichen rumsaß... Das ist doch verrückt.

    Man könnte doch einfach auf 2 Tabuthemen schauen und sich folgendes fragen...

    Ich fasse zusammen:

    1. Lasst uns die Kinder schlagen wie in China, dann schneiden sie besser in Leistungstests ab.

    2. Es dürfen nur noch Akademiker*innen ins Land, wie in den USA, dann gibt es keine Gewalt mehr auf Schulhöfen.

    Klingt plausibel.

    Ich ergänze noch: Russland hat intensivere politische Bildung, lasst uns da auch noch gucken, ob wir was übernehmen wollen.

    Du brauchst eigentlich eine Auszeit, das ist schon klar, oder? Allein die Lungenentzündung braucht Rekonvaleszenz und der psychische Druck, dass du für alles verantwortlich bist und es deinem Kind schlecht geht braucht Unterstützung von allen Seiten und keinen Druck von oben. Ich hab keine Ahnung, wie das gehen kann. Habt ihr einen fähigen Personalrat? Kannst du pausieren, verlängern, irgendwas in der Art? Die Schule wechseln? Ansonsten bleibt nur, die Ansprüche runterzuschrauben und solide, unaufgeregte Stunden zu basteln und stoisch weiterzumachen, ohne dem Chef viel in die Quere zu kommen. WhatsApp-Gruppe würde ich mit freundlichen Grüßen verlassen (brauche Pause während der Prüfungsphase o.ä.)

    Wenn der Chef wirklich denkt, du machst blau und schwärzt ihn an, hilft, denke ich, nur klare Kommunikation. Ich würde nicht noch länger nachts sitzen, noch mehr arbeiten. Du kannst nicht so tolle Stunden planen, dass es Lob vom Chef gibt, da er offenbar Selbstwertprobleme hat und latent überfordert scheint, ständig mit Kleinklein beschäftigt ist. Du kannst es ihm nach meinem Dafürhalten nicht wirklich Recht machen, allenfalls stetig mitteilen, dass du kontinuierlich arbeitest, du dich für die Unterstützung der Kollegen bedankst und hoffst, eine guter Lehrer zu werden. Vielen Dank, ich gebe mir Mühe, ich nehme Ihre Kritik zu Herzen usw.

    Artikel in der NYT über eine entführte Mutter, die mit drei ihrer Kinder 7 Wochen in Geiselhaft saß. Ihr Mann und die älteste Tochter sind vor ihren Augen getötet worden.

    Das Absonderlichste sei gewesen, dass sie permanent mit ihren Entführern gesprochen habe.

    Schlussatz:

    "At the end of their captivity, the lead guard turned to Ms. Goldstein-Almog and gave her a warning: Don’t go back to your kibbutz, he said. Don’t return to a place so close to Gaza. Go to Tel Aviv or somewhere farther north, she remembers him saying. Because we are coming back.

    Ms. Goldstein-Almog’s response?

    “Next time you come,” she said she told them, “don’t throw a grenade. Just knock on the door.”

    Hatte das Bedürfnis das zu teilen, weil das einfach alles unfassbar ist.

    Kinder bibliophil zu prägen, kann die Schule nicht leisten. Das kann nur das Elternhaus. Ebenso kann nur das Elternhaus wirklich für musische Bildung sorgen. Dafür hat die Schule keine Kapazität - wo sollten auch die ganzen Klaviere, Geigen, Klarinetten usw. stehen, mit denen die Schüler täglich üben sollen. Ebenso die sportliche Prägung durch Vereine

    Dass Bildung schon bei Kleinkindern anfängt ist jedem klar. Dafür, dass Kinder aus bildungsfernen Familien in deutschen Schulen schlechtere schulische Leistungen erzielen als in anderen Ländern ist das aber wiederum keine Erklärung. Auch woanders gibt es Familien ohne Bücher und Instrumente. Warum lernen diese trotzdem besser lesen und rechnen als in unserem Schulsystem?

    Die zehn Gebote sind - wenn man 1+2 als historische Einleitung außer Acht lässt - Grundlage unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft.

    Ich dachte bislang, die Gründungsväter und -Mütter haben versucht, die Weimarer Verfassung zu verbessern und Menschenrechte zu verankern. Dass dazu gehört, niemanden zu töten, hielt ich bislang ausgerechnet für kein alttestamentarisches Vermächtnis.

    Mit der Ausgangsfrage hat das aber nichts mehr zu tun. Es ist für das Ausschneiden von Weihnachtsmannmützen und Rentieren vollkommen egal, ob man als Moslem Mohamed oder Jesus darstellen "darf" oder nicht.

    Das hat damit insofern zu tun, weil die TE vom Vermeiden "stark Religiösem" schrieb und nun gerade darüber diskutiert wird, was das eigentlich ist.

    Zur anderen Frage: wenn jemand muslimischen Glaubens ist, hat er sicher mehr Berührungspunkte mit den Fragen, was man "als Moslem" tendenziell befremdlich finden könnte und warum. Darauf kann, aber muss man natürlich keine Rücksicht nehmen. Darüber Bescheid zu wissen, um auf künftige Diskussionen vorbereitet zu sein, schadet auf alle Fälle nicht.

    Als Eltern könnte man dieses Modell doch so auslegen: Ich kann ja mal probieren, ob mein Kind es nicht doch schafft. Wenn nicht, kann es ja immer noch runter. Wer weiß, was sich in den 2 Jahren noch tut?

    Logisch, würde ich als Mutter auch so machen. Dann wäre es doch sinnvoll, entweder die Stadtteilschulen so auszustatten, dass diese als Paradies locken (helle, saubere Gebäude, kleine Klassen, praktisches Arbeiten in gut finanzierten Projekten etc.) Oder die Grundschule gleich bis Klasse 6 laufen zu lassen.

    In Wikipedia gibt es einen auschlussreichen Artikel zu diesem Thema. Offenbar gibt es im Koran kein explizites figürliches Darstellungsverbot, aber eine gelebte Tradition, den Koran oder auch Moscheen nicht mit figürlichen Darstellungen zu schmücken.

    Die Beschäftigung mit Rentieren und Weihnachtsmännern bzw. deren Mützen hat mit alledem nichts zu tun.

    Du wirfst gerade selbst alle möglichen Darstellungen durcheinander.

    Gibt's in diesem diversen Forum eigentlich eine Person muslimischen Glaubens?

    Wieso ist ein bestimmtes Arbeitsverhalten an der Gesamtschule besser aufgehoben, führt das nicht genau zu dem Problem, dass sozial schwache aber kognitiv fitte SuS überproportional häufig in der Gesamtschule beschult werden? Und am Gym wiederum entsprechend verhältnismäßig oft die Leisen, Ordentlichen, die aber nur mit Nachhilfe durch die Schulzeit kommen?

    Bei „der Lehrer“ und „die Lehrerin“ im Singular gibt es doch auch keine Ungereimtheiten, wie du es ausdrückst. Problematisch wird es doch erst im Plural, weil wir da im Deutschen eine Pluralform für alle haben, eine separate Pluralform für die Lehrerinnen und eben keine weitere Pluralform für eine rein männliche Gruppe.

    Wir haben "Lehrer" (Männer) und "Lehrerinnen" (Frauen). Lehrer ist nicht die Bezeichnung für alle Geschlechter, ich glaube, darum dreht sich das Problem ;)

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