Beiträge von Quittengelee

    Es geht nicht um den Tag der Prüfung. Damit hätte ich nicht ein so großes Problem.

    Es geht um den letzten Unterricht vor der Prüfung.

    Das kann wiederum niemand wissen.

    Als auf der DB der Termin bekanntgegeben wurde hatte ich nicht realisiert, welchen impact das haben kann.

    Okay, aber Termin würde offenbar bekanntgegeben. Dann schwindet mein Mitleid gerade wieder, sprich halt mit den Verantwortlichen, ob noch was zu machen ist, aber frag besser freundlich als empört.

    Ich weiß, der Thread hier dreht sich explizit (zumindest vom Titel her) um Rechtsextremismus. Aber mir kommt es eben oft so vor, als würde man vor aller - in weiten Teilen sicherlich berechtigten - Sorge vor einer Ausbreitung von Rechtsextremismus, andere Formen des Extremismus eher stiefmütterlich behandeln.

    Schon mind. 3x vorgeschlagen: mach einen Thread zu anderen Formen von Extremismus auf. Starte dort mit konkreten Beispielen, die dich in IRGEND einer Form SELBST betreffen. Immerhin findest du es anmaßend, wenn Menschen mit Rechtsextremismus ein Problem haben, von denen du nichts mit bekommst.

    Dass es im Osten (aber auch im Westen teilweise) Gebiete gibt, wo sich rechtsextreme Strukturen stark ausgebreitet haben, das ist sicher kein Geheimnis. Aber genauso ist man auch gut beraten, nicht mit einer Kippa durch Kreuzberg zu laufen.

    Was willst du damit sagen? Dass es auch Antisemitismus in Berlin gibt? Und ist Berlin weder Ost noch West? Fragen über Fragen.

    Das war eine sehr schweizerische Antwort. Auf einen sehr empört pauschalisierenden, deutschen Beitrag.

    Ich halte es unabhängig von der Staatsbürgerschaft zum Beispiel für wichtig, falsche Aussagen nicht einfach stehen zu lassen.

    Etwa wie oben, dass rechte Gewalt nicht so schlimm sei, weil es gibt ja auch noch andere Gewalt. Oder die 'un geregelte Migration', wenn wir schon bei Kritik von Pauschalisierungen sind.

    Vielleicht hatte die Kollegin schlicht die Nase voll von all dem Irrsinn? Viele angestellte Kolleginnen im Osten sind verärgert über die in ihren Augen bevorzugten Jungen mit der Verbeamtung. Dass es keinen Ausgleich gibt und jetzt noch eine Stunde draufgepackt wurde, weil Lehrkräfte fehlen. Dass die, die sich seit Jahrzehnten den Arsch aufreißen und kein Danke hören jetzt noch auffangen sollen, was das Land verkackt hat...

    Ich kann mir vorstellen, dass die Frau es tatsächlich drauf ankommen lassen WOLLTE. Sie wollte keine Schwerbehinderung beantragen und kein Attest, nicht zum Amtsarzt gehen und nicht zum Personalrat. Sie wollte einfach deutlich machen, dass sie nicht mehr mitspielt. Vielleicht war es ihr das wert, ich vermute, dass sie nicht mehr lang bis zur Rente hat (39 (!) Dienstjahre).

    Die Sache war offensichtlich so geringfügig, dass sich kein Gericht damit befasst hat und der Bruder vom Aiwanger hat zugegeben, das Papier geschrieben zu haben.

    Warum sich damals kein Gericht damit befasst hat, weiß ich nicht. In jedem Falle fehlt die juristische Einschätzung, die du einfach mal nachlieferst, indem du das ganze "Satire" nennst. Menschen, die sich mit Rechtsextremismus auskennen, sagen zum Beispiel, dass das Flugblatt nicht in 10 min aus Frust hingetippt wurde, sondern darauf hindeutet, dass sich der Verfasser schon länger mit dieser Sprache beschäftigt hatte.

    Lächerlich die ganze Diskussion über einen 35 Jahre alten Provokationsbrief.

    Nein, die Diskussion ist wichtig. Es geht, wie schon mehrfach geschrieben, vor allem um seine Reaktion darauf. Und die reicht von 'noch nie gesehen das Ding' über 'ach, wir machen doch alle mal Scheiß' bis 'Hetzkampagne gegen mich!'. Eine aufrichtige Entschuldigung sieht anders aus.

    Und dass seine Wähler drauf abfahren, sagt was über die Wähler aus, Trump hat auch seine Anhänger, die ihm bis zum Terrorismus folgen. Und nun?

    Habe das Flugblatt gelesen und fand es eindeutig als Satire um die damaligen Lehrer zur Weißglut zu bringen.

    Das fandest du also. Zum Glück gibt es Gerichte, die in Verfahren entscheiden, was als Satire gelten und was als Volksverhetzung zu verurteilen ist.

    Wenn der Hubert das dann noch nicht einmal selbst geschrieben hat....

    Das weißt du woher? Soweit mir bekannt, gibt es dazu bislang keine zuverlässigen Hinweise. Davon abgesehen, hat Aiwanger es in seinem Ranzen herumgetragen, was damit passiert ist oder passieren sollte, weiß bislang nur er.

    Ich halte fest: Ein amtierender Politiker ist nicht dazu bereit, sich klar von seiner damaligen antisemitischen und menschenverachtenden Einstellung zu distanzieren. Wer das okay findet, sagt in erster Linie etwas über sein eigenes Menschenbild aus.

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