Traurig ist, dass Förderschullehrer/Förderpädagogen offenbar so wenig von sich selbst halten, dass sie der Ansicht sind, jeder, der etwas vollkommen anderes studiert hat, könne ihre Arbeit einfach so mitmachen. Wozu gibt es den Studiengang überhaupt, wenn die 4+ Semester dediziertes Studium (Anteil Förderpädagogik im Studium), diagnostische Übungen und das Referendariat gar nicht nötig sind, weil das jeder Gymnasiallehrer einfach mitmachen kann.
Achso, die Förderschulkollegen denken das, da hab ich irgendwie was verpasst. Ich dachte immer, die Oberschulen lassen uns auflaufen mit der Aussage, dass sie alles alleine hinkriegen, indem sie die lernbehinderten SuS einfach mitlaufen lassen und Beratung für überflüssig halten und Unterstützung in Form von Material etc. für unnötigen Aufwand.
Mit Gymnasien hatte ich in meinem Berufsleben zweimal zu tun: beide Male ging es um Verhaltensauffälligkeiten im Kontext von Hochbegabung bzw. psychischer Erkrankung.
Ich finde deine Bewältigungsstrategie "ich muss das nicht machen, weil ich es sinnlos finde" zwar total legitim, das funktioniert aber nur, weil es dich nicht betrifft. Mich betrifft es, weil ich Inklusionsstunden zugewiesen kriege, ob ich, die Regelschulen oder irgendwer das gut finden. Mein Arbeitgeber hat das so beschlossen.