Ich halte die NATO für ein fähiges Militärbündnis und die Russen sehen das sicher auch so, da ihr größter Kontrahent dieses Bündnis anführt und es bis an die russischen Grenzen ausgeweitet hat. Es sollte niemanden überraschen, wenn die Russen diese Entwicklung stoppen wollen. Mit
Doch, ich finde es überraschend, insofern man nach so vielen Jahren noch von Überraschung sprechen kann. Es ist mir unfassbar fremd. Russland ist gigantisch und stellenweise leben die Leute noch mit Plumpsklo. Eine Regierung hätte weiß Gott genug zu tun im eigenen Land. Stattdessen befasst sie sich mit Demokratieabbau, Verschwindenlassen von Kritikern, Verschwörungstheorien und Einmischung in fremde Wahlkämpfe. Das Land wird nicht bedroht, es bedroht die eigene Bevölkerung und andere Länder.
Und natürlich gibt's dafür Gründe. Kim Jong Un hat auch Gründe, jeder Diktator oder Autokrat hat Gründe. Trump hat sicher Gründe, im Iran rumzustochern oder von Grönlandbesitz zu faseln. Niemand nimmt ihm aber ab, dass er sich von Grönländern bedroht fühlt, die Gründe sind Machtgeilheit, nicht Angst.
Daher finde ich es nutzlos, derartige Interessen aufzudröseln, weil es weder diesen Krieg rechtfertigt noch dazu beiträgt, ihn zu verhindern.
Wir können es nicht austesten. Aber wenn irgendwer von Herzen überzeugt ist, dass ein Fehlen der NATO-Erweiterung oder irgend ein Entgegenkommen Russland beruhigt und zu einvernehmlichem Sex äh Handel geführt hätte oder führen könnte, dann werden unsere Sichtweisen wohl nicht zusammenkommen. Und leider wohl auch nicht die von AfD-Wähler*innen und Wählenden richtiger, also demokratischer Parteien.