Beiträge von Quittengelee

    Wieso sortieren die Grundschulen die Kinder dann nicht in Klassen, in denen die Voraussetzungen fürs Durcharbeiten des Lehrplans gegeben sind und in denen man die vorgesehenen Kompetenzen beim Übertritt mitgeben kann, und Klassen, in denen das eben nicht der Fall ist? Dazu dann passende verbindliche Übertrittsempfehlungen und wir hätten die Probleme möglicherweise gar nicht fortlaufend an allen Schulformen. Auch den Grundschulkollegen ist doch kaum zumutbar, alles tausendfach maximal zu differenzieren.

    Dreigliedriges Schulsystem ab Klasse 2? Viel Spaß beim Durchsetzen.

    Ist das "Durchziehen" des Lehrplans nicht auch eine Priorität? Wie wird man den Stärkeren gerecht, wenn der komplette Lehrplanstoff am Ende nicht angemessen durchgenommen wurde, weil man zu lange an Basisthemen verweilt, um auch die Letzten noch mitzunehmen? Liegt hier evtl. der Grund, warum Kinder ohne angemessene Kompetenzen am Gymnasium anlanden?

    Wir drehen uns doch hier regelmäßig im Kreis. Die Gymnasialkolleg*innen beschweren sich regelmäßig, dass sie zu viele schwache SuS haben, die Profs, dass sie zu schwache Studierende haben.

    Kümmer du dich doch als Lehrkraft darum, dass deine SuS das schaffen, was dein Lehrplan vorgibt und gibt nicht jedem noch ne 4, weil du nicht die einzige sein willst, die schlechte Noten erteilt. Es ist nicht erst "die Grundschule" Schuld und dann "die Kolleginnen" und dann "die Gesellschaft", "die Politik" und an der berufsbildenden Schule "der Jahrgang, der ja sonst geschlossen werden muss".

    Traut euch doch bitte selbst, jeder für sich und sein Fach die Leistungsbewetung an die Ziele anzupassen und auch als Gymnasium, die Orientierungsstufe als das zu nutzen, wofür sie gedacht ist und trefft eure eigenen Entscheidungen. Dann müsst ihr euch halt mit den Eltern auseinandersetzen, das ist anstrengend.

    Das ist so wahr!

    Aber das passt dann doch auch gar nicht zu einem Schulsysthem mit Noten? Wenn ich Schulnoten geben muss, ist von allen Seiten der Druck da, den Lernstoff durchzukriegen, egal ob die Kinder ihn verstehen und mitkommen?

    Ja sicher, so funktioniert unser Schulsystem.


    ...

    Ich muss nun frühzeitig den Eltern sagen, dass die Kinder das Klassenziel evtl. nicht schaffen werden (am besten mit Unterschrift, damit ich mich absichern kann - beweisen kann, es rechtzeitig gesagt zu haben).

    Was du wann wem sagen musst, würde ich zunächst in den Gesetzen deines Bundeslandes nachlesen und dann genauer mit der Schulleitung abklären. Natürlich ist Elternkommunikation wichtig, aber du scheinst dich in eine diffuse Angst reinzusteigern, für irgendwas verantwortlich zu sein, die ist m.E. nicht gesund. Außerdem hast du jetzt schon Angst vor Problemen, die in einem Jahr auftauchen könnten, da machst du den Kindern selbst Druck, den du eigentlich vermeiden willst.

    ...

    Ich selbst muss den Stoff durchkriegen. Wenn ich beginne, zieldifferent zu unterrichten, bekomme ich auch Probleme:...

    Du unterrichtest nicht zieldifferent. Das Ziel legt der Lehrplan fest und solange Kinder keinen anerkannten Förderbedarf mit dem Lehrplan einer anderen Schulart haben, stehen die Ziele fest, Klasse 2 eben Zahlenraum bis 100 etc.

    Zum Parallelarbeiten: wer zwingt dich dazu? Wenn du Berufsanfänger*in bist, kann dich das sehr entlasten. Wenn es dich aber nur stresst, würde ich das mal grundsätzlich infrage stellen. In jedem Falle hindert es dich aber nicht daran, eine Lerntheke einzuführen, um mit schwächeren Kindern nochmal die Verwendung von Anschauungsmaterial zu üben, während Fittere für sich üben oder sich an etwas Schwierigerem versuchen können.

    Ich mag diesen arroganten, selbstgerechten, humorlosen Menschen nicht.

    Was aber ein interessantes Thema ist, das er aufwirft und was m.E. unbedingt unter Fachleuten besprochen werden sollte, ist die Qualität von Schulbüchern.

    In Sachsen gibt es zum Beispiel seit wenigen Jahren keine Schulbuchzulassung mehr und ich finde nicht raus, warum das so ist.

    Ich sag Kehse 😊

    Schlimm finde ich Tösch statt Tisch oder T-Shat statt T-Shirt. Meine Schwester spricht so und ich korrigiere das seit mindestens 30 Jahren.

    So ist's recht, Sprachbildung findet ja hauptsächlich in der Familie statt. Ich habe schon früh gelernt: "Der Esel nennt sich immer zuerst", "Die steht im Stall und der daneben" oder "Dies und das findet am Mittwoch, dem 22. Oktober statt."

    Nur hat man dann ein Leben lang das Problem, dass man leise Schmerzen erduldet, wenn man jemanden "Ich und Jason gehen am Mittwoch, den 22.10. ins Kino und die kommt mit" sagen hört.

    Ob man einen Hund hält oder einmal im Jahr nach Mallorca fliegt, ist für den co2-Fußabdruck egal. Das wollen die Ökos natürlich nicht hören.

    Das wissen wir alle, es ist trotzdem sinnlos, das gegeneinander aufrechnen zu wollen. Das ist etwa das Niveau: "Ich höre nicht mit dem Rauchen auf, weil Helmut Schmidt ist ja 96 geworden."

    Die Leute haben Hunde UND fliegen in der Weltgeschichte rum. Und das geht's nicht um den lange geplanten Flug an einen Ort, an dem man sich 3 Monate lang aufhält, um Kultur und Natur näher zu kommen, sondern um "mit Freundin X fliege ich am Wochenende nach Malle und mit Freundin Y das nächste Wochenende nach Fuerteventura. Das gönne ich mir. Das hab ich echt verdient, bei der harten Arbeit. Ich lass mich gepflegt volllaufen und liege an einem Pool irgend eines Hotels etc. pp"

    Es gibt nicht wenige Leute, die mehrmals im Jahr Flugreisen unternehmen, sie halten es für ein Menschenrecht, durch die Gegend zu jetten. Das ist es nicht.

    Also für mich ist das Fliegen immer noch ein wahr gewordener Menschheitstraum.

    Und wenn Du schon mit der Unwelt argumentierst: Fliegen ist nur für 3% der CO2-Emissionen im Verkehrssektor verantwortlich. Wir könnten mehr CO2 einsparen, würden wir das Halten von Haustieren verbieten, um es einmal ganz provokant zu formulieren.


    Meinst Du die mit dem Golden Retriever Familienhund und dem Pferd im Stall?

    What about Pferdehaltung :autsch:

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