Beiträge von Quittengelee

    Es wird nicht fachgerecht vertreten und erst recht nicht bei spontaner Erkrankung. Meine Unterrichtsvorbereitung umfasst für eine Doppelstunde verschiedenste Erklärungen, Texte, Übungen, Aufschriebe usw. Ich wüsste nicht, wie ich diese einer/einem fachfremden Kollegin/Kollegen per Mail ausreichend erklären könnte, zumal wenn ich so krank bin, dass ich selbst nicht unterrichten kann.

    Also wenn ein Physiklehrer Französisch vertritt aber kein Französisch kann, darf er dann eine Physikstunde geben? Oder muss im Klassenbuch "Subjonctif" stehen?

    Wenn eh keiner erwartet, dass vernünftig vertreten wird, muss man doch keine perfekte Selbstlernstunde aus dem Hut zaubern?

    Wo schreibt man die Allergie hin? Fehlermeldung gibt's zum Beispiel, wenn, ach das ufert aus, du musst mal ne Fortbildung anbieten :lach:

    Ich verstehe gar nicht, warum das immer wieder Thema ist. Wo kommt denn diese Anspruchshaltung her? Niemand will doch so eine Mail bekommen.

    Wieso hat nicht ganz pragmatisch jeder*r Vertretungsstunden in petto? Oder umgekehrt legt die Fachschaft einen Ordner an mit Zeug, das man pro Klassenstufe rausnehmen/ausdrucken und kopieren kann?

    Edit: wenn ich an den Thread "alle Schüler sind so schlecht" denke, reichen Kopfrechenaufgaben 8)

    ...

    Ich würde da aber auch nicht sehr viel drauf geben. Es handelt sich wahrscheinlich um totes wenn nicht gar verfassungswidriges Recht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Kinder gegen den eigenen Willen (bei Religionsmündigkeit) oder den Willen der Eltern zur Ehrfurcht vor Gott erziehen kann und darf – das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist hier doch hoffentlich stärker.

    Gestrichen wurden derlei Passus aber auch nie, nach der Wende in ostdeutsche SchulG übernommen. So egal scheint es den Gesetzgebern also nicht gewesen zu sein.

    Möge eine Nazi-Partei in einer Landesregierung daraus nichts Queerfeindliches oder Rassistisches stricken können.

    Die Kontakte über Discord sind schon weltumspannend. Allerdings ist das nicht gerade eine schulische Leistung.

    Generell was Medienkompetenz angeht, bin ich ehrlich gesagt von meinen Kindern überrascht. Das lernen sie aber auch nicht alles von ihren Lehrkräften. Es wird weder unreflektiert nachgeschwafelt noch jedem KI-Auswurf getraut. Quellenchecken und vertrauenswürdigen Leuten folgen ist tatsächlich für sie selbstverständlich. Ich behaupte mal, das trifft stellvertretend für diese Generation zu, auch wenn es immer Leute geben wird, die blind vertrauen und Radikalen Hinterherlaufen.

    Da fallen mir ein paar Vorteile ein:

    - auf einen Blick sehen, was ich vor den Ferien vor der Klassenfahrt vor der Projektwoche in der 7b gemacht habe.

    - nachsehen, wer in der 2a Erdnussallergie hat und keinesfalls den mitgebrachten Geburtstagskuchen essen darf

    - ich muss nicht jede Stunde jede Anwesenheit bestätigen

    - es tauchen keine Fehlermeldungen auf, weil irgend eine Gruppe aufgeteilt/ zusammengelegt wurde

    - ich muss nicht auf einem Bildschirm glotzen, was mehr ablenkt und auf die Kinder den Eindruck macht, als tauche man ab

    Aber vielleicht bin ich noch nicht so warm damit und mit mehr Erfahrung lösen sich derlei Probleme.

    ... Ich bin Lehrer geworden, um junge Heranwachsene zu fördern und zu fordern. In den letzten Jahren käme ich kaum noch dazu ( in einem vernünftig vorbereiteten Rahmen) ,wenn ich an allen Konzeptpapieren etc unserer Schule beschäftigt wäre. Verwaltung hier und Verwaltung da.

    Die entscheidene Frage, dich ich mir gestellt habe, mache ich das mit und verliere die Kinder aus dem Blick oder aber ignoriere ich meine SL mit bestem Gewissen und widme mich dem, was wichtig ist: der Bildung und Ausbildung der Heranwachsenden....

    Es fällt mir schwer zu glauben, dass du jeden Abend 3h Unterricht vorbereitest.

    Und welches Konzept hat nicht die Förderung und Forderung der Heranwachsenden zum Ziele?

    Im Ernst, es gehört zu unseren Aufgaben halt mehr als Unterrichten. Aber sich wochenlang in was reinzuknien, wofür andere die höhere Stufe kassieren, dazu hab ich auch keine Lust mehr. Das hat abe überhaupt nichts mit meiner SL zu tun.

    Jetzt hast du mich angehängt. :grimmig: Was genau bedeutet das in leichter Sprache?

    Der Lehrplan: "Die Schülerinnen und Schüler beschreiben Gebete als Kommunikation mit Gott."

    Statt: "Die Schülerinnen und Schüler lernen Gebete als etwas kennen, womit Menschen weltweit in ihrer Religion mit ihrem Gott oder ihren Göttern kommunizieren."

    Es ist und bleibt halt konfessionell gebundener Religionsunterricht. Da kann man noch so vorsichtig formulieren, dass Gebete auswendig gelernt und interpretiert werden sollen, wenn man Kinder "dein Wille Geschehe hier auf Erden" auswendig lernen lässt und gleichzeitig mitliefert, dass dieser Wille existiert und nicht etwa Auslegungssache von willkürich zusammengestellten Zitaten durch machthungige alte Männer ist.

    Das sage ich jetzt mal als jemand, der mit Religion wirklich nichts anfangen kann: diese steht mit Sicherheit nicht im unauflösbaren Widerspruch zur Erziehung zu mündigen, selbstreflektierten Menschen.

    Das tut sie meines Erachtens durchaus. Religion ist politisch, es geht um Macht, die Bibel ist voll mit frauenverachtendem Zeug und das Glaubensbekenntnis kein Gedicht, das man mit den Kindern interpretiert.


    ...Kompetenz lautet explizit auch "deuten das Vaterunser (....)". Gerade hier liegt doch bereits die Aufforderung zur reflektierten Auseinandersetzung, die über dein "unreflektiert wilder Märchen auswendig lernen" deutlich hinausgeht.

    Die zu erwerbende Kompetenz, die die Reflexion unmöglich macht, ist die Voraussetzung von Gott, nichtmal einem Gott, sondern dem Gott.

    Beihilfestelle Sachsen will Ende '26 (dieses Jahrtausends zum Glück) auf eine App umstellen, damit man digital einreichen kann. Doch nicht zu früh gefreut: bis dahin soll man alle Rechnungen per Post nach Bayern schicken, wo sie eine andere Beihilfestelle einscannt, das Papier vernichtet und die Dateien dann nach Dresden schickt :hammer:

    Ich frage mich nun: wäre die Wiedereinführung von Faxgeräten nicht tatsächlich die schnellere Variante gewesen?

    Solange du ...

    Kannst du wenigstens schreiben, dass du die Ansicht problematisch findest? Dich hat auch niemand als Problem bezeichnet.

    Davon abgesehen ist das Gymnasium tatsächlich besonders gut darin gewesen, alle abzuschulen, die irgendwie genervt haben. Das geht nun nicht mehr so leicht, deswegen ist das Thema halt auch auf dem Tisch der Gym-Kolleg*innen angekommen.

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