Beiträge von Quittengelee

    Ich sehe da bei Musik keinen Unterschied zu Gesellschaftswissenschaften, Sprachen oder Naturwissenschaften. Fachmethodik und -inhalte werden im Unterricht vermittelt und am Ende der Unterrichtseinheit werden die Kenntnisse hierüber bzw. Kompetenzen hierin überprüft. Wenn jemand alles kann, gibt es die 1 bzw. 15 Punkte. Klar hast du Schüler, die musikalisch vorgegebildet sind, du hast aber gleichermaßen auch Muttersprachler oder Kinder von Chemieprofessoren im Unterricht sitzen. 100% gleiche Bedingungen kannst und musst du nicht schaffen.

    Fällt dir ein einziges Argument ein, dass für die Ziffernbenotung der Leistung in Musik der oben beschriebenen Lerngruppe spricht? Also nicht, ob das schon immer so war, oder es woanders auch Noten gibt, sondern einen Vorteil, ein Mehrwert.

    Definitiv. Wenn es wenigstens mal einen smarten Wein- oder Käsekönig gäbe... (es gibt durchaus eine Allgäuer Käsekönigin, habe mich eben noch mal versichert. Ungerecht.)

    Wieso schneide ich mir immer und immer wieder beim Gemüseschnippeln in die Finger?

    Pfui, pfui und noch mal pfui. Die Diskussion hier ist nicht nur verschwendete Liebesmüh, sondern kontraproduktive Plattform des rechten Überheblichkeitssprech. Am besten ignorieren und nicht mehr zitieren.

    Zurück zum Thema "Erstklässler heute". Mal vom Organisatorischen abgesehen, Wie realistisch wäre juristisch gesehen eigentlich eine Kindergartenpflicht? Müsste man dazu die Verfassung ändern?

    Mir hilft Notieren beim Konzentrieren. Ich wäre aber eh dafür, 2h-Konferenzen auf 45 min einzudampfen. Informationen knapp, Beiträge einzelner Personen dazu kurz (man kann sich im Vorfeld Gedanken machen, was man dazu sagen möchte, dann muss man nicht beim Reden erst anfangen zu überlegen und abschweifen) und anschließend Abstimmung zu Punkten, zu denen man überhaupt abstimmen darf. Da gibt's so viel ja nicht, worüber die Konferenz entscheiden kann. Der Redeanteil der Schulleitung muss insgesamt nicht über ich sag mal 10% sein. Sie sollte moderieren und auf Wichtiges hinweisen, muss aber nicht Monologisieren.

    Was auch ärgerlich ist, sind ungefragte Arbeitsaufträge von Kolleg*innen derart "das könnten doch die Sportlehrer mal in Angriff nehmen").

    Ich habe mal in Tschechien einen älteren Herrn nach dem Weg gefragt. Ich habe auf Englisch gefragt, ob er Englisch spreche und er hat auf Deutsch geantwortet, dass er Deutsch kann, aber nur Deutsch mit mir spreche, weil ich nicht wie selbstverständlich auf Deutsch losgequatscht hatte. Ist das so? Reden Deutsche im Ausland (vor allem Osteuropa) einfach auf Deutsch? Das wird in bestimmten Gegenden nach wie vor nicht nur als unhöflich empfunden...

    Ich kenne zwar Schulen, die Chinesisch als 3. FS anbieten. Das Problem dürfte aber eher die Infrastruktur sein, das kann bislang auch kaum ein Lehrer und es ist schwer zu erlernen. Die Idee ist aber durchaus interessant. Spanisch sprechen zwar viele Menschen, aber ob man beruflich eher mit Spanischsprechenden als mit Mandarinmuttersprachler*innen zu tun hat? Oder Hindu? Keine Ahnung.

    Wo wir schon beim Thema Fremdsprachen sind, schade eigentlich, dass man nicht auch die Sprachen der anderen Anrainerstaaten in der Schule erlernen kann. So'n bisschen Sorbisch versucht man ja am Leben zu erhalten, aber Polnisch oder Tschechisch als zweite Fremdsprache in Bayern, Sachsen, Brandenburg wäre eigentlich völkerverbindend.

    Der Vorfall ist offenbar ein Dienstunfall und solange kein Gericht bestätigt hat, dass dies die Lebenszeitverbeamtung hinauszögert, würde ich gegen das Hinauszögern der Lebenszeitverbeamtung juristisch vorgehen. Der Dienstherr hat eine Fürsorgepflicht und den Besuch eines Therapeuten negativ auszulegen ist in diesem Fall doppelt und dreifach zum kotzen. Aber ich bin keine Juristin.

    Ich fand, dass du mein Problem gut auf den Punkt gebracht hast, dass es sich wie eine doppelte Benachteiligung anfühlt, wenn ich neben der Belastung aufgrund dieses Vorfalls auch noch nicht verbeamtet werde in Folge dessen.

    Liebes Baumhaus, ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. Lass dich nicht zermürben, es wird sich ein guter Weg für dich finden. Solche Prozesse brauchen Zeit:troest:

    Jemand schrieb was von Netzwerken, das ist gut. Informiere dich guten Gewissens bei verschiedenen Fachleuten, Schwerbehindertenvertretung, Bezirkspersonalrat oder Gewerkschaft. Irgendwer hat schon mal irgendwas ähnliches erlebt oder kennt wen, der was weiß.

    wir bieten als zweite FS Farnzösisch, Latein oder Spanisch. Gegen Spanisch muss Französisch sehr kämpfen. Latein wird mehr gewählt als Französisch, weil diejenigen, die eine moderne FS möchten, eher auf Spanisch stehen.

    Ist hier beim Kindchen genauso. Run auf Spanisch, aber auch Latein ist freiwillig gut voll geworden. Latein hat seinen eigenen Reiz, bis heute. Kann man auch irgendwo noch Altgriechisch belegen?

    Gut, fahre dann bitte mit dem Zug.

    Die "wir können nicht alle aufnehmen" - Argumente sind seit spätestens 2015 ausgelutscht. Europa wird noch mit viel mehr Geflüchteten zu tun haben, es braucht eine Strategie, die die Menschenrechte wahrt.

    Zu den ebenso unlustigen Klimawitzen, Spanien, Portugal und Italien haben jetzt schon mit Dürre zu kämpfen. Wenn nicht bald internationale Bemühungen zur Wassernutzung erfolgen, sind unsere nächsten Nachbarn die ersten Klimaflüchtlinge. Nee nee, die Suppe, die wir anderen eingebrockt haben, können wir sie nicht alleine auslöffeln lassen, nur weil wir so hübsch zentral wohnen.

    Es geht doch nicht um diesen einen Todesfall, das Beispiel hast du angeführt, darauf bezog ich mich nicht. Vielleicht warst du emotional so schwer belastet, dass du dich krankgemeldet hast, das ist aber nicht das Thema. Man darf aber nicht generell dem Dienst fernbleiben, weil jemand beerdigt wird, den man kannte.

    dbb schrieb:

    Krankheit

    Beamte

    Bei Dienstunfähigkeit infolge von Krankheit entfällt die Dienstleistungspflicht. Beamtinnen und Beamte sind verpflichtet, die Erkrankung und ihre voraussichtliche Dauer spätestens am folgenden Tag anzuzeigen. Auf Verlangen des Dienstherrn ist die Dienstunfähigkeit durch ärztliches Attest nachzuweisen. Dauert die Erkrankung länger als drei Kalendertage, so ist eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag der Dienststelle vorzulegen.

    So oder ähnlich gilt das für alle Landesbeamte.

    statt für das gleiche Geld im Herkunftsland oder in den Flüchtlingslagern in der Türkei oder Griechenland fünf Familien (fiktive Rechnung, aber die Grundlogik kommt durch, denke ich) zu helfen.

    Was es bedeutet, in einem Flüchtlingslager in der Türkei oder Griechenland zu stranden, ist dir offenbar nicht klar, sonst könntest du nicht sowas schreiben. 'Ressourcen in Moria', unfassbar. Es werden sicher Hilfskräfte gebraucht, du kannst dort viel mehr Kinder unterrichten, die es dringender brauchen als unsere. Deine Arbeitskraft wäre viel ressourcenschonender dort eingesetzt.

    Also ganz so easy ist das nicht. Es ist auch in Baden-Württemberg sicher nicht so, dass man eine Woche in Urlaub fahren kann, wenn einem danach ist. Man muss halt erst ab einem bestimmten Tag eine AU vorlegen, wenn man nicht krank ist, hat man aber zum Dienst zu erscheinen.

    Dass ein vergessener Termin an einer neuen Schule kein Drama geben dürfte, ist klar. Aber dass eine Schulleitung es toleriert, wenn Kolleg*innen gar nicht mehr an Konferenzen teilnehmen, ist dann wohl eher ein schulspezifisches Phänomen. Eine Attestpflicht einzuführen, ist für den Sonderfall durchaus möglich.

    Dass unter Bildung heute nicht mehr Griechisch und Latein verstanden wird ändert nicht grundsätzlich was am intellektuellen Anspruch für den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife. Zudem bilden wir heute breiter aus denn je. Vieles wird "auf Verdacht" und mitnichten für einen konkreten Zweck gelehrt.

    Es gibt durchaus noch Lateinklassen an deutschen Gymnasien. Wie wird "Bildung" heute d.E. definiert?

    Oh man, es geht hier nicht um Gewalt gegen Kinder sondern darum, sich worst-case-Szenarien zu überlegen, um seine Leistung wieder in das rechte Licht zu rücken. Es geht um eine Unterrichtsstunde, nicht mehr und nicht weniger.

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