Beiträge von Quittengelee

    Theoretisch könnte die Schulkonferenz ja sogar eine Notengebung für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen unter gewissen Voraussetzungen beschließen. Aber das wird eher nicht der Fall sein und ist wahrscheinlich auch nicht zielführend.

    Warum ist das weniger zielführend als die Benotung anderer SuS?

    Also wenn's nach mir ginge, könnte man Noten komplett durch ein anderes Bewertungssystem ersetzen. Aber dass in einem System, indem Kinder Noten kriegen alle Kinder Noten wollen, finde ich selbstverständlich. Da sie ihrem eigenen Lehrplan folgen, könnte man auch hier gut oder befriedigend unter eine Leistungskontrolle schreiben.

    Bund und Länder/Kommunen sind unterschiedlich. Auf kommunaler Ebene kann man schon ohne eigenes Mandat einiges erreichen, wenn man sich entsprechen dafür einsetzt (und Unterstützer mobilisieren kann).

    Dass man bei den Strukturen des Bundes alleine nicht viel erreichen kann, dürfte niemanden wundern.

    Was ich sagen wollte: die wenigsten Jobs sind so konzipiert, dass man was Weltbewegendes erreichen kann oder regelmäßig Dankbarkeit in Form von lobenden Worten und Beförderungen erhält. Man tut m.E. gut daran, seinen Frieden damit zu finden. Ob das für den einen "Dienst nach Vorschrift" heißt, oder für den anderen, dass man Lust hat, ein Projekt zu begleiten, einfach weils Spaß macht, obwohl man hinterher immer noch dieselbe Gehaltsklasse hat, das ist am Ende gleich. Nur Verbitterung ist die schlechteste Variante.

    So eine Enttäuschung kann sich tatsächlich zu einer Erkrankung ausweiten:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Posttraum…ngsst%C3%B6rung

    ...Aber auch wir denken an die Amerikaner und unterscheiden selten Kalifornier von Menschen aus Montana oder Texas oder Boston. Dabei sind auch dort die Unterschiede gewaltig. Das meinte ich mit Ferne.

    Gewagte These: Vielleicht haben bei 330 Mio Amerikaner*innen sogar alle ein paar Gemeinsamkeiten und ein paar Unterschiede, egal in welchem Bundesstaat sie geboren wurden? *tadusch ping* :band:

    Ich weiß natürlich, dass es witzig gemeint ist. Sorry, wenn ich da inzwischen humorbefreit bin, ich erlebe Vorurteile bislang nur nicht als sonderlich integrativ.

    (Ich habe heute im Lehrerzimmer nachgefragt, meinen Kollegen geht es genauso. Es erzeugt aktuell je nach Typ gewaltig Frust bis Wut.)

    Ist ja auch dreist, ist es überhaupt zulässig? Sag doch mal probehalber "nö", viel verlieren kannst doch eigentlich nicht.

    Je mehr auf diese Weise aufgefangen wird, desto weniger fällt ja auch in der Statistik der Lehrkräftemangel auf, ich frage mich, warum manche Schulleitung nicht beherzter ausfallen lässt.

    Zwischendrin mal allerherzlichsten Dank an Mme Chilli, die sich für meine Frage(n) Zeit genommen hat :bete:

    So, jetzt könnt ihr wieder über eure Bundesländer philosophieren. Ich finde ja, es fehlt noch das Thema "Spezialitäten". Die beste Wurst bekommt man m.E. in Sachsen-Anhalt. Und zwar Bratwurst genannt, obwohl es eher eine Knackwurst ist... Siehe zum Beispiel hier:

    https://jpl-hobbykoch.de/2021/01/30/bra…twurst-im-ring/

    Und wenn der Beamte Krebs hat, zahlt sein Bundesland über die Beihilfe 300000 Euro Behandlungskosten inklusive Medikamente und die Pension ist bombensicher.

    Es ist halt einfach müßig, sich über das aufzuregen, was man hat. Wer selbständig sein möchte, kann das doch tun. Dass man als Selbständiger mit allem was man hat in seinem Betrieb hängt, muss man aber auch wollen. Dass man in Existenznöte geraten kann, wenn man Longcovid hat und 3 Monate nicht arbeiten kann oder an Depressionen erkrankt... man ist verantwortlich, im Zweifel auch für Mitarbeiter*innen und einen Kredit, den man noch abzahlen muss, diese Verantwortung wiegt schwer. Zum Glück sind Menschen verschieden und manche finden dort ihre Erfüllung. Aber wer sich das nicht traut oder kein Durchhaltevermögen hat und sich für Lehramt mit Beamtentum entschieden hat, oder schlicht Lust hat, Kindern was beizubringen (soll's geben!), der sollte sich halt schon überlegen, wem außer sich selbst er was vorwerfen will.

    Baut man andererseits als Lehrer eine Schulpartnerschaft mit auf gibt es dafür vllt irgendwann A14… die 150€ mehr netto machen den Unterschied auch nicht. Der Kollege, der es nicht macht und lieber mit A13 zum Sport geht in der Freizeit macht vllt den besseren Deal.

    Der macht in erster Linie einen anderen Deal. Aber ja, Karriere ist an Schule wenig, an manchen Schularten gar nicht möglich, mit dieser Erkenntnis muss jeder für sich klarkommen.

    Und zum Thema 'Bekannte, die so toll verdienen', Bekannte 1 verdient toll, macht aber einen so sinnlosen Job, dass ich im Leben nicht tauschen möchte. Bekannte 2 arbeitete in irgendwelchen Traineestellen und bei jedem erfolgreichen Projekt hat ihre Kollegin die Lorbeeren eingeheimst. Bekannte 3 arbeitet jetzt auf der 5. Stelle und ist immer unzufrieden, weil sie auf eine Erfüllung wartet, die natürlich nienals von außen kommt, wenn sie selbst nicht lernt, zufrieden zu sein.

    (Baden ist ungefähr doppelt so groß wie Sachsen. Und die Geschichte verlief z. B. sehr verschieden von Württemberg, die Menschen wurden unterschiedlich geprägt, was sich teilweise noch heute bemerkbar macht und zu Witzen reizt.)

    Klar werden die Menschen unterschiedlich geprägt. Aber wenn man als Portugiese oder Australierin auf Deutschland guckt, dürften die Unterschiede zwischen einem Saarländer und einem Pfälzer eher nicht so ins Auge springen 8)

    Wieso ist dir das Regionale eigentlich so wichtig, hast du nicht erzählt, dass du gar keine Badnerin bist? Oder werfe ich was durcheinander?

    Das mit der Bundesländeraufteilung nach der Wende ist jedenfalls sehr interessant, muss ich gleich mal lesen gehen...

    Dort meint es wohl einem Meldung, welche die Schule abgeben muss.

    Sowas hab ich auch im Kopf, dass unsere Sekretärin mal meinte, sie müsse rückmelden, wenn ein kranker Kollege wieder gesund ist. Weiß es aber nicht sicher. Wenn man so rumgoogelt, ist es wohl nicht erforderlich und macht ja irgendwie auch keinen Sinn.

    Der Weg wäre irgendwo dazwischen. Vielleicht mit einer russischen Krim mit vertraglichem Zugang/Versorgung über die Ukraine , niemals Nato-Beitritt der Ukraine.

    Deine Argumentation erinnert mich an einen Artikel, den ich neulich las, es ging um Mobbing. Das Kind wurde jahrelang auf dem Schulhof drangsaliert, im Vorbeigehen in den Nacken geschlagen etc. und die erste Klassenlehrerin rief das mobbende Kind und das Gemobbte zu sich und meinte: gebt euch die Hand und entschuldigt euch beieinander. So gings fort, bis eine neue Lehrerin dem gewalttätigen Kind eine ordentliche Ansage gemacht und Schulausschluss erteilt hat. Dann war Ruhe im Karton.

    Man muss die Irren, Habgierigen, Gewalttätigen in ihre Schranken verweisen. Es gibt keine gemeinsame Ausgangslage mit zweierlei Interessen. Ukrainische Gebiete sind ukrainische Gebiete und kein Erbstück zwischen zwei zerstrittenen Brüdern, die dort gleiches Anrecht haben.

    Eigentlich absurd, dass Sachsen personell am dünnsten aufgestellt zu sein scheint und trotzdem immer mit am besten abschneidet bei den Schulleistungsstudien. Hatten wir ja neulich schon mal festgestellt, dass Inklusionslehrkräfte woanders ein eigenes Büro haben und voll an einer Schule sind, während sie hier pro Inklusionsschule 2-4 Stunden pro Monat und Kind haben.

    Auch wenn es keine rechtliche Pflicht gibt, könnte man nach längerer Erkrankung dem Ersuchen des Schulleiters nachkommen und anrufen, um mitzuteilen, dass man wieder einsatzbereit ist. Ich würde deswegen jetzt kein Fass aufmachen, aber generell mal den Personalrat ansprechen, dass die das offiziell klären.

    Willst Du was ändern, geh in die Politik.

    Ich hab neulich ein Interview mit jungen Bundestagsabgeordneten gehört, die sind schon nach ein paar Monaten ziemlich ernüchtert gewesen. Erst haben sie aufgrund irgendwelcher Probleme kein Büro gehabt und was man so einbringen und erreichen kann, ist halt auch eher marginal. Aber so ist das Leben, bis auf Elon Musk vielleicht kann jede*r nur das tun, was der Rahmen hergibt und sich den Menschen und Aufgaben zuwenden, mit denen er oder sie gerade zu tun hat. Und ob Musks ihr Elon glücklicher ist als unsereins, mag ich zumindest bezweifeln.

    Wie jetzt... die Nennung der Kategorien "Bildungshintergrund", "kultureller Hintergrund" und "Integrationsfähigkeit" setzt du mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gleich?

    Nö, du verwechselst mich mit einem anderen User, der kulturellen Hintergrund und irgendwelche Fähigkeiten miteinander in Beziehung setzt.

    - Kinder ohne

    Deutschkenntnisse erstmal in " Vorbereitungsklassen" , um Deutsch zu lernen.

    Da hatten wir es kürzlich von. Es gibt Hinweise darauf, dass Vorbereitungsklassen alleine kontraproduktiv sind:

    https://www.rwi-essen.de/presse/wissens…n-schlechter-ab

    Liegt, wie Kolleginnen bemerkt haben, auch daran, dass diese Klassen fachlich unqualifiziert geführt werden.

    Aber zurück zur Schulleistung an Grundschulen, die (wie ebenfalls bereits erwähnt) durchaus auch in Bundesländern gesunken ist, die keine nennenswerte Integration von Migration zu leisten haben.

    Du kannst auch gleich von Rassen sprechen, dann weiß zumindest jeder, was du meinst.

    Zum Thema:

    Vielleicht könnte man an der Stelle eher überlegen, welche Lernmethoden, und darum geht es ja hier im Thread, greifen, wenn man Kinder von "schlecht ausgebildete[n] Menschen [...], die selbst bildungsfern sind" in der Klasse sitzen hat und möchte, dass deren Integration trotz schwieriger Ausgangslage dennoch gelingt.

    Welche Lernmethoden greifen denn bei Kindern aus so genannten Bildungsfernen Schichten, irgendwelche konkreten Vorschläge samt empirischem Nachweis?

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