Ihr scheint ein massives Kommunikationsproblem zu haben. Statt dich diffus darüber zu beklagen, dass "Männer" sich nicht beteiligen, solltest du mit deinem Mann sprechen. Daraus brauchst du kein gesamtgesellschaftliches Problem konstruieren. Die Aufgabenverteilung mündiger Erwachsener, können diese Erwachsenen nur miteinander klären. Mit jemandem, der so ganz andere Vorstellungen von der Aufgsbenverteilung in der Familie hat, darf man sich dann eben nicht fortpflanzen.
Das ist einfach falsch und je öfter es hier steht, desto häufiger wird das Problem dahinter konsolidiert. Es sind auch nicht alle Menschen mit dunkler Hautfarbe selbst an Ungleichheit und Diskriminierung Schuld, obwohl es mal einen US-Präsidenten mit dunkler Hautfarbe gab. Die von dir angesprochene Kollegin ist eben nicht alleine mit dem Problem, sondern es betrifft tausende Familien. Von "steuerpolitischen Fehlanreizen" über mangelnde Kitaplätze bis hin zum Rollenbild, was "männlich" ist, zählen dort viele Faktoren rein. Guck mal, was während des Lockdown los war, wer sich im "Homeoffice" um ddie Kinder gekümmert hat. Mancher scheint hier auch zu vergessen, dass nicht alle Deutschen unkündbare Lehrkräfte mit eigenem Häusle sind.
Und um auf den TE zurückzukommen, dessen Problem hier in soundsoviel Beiträgen ignoriert wurde, ihn betrifft das offenbar genauso. Denn unter anderem schreibt er, dass er Angst habe, dass seine Partnerin von ihm erwarte, den Lebensstandard zu halten und volle Leistung im Beruf zu bringen. Natürlich muss am Ende er das mit seiner Frau verhackstücken, aber er ist damit bei Weitem nicht alleine. Viele, viele andere Väter sind in Betrieben beschäftigt, in denen an ihrer Männlichkeit gezweifelt wird, wenn sie länger als 3 Wochen Elternzeit nehmen und Karriere kann man bei Teilzeit auch knicken. Männer gehen (statistisch gesehen) immer noch viel seltener in Teilzeit und wenn, dann eher, um eine Weiterbildung zu machen und ihre Karriere voranzutreiben. Es liegt nicht nur an der einzelnen angesprochenen Person, sondern ist ein multifaktorielles Problem, das man benennen können muss und soll, um es zu ändern. Auch, wenn die Debatte hier nur dazu dient, dass der TE sich guten Gewissens fragen darf, ob er nicht einfach Teilzeit genießen darf, so "als Mann".