Ja, so kann man es auch sagen. Sie retten ihre eigene Haut - und damit auch die Haut von anderen, weil sie nicht in einen unsinnigen Krieg ziehen wollen. Aber so wie du es schreibst, klingt das so schön negativ.
Alles, was da gerade passiert ist negativ, insofern finde ich Ironie unpassend. Aber es ist ja so, wären für die 'Teilmobilmachung' tausende Moskauer Studenten und St. Petersburger Ladenbesitzer rekrutiert worden, wäre die Situation eine ganz andere. Stattdessen wurden Randgruppen eingezogen und zwar räumlich als auch vom patriotistischen Zugehörigkeitsgefühl, wenn's das Wort gibt. Alte Männer aus Kabardino-Balkarien interessieren dann wiederum den Rest des russischen Volkes nicht.
Ich verstehe den verlinkten Artikel schon so, dass nicht Angst der größte Widersacher gegen Widerstand ist, sondern ein allgemeines Desinteresse oder Einverständnis zum Krieg und die größte Sorge in der Blamage des Militär besteht. Aber ich finde das Konzept des Bösen trotzdem unpassend und auch irgendwie nicht hilfreich.