warum?
Warum gerade diese Epoche?
Und warum "muss" man?
Fragst du dich nicht immer bei allem was du tust und was sich gesellschaftlich entwickelt, was Wilhelm dazu gesagt hätte?
warum?
Warum gerade diese Epoche?
Und warum "muss" man?
Fragst du dich nicht immer bei allem was du tust und was sich gesellschaftlich entwickelt, was Wilhelm dazu gesagt hätte?
Götterfunken
Hast du eigentlich mitgekriegt, worum es in diesem Thread geht?
Vieles wurde ja schon gesagt, trotzdem habe ich mal versucht, meine bisherigen Eindrücke (5 Jahre Dienstzeit, 2 am Gym, Rest an der Gesamtschule) dazwischen einzuordnen.
Also ja: die gefühlte Verschlechterung in den letzten 5 Jahren und die gefühlten Gründe, nämlich früher war alles besser.
Schöne ARTE-Doku zum Thema...
Hallo, ich verkaufe eine komplette LESESTADT für Grundschule, um in Klasse 1 und 2 den Leselernprozess haptisch aktiv handlungsorientiert spassvoll zu fördern. Wurde von Lehreranwärtern an Seminar gebaut. Für Details bitte melden. Preis 2.500€.
Sieht toll aus, aber warum sollte dir jemand Geld für die Arbeit von anderen bezahlen?
Geschenkt nimmt es bestimmt eine Schule oder Studienseminar mit Platz dafür.
Alles anzeigenVieles wurde ja schon gesagt, trotzdem habe ich mal versucht, meine bisherigen Eindrücke (5 Jahre Dienstzeit, 2 am Gym, Rest an der Gesamtschule) dazwischen einzuordnen. Ja, mMn. ist ein unfassbarer Leistungsabfall zu beobachten und das fächerübergreifend. Man fragt sich, wo das Ganze denn genau anfängt und ich vermute, es sind die Grundschulen, die an vielen Orten überfordert sind mit der "bunten Heterogenität", sprich 10 Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf in der Klasse. Es ist dann abzusehen, dass unterrichtlich nicht groß Leistung abgefragt werden kann. Kinder aus "gutem" Elternhaus bekommen das von Zuhause aus dann korrigiert, der Rest schaut in die Röhre. Und ab Klasse 5 geht das dann genauso weiter in der Sekundarstufe.
Folgende Punkte tragen besonders zum Leistungsabfall bei:
1. Eltern begreifen Schulen als einen das Kind möglichst lange verwahrenden Dienstleister, Bildungsprozess wird verstanden als "Ich gebe Kind ab, Kind kommt gebildet zurück". Hallo Ganztagsschule! Dazu dann noch eine gesunde Portion "Mathe konnte ich auch nicht" und voilà, der Grundstein für eine holprige Schulkarriere ist schon gelegt.
2. Schule wird als politische Kampfplattform sozialistischer Art missbraucht: "Bildungsgerechtigkeit" steht ideologisch über dem Leistungsprinzip. Lieber sollen es alle gleich schlecht und beschissen haben (hallo gebundener Ganztag!), als dass sich leistungsstarke Kinder hervortun können. Leistung und Bereitwilligkeit dazu wird ja schon im Kern unterbunden (pöhse, pöhse Hausaufgaben, die machen alles so ungerecht! Dabei dürfen die ja eh nicht benotet werden...) Weg von diesem Dogma "Schule ist Lebensraum", hin zu "Schule ist Lernraum". Nein, ich wäre ausgerastet damals, wenn man mir gesagt hätte, dass die Schule mein Lebensort sei! Himmel, bitte nicht!
3. Lehrerinnen und Lehrer werden überbordend mit unterrichts- und damit kerngeschäftsfremden Aufgaben, Projekten, Fahrten und weiterem Stuss belastet, sodass das Kerngeschäft massiv leidet (ist mir besonders im Thread von Bolzbold aufgefallen, wo es um das obere und untere Drittel geht). Nein, wir brauchen als Schule nicht das x-te sinnbefreite Label als Sticker auf der Fassade. Wir dürfen auch einfach mal Schule sein, in der sich auf das Kerngeschäft Bildung, Wissensvermittlung in einem möglichst breiten Fächerangebot konzentriert wird. Nein, wir brauchen neben dem Tag der offenen Tür nicht auch noch zwei weitere Schnupperunterrichtsnachmittage und ähnlichen Krams, die Schüler kommen schon zu uns.
4. Die Entscheider in der Politik werden enorm von NGOs und fragwürdigen Stiftungen beeinflusst (Hallo Bertelsmann!), dazu wird massiv Monitoring betrieben - denn Bildung kann ja nur passieren, wenn irgendetwas messbar und damit ökonomisiert ist.
5. Entkernte und gleichzeitig enorm aufgeblasene Lehrpläne. Ich habe mich vor einer Weile mit älteren Lehrplänen verschiedenster Schulformen aus dem letzten Jahrhundert auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass so ein Mathematik-Lehrplan auch mal grob mit 3-4 Seiten auskommen konnte. Hat das den Kindern geschadet? Ich glaube nicht. Wir müssen zurück zum KISS-Prinzip: Keep it simple and stupid und nein, wir brauchen nicht jedes Thema unter Anwendung gröbster Hirnakrobatik auf inhaltsleere "Kompetenzen" zu reduzieren.
6. Disziplin- und Konsequenzlosigkeit: Als Wald- und Wiesenlehrer steht man irgendwie schnell ziemlich doof da, wenn die Leitung nicht durchgreift beim Thema Ordnungsmaßnahmen. Selbst ein einfacher Verweis von der Schule ist ja ein Riesenbohei, wo dann die faulen Eier untereinander hin- und her geschachert werden. Das kann es nicht sein! Es braucht für Schüler, die nicht richtig beschulbar sind, abseits von Förderschulen "Auffangnetze", und damit meine ich keine Zuchtanstalt. Aber irgendetwas, wo sie unter anderen für sie geeigneten Bedingungen lernen und das muss ihnen an spätestens dieser Stelle weh tun - vielleicht so etwas wie ein Internat, wo sie dann tatsächlich auch leben.
7. Viele Kolleginnen und Kollegen verwechseln ihre Lehrerrolle mit einer Art Elternrolle, gemischt mit ordentlich Altruismus. "Das arme Kind, ach gib ihm doch noch die Vier! Der kann ja nichts dafür!" Klar, kann man so machen. Aber so sieht kein Leistungsprinzip aus und am Ende steht der Leistungsstarke in einem solchen System als der Dumme da.
Was könnte helfen? Als Gesamtschulkollege sage ich, eine ernsthafte Rückkehr zum drei- bzw. viergliedrigen Schulsystem Hauptschule, Realschule, Gym, Förderschule. Dieses System ist - wenn ernst genommen und richtig durchgezogen - sehr heterogenitätsfreundlich und gleichzeitig durchlässig nach oben oder unten. Als großen Vorteil haben wir homogenere Lerngruppen, deren Bedürfnissen wir so viel besser gerecht werden können. So kann man den Bedürfnissen des einzelnen Kindes deutlich gerechter werden. Aber wie gesagt, das geht nur so lange auf, wie man Schule als leistungsorientierten Lernort begreift und nicht als egalitären Ort der Beliebigkeit und der Kuschelpädagogik.
Ich fasse zusammen: eine gefühlte Verschlechterung von Schulleistung in den letzten 5 Jahren hat ihre Ursachen in...
- Heterogenität
- Inklusion
- "Mathe konnte ich auch nicht"-Attitüden von Eltern
- Stiftungen, die versuchen, Bildung messbar zu machen
- die anderen Lehrer sind Schuld
Und das alles in den letzten 5 Jahren, muss man sich mal überlegen!
Wir haben ständig Disskusionen, dass wir auch die schwachen Schüler den Abschluss ermöglichen sollen. Begründet wird das damit, dass die ohne Abschluss nicht auf dem Arbeitsmarkt kommen. Also wird man gedränkt doch die 3 oder 4 zu geben. Find ich persönlich Käse, da die zum einen in einen Topf mit denen geworfen werden, die den Abschluss verdient haben und zum anderen die Firmen das auf Kurz oder lang eh mitbekommen und dann nur noch Schüler mit den nächst höheren Abschluss einstellen, weil die wissen, dass ein Schüler mit Hauptschulabschluss (oder EESA, wie er jetzt heißt) und einer 3-4 in Mathe gerade so unfallfrei zwei zweistellige Zahlen addieren kann. Aber auch nur, wenn man ihm genug zeit gibt und nach möglichkeit einen Taschenrechner zur verfügung gibt. (Und auch wenn das hier gerade übertrieben klingt, ist es näher an der Wahrheit, als man glaubt)
Ich musste in deinem Beitrag in jedem Satz über Rechtschreib- und Grammatikfehler weglesen. Es wird hier im Forum nicht gerne gesehen, wenn darauf hingewiesen wird, aber ich finde es in diesem Kontext schon lustig. Oder ist deine Grundschullehrerin daran Schuld? Dann gibt's zumindest eine Verantwortliche.
...
Wenn sich dieser Trend immer weiter fortsetzt, dann sind wir in d inen USA ganz klar auf Kurs Bürgerkrieg. In einem Land, wo das Gros der Bevölkerung bis an die Zähne bewaffnet ist, möchte ich mir das gar nicht ausmalen...
...oder Militärputsch?
Es ist mir zu einfach, wie so oft erwähnt, der Schulleitung die Schuld zu geben. Ich glaube, es hängt oft vom Zusammenspiel zwischen Kollegium, Schulleitung, Träger usw. ab.
Wenn jemand genau weiß, wie es funktionieren muss - dann ab in die Schulleitung und alles besser machen!
Magst du nicht mal einen differenzierten Beitrag mit Inhalt, ja regelrecht Argumenten einbringen? Was hängt von was ab? Wo hapert es deiner Ansicht nach im Zusammenspiel von Team und Schulleitung, wenn was genau schief läuft?
Das ewige Geheule über die schlechten Schüler
Bringt ihnen halt was bei.
...
Gegenrede ist im Rahmen des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus übrigens alles andere als irrelevant. Und gerade bei Trump wäre es gut gewesen, hätten die Medien in den USA und in Deutschland Trumps Irrsinn viel früher herausgestellt. ...
Bin da nicht so sicher. In einem kleinen Nachbarland, Luxemburg oder Belgien war es glaube ich, ist die rechtspopulistische Partei nach wie vor irrelevant, weil sie konsequent ignoriert und eben nicht in alle Talkshows eingeladen wird. So wie man die NPD auch nie salonfähig gemacht hätte. Das mimimi-wir-dürfen-nichts-sagen-Ding hat bei uns jedenfalls super funktioniert und es wurde viel zu viel die Unmöglichkeit der Rechtspopulisten in Deutschland öffentlich rauf- und runtergebetet.
Ja klar, seit wir darüber diskutieren, sage ich, dass man ihn ernst nehmen muss und man es sich zu einfach macht, wenn man ihn beschimpft, sich darüber lustig macht und wartet, bis es sich von selber erledigt und genau so lange kriege ich zu hören, ich würde Trump verteidigen.
Sowohl Deutschland, Europa als auch die US-Demokraten stünden heute deutlich besser da, als es der Fall ist, wenn nicht wesentliche Teile des politischen und gesellschaftlichen Spektrums die letzten 5 Jahre damit verschwendet hätten, jeden zu framen, der ihnen etwas erzählt hat, was sie nicht hören wollten.
Was hättest du denn besser gemacht und wie würden Deutschland, Europa und die Demokraten dastehen, wenn alle auf dich gehört hätten?
Transparenz
Ist meines Erachtens der Schlüssel zu fast allem, was am Arbeitsplatz in puncto Kommunikation, Stimmung und Arbeitsorgnisation allgemein wichtig ist.
Richtig, der Begriff muss selbst mit Inhalt gefüllt werden. Ob dabei am Ende 2 oder 20 Veranstaltungen, Projekte, etc. stehen, ist aber nirgends festgelegt. Dies ist ein klassischer Bereich, wo "das obere Drittel" mit wildem Aktionismus Mehrarbeit generiert und das "untere Drittel" leider damit leben muss, dass die indifferente (aber oft genug ebenfalls im Nachgang motzende) Mitte nicht genug Schneid hat, sich in entsprechenden Abstimmungen auch gegen Schulleitungswünsche ablehnend zu positionieren...
Was sind denn das eigentlich für Projekte, die andere an Land ziehen, sie dann aber nicht betreiben wollen?
Das fiel jetzt schon mehrmals. Bei uns machen eigentlich im Großen und Ganzen die Leute das, worauf sie Lust haben. Problem dabei: es gibt der Schule kein Profil, weil jeder irgendwas macht. Ist bei meinem Schultyp eher nicht so wichtig aber an einer Oberschule oder einem Gymnasium möchte man doch schon wissen, ob Naturwissenschaften, Sprache oder Sport größere Bedeutung haben?
Würde vielleicht auch zur Zufriedenheit der Lehrkräfte beitragen, wenn sie sich mit dem Profil ihrer Schule halbwegs identifizieren können.
Da ist aber nicht genug Platz, um halb Amerika zu behandeln, nämlich alle seine Wähler gleich mit.
Und all die, die den Schuss immer noch nicht gehört haben, insbesondere Republikaner, die noch irgendwas zu melden haben. Können ja nicht alles MAGA-Fans sein.
...nur irrelevant ist halt leider gar nicht, was er tut.
Noch ein Gedanke zur Arbeitszeiterfassung: in Sachsen wurde ja gerade die neuste Zeiterfassung ausgewertet und überraschend (Ironie) festgestellt, dass korrigierende Gymnasialkolleg*innen, Lehrkräfte in Teilzeit und Schulleitungen mehr arbeiten, also ständig so viel, dass sie es nicht mehr in den Ferien ausgleichen können.
Jetzt wird sich getroffen und fieberhaft überlegt, wie man da was ändern kann. An dem Treffen nehmen hoffentlich auch Lehrpersonen und Schulleitungen Teil.
Zur Zeit nun also: Leute in Teilzeit können an ihrer Vorbereitung was deichseln, nicht jedoch an der Beteiligung bei Zusatzaufgaben. Eine Schulleitung müsste im Blick haben, dass TZ-Kolleg*innen weniger Zusatzaufgaben zugeteilt bekommen, auch dafür müssten objektivierbar alle Aufgaben und ihr Zeitbedarf erfasst werden.
Nein, das missverstehst Du. Einiges wird umgesetzt, anderes steht demnächst an - die die Revision des Geschäftsverteilungsplans und ein Blick auf die Belastungssituation der KollegInnen - nur um Beispiele zu nennen.
Und einiges ist überraschend, neu, in Vergessenheit geraten, oder einen Versuch wert. Würde mich wundern, wenn alle hier genannten Ideen woanders bereits Schulkonzept sind.
...
Es geht nicht um den Wunsch nach Beförderung. Das sei jedem und jeder gegönnt. Es geht darum, dass Zusatzaufgaben mitunter nur dann übernommen werden, wenn man in absehbarer Zeit eine Beförderungsstelle bekommt. Ich kann das isoliert verstehen - nur kann das nicht funktionieren, weil das System es nicht hergibt.
Worum es den Leuten geht, erfährt man nur, wenn man sie fragt. Interpretieren und Bewerten macht man sowieso oft genug. Deswegen halte ich die hier vorgestellten Evaluationselemente auch für bedeutsam und herauszufinden, was man wirklich schon so macht.
Erst einmal danke für die Rückmeldungen bis hier. Das meiste von dem, was hier an Ideen und Vorgehensweisen genannt wurde, wird gegenwärtig gemacht bzw. steht jetzt demnächst an...
Echt, alle Ideen und Vorgehensweisen, die hier genannt wurden, setzt du schon um?
...
"Bekomme ich dafür Entlastungsstunden"?
"Bekomme ich dafür eine A14-Stelle?"
Das sind die Fragen, die dann als Reaktion auf die Bitte, dieses oder jenes zu übernehmen kommen. Ich finde diese Anspruchshaltung schwierig, zumal ja auch hinlänglich bekannt ist, dass es von beidem nicht genügend gibt...
Ich finde es schwierig, wenn jemand, der selbst ein Beförderungsamt bekleidet, denselben Wunsch von anderen als "Anspruchshaltung" abtut.
Wenn man 15 Jahre Aufgaben übernommen hat und so blöd war, das nicht in einem Bereich zu tun, den der Chef zufällig für wichtig hält oder überhaupt auf dem Schirm hat, kann man die Lust verlieren, das noch 15 weitere Jahre zu tun. Insofern kann ich die Antwort bestens nachvollziehen.
Schulfestvorbereitung ist übrigens eine sehr zeitintensive Sache, weil man mit externen Partnern zu tun hat, der ganze Spaß repräsentativ sein soll und alle erwarten, dass aus Scheiße Gold geschmiedet werde.
Ich leite keine Schule, aus dieser Perspektive ist das sicher anders, so wie halt immer alles eine Perspektivfrage ist. Mich muss auch niemand zur Arbeit motivieren. Wenn aber die Wahrnehmung meiner Schulleitung wäre, dass irgendwer nicht genug macht, würde ich ihr als erstes empfehlen, mal zu fragen, wer eigentlich was macht und dafür Wertschätzung entgegenbringen.
Ich beauftragte eine KI, mir einen Rap mit lautgetreuen Wörtern zum Lesenüben zu erstellen.
Ich lasse das Ergebnis unkommentiert funkeln:
Yo, ich bin Oma,
les mit dir, das ist prima!
Tomate rot,
Banane gelb, das macht tot (Spaß)!Opa lacht,
macht viel Krach.
Bahn fährt rum,
alle kommen nun.Toto spielt,
Karte liegt.
Mama ruft,
wir sind klug!
Nein, dUud hat aber gegoogelt und Trofie al Pesto kennengelernt.
DUum geht gerne in Sterne-Restaurants und lässt sich von verrückten Kreationen überraschen.
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