Beiträge von Quittengelee

    Warum?

    Weil man nur Religionslehrer werden kann, wenn man sich zu Glauben und Kirche bekennt.

    "Die Lehrkraft selbst verpflichtet sich in der persönlichen Erklärung dazu, dass sie bereit ist, den Religionsunterricht im Rahmen des schulischen Bildungsauftrags in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche glaubwürdig zu erteilen sowie ein Zeugnis christlichen Lebens in Schule und Unterricht zu geben."

    Kann man das nur für den Religionsunterricht an und ausschalten?

    Das hat überhaupt nichts mit meinem Beitrag zu tun. Wenn du es aber nicht aushältst, über Ethikunterricht zu sprechen, lassen wir es.

    Wo nimmst du "mehr Neutralität" her? Wonach bemisst die sich? Du lässt halt dann den lieben Gott irgendwie weg, wenn du über das Lebensende sprichst?

    Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie. Nach meinem Verständnis ist die Herangehensweise eine komplett andere als die eines Pfarrers, der -zumindest zu meiner Zeit- Religion unterrichten durfte. Und mir ist klar, dass Pfarrer sehr viel wissen, Theologie ist ein komplexes Studium. Trotzdem wird die Herangehensweise immer von christlichem Weltbild geprägt sein.

    In Sachsen war es bislang verboten, Ethik fachfremd zu unterrichten. Das würde aufgeweicht wegen Lehrkräftemangel. Ich überlege gerade, ob es nicht explizit für Religionslehrkräfte untersagt sein sollte, fachfremd Ethik zu unterrichten.

    Das kann von ernstgemeinter Ermunterung über verzweifelte Suche nach Kandidaten bis hin zu vergiftetem Lob wirklich so ziemlich alles sein. Aber das kann man bestenfalls bei Kenntnis der beteiligten Personen beurteilen, im Forum leider eher nicht.

    Nach meinem Eindruck hatte der/die TE sich eher gefreut, weil er oder sie vorher nie darüber nachgedacht hatte.

    Die Zweifel haben eher wir gehegt. Ich möchte jedenfalls von jemandem vertreten werden, der nicht mit der Schulleitung allzu dicke befreundet ist, damit Anfragen nicht vorher schon abgewägt werden, ob man diese weiterleiten möchte.

    Wie ist das eigentlich bei euch, so in die Runde gefragt. Schafft euer PR es, Informationen einzuholen oder Probleme bei der SL anzusprechen, auch wenn er/sie persönlich findet, dass das kein Problem ist oder gar zufrieden mit der Situation ist?

    Es ging etwa darum, dass ein SL zum Kollegen gesagt hat, er sei doch prädestiniert für die Personalratsarbeit. Ob das als Lob zu verstehen ist, weil man so diplomatisch etc. ist, ob es als Kritik gemeint sein könnte (nach dem Motto "na einer mit Ihrer Streitlust wäre ja ein toller Gewerkschafter") oder ob es irgendwie ganz grundsätzlich nicht eher ein seltsames Ansinnen einer Schulleitung ist, sich in die PR-Wahlen überhaupt einzumischen, blieb offen.

    Es ist nervig, unsere Beihilfestelle ist z.B. nach wie vor nur postalisch zu erreichen...

    Trotzdem ist es Jammern auf hohem Niveau, insbesondere, wenn man nur mal ne Zahnspange braucht. Ich finde, dass man sich das ab und an ins Bewusstsein rufen sollte.

    Sowieso, wenn die Kinder gesund sind. Aber auch die gesundheitliche Versorgung, die Deutschland bietet und dass Rechnungen zu überweisen die größte Anstrengung bedeutet, um an Leistungen zu kommen.

    Edit: ich sitze ca. 2 Stunden im Monat an den Abrechnungen.

    Meiner Erfahrung nach bekommt man auch woanders nicht ständig Fleißsternchen auf die Stirn geklebt. ...

    Stelle ich mir gerade bildlich vor :verliebt:
    Aber im Ernst, woanders kann man zumindest Beförderung oder Gehaltserhöhung erwirken? Im Schuldienst bleibt einem nur das "Danke".

    Und auch wenn ich es mir inzwischen abgewöhnt habe, darauf zu warten, mir ist gerade eine lobende Erwähnung eingefallen, die ich im Referendariat von meinem damaligen Chef bekommen habe. Es ist Jahrzehnte im Gedächtnis geblieben.

    Es tut einfach gut, mal rückgemeldet zu bekommen, was man für Stärken hat.

    Ich verstehe dich, Elternteil . In einigen Schulen wird sehr selbstverständlich sehr viel Geld für alles Mögliche eingesammelt. Insbesondere für Geringverdienende, die keine Stütze empfangen, ist das schnell zu viel Geld.

    Was du wahrscheinlich nicht weißt: die Ausflüge sind Pflicht und müssen mit dem Lehrplan zu tun haben. In den Park kann man dann noch zusätzlich gehen... Ich für meinen Teil besuche jedenfalls nicht freiwillig jedes Jahr Veranstaltungen für 9-Jährige8)

    Sieh es positiv: du kannst am Wochenende mit deinen Kindern Radfahren und die Theaterbesuche nimmt die Schule ab.

    Und noch ein Vorschlag: stell dich zur Elternvertretungswahl auf und wirke am Schulleben mit, dann kannst du auch Kritik da loswerden, wo sie angebracht ist. Hier rumzunölen ist ein bisschen lasch.

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