Beiträge von Quittengelee

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    Nein, müssen sie auch nicht, wäre aber besser, wenn sie ihnen mitteilt, dass sie eben nicht mehr retten wird und sie dafür alleine verantwortlich sind, ob sie ihnen den Grund nennt, auch ihre Entscheidung.

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    Nein. Wenn etwas passiert, trägt die Lehrkraft die Verantwortung. Egal, was sie vorher den Helferinnen gesagt oder nicht gesagt hat.

    Was ist daran sensationsgeil, wenn man sich in seiner Kollegialität ausgenützt fühlt und sich den Frust von der Seele schreibt? Wenn man die Sorge hat, dass in Zukunft jeder nur das macht, was er machen muss und niemand mehr spontan für den anderen einspringt?

    Ich verstehe ja deine Betroffenheit, aber sie will ja gerade, dass das Kollegium weiter füreinander einsteht.

    (Ich finde es gerade sehr interessant, dass genau die, die in der Vergangenheit über schlechtes Schulklima klagten, hier es nicht nachvollziehen können. Und nein, ich möchte an solch einer Schule nicht unterrichten. Vertrauen ist entscheidend, ich vergleiche es oft mit einer Pflanze, schnell und vielleicht unbedacht zertreten, dauert es lange bis sie nachgewachsen ist und vielleicht klappt es nie mehr.)

    Ich habe ja geschrieben, dass rechtlich alles klar ist, dass sie zu ihrer SL Vertrauen haben soll, die ja bereits aktiv wurde.

    Du tappst m.E. in dieselbe Falle wie FridaK. Auf der einen Seite freiwillig Aufgaben übernehmen mit dem Gefühl, es sei eine hilfsbereite Gnade, dies für den anderen ganz persönlich zu tun. Auf der anderen Seite dann total sauer und voller Rachegelüste, dass man (angeblich) voll ausgenutzt worden wäre.

    [Edit: von Rache schriebst du nichts, aber der TE geht's offenbar um eine Art von Genugtuung, die nichts mit den zusätzlichen Klausuren zu tun hat, sondern mit dem Gefühl, es müsse eine Bestrafung her.]

    Eine Kollegin ist krankgeschrieben, jemand übernimmt dienstliche Aufgaben (hier zudem: freiwillig) und ist dann pikiert, weil er/sie sich ausgenutzt fühlt. Finde den Fehler.

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    In jedem Fall ist es so, dass ich beim nächsten Mal, wenn eine Kollegin aufgefangen werden muss, eher zurückhaltend sein werde, wenn es darum geht, Arbeit zu übernehmen. Und das ist das Ergebnis dieses Vorfalls. Das kann auch für die Schulleitung kein gutes Ergebnis sein.

    Ich denke, das Missverständnis ist hier dein Verantwortungsgefühl ggü. der Kollegin. Wieso fängst du sie auf, wenn du Klausuren korrigierst? Du fängst allenfalls die Noten für den Kurs auf.

    Ich schildere denn Fall mal so: du hast dich dafür entschieden, liegengebliebene Klausuren zu korrigieren. Das nächste Mal entscheidest du dich dafür oder dagegen, es liegt in deiner Hand, ganz ohne mit dem Fuß aufzustampfen.

    Wenn es dich ärgert, dass die Kollegin im Fernsehen auftritt, wo sie doch deiner Ansicht nach im Bett liegen sollte, kannst du sie ja direkt fragen. Ich würde mir allerdings überlegen, ob es den potentiellen Schaden wert ist: einer bescheißenden Kollegin zu signalisieren, dass man ihr auf die Schliche gekommen ist vs. der Möglichkeit, einer erkrankten Kollegin das Vertrauen abzusprechen.

    Überlege, was wäre, wenn es umgekehrt dich beträfe, so oder so rum.

    Danke für die Antworten!

    Ich habe 2 weitere Rettungsschwimmer dabei (Wasserwachtler) und wir haben zu 3. eine Klasse in einem Becken. Allerdings bin ich die einzige Lehrkraft.

    Dann ist wäre es wohl nur fair, es schon vor Schulbeginn mitzuteilen, damit der Stundenplan geändert und der Schwimmunterricht für alle Beteiligten rechtzeitig abgesagt werden kann. Trotz Bauchschmerzen meinerseits.

    Die Gefährdungsbeurteilung wird es auf jeden Fall ausschließen, denke ich mal.

    VG

    Fairness ist in diesem Falle irrelevant, du musst deine Schwangerschaft nicht bekanntgeben.

    Aber die Frage nach der Rettungsfähigkeit kam auf. Musst du rettungsfähig sein, wenn du SU erteilst? Das wird im Zweifel einen Richter interessieren.

    Was auf jeden Fall zutrifft: du hast als Lehrkraft die volle Verantwortung. Die kann dir keine Hilfskraft abnehmen.

    1. Ja, ich wüsste nicht, wie es sonst gehen soll oder hast du andere Rettungsschwimmer dabei?
    2 Nichts, das ist ganz alleine deine Sache, nur die Geburt musst du bekannt geben, davor inklusive Mutterschutz ist alles freiwillig.

    Das Problem ist, dass du nicht mehr retten darfst als Schwangere, weil das eine Gefahr ist für das Kind, aber die Voraussetzung in den meisten Bundesländern ist eben der Rettungsschwimmer oder die Rettungsfähigkeit (die dir aktuell dann fehlt), um Schwimmunterricht erteilen zu dürfen.

    Sport darf hier z.B. freiwillig weiter gemacht werden, Schwimmen ist man sofort raus, weswegen man sicherlich die Bekanntgabe oft hinauszögert (was das gute Recht ist).

    Widerspricht sich das nicht? Wenn die Rettungsfähigkeit fehlt, darf sie keinen Schwimmunterricht erteilen, wenn sie schwanger ist, fehlt die Rettungsfähigkeit, ergo darf sie keinen Schwimmunterricht erteilen. Demnach müsste sie also zumindest die mangelnde Rettungsfähigkeit bekanntgeben. Oder wie soll sie verfahren, wenn ein Kind zu ertrinken droht und sie nicht ins Wasser springen darf?

    Zur Schweiz:

    https://www.ch.ch/de/sicherheit-…ur-welche-waffe

    "Das Gesetz teilt die Waffen in drei Kategorien ein: meldepflichtige, bewilligungspflichtige und verbotene Waffen. Je nach Art der Waffe benötigen Sie einen Vertrag, einen Waffenerwerbsschein oder eine Ausnahmebewilligung.

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    "Verbotene Waffen z.B. halbautomatische Feuerwaffen mit grossem Magazin, Maschinengewehre, Elektroschockgeräte, Dolche automatische Messer, Schmetterlingsmesser, Schlagringe"

    Edit: abgesehen von den aktuell gelten Gesetzen bin ich sicher, dass die Schweiz eine Lösung fände, wenn sich jedes Jahr Amokläufe an Schulen ereigneten.

    Zu den USA:

    https://www.srf.ch/news/internati…ieder-scheitern

    "Manche Bundesstaaten haben nur schwache Gesetze, andere haben die Schraube angezogen. Illinois hat vor kurzem ein Verbot von halbautomatischen Gewehren erlassen. In Kalifornien sind die Waffengesetze besonders streng – wenigstens für US-Verhältnisse. Das scheint zu wirken: Im landesweiten Vergleich werden dort wenig Waffentote gezählt." Der Fall verdeutlicht aber: Die USA sind ein Flickenteppich, wenn es um Waffengesetze geht. Adam Winkler, Experte für Waffengesetze an der University of California, sagt im Interview mit dem Sender PBS: «Waffengesetze können fast nicht wirksam sein, wenn ein Kalifornier im benachbarten Arizona oder Nevada eine Waffe kaufen kann, die in Kalifornien verboten ist.»

    Die Lösung wären landesweite Gesetze; Verbote von halbautomatischen Gewehren und Magazinen, die viele Patronen enthalten. Waffen, mit denen in kürzester Zeit viele Menschen getötet werden können. Oder eine lückenlose Überprüfung von Waffenkäufern."


    Also ja, ganz offensichtlich deuten Fakten darauf hin, dass strengere Regeln weniger Tote zur Folge haben.

    Das fängt schon bei so traurigen Unfällen an, bei denen Kinder mit ungesichert rumliegenden Waffen spielen und sich selbst erschießen.

    Aber klar, der Täter von Essen hätte den Mordversuch sicher nicht begangen, wenn er auf dem Weg dahin eine Messerverbotszone passiert hätte und dort eine Ordnungswidrigkeit wegen des Mitführen eines Messers riskiert hätte.

    Das wiederum weißt du woher?

    Schon amüsant, dass ausgerechnet du anderen vorwirfst, sich nicht an Fakten zu halten.

    Ja und? Es wurde geschrieben, dass Messer kein Problem seien sondern der Nutzer. Das ist natürlich logisch, aber völlig egal im Kontext dessen, ob das Mitführen von Messern verboten und das Verbot kontrolliert werden sollte. Wenn kein Messer im Rucksack ist, kann man auch niemanden abstechen.

    Der Vergleich zwischen der Schweiz und den USA ist ebenso egal. In der Schweiz braucht man eine Lizenz und dort stehen Waffen in Schränken rum, während in den USA jeder Proll im Laden halbautomatische Waffen shoppen kann. Natürlich ist der Missbrauch dort höher und eine Verschärfung des Waffengesetzes dringend vonnöten, eben damit nicht die falschen Leute ungehindert Zugang dazu haben.

    Diese Vereinfachung ist offensichtlich falsch. In den USA gibt es viele solche Taten bei einer hohen Verbreitung von Schusswaffen, in der Schweiz und skandinavischen Ländern gibt es bei einer fast identisch hohen Verbreitung fast gar keine.

    Die Verfügbarkeit von Schusswaffen erleichtert es Täten solche Taten zu begehen und macht sie folgenschwerer, sie löst solche Taten aber nicht aus.

    Ändert aber nichts an der Zunahme von Gewaltvorfällen mit Messern.

    "Armut, geringe Bildung, kriminelle Freundeskreise, eigenes Gewalterleben und gewaltverherrlichende Männlichkeitsnormen." Sind Studien zufolge Ursachen für erhöhten Einsatz von Messern.

    Man hat aber auch festgestellt, dass Jugendliche Messer schneller einsetzen, wenn sie sie dabei haben, obwohl nicht geplant war, damit eine Tat zu begehen.

    Natürlich ist nicht jeder Messerbesitzer ein potentieller Täter, das Herumtragen von Messern macht ihren Einsatz aber wahrscheinlicher. M.a.W. das nehmen junge Männer nicht mit, um Rindenschiffchen zu schnitzen.

    So ganz grundsätzlich, besprecht ihr nicht am Seminar, wie die Stunden aufgebaut werden sollen? Ich habe keine Erfahrung in GE-Schulen und kenne auch das Buch nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das "zu wenig" ist. Es könnte doch auch sein, dass in deiner Klasse Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen sind, dann wäre nicht mal sprechen möglich. Ein Arbeitsblatt ist also ganz sicher kein Muss. Mein Eindruck: du hast eine verhältnismäßig fitte Klasse und denkst in Kategorien von Grundschulen, was dem Seminar aufstößt.

    Was steht im Curriculum, kannst du da Hinweise bzgl. der Ziele finden? Ich hätte jetzt gedacht, es ginge dir ums Wiederholen der Wochentage. Dann wäre die Wiederholung mit Bildkarten im Kreis und auch das Nachspielen mit "nacheinander an den Tisch Kommen" eine Verdeutlichung des zeitlichen Ablaufs. Ein Gefühl dafür kriegen, dass die Wochentage immer wiederkommen, alles einen Rhythmus hat. Und sich die Begriffe zu merken.

    Ich würde auf jeden Fall das Lied am Anfang singen. Und vielleicht kann man aus den Bildkarten (Tieren/ Wochentagswörtern/ Symbolen...?) am Schluss eine Art Kalender machen, den man nach hinten umblättern kann oder übereinander aufhängen und mit einer wandernden Klammer anzeigen, welcher Tag heute ist? Dann habt ihr ein konkretes und nachhaltiges Ergebnis, das man jeden Tag nutzen kann, um die Tage zu wiederholen.

    Also erstmal sind das sicherlich Einzelfälle. Die meisten "Problemschüler" sind nicht gleich Schwerstkriminelle.

    Aber davon losgelöst. Du kennst niemanden, der komplett ausgeschlossen wurde und gleichzeitig forderst Du es? Wie soll das gehen? Es ist nun mal nicht vorgesehen, dass wir Menschen mit 14,15 Jahre komplett aus der Gesellschaft ausschließen.

    Wer fordert das? Du redest wirr.

    Können wir zur Abwechslung mal anfangen, eine kontroverse Wortverwendung (hier das Wort "komisch") an die Person, die den Ausdruck als erstes (!) verwendet, zu adressieren, statt die Person, die das Wort mittendrin aufgreift, womöglich sogar eine Gegenfrage hierzu stellt? In dem Fall war es s3g4.

    Dieses Muster ist mir schon ein paar Mal aufgefallen (diesmal bei dir, Quittengelee, aber es kamen etwaige Rückfragen auch von anderen Usern) und ich frage mich dann immer, ob der Anfang einer Unterhaltung nicht mitbekommen wurde, oder ob sich bewusst dazu entschieden wurde, die Kritik (manchmal kann sie ja durchaus berechtigt sein) an einer Sekunär- statt der eigentlichen Primärquelle festzumachen.

    Nö, kein Muster, ich hatte den anderen Beitrag nicht gelesen. Ist aber auch egal, du bist doch für das verantwortlich, was du schreibst.

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