Beiträge von Quittengelee

    Ich mag die schriftlichen Verfahren übrigens. Sie geben einem ein gutes Gefühl, weil man systematisch zum Ziel kommt. Ich finde ihre Erfindung ziemlich genial, warum sollte man Kinder um diese Fähigkeit nicht bereichern?

    Klar muss man immer abwägen, was wichtig ist und es kann nicht immer noch was dazu kommen, ohne dass etwas anderes wegfällt. Deswegen braucht es umso bessere Begründungen, ein Thema unwiderruflich zu streichen.

    Ich habe ja vor vielen Jahren einige Jahre in NRW unterrichtet und anschließend seit über 20 Jahren in Baden-Württemberg, habe Fortbildungen für Abiaufgabenerstellung in beiden Bundesländern besucht und Abiaufgaben selbst erstellt. In NRW damals ohne zentrales Abitur notwendigerweise, in Baden-Württemberg ist man nur alle paar Jahre dran. Aus den zig jedes Jahr erstellten Aufgaben von Kollegen werden dann ein paar für das zentrale Abitur ausgewählt.

    Beide Seiten haben recht.

    Die Schüler ohne zentrales Abitur konnten im "Steckenpferd" ihres Lehrers mehr, in allen anderen Themen weniger. Beim zentralen Abitur muss alles gleichermaßen vertieft unterrichtet werden nicht nur einzelne Bereiche.

    Wenn man sich alte Aufgaben ohne zentrales Abitur ansieht und den Unterricht nicht kennt, kann man leicht dem Irrglauben aufsitzen, damals wüssten die Schüler insgesamt mehr. Auch ein Beweis ist einfach, wenn er vorher im Unterricht ausführlichst behandelt wurde.

    Was doch eindeutig dafür spricht, dass das zentrale Abi schwieriger zu bewerkstelligen ist.

    Wir müssen, ob es Pflicht ist, habe ich mich auch schon gefragt. Ich weiß nicht, ob Lehrkräfte für die Belehrung für alle Freizeitaktivitäten verantwortlich gemacht werden sollten. Schutz vor Erkältungskrankheiten gehört noch dazu, Drachensteigen...

    Dass man kein Getränk offen stehen lassen sollte im Club und Pipitröpfchen wegwischt auf dem WC, gehört aber nicht dazu.

    Ich meinte weniger die technischen Möglichkeiten sondern eher sowas Konzeptionelles wie

    • Wissen alle SuS, was von ihnen erwartet wird
    • Wissen alle LuL, welche Formen von Distanzunterricht vorgesehen sind
    • Wird den SuS und LuL das dafür notwendige Wissen systematisch beigebracht
    • Gibt es sowas wie eine einheitliche Linie, auf die sich SuS und Eltern verlassen können
    • etc.

    unabhängig von der Technik.

    Bei uns gibt es das nicht, und von Mails über Chatnachrichten bis zu Videokonferenzen (und sogar totstellen) ist alles dabei. Als Schüler und Elter würde mich das einigermaßen anfressen, wenn jeder Lehrer da was eigenes backen würde.

    Anderes Bundesland, selbes Problem: nein, kein Konzept, jede Lehrkraft, wie sie mag.

    Finde es allgemein toll, wenn du sowas anleierst, weil ich nur Eltern kenne, die davon genervt sind. Inzwischen sollte jedes Bundesland einen Grundstock an Möglichkeiten haben und es wird kaum eine Familie geben, die nicht zumindest ein Handy hat.

    Das geht wohl nicht mehr. Irgendwie bekam ich da ne Info bei meiner Chemotherapie. Das Krankenhaus konnte auch nicht mehr direkt abgerechnet werden.

    Da muss dann wahrscheinlich die 2. Mahnung abwarten und hoffen, dass die Beihilfe bald zahlt.

    Aber stationäre Aufenthalte müsstest du direkt abrechnen lassen können, oder? Da liegen Rechnungen ja mitunter bei mehreren Zehntausend Euronen.

    Das Halbgefrorene wird wieder flüssig und trotzdem laufen Leute auf fließenden Gewässern herum. Gestern Abend saßen Jugendliche an der Abbruchkante einer Eisschicht auf dem Fluss. Die Vorstellung, dass so eine Scholle wegbricht und jemand darunter gerät finde ich unerträglich. Muss man als Rettungsschwimmer*in eigentlich hinterherspringen, auch wenn man sich selbst in Gefahr bringt und andere aus Leichtsinn in Gefahr gerieten?

    Ich finde die Vorstellung nicht so abschreckend. Im Internet würde ich es nicht mitmachen aber analog...? "früher" waren Kinder auch in der Tageszeitung mit Foto und Namen und da war man doch stolz auf sich, gerade bei sportlichen Leistungen.

    Kommt vielleicht auch auf die Sportart und das Alter an, mit 12 in Badehose oder auf dem Schwebebalken ist es nochmal was anderes als bei 6-Jährigen mit ihrer Mannschaft. Allerdings würde ich auch da weniger an Pädophile denken als daran, dass die Bilder in der Pubertät von eine*r missgünstigen Mitschüler*in rausgekramt werden könnten... So spontan jetzt.

    ...Jedenfalls fällt der erste Termin so aus, dass ich bei der Einschulung nicht dabei wäre und die ersten zwei Schulwochen verpassen würde. Der zweite Termin wäre dann 3 Wochen nach Schulbeginn...ich weiß nicht was ich machen soll...

    Auch hier: ich persönlich würde lieber den späteren Termin nehmen wollen, wenn ich eine Klasse übernähme. Ich kann aber natürlich deinen Gesundheitszustand nicht beurteilen. Wenn dich der Gedanke eher stresst, dann lass die anderen machen und steige nach drei Wochen ein, davon geht die Welt auch nicht unter und die Klasse kann sich noch auf ihre richtige Lehrerin freuen :)

    Meine Kinder wären da in der 4 und 5 Klasse. Der erste Sommer Termin ist vielleicht ein wenig ungünstig weil da die Klasse nach den Sommerferien wieder zusammenkommt. Andererseits haben sie erst eine Methode Woche und es ist alles entspannter sodass sie nicht so viel Druck während der Kur wegen den Aufgaben hätten.

    Würde nicht die erste Woche gleich gehen. Gerade da lernt man neue Mitschüler kennen, kommt an, lernt eben Methoden kennen, die neuen Lehrkräften wichtig sind und die dann vorausgesetzt werden. Den eigentlichen "Stoff" holt man schneller wieder auf. In Reha-Einrichtungen ist ja auch ein bisschen Schule und Lehrkräfte schicken Material für Ma/De/En.

    Es ist doch etwas völlig anderes, ob man für x Schüler verantwortlich ist und sich zwischen all den Herausforderungen zerreibt, die Schule heute so ausmachen, oder ob man als Schulbegleitung auf ein einzelnes Kind schaut, nicht unterrichten muss, nichts mit dutzenden Eltern zu tun hat, nichts mit Prüfungen, Abschlüssen, Korrekturen etc. Für mich sind das gänzlich andere Jobs und ich wüsste nicht, wieso man eine Nebentätigkeit in diesem Setting nicht genehmigen sollte.

    Dachte ich auch erst, auf der anderen Seite ist das verlinkte Urteil verständlich. Natürlich ist neben einem Kind zu sitzen nicht zu vergleichen mit der Arbeit als Lehrkraft.

    Wer aber dienstunfähig ist, bekommt Geld, um nicht in bitterer Armut abzusaufen. Dieses Geld zu nehmen, für die Nebentätigkeit (insbesondere im Klassenzimmer) auch noch einen Vertrag zu unterschreiben mit der Begründung, dass man das System Schule doof findet, aber trotzdem gerne noch ein Zubrot hätte, scheint mir auch zum Scheitern verurteilt.

    Und auch unabhängig von potentiellen richterlichen Entscheidungen: ich halte es für gewagt zu glauben, dass man als Schulbegleitung glücklich wird, wenn man den ganzen Tag im Unterricht von Kollegen sitzt, dazu verdonnert, einem Schüler die Federmappe auszupacken. Ich fürchte, nach spätestens 3 Monaten wurde aus Burnout Boreout.

    Dass eine "technische Störung" wochenlang nicht nachhaltig behoben wird, kann aber eigentlich auch nicht sein.

    Hier wird auf digital umgestellt, was eigentlich wünschenswert ist, aber das dauert ein Jahr und solange werden die Bescheide per Post in ein anderes Bundesland geschickt, dort eingescannt und dann nach Dresden weitergeleitet:rofl:

    Die Sachbearbeiterin meinte, dass auch Fehler beim Einscannen passieren, Zahlen falsch übertragen werden... ich will gar nicht wissen, was da für ein Chaos ist.

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