Ist die Situation bei uns relevant für die Frage?
Ist die aktuelle Situation nicht ein Ergebnis der Politik der letzten 30 Jahre?
Die aktuelle Politik wird sich wahrscheinlich erst in 10 oder 20 Jahren im System niederschlagen.
Aber um es konkret zu machen:
Wir haben Lehrkräfte mit Kindern. Diese sind sogar deutlich in der Mehrheit.
Wir haben Lehrkräfte mit 2+ Kindern.
Sie leisten weniger ist ungenau formuliert. Sie leisten im Verhältnis zu dem, was sie leisten müssen. Einige mehr und andere weniger. Viele, die in TZ sind, möchten aber auch entsprechend entlastet werden. Keine Klassenlehrerschaft, weniger Konferenzen, etc.. Das ist auch ihr gutes Recht. Aber wenn es im Verhältnis zu viele sind, ist ein Problem. Einfaches Beispiel: Wir haben Lehrkräfte, die trotz Teilzeit um die 50% eine Klassenlehrerschaft übernehmen (müssen). Komplexeres Beispiel: Als wir den Ganztag gestartet haben, wollte keiner am Nachmittag arbeiten. Dafür gab es natürlich gute Gründe: Kinder, eigene Gesundheit (älteren Lehrkräften war es zu viel), Pflege / Betreuung von Angehörigen. Dann gab es noch schulische Gründe. Manche Lehrkräfte konnten nicht in den Ganztag, weil wir ihre Fächer zwingend am Vormittag brauchten. Die Kollegen mit VZ oder mit TZ ohne Gründe mussten dann jeden Nachmittag machen, während andere nur vormittags kamen. Das Problem ist da halt das Verhältnis von Kollegen mit Einschränkungen und Kollegen ohne Einschränkungen. Die eine junge Mutter kann jedes Kollegium gut entlasten und den Ausfall kompensieren. Wenn wir aber sowieso Lehrermangel haben und dann viele Lehrkräfte mit mehreren Kindern haben, wird es schwieriger. Bei einer befreundeten Familie, sind sie zwischen den Kindern geplant immer ein paar Monate wieder im Dienst gewesen bis zur nächsten Beurlaubung.