Beiträge von Quittengelee

    Das denke ich oft, weil jemand der mitläse das sofort wüsste. Es schreibt aber zumindest niemand mit, denke ich.

    (Hier hat sich mal eine Bekannte angemeldet, die sich für Quereinstieg interessiert hat, das habe ich nach drei Zeilen erkannt. Oder eigentlich schon am Nickname...)

    Und selbst Gedanken diesbezüglich?

    ... ("mein Kind braucht xyz, bitte achten Sie täglich darauf").

    Sag das nicht so laut, sonst gibt's bald bei eduki hübsch gerahmte To-Do-Listen zum Laminieren zu kaufen, in denen man jedes Kind mit Sonderwunsch zum Abhaken eintragen kann :mahlzeit:

    Edit: neulich auf Insta... Die Eltern-Whatsapp-Gruppe: "Ich habe meinem Sohn die Unverträglichkeiten als QR-Code auf die Minecraft-Beotdose geklebt"... Ich hab' bestimmt ne halbe Stunde gelacht^^

    Danke für eure Inputs und Rückmeldungen, dass es der einen oder anderen auch manchmal so geht...

    An meinem Förderschultyp ist die Konzentrationsfähigkeit sowieso tendenziell geringer, daher fällt es vielleicht besonders auf, wenn ein paar Kinder extrem abweichen und sich gegenseitig multiplizieren. Ein Kind dreht sich 100 mal um, dann kann ein anderes, das eh schon reizoffen ist, sich überhaupt nicht mehr fokussieren.

    Ob das am Medienkonsum liegt... Glaube ich eher nicht, ich hab nicht den Eindruck, dass genau diese Kinder viel zocken. Vielleicht kommen einfach verschiedene Störungsbilder zusammen, der eine hat enormen Stress zu Hause, der andere von Geburt an eine neurologische Besonderheit.

    Ich schlage 'unseren' Eltern eigentlich äußerst selten ADHS-Diagnostik vor, eben weil da so viele Probleme sind und auch, weil zuverlässige Therapiedurchführung unrealistisch ist. Aber profitieren könnte mancher sicher schon, vor allem ich :lach2:


    Edit: da gibt's doch den Bilderwitz, auf dem die Mutter sagt "mein Klaus-Uwe leidet ja unter ADHS..." Und der Lehrer sagt: "Er hat es, ICH leide darunter!" :lach:

    Das Folgende halte ich für eindeutig, es sei denn, es gibt noch eine Schulbesuchsordnung, die Genaueres regelt? Wenn deine Schulleitung sagt, dass telefonisch reicht, dann würde ich mich darauf verlassen. Letztlich ist die Einsammelei von Zetteln nur für dich nervige Mehrarbeit.

    ..Lediglich im Schulgesetzt, §49, steht, dass "die Erziehungsberechtigten [...] verpflichtet [sind], die Schulpflichtige oder den Schulpflichtigen zur Schule an- und abzumelden [...]".

    Ich habe dieses Jahr mehr Kinder mit massiven Aufmerksamkeitsproblemen und es nervt mich manchmal, muss ich ehrlich sagen. Ich mache m.E. nichts anders als sonst, aber 4 Leute kriegen prinzipiell nichts mit. Einfachste Anweisungen 3-7x wiederholt... "Was soll ich jetzt machen?"

    Bei einem Kind habe ich ernsthaft überlegt, ob es eine Hörbehinderung hat, aber das ist es nicht: Süßigkeitenankündigungen werden auch flüsternd wahrgenommen. Vielleicht strengt es mich auch nur momentan besonders an? Auch simple Aktionen, wie sich in einer Reihe aufzustellen dauern ewig. Ich habe gemacht, was man so macht als erfahrene Lehrerin, aber mein Eindruck ist, dass es Null Komma nicht besser wird.

    Edit: nicht zu vergessen die täglich gleichen Konflikte der immerselben Kinder. Wo nehmt ihr die Geduld her?

    Normale Phase meinerseits, oder kann es wirklich sein, dass die Hälfte Ritalin braucht? :neenee:

    Daher finde ich weiterhin die Frage, die bislang unbeantwortet blieb, wichtig: Rücken Schüler (m/w/d) automatisch weiter oder findet doch irgendeine Art Bewertung statt, die dazu führt, dass im Einzelfall das Weiterrücken verwehrt werden könnte?

    Wo blieb das unbeantwortet? Waldorfschulen haben Berichtzeugnisse.

    Übrigens noch ein Punkt auf der To-Do-Liste von Waldorflehrer*innen: für jedes Kind werden in jedem Fach von Hand Zeugnistexte verfasst, die Klassenlehrperson schreibt eine Seite.

    Kannst du ja mal ausprobieren, Gymshark , ich bin gespannt, ob es mehr oder weniger aussagt, als die Note, die du dem Schüler im letzten Zeugnis gegeben hast.

    An der Schule meines Kindes wurden sogar Elternsprechtage abgeschafft. Das ist nicht so witzig, weil auch alle anderen Kontaktmöglichkeiten krass eingeschränkt sind, man erreicht kaum jemals jemanden oder wird woanders hinverwiesen. Ich weiß nicht, wie viel Gym-Kolleg*innen so kontaktiert werden, ist das so unaushaltbar viel, dass man mit keinem Elternteil mehr sprechen kann? Letztlich hat man natürlich sehr viele SuS, aber schon komisch, wenn man als Eltern einfach immer ins Leere läuft bei Anfragen/Problemen. Geht aber auch, ich kommuniziere einfach mit keiner Lehrkraft mehr.

    Also es ist jedes Extrem möglich.

    ... Wieviel Zeit plant man da ein?...

    Das hängt doch davon ab, welchen Gesprächsbedarf es gibt? Ich muss die Eltern regelmäßig einladen wg. Förderplan etc., alles andere geht am Telefon. Es sei denn, es gibt ein Problem und ich will die Eltern einbestellen.

    Eine feste Sprechzeit fänd ich toll: als Mutter, weil die Lehrkraft dann unkompliziert erreichbar ist, als Lehrerin, weil ich dann nicht umständlich Termine ausmachen müsste. Aber: die meisten Menschen arbeiten vormittags, wann soll die Sprechstunde sein?

    Zu deiner Situation: kannst du bestimmte Gespräche abwenden, indem du die Probleme anderweitig klärst? Das meiste ist doch zu Schuljahresbeginn angekündigt worden. Was gibt's denn jede Woche zu bereden?

    Also wir haben so ein paar Fälle mit Teilzeit per Arztattest.

    Das zog dann bei uns eine amtsärztliche Untersuchung nach sich mit einer Festlegung der Teildienstfähigkeit. Für die betroffenen Kollegen hatte das den Vorteil, dass in NRW seit ein paar Jahren, dann die Hälfte der reduzierten Stunden zusätzlich bezahlt wird.

    Das gibt's übrigens bei uns nicht, ich habe mich bei der Gewerkschaft erkundigt, die hatten davon noch nie gehört. Ich kenne es nur aus dem Forum (NRW?) wo das ein gängiges Verfahren zu sein scheint.

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