In der Beschreibung zum Textknacker finde ich dies:
"1. Die Schüler schauen sich Bilder, Zeichnungen oder Fotos an, die im Text integriert sind. Sie
beschreiben sie und äußern erste Vermutungen über das Textthema bzw. den –inhalt.
2. Als nächstes wird die Überschrift gelesen. Wie im ersten Schritt äußern die Schüler ihre Texterwartung. In den ersten beiden Schritten wird das bisherige Weltwissen der Schüler aktiviert
und an bereits Bekanntes angeknüpft. Die Erfahrung zeigt, dass nach dem zweiten Schritt bereits
ein großer Teil des Textes durch die Schüler erfasst ist. "
Und sehe die Behauptung in Punkt zwei äußerst kritisch. Klar, es werden mit Überschrift und Bildern Erwartungen an den Text geweckt.
Zu behaupten, das darüber ein großer Teil des Textes erfasst wird, halt ich gelinde gesagt für ein Gerücht.
Das würde ja bedeuten, dass man den/jeden Text deutlich kürzer fassen könnte bei gleichem Informationsinhalt.
Konsequent iterativ angewendet auf den selben Text würde sich dieser auf Überschrift und Bilder reduzieren. Anders gewendet, man bräuchte eigentlich keinen Text und damit auch kein Textverständnis.
Und was ist, wenn es keine Bilder zum Text gibt? Reduktion auf die Überschrift?
Grüße
Steffen