Generell würde ich inkludierende Begriffe a la "Studierende" tendenziell gängiger finden, als Konstruktionen mit Sternchen, Doppelpunkten oder sonstwas. Lehrende statt LehrerInnen, Konsumierende statt KonsumentInnen, Pilotierende statt PilotInnen. Geht halt nicht überall.
Ein Studierender ist aber etwas anderes als ein Student. Ein Student ist jemand der an einer Uni, FH o.ä. als solcher eingeschrieben ist und woraus sich u.a. ein entsprechender rechtlicher Status ableitet. Der studiert aber nicht immer, sondern schläft auch mal oder trinkt z.B. ein Bier.
Wenn ich also in einer Rede die "Werten Studierenden" anspreche so geht das am Zielpublikum vollständig vorbei, weil diejenigen, die meiner Rede folgen gerade nicht studieren, also keine Studierenden sind, egal ob sie Studenten sind oder etwas anderes.
Abgesehen davon: Hat gendern die Lebenssituation der damit gemeinten überhaupt schonmal verbessert oder ist es geeignet dazu? Wenn ja inwiefern?