Beiträge von Ragnar Danneskjoeld

    Und jeder Stundenplaner weiß, dass das Ergebnis davon am Ende nur noch mehr Fehlzeiten wären, die vertreten oder kompensiert werden werden müssen.

    Und jeder Stundenplanmacher ist eben ein Mensch. Und nicht jeder Mensch ist professionell oder handelt immer rational. Und ist ein junger Kollege im Wartestand auf die Verbeamtung und genau jenem Stundenplaner ausgeliefert, dann kann er problemlos sturmreif geschossen werden. War kein Spaß für ihn.

    Was aber absolut nicht heißt, dass ich deine Einschätzung der Situation der TE nicht teilen könnte oder wollte.

    Künstlerischer Verwaltungsbereich eines staatlichen Theaters. Mit meinem Studium selbst hat es also eher wenig zu tun gehabt, aber das trifft auf viele Theaterleute zu, sofern sie nicht auf der Bühne stehen (oder im Graben sitzen oder hinter der Bühne schuften) - ein bisschen mehr hingegen mit meiner Berufserfahrung als Lehrer.

    Ich habe jetzt gerade ein paar Bewerbungen laufen und ich denke ich werde es dann einfach versuchen. Wenn es mir nicht gefällt, muss ich weiterschauen. [...] Aber manchmal muss man einfach mutig sein.

    Chapeau, mir hat letztlich der Mut gefehlt trotz Angebot.

    "Ich bin über 50. Das sollen die jüngeren machen."
    "Da brauche ich frei, ich gehe immer vor dem Dienst schwimmen. Das ist nicht verhandelbar. Ich will ja Gesund bleiben."
    "Wenn ich nachmittags arbeiten wolltet, wäre ich nicht Lehrkraft geworden."
    "Ich habe die ersten beiden Stunden immer frei, weil ich zum Markt gehe."
    "Das war schon immer so. Da arbeite ich nicht."
    "Ich kann da nicht arbeiten, weil mein Hund dann zu lange alleine zu Hause ist."

    "Am Mittwochvormittag kann ich nicht, da ist Markt." ist mein All-Time-Favorite.

    Das ist doch mal eine Aussage.

    Von 11 zu 3 Punkten.

    Ich hatte von 13 auf 7.

    Abgesehen davon, dass das die absolute Ausnahme ist - wen kümmert das? Offensichtlich fanden Zweit- und Drittkorrektor deine Leistung eben nur befriedigend. Vielleicht war dein Kurslehrer ja willkürlich in der Notengebung - ist dir das schon mal in den Sinn gekommen...? Also dass dir einmal der Gedanke gekommen ist, dass du ein stinknormaldurchschnittlicher Schüler bist, der nie den Nobelpreis oder Oscar erhalten oder die Olympiade oder ein Bundestagsmandat gewinnen wird? Willkommen in der Welt der 99 Prozent. Live with it, deal with it.

    Manchmal ist also Willkür dabei.

    Ich schlage vor, du googelst mal, was das Wort "Willkür" bedeutet.

    Ich habe als Drittkorrektor nur bei einem Kurs große Abweichungen erlebt. Krasseste Abweichung: Erstkorrektur 11, Zweitkorrektor 3. Meiner bescheidenen Meinung nach wären es eigentlich 2 gewesen, aber ich musste mich im Rahmen von Erst- und Zweitkorrektor bewegen. Dem Erstkorrekturkollegen würde ich dennoch keine Willkür unterstellen - eher indirekte Käuflichkeit oder Inkompetenz.

    Zwischen Einigung und Mittelung steht noch der "Mehrheitsentscheid nicht gegen Vorsitz".

    Spannend. das höre ich mit meinen fast zwanzig Dienstjahren zum ersten Mal.

    Am Ende bleibt es schon auffällig, dass in dieser Prüfungskommission zumindest 3 x 0 Punkte, mindestens 1x 1 Punkt, und als Bestnote 5 Punkte vergeben wurden.

    Das ist allerdings SEHR ungewöhnlich...ich hatte einmal eine ähnliche Situation, allerdings im schriftlichen Englischabitur (Zweitkorrektur), da handelte es sich um eine dubiose Privatschule, die erst kurz davor akkreditiert wurde, eigenständig zu prüfen.

    An meiner Schule liegt die Abizeitung eine Woche vorab zur kollektiven Durchsicht aus, da können KuK Änderungswünsche anbringen. Ich lese das schon seit zehn Jahren nicht mehr. Den SuS sage ich sinngemäß: "Ich lese mir das nicht durch. Schreibt, was ihr wollt, noch sind wir ein freies Land. Falls mir aber irgendetwas zu Ohren kommt, werde ich das prüfen und gegebenenfalls meinen Anwalt einschalten. Wir sind nämlich auch Rechtsstaat." Erspart mir viel Ärger.

    Es geht um die "maßgebliche ruhegehaltsfähige Dienstzeit". Falls du mit 40 dienstunfähig wirst, hast du schlicht noch nicht genügend Jahre abgedient. Deine Berechnung geht wohl davon aus, dass die Dienstunfähigkeit kurz vor der Regelaltersgrenze eintritt.
    Geschenkt gibt's nichts. Auch nicht für Beamte. Aber du kannst es ja drauf ankommen lassen. Ich kenne KuK, die mit der Mindestversorgung auskommen müssen. Die liegt zwar über der Durchschnittsrente. Man darf jedoch Lehrkräfte nicht mit ungelernten Hilfskräften gleichsetzen, die halbtags am Band gearbeitet hatten.

    Zum ersten Absatz: Bitte schau dir doch den Screenshot an. Dann reden wir weiter. Zur Info: ich bin seit 2006 im Schuldienst. Besagter Kollege (ähnliche Dienstzeiten, ähnliches Alter) erhält übrigens eine ähnlich hohe Pension. Willkommen in der Wirklichkeit.

    Zum zweiten Absatz: da muss ich gar nicht drauf eingehen, weil ich nichts derglichen behauptet habe.

    Ja und? Dein Beitrag signalisierte, dass es ein "Jackpot" sei, in Frührente zu gehen und das ist Gegenüber all jenen, die sehr krank sind und sehr mit diesem Schritt hadern, ein Schlag ins Gesicht.

    Und selbst wenn du jemanden kennen solltest, der im Job schwer krank wurde, dann auf wundersame Weise genas und nun mit 3000€ Rente die Südsee bereist, ist das kein realistisches Szenario.

    Du hast recht, für viele mag das hart klingen. Ich möchte aber gar nicht für andere sprechen, ich spreche hier nur und ausschließlich für mich und präzisiere: für mich wäre dieses Szenario der Jackpot. Besagte Person bereist übrigens nicht die Südsee, macht aber Backpacking in Südostasien. Aber danke für den Hinweis und sorry an alle, die das in den falschen Hals kriegen wollten.

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