Beiträge von Finnegans Wake

    Für Fachkonferenzleitungen habe ich bisher weder Beförderungen noch Entlastungen erlebt. Obwohl ich das bei großen Fächern durchaus gerechtfertigt fände.

    Dito.

    Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass dann eben die Leitung einer großen FK mit einer Sitzung im Jahr abgearbeitet wird und größere Arbeiten als Wahlangebot in einen Studientag reingeschmuggelt und in Teams erledigt werden ;) Es muss nur entsprechend gelabelt werden.

    Aber:

    1. Bezieht sich das auf BBSen, wo - bspw. für befreundete GS und Gym-KuK unvorstellbare - Freiräume existieren

    und 2. muss die Leitung der FK konsequent die eigenen Möglichkeiten im Rahmen der Arbeitszeit beachten

    und 3. eine gewisse Chuzpe besitzen, dies dann so durchzuziehen und selbstbewusst zu vertreten.

    Ich bin der Zeitwächter. Ich kenne den Arbeitsauftrag nicht und muss den auch gar nicht kennen 🙄

    Außerdem ist "weil ich den Arbeitsuftrag nicht verstanden hat, gehe ich lieber privaten Terminen nach" ganz schön frech und kein guter Grund ☝️ Beschwerde an Gruppenleitung!

    Wenn ihr ehrlich seid, läuft's doch so: Ihr täuscht Aktivität vor, meldet euch mit einem anderen Account (damit es nicht auffällt) hier parallel an und schreibt darunter irgendwelche Sachen. Dann werden am Ende eurer Arbeitsphase paar KI-Ergebnisse gesammelt und dem Frosch vorgelegt. Und der glaubt euch, dass ihr was geschafft habt. Haha.

    Vermutlich kein guter Tipp, aber mein Weg ist inzwischen, bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung zu schauen, ob sie eher Bereicherung oder eher Belastungsfaktor ist. Wenn Letzteres, dann muss ich sie nicht zwingend aufrecht erhalten.

    Doch, das ist ein guter Tipp. Wir sind bei toxischen Menschen immer radikaler in der Hinsicht geworden. Wir werden nicht unhöflich, meiden sie aber konsequent.

    Ich kenne den Stellenkegel meiner Schule nicht genau. Eine Sache möchte ich vorab sagen: In RLP gibt es die A14 ohne Aufgaben. Das ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (vor allem dann, wenn man danach sein Engagement runterfährt).

    Es gibt aber doch recht viele KuK, die mit A13 in Pension gehen werden. Da gibt es viele Gründe für:

    Es gibt einfach zu wenige Stellen für die Schule, so dass es rechnerisch eben nicht für alle reichen kann. Dann kommt noch dazu, dass man gerade nicht wegen der eigenen Blödheit (vulgo: "keine Ambitionen") sondern aufgrund der Umstände nicht befördert wird. Also selbst, wenn man von seiner Arbeit und seinem Engagement her in Frage käme, kommen dann bspw. folgende Punkte dazu:

    • manchmal gibt es Animositäten zwischen SL und Lehrkraft
    • man wechselt nach Jahren guter Arbeit die Schule und kommt in der neuen frisch an und muss sich da sein Standing wieder ganz neu aufbauen
    • die SL wechselt und plötzlich ist ein Kriterium für die Beförderung nicht mehr das langjährige Engagement (das man gezeigt hat) sondern vor allem die aktuelle Show-Performance. Dann gerät die große Leistung, die man lange gebracht hat, aus der Sicht und manche, die, die aktuell Wind machen, überholen einen.

    Man kann also eben einfach doppeltes Pech haben: Systemisch zu wenige Stellen und individuell maximales Pech.

    Sage ich ja: entweder alle duzen oder alle siezen innerhalb einer Lerngruppe. Eine Mischung wäre einfach schräg.

    Ich empfinde das Siezen bei mir besonders auch in schwierigen Klassen als Erleichterung, weil es eine bestimmte Form des Umgangs definiert: Respektvoll aber klar. (wobei das mein Ding ist und wenn andere es anders machen, ist es deren Sache und definiert keine Respektlosigkeit)

    Für meine Schüler bspw. in der Berufsfachschule oder Höheren Berufsfachschule ist das zunächst mal eine irritierende Ansprache. Als Junglehrer hatte ich früher darüber abstimmen lassen, wie sie angesprochen werden wollen. Zwei Gründe, warum ich das gelassen habe:

    1. Ich fühle mich mit dem Sie wohler.

    2. Bei uneinheitlichem Stimmungsbild hatte ich keinen Bock drauf, dass viele Schüler mit dem Resultat der Abstimmung unzufrieden waren.

    Auch möchte ich da nicht auf Einzelfallbasis agieren, einer meiner wichtigsten Grundsätze, was so etwas angeht war bisher immer 'Do for one-do for all'. Meine persönliche Befindlichkeit in dem Thema ist, daß der Schüler sich meiner Meinung nach dafür nicht erwachsen genug verhält und sich hier ein Ventil sucht, um seine Unsicherheiten/Probleme zu Hause zu kompensieren, indem er hier ein Stück weit 'Kontrolle' ausübt.

    Wie sieht die versammelte Schwarmintelligenz das bzw. habt ihr sowas schon erlebt und wie seid ihr damit umgegangen ?

    Ach Gott, wenn er gesiezt werden will, dann wird er gesiezt. Ob du ihn für erwachsen genug hältst und er das aus deiner Sicht verdient, spielt keine Rolle.

    Und das Siezen dann verbunden mit einer überhöflichen Ansprache (über die du innerlich schallend lachen darfst). Sehr geehrter Herr Müller, ich möchte Sie darum ersuchen, Ihre Hausaufgabe an der Tafel vorzustellen. Und dann zu anderen: Michi, geh mal nach vorn und stell die Hausaufgaben vor. Er hat eine formelle Ansprache gewünscht. Die bekommt er. Das darf aber nicht ironisch rüberkommen.

    Wenn dann andere das "Sie" fordern - aber nur dann - dann führst du es für alle ein.

    Wenn jemand nach dem Warum fragt: Ich sieze jede(n), der/die das möchte. Du sagst aber nicht vor der Klasse: "Der Herr Müller möchte unbedingt gesiezt werden."

    Kenne ich genauso. Es wurde sogar in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass jede/r einen bestimmten Messenger installieren muss und sein Smartphone während es Unterrichts auf laut stellen muss und eingehende Nachrichten checken muss. Wie steht ihr dazu? Was sagen die Lehrratsmitglieder dazu?

    Ich weiß nicht, wie konfrontativ du so etwas angehen willst, aber:

    Bitte doch darum, dass dir ein Dienstgerät zur Verfügung gestellt wird, auf dem du die offensichtlich unheimlich wichtige dienstliche Software installieren sollst. Ansonsten bittest du um schriftliche Anweisung, dass du diese auf deinem Privatgerät zu installieren hast.

    Mit der schriftlichen Weisung fragst du an höherer Stelle nach, wie du damit weiter zu verfahren hast.

    Die weniger konfrontative Variante wäre: "Sorry, irgendwie hatte ich Probleme bei der Installation auf meinem Privathandy. Das hat nicht funktioniert." "Aber alle anderen haben das auch geschafft." "Bei meinem Handy funktioniert es halt nicht. Installation bricht ab." Und wenn dann Hilfe angeboten wird, verweist du darauf, dass du es mehrfach probiert hast und es nicht klappt. Du würdest es aber gerne mit einem Diensthandy noch einmal probieren.

    PS: Ich nutze mein privates Gerät auch für dienstliche Zwecke (bspw. Untis), mache aber gleichzeitig klar, dass kein Anspruch besteht, dass darüber von mir geantwortet oder reagiert werden muss. Reaktionen von mir gibt es dann, wenn mein Dienst-IPad im Schul-WLAN hängt. Wenn das nicht der Fall ist, dann gelte ich erst einmal als nicht erreichbar (über schulische Kommunikationssysteme).

    "Schmutziger"? Das hast Du Dir doch ausgedacht. Genauso wie "Fastnachtsferien". Was soll das überhaupt sein?

    Ja, Fastnachtsferien... Was wäre das für ein Traum. Wir haben nur Montag und Dienstag bewegliche Ferientage. Dabei wären gerade Weiberfastnacht und Fastnachtsfreitag als weitere freie Tage gut. Viele SuS sind da eh nicht da, weil sie feiern (Donnerstag) oder sich vom Feiern erholen (Freitag) und dann noch Energie für ein langes Wochenende sammeln.

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