Was auf jeden Fall für eine entfernte Schule spricht: Man läuft üblicherweise seinen Schülern in seiner Freizeit nicht über den Weg. Ich könnte es mir z.B. nur sehr schwer vorstellen morgens einem Schüler/Azubi mit einer 6 die Biografie komplett versaut zu haben und zu wissen, daß ich am Abend im Segelflugverein auf die Zuverlässigkeit genau dieses Schülers angewiesen bin, weil mein Leben davon abhängt, daß er keinen Mist baut.
Der Fall ist aber schon ein bisschen sehr speziell 
Und manche Horrorvorstellungen von der Schule vor Ort und den daraus folgenden Begegnungen sind doch auch etwas übertrieben. So lange man sich im Rahmen des gesellschaftlich akzeptierten Normals benimmt, sind Begegnungen doch ok. Außerdem sind Begegnungen doch deutlich seltener, als es hier scheint.
Klar, der Tim Finnegan in der Schule hat eine andere Rolle als der normale Tim Finnegan im echten Leben, aber meine SuS sehen unter dem braunen Cordsakko und den Kreidespuren doch auch den echten Tim durchscheinen. Wenn sie den dann auch mal im real life sehen, dann macht das den echten Menschen authentischer. Und da ich mich auch im echten Leben nicht daneben benehme, sondern eben nur lebe, ist's kein Problem. Mal ein paar Blitzlichter der Begegnungen:
* Im Stadion beim Feiern
* beim normalen lokal typischen Feiern
* auf dem Weinfest
* beim Edeka
* im Fitnessstudio
* Punkrockkonzert: Pogo (also ich, der Schüler hat nur zugeschaut)
...
Im Zweifelsfall stärkt das sogar das Standing bei den SuS: "Der labert nicht nur, was er wär', der macht das in echt!"
Und wie gesagt: Kurze Fahrt bringt mehr Familienzeit, Freizeit, Orga-Entspannung. Da sind real life-Begegnungen als "Nachteil" akzeptabel.
ein edit hinterher: Eventuell was anderes wäre es, wenn ich Sauna-Gänger wäre. Da weiß ich von Kolleginnen und Kollegen, die dafür schon ziemlich weit weg fahren, um SuS nicht zu begegnen. Da ich aber nicht in die Sauna gehe, ist das für mich kein Problem.